Kommerz, Kitsch, Kunst: Ein Plädoyer für die Oscars

REUTERSKein Filmpreis wird mehr angefeindet als die Oscars - und keiner mehr verehrt. SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Marc Pitzke berichtet seit neun Jahren aus Hollywood. Auch er hassliebt die Oscars und fragt sich: Was spricht eigentlich für sie? Und was gegen sie?

http://www.spiegel.de/kultur/kino/os...-a-885235.html
  1. #10

    In Fällen wie Crash oder der nicht-Nominierung von Ben Affleck in diesem Jahr, liegen die Oscars immer mal wieder gewaltig daneben. Trotzdem: sieht man sich die Prämierten über die Jahre an, merkt man: da stimmen eben doch 6000 Menschen, die von der Materie eine gewaltige Portion Ahnung haben. Überhaupt: wer denn nun "besser" oder "schlechter" ist - wie soll das generell jemand beurteilen? Letztlich geht es darum Filmen eine Plattform zu bieten. Tina Fey hat das heute bei den Golden Globes sehr richtig formuliert: "Wir prämieren heute die Filme, die nur zwei Wochen im Kino waren." Daher bin ich froh darüber, dass es immer wieder die Angabe "hat soundso viele Oscars bzw. Nominierungen bekommen" ist, die eine große Zahl von Menschen dazu bringt Filme überhaupt anzusehen. Insofern: Werbeveranstaltung? Sicher. Aber wenn dadurch eine handvoll grandioser Filme ein Forum bekommt - liebend gerne.
  2. #11

    Die Oscars für die Menschen hinter der Kamera sind durchaus wichtig und sicherlich in den meisten Fällen verdient. Bei manchen Oscars für aktuell gefragte Schauspieler, und insbesondere Schauspielerinnen, muss man starke Zweifel am Sinn der Auszeichnung haben. Hier sollte man nicht ganz so schnell mit dem Oscar sein, sonst entwertet man ihn noch mehr.
  3. #12

    Auch er hassliebt

    Hassliebt? - Der sprachliche Ausdruck des Spiegels hat wenig mit Können zu tun!
  4. #13

    optional

    Wo werden denn sonst die Besten Kameraleute, Kostümbildner, etc . ausgezeichnet? Die Oscarverleihung ehrt eben nicht nur Schauspieler und Regisseure. Die Oscar-Berichterstattung interessiert das nur meist nicht (es sei denn es ist ein Deutscher bei).
  5. #14

    Wenn die Konsumgesellschaft die Hypocrisie trifft.

    Man kann fast an einem Witz glauben.
    Wie kann man auf dieser Oberflächlichkeit ernst sein, und ein Award hoffen. Als Mensch verstehe ich nicht, wie man begeistert sein kann, dieses Auszeichnung der Lächerlichkeit zu erhalten.
    Aber für einige ist diese Zeremonie manchmal eine Weg zu traumen. Von was zu traumen? Ich weiss es nicht.
  6. #15

    optional

    letztes jahr hat doch doch ein frazösischer stummfilm, "the artist", eine oscar (?) gewonnen. gibt es den film eigentlich noch?
  7. #16

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Crash war die Überraschung des Abends und ist sicherlich nicht "furchtbar".
    Doch, bätsch!