Studie: Nur jeder vierte VW wird in Deutschland gebaut

DPADer deutsche Konzern Volkswagen ist der größte Autohersteller Europas - lässt aber vor allem im Ausland fertigen. Einer Studie des Autoexperten Dudenhöffer zufolge kommt nur noch jeder vierte VW aus Deutschland, wie das "Handelsblatt" berichtet. Bei Mercedes oder BMW ist das anders.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-885287.html
  1. #20

    Deutschland-Anteil vor 5 Jahren

    Deutschland-Anteil:

    35-45% bei Deutschen Zulieferer

    Bei Fahrzeug Produktion:

    65% bei 911er und E-Klasse
    60% bei Passat
    55% bei A4 und A6
    55% bei BMW bis 5er
    50% bei Golf
    45% bei Boxter
    40% bei Ford
    35% bei M-Klasse
    35% bei Cayenne
    30% bei Audi TT
    30% bei X3
    25% bei X5

    Berlin schaut bei dieser Verschärfung seit dem schon hohen Stand vor 5 Jahren nur zu.

    Lässt die Autoindustrie mit Subventionen zu Neuen Umwelt-Technologien, Abwrackprämien und Porsche Steuerhintertüren fast keine Steuern mehr in Deutschland auf die ohnehin ins Ausland abgewandernden Steuern mehr bezahlen.

    Lässt dazu noch zu grossen Teilen im Innland Zeitarbeiter gewähren, die 15% unter Festangestellten bezahlt werden, auf Abruf bereit stehen und bei 1/4 des Jahres wegen Kurzarbeit von den Steuerbezahler/Allgemeinheit bezahlt werden........... mit Zeitarbeitern lässt sich über 37% der Gehaltskosten einsparen auf dem Buckel der Anderen.


    Pfuuuuiiiii Autoindustrie Ihr habt kein "Made in Germany" mehr verdient und solltet mit Steuer-Malus bezahlen.
  2. #21

    Zitat von berater2050 Beitrag anzeigen
    Ob sich das Label "Entwickelt in Deutschland" unter den aktuellen Rahmenbedingungen lange hält ist. Die Produktentwicklung erfordert räumliche Nähe zur Fertigung, denn der Entwickler muss zahlreiche Besonderheiten des Fertigungsprozesses berücksichtigen (Fertigungstoleranzen, Ausschuss, Oberflächengüten, Werkstoffveränderungen, unvorhergesehene Effekte, etc...), was eine enge Abstimmung mit der Fertigung erfordert. Diese enge Abstimmung ist nur möglich, wenn die Entwicklung in der Nähe der Fertigung sitzt. Da gerade Chinas Universitäten jedes Jahr Millionen gut ausgebildeter Ingenieure ausspucken, die für ein Jahresgehalt von unter 9000 € arbeiten, ist der nächste konsequente Schritt, die Entwicklung der Fertigung folgen zu lassen, denn so lassen sich zudem massiv Entwicklungskosten sparen (gerade bei den immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen sind die Kosten für Ingenieure relevant). Die einzige Möglichkeit diese Abwanderung von Ingenieurarbeitsplätzen zu stoppen, ist die Ingenieurgehälter in Deutschland stark zu reduzieren. Die Absenkung der Gehaltschwelle zur Einstellung ausländischer Ingenieure auf 33000€ (Jahresgehalt) ist ein erster richtiger Schritt. Allerdings sollte über eine weitere Absenkung der Gehaltschwelle diskutiert werden. Eine weitere Maßnahme könnte sein, die Sozialleistungen für arbeitslose Ingenieure zu reduzieren, damit diese auch weniger attraktive Jobangebote annehmen. Weiterhin sollten die Studentenzahlen in den Ingenieurwissenschaften weiter gesteigert werden. Nur über preiswerte Humanressourcen lässt sich der hohe Lebensstandard in Deutschland erhalten!
  3. #22

    Sie haben völlig recht.

    Zitat von berater2050 Beitrag anzeigen
    Ob sich das Label "Entwickelt in Deutschland" unter den aktuellen Rahmenbedingungen lange hält ist. Die Produktentwicklung erfordert räumliche Nähe zur Fertigung, denn der Entwickler muss zahlreiche Besonderheiten des Fertigungsprozesses berücksichtigen (Fertigungstoleranzen, Ausschuss, Oberflächengüten, Werkstoffveränderungen, unvorhergesehene Effekte, etc...), was eine enge Abstimmung mit der Fertigung erfordert. Diese enge Abstimmung ist nur möglich, wenn die Entwicklung in der Nähe der Fertigung sitzt. Da gerade Chinas Universitäten jedes Jahr Millionen gut ausgebildeter Ingenieure ausspucken, die für ein Jahresgehalt von unter 9000 € arbeiten, ist der nächste konsequente Schritt, die Entwicklung der Fertigung folgen zu lassen, denn so lassen sich zudem massiv Entwicklungskosten sparen (gerade bei den immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen sind die Kosten für Ingenieure relevant). Die einzige Möglichkeit diese Abwanderung von Ingenieurarbeitsplätzen zu stoppen, ist die Ingenieurgehälter in Deutschland stark zu reduzieren. Die Absenkung der Gehaltschwelle zur Einstellung ausländischer Ingenieure auf 33000€ (Jahresgehalt) ist ein erster richtiger Schritt. Allerdings sollte über eine weitere Absenkung der Gehaltschwelle diskutiert werden. Eine weitere Maßnahme könnte sein, die Sozialleistungen für arbeitslose Ingenieure zu reduzieren, damit diese auch weniger attraktive Jobangebote annehmen. Weiterhin sollten die Studentenzahlen in den Ingenieurwissenschaften weiter gesteigert werden. Nur über preiswerte Humanressourcen lässt sich der hohe Lebensstandard in Deutschland erhalten!
    Chinesische -fähige- Ingenieure sind leicht für 90000 Yüan zu kriegen. Mit einem derart astronomischen Gehalt zahlen die ihre Ausbildungskosten auf einer Arschbacke zurück. Schon klar. Waren Sie jemals in China, Superstratege?

    Außerdem liegen Sie natürlich völlig richtig mit Ihrer Ansicht, daß es nur ein wenig mehr der Repression von Ings bedarf, diese zu Höchstleistungen zu motivieren. Am besten schließt man die bei Wasser und Brot ein. Nur dadurch 'lässt sich der hohe Lebensstandard in Deutschland erhalten!'

    Übrigens handelt es sich auch beim vielgepriesenen Herrn Winterkorn um einen Ingenieur. Wollen Sie den im VW-Hochhaus einmauern?

    Keine Ahnung, weshalb Sie Ihren Frühschoppen so über Gebühr ausgedehnt haben. Auch keine Ahnung, wieviel Sie im Monat kassieren. Was Sie verdienen, das weiß ich aber: 0,00 €. Außerdem sind Sie im allgemeinen Sprachgebrauch ein Trottel.
  4. #23

    Zitat von tutmosis Beitrag anzeigen
    Chinesische -fähige- Ingenieure sind leicht für 90000 Yüan zu kriegen. Mit einem derart astronomischen Gehalt zahlen die ihre Ausbildungskosten auf einer Arschbacke zurück. Schon klar. Waren Sie jemals in China, Superstratege?

    Außerdem liegen Sie natürlich völlig richtig mit Ihrer Ansicht, daß es nur ein wenig mehr der Repression von Ings bedarf, diese zu Höchstleistungen zu motivieren. Am besten schließt man die bei Wasser und Brot ein. Nur dadurch 'lässt