Nord-Ostsee-Kanal: Schleusen werden 60 Millionen teurer

DPADer Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals wird deutlich teurer und dauert deutlich länger als geplant. Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit Mehrkosten von 60 Millionen Euro für die neue Schleuse zur meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant - statt 2014.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-885262.html
  1. #1

    Nur wo Behörde und Staat draufsteht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals wird deutlich teurer und dauert deutlich länger als geplant. Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit Mehrkosten von 60 Millionen Euro für die neue Schleuse zur meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant - statt 2014.

    Nord-Ostsee-Kanal - SPIEGEL ONLINE
    sind Versagen und Verschwendung drin.
  2. #2

    Die Politik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals wird deutlich teurer und dauert deutlich länger als geplant. Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit Mehrkosten von 60 Millionen Euro für die neue Schleuse zur meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant - statt 2014.

    Nord-Ostsee-Kanal - SPIEGEL ONLINE
    baut lieber irgendwelche Neubaustreckenstückchen von Autobahnen oder Bundesstraßen von eher zweifelhaftem Nutzen, als mit dem vorhandenen Steuergeld die vorhandene Infrastruktur funktionsfähig zu erhalten.
    Hier geht es dann oft darum, vor anstehenden Wahlen irgendwelche Provinzfürsten, die sich vehement für Neubauprojekte stark gemacht haben wahlkampftaktisch zu pushen.
  3. #3

    wenn irgendein Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft so arbeiten würde, wie die verantwortlichen Staatsdiener (man beachte die Bedeutung dieses Wortes), so würden diese am nächsten Tag ihren Schreibtisch räumen müssen. Ich Frage mich, was so schwer daran ist ein öffentliches Projekt zu budgetieren? Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung nur Versager? Nunja, ihre Dienstherren sind auch nicht viel besser.
  4. #4

    Irgendein...

    ...sinnvolles Eingreifen seitens der Poltiker ist nicht zu erwarten. Darüber sollte man sich klar sein. Es wird noch deutlich teurer werden, weil keiner von den Beteiligten auch nur ansatzweise Ahnung von der Materie hat.
    Und gnade uns Ratzinger (ach nee, der is ja raus), wenn Sonnenbank-Ramsauer mit einem seiner schicken Projekte kommt - wer weiss?
    Vielleicht sowas: Kanal ohne Wasser! Da braucht man ja die Schleusen nicht. Und die Schiffe könnten von Hartz IV -Empfängern getragen werden...
    Sowas würde zu seinen bisherigen Blödsinnigkeiten passen (ich sage mal nur: Wechselkennzeichen).
  5. #5

    Die Mär von der Privatwirtschaft

    Sorry, aber wer glaubt in der sog. Privatwirtschaft unterlaufen solche Fehler nicht, kennt diese wohl nur von einer Seite. Bei kleineren familiengeführten Betrieben vielleicht noch machbar, größere Konzerne, die im DAX vertreten sind, arbeiten analog wie die Versager in den Ämtern. Nur sind es eben dann keine öffentlichen Gelder, die dort vergeigt werden.
    Wenn der Laden allerdings pleite geht - s. Schlecker - ist es allerdings dann wieder Steuergeld, was für Sozialaufwendungen verbraten werden. Und jeder, der mal ein Haus gebaut hat, weiß, daß von der anfänglichen Kalkulation nicht mehr viel übrig bleibt, und das innerhalb eines Jahres.
    P.S.: ich vermissen allerdings die GrünINNEN und alternativen ExpertINNEN sowohl bei BER als auch bei der Elbphilharmonie als auch bei dem o.g. Projekt. Wohnen die alle in Stuttgart ?
  6. #6

    Zitat von bullet69 Beitrag anzeigen
    Ich Frage mich, was so schwer daran ist ein öffentliches Projekt zu budgetieren? Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung nur Versager?
    So einfach ist das nicht. Ohne Zweifel werden auch Fehler gemacht. Aber bei einem solchen Unternehmen legen die Bürokratie und der Gesetzgeber viele Stolperfallen. Da ist zuerst das Haushaltswesen, das jährlich fortgeschrieben wird. Das heißt, Budgets werden immer nur jahrweise per Haushaltsgesetz freigegeben. Dann kommen die Bürgereinsprüche. Dann kommen die Kommunalfürsten mit Wünschen und Forderungen. Darüber vergehen Jahre und das Projekt wird schon teurer, bevor es richtig begonnen hat. Manchmal werden die Kosten auch bewusst niedrig angesetzt, um es politisch leichter über die Hürden zu bekommen. Danach wird es eben teurer, wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten. Wenn noch ein Regierungswechsel dazwischen kommt, ja dann ... wird es vollends unberechenbar.
  7. #7

    P.S. Wenn das ganze bis 2020 nicht mindestens 200 Millionen mehr kostet fresse ich 5 Hexen inclusive Besen. Armes Deutschland.
  8. #8

    Zitat von bullet69 Beitrag anzeigen
    wenn irgendein Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft so arbeiten würde, wie die verantwortlichen Staatsdiener (man beachte die Bedeutung dieses Wortes), so würden diese am nächsten Tag ihren Schreibtisch räumen müssen.
    Nicht unbedingt. Es gibt genügend Manager die große Unternehmen mit Volldampf an die Wand gefahren haben und noch Mio. als Belohnung bekommen haben. Ich sag nur Karstadt-Quelle

    Zitat von bullet69 Beitrag anzeigen
    Ich Frage mich, was so schwer daran ist ein öffentliches Projekt zu budgetieren? Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung nur Versager? Nunja, ihre Dienstherren sind auch nicht viel besser.
    Schon mal ein Projekt im 3stelligen Millionenbetrag geleitet? Wenn es nur 20% Mehrkosten werden ist es fast eine Punktlandung. Frag mal bei ThyssenKrupp nach wie das so mit Kostenexplosionen bei Großbauten ist.
  9. #9

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    Zitat von ratschbumm Beitrag anzeigen
    [Nur wo Behörde und Staat draufsteht]sind Versagen und Verschwendung drin.
    Das haben Sie wohl übersehen, oder auch das hier!