Afghanische Provinz Wardak: Karzai will US-Spezialeinheiten vertreiben

AFPDer afghanische Präsident Karzai hat schwere Vorwürfe gegen am amerikanische Truppen erhoben. US-Spezialkräfte seien für den Tod und das Verschwinden von neun afghanischen Zivilisten verantwortlich, die Einheiten sollen innerhalb von zwei Wochen aus der Unruheprovinz Wardak abziehen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-885289.html
  1. #60

    Nichts verändert?

    Dass sich garnichts verändert hat, stimmt so auch nicht. zB hab ich einen Beicht von einer Frauenfahrschule in Kabul gesehn. Auch die Burkapflich ist passée. Mir tun nur die Frauen Leid, wenn die Taliban wieder da sind. Dann wird die Liberalisierung wieder rückgängig gemacht.
    Das Bescheuerte an dem Ganzen ist ja, dass sich die Leute selber umbringen. Suniten gegen Schiiten. Das ist wie wenn Katholiken gegen Protestanten kämpfen würden. Die Leute leben zum Teil echt noch im Mittelalter, zumindest geistig....
  2. #61

    Zitat von Peter-Lublewski Beitrag anzeigen
    "Das afghanische Verteidigungsministerium solle dafür sorgen, dass die US-Spezialeinheiten innerhalb von zwei Wochen aus der an Kabul angrenzenden Provinz Wardak abziehen."

    Würde ich mir als Kommandeur dieser US-Einheiten nicht zweimal sagen lassen.
    Dumm nur, dass der betreffende Kommandeur nicht dem afghanischen Verteidigungsminister verpflichtet ist, sondern dem Pentagon in Washington.
    Beide Ministerien haben offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen von dem, was verteidigt werden muss.
  3. #62

    zukunft

    "gast fuer kurze zeit" hat recht: karzai bereitet sich auf die warlords vor, die nach der besatzung die macht haben werden. was soll er auch sonst tun? beleidigt sein, weil man "unsere westlichen truppen" nicht mehr braucht ist jedenfalls nicht sinnreich. es wird daurm gehen wie in afganistan machstrukturen jenseits der warlords und taliban etabliert werden können. und wir hier können sicher sein: wir werden damit wenig zu tun haben; die nachbarländer sind jedoch vorbereitet...
  4. #63

    Kein Mitleid mit Soldaten

    Deutschland hat keine Wehrpflicht mehr. Wer als deutscher Soldat in Afganistan ist, hat JA zu Auslandseinsätzen gesagt und bekommt das sehr gut bezahlt. Außerdem kann man jederzeit aus Gewissensgründen den Dienst quittieren und sich z.B. als Heizungsinstallateur selbständig machen.
    Man kann über unsere Söldnerarmee positiv oder negativ denken. Aber Mitleid ist völlig unangebracht. Soldat ist ein Beruf mit erhöhtem Verletzungsrisiko.
  5. #64

    Man kann den Amis,...

    ...den Deutschen und allen anderen Einheiten nur raten, schnellstens Afghanistan zu verlassen.Kasai ist ein ausgemachter Gangster und Groß-Drogendealer, der sich schon innerlich und äußerlich auf die künftig gute Zusammenarbeit mit den "verehrten Thaliban-Brüdern" einstellt.
    Am Ende sind alle jungen Leute aus Europa, den USA, Kanada u.a. umsonst gestorben für dieses riesige, fanatische Banditensystem.
  6. #65

    Taliban sind die Terroristen!

