Tschebarkul als Reiseziel: Russische Kleinstadt rüstet sich für Meteoriten-Touristen

DPABis der Meteorit kam, verirrte sich kaum ein Tourist nach Tschebarkul. Doch plötzlich ist die Nachfrage riesig, ein wahrer Hype könnte um die Region des Einschlags entstehen. Doch bislang gibt es nicht mal ein Urlauber-Hotel - und geplante Bootstouren stoßen auf Kritik.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-884801.html
  1. #1

    "braucht umgerechnet etwa 2500 Euro"? Braucht er nicht ... ich bin mit ca. 1500€ mit dem Auto von Deutschland zum Baikal und zurück gekommen. Zugegeben, ohne Komfort, aber mit einer Menge Erlebnissen.

    "Selbst die Großstadt Tscheljabinsk ist bislang alles andere als ein Touristen-Mekka." - Tatsache, Tscheljabinsk war die dreckigste und hässlichste Stadt auf der ganzen Tour. Nur Industrie und sonst nichts. Eine dichte Dunstglocke aus zig Schornsteinen über der ganzen Stadt, da gab es keinerlei Motivation anzuhalten und die Stadt näher anzusehen....
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis der Meteorit kam, verirrte sich kaum ein Tourist nach Tschebarkul. Doch plötzlich ist die Nachfrage riesig, ein wahrer Hype könnte um die Region des Einschlags entstehen. Doch bislang gibt es nicht mal ein Urlauber-Hotel - und geplante Bootstouren stoßen auf Kritik.

    Tschebarkul: Meteorit lockt Touristen an - SPIEGEL ONLINE
    Leider wird man dort kaum die Reste finden können. Es war ein Stück der Sonnenmaterie und bestand hauptsächlich aus Wasserstoff, was man bei Erzeugung von großen Mengen Wasserdampf bei vor der Explosion sehen kann. Wasser ist durch die Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff entstanden. Diese These wird noch durch Entstehung von Stickstoffdioxid bestätigt, der den Dampfwolken teilweise eine braune Farbe verliehen hat.

    Der Tag an dem die Sonne auf die Erde stürzte. | READERS EDITION
  3. #3

    wer etwas auf sich hält muß wohl da gewesen sein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis der Meteorit kam, verirrte sich kaum ein Tourist nach Tschebarkul. Doch plötzlich ist die Nachfrage riesig, ein wahrer Hype könnte um die Region des Einschlags entstehen. Doch bislang gibt es nicht mal ein Urlauber-Hotel - und geplante Bootstouren stoßen auf Kritik.

    Tschebarkul: Meteorit lockt Touristen an - SPIEGEL ONLINE
    Abenteuerurlaub per Schlitten, Biwak, Gulaschkanone, Action bei der Roten Armee per T34 Panzerfahrt zum Schutz vorm anfliegenden Meteoriten - anschliessend Partymeile
  4. #4

    "Es war ein Stück der Sonnenmaterie und bestand hauptsächlich aus Wasserstoff"

    So ein Blödsinn!
  5. #5

    Alienangriff auf russisches Roswell Tschebarkul!

    Meteorit war vorbereitender Angriff der Alienvorhut.

    Tschebarkul's Volkssturm sucht weltweit Freiwillige zur Abwehr der Ladung der Alien-Hauptstreitmacht.
    Inbegriffen sind Biwak, Frühstück, Gulaschkanone, Kaffee in den sorgfältig konservierten Trümmern des Alien-Meteoriten-Angriffs sowie vorbereitende Spetsnaz Action-Survival-Ausbildung, Panzerfahrt, Jetflug, Freiwilligenzertifikat der Roten Armee sowie Besuch im russischen Alien-Zentralmuseum, Alien-Meteoriten-Action-Freizeitpark und all inclusiv Party.
    (Trümmer und eingestürzte Fabrik bloß nicht wegräumen oder reparieren.)
  6. #6

    bon voyage

    Am besten bucht man die Reise mit Zwischenstopp in Tschernobyl. In Tscheljabinsk gabe es in den 50er Jahren eine etwa gleich verheerenden, nur besser vertuschten Unfall mit Austritt von Radioaktivität wie in Tschernobyl. Dann noch mal nach Fukushima und meine Lebensdosis an Radioaktivität ist schon bei der Hälfte meiner Lebenserwartung erreicht.

    Nebenbei bemerkt: die Astronomen in Tscheljabinsk sollen sich nicht so anstellen: Die Touristen sollen nach den Bruchstücken tauchen und die Hälfte des Fundes abliefern und die Astronomen müssen nicht ins kalte Wasser. Crowd-sourcing heißt das Zauberwort.
  7. #7

    Zitat von spon-facebook-10000019621 Beitrag anzeigen
    Am besten bucht man die Reise mit Zwischenstopp in Tschernobyl. In Tscheljabinsk gabe es in den 50er Jahren eine etwa gleich verheerenden, nur besser vertuschten Unfall mit Austritt von Radioaktivität wie in Tschernobyl.
    nicht ganz ... Der Unfall(der im übrigen zwar von den Auswirkungen her, aber aber technisch nicht vergleichbar war mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl) damals trug zwar zur Strahlenbelastung der Region bei, aber ähnlich verheerend war der reguläre Betrieb der Kerntechnischen Anlage.... Radioaktive Abwässer wurden z.B. einfach so in Flüsse bzw. Seen geleitet....

    die Gegend um Tschebarkul ist allerdings Radioaktiv kaum belastet, die verstrahlte Gegend liegt etwas nördlich davon(allerdings für sibirische Verhältnisse "gleich daneben" ... In Sibirien sagt man: 100 Jahre sind kein Alter, 100 gramm kein Wodka und 100km keine Entfernung)
  8. #8

    Zitat von lasmirandadensivilla Beitrag anzeigen
    "Es war ein Stück der Sonnenmaterie und bestand hauptsächlich aus Wasserstoff"

    So ein Blödsinn!
    Herr Cwirko nutzt die Gunst der Stunde um seine kruden Thesen and die Frau / den Mann zu bringen und die gesamte Wissenschaft zu widerlegen. Und jeder hat doch ein Recht auf eine eigene Meinung, nicht wahr? Mich amüsieren seine Beiträge jedenfalls köstlich. Ansonsten, nicht weiter darauf eingehen...

    Was ich mich allerdings frage ist, was die Leute dort wollen? Glauben sie, die Menschen werden ihre zerborstenen Fensterscheiben aufheben um sie Touristen zu zeigen? Wollen sie die zerstörte Fabrik besuchen? Nach Meteoritenfragmenten tauchen? Es gibt 183 erhaltene Krater als Zeugen von Meteoriteneinschlägen. Und bei vielen dieser Krater sind Besucherzentren und/oder Museen eingerichtet. Tswaing in Südafrika, Meteor in Arizona oder einfach Ries und Steinheimer Becken in Deutschland, um nur einige zu nennen. Sind diese zu alt und daher nicht spektakulär genug? Gut, der jüngste Meteoriteneinschlag mit Kraterbildung fand 2007 in Carancas / Peru statt, auch dort will man ein Museum einrichten. Wenn der Krater nicht inzwischen vollständig degradiert ist...