    Man möge doch mal bedenken, dass nicht dies ISAF.Truppen für die Masse der Zivilopfer verantwortlich sind. Es sind die Taliban-Fanatiker, die für mindestens 3/4 der Zivilopfer direkt verantwortlich sind.
    Im Übrigen wundert es mich immer wieder, dass hier behauptet wird, die Taliban wäre einst von den USA unetrstützt worden im Kampf der Afghanen gegen die sowjetische Besatzung. Richtig ist, dass Muhjaheddin-Truppen (Guerillas) mit Matrial und Waffen versorgt wurden.
    Die Taliban sind eine ganz andere, sunnitisch-fundamentalistische Sammlungsbewegung, deren Ziel die Errichtung eines islamischen (Welt-)Reiches nach archaischen Vorstellungen ist. Mag es zwar Entwicklungen von Muhjahedin-Gruppen hin zu Taliban geben, so direkt, wie viele das hier tun, stimmt das einfach nicht.

    Afghanistan war noch nie ein einheitliches Staatsgebilde. Es war und ist in großen Teilen des Landes viel mehr eine Stammes-/Warlord regierte Gegend. Fern von Demokratie und gemeinsamer Regierung. Jede Gruppierung hat schon früher nur ihre ganz eigenen Macht- und Finanzinteressen verfolgt. Drogenanbau spielt dabei mehr denn je eine immense Rolle, ob für Karsai und seine Kumpane, die Warlords oder auch die Taliban.

    Die ISAF-Truppen sollten sich vollständig aus dem Land zurück ziehen und es sich komplett selbst überlassen. Sollen doch Saudi-Arabien oder andere islamisch geprägte Staaten hier Hilfe zur Entwicklung von Wirtschaft und Infrastruktur leisten.
  7. #66

    Ach was ....

    Zitat von politik-nein-danke Beitrag anzeigen
    ...der sollte sich mal dran erinnern was letztendlich mit Nadschibullah passiert ist, nachdem die russischen Protektoren weg waren....
    Karzai greift jetzt noch kurz ein paar Milliarden mit seiner Sippe ab und dann ist für ihn eh der Abgang aus Afghanistan angesagt. Für die notwendige standesgemäße komfortable Unterbringung an den unterschiedlichsten Domizilen hat er weltweit schon längst gesorgt. Bis dato gilt es halt noch ein bisschen Zeit zu schinden solange der Westen eifrig zahlt. Dem gilt auch die jetzige Aktion. Denn natürlich weis Karzai auch was dem Kämpfer Nadschibullah passiert ist und er will keineswegs dessen Schicksal teilen .....
  8. #67

    Zustimmung

    Zitat von NorthernOak Beitrag anzeigen
    sollte der Abzug der westl. Truppen beschleunigt werden, wenn er nur den Taliban/alQuaida die Lizenz zum schiessen geben will.
    Afghanistan wird schneller den Fundamentalisten mit Einfuerhung der Scharia in die Haende .....
    Hier bei uns in Deutschland gilt es unsere Werte von Demokratie zu verteidigen. Doch leider kämpft auch hier unsere "Elite" förmlich gegen das eigene Volk, indem immer mehr aus dem Mittelstand herausgepresst wird und die finanziellen Ressourcen von unten nach oben verschoben werden und damit der Zusammenhalt der Gesellschaft förmlich kaputt gemacht wird.
  9. #68

    Zitat von unglaublichaberwahr Beitrag anzeigen
    "Der afghanische Präsident Karzai hat schwere Vorwürfe gegen am amerikanische Truppen erhoben. "
    Wo bleibt da der germanistische Oberklugscheisser, des Forums?
    Der ist schon da, unglaublich aber wahr.
  10. #69

    optional

    Der afghanische Korruptionspräsident Karzai hat wohl einen Deal mit den Taliban vereinbart um seine Position am westlichen Geldzufluss auch nach Ende 2014 zu sichern. Ist die Unruheprovinz Wardak vor Nato-Einheiten sicher, können sich die Islamistenbanden dort ungestört einnisten und ihre Terroranschläge vorbereiten. Mal sehen, wann Karzai die nächste Unruheprovinz als militärische Sperrzone für West-Soldaten fordert. Begründungen für derlei werden ja zwangsläufig kaum ausbleiben, da sich Taliban-Verbündete von Zivilisten nicht unterscheiden lassen. Erst recht nicht Bomben tragende Halbwüchsige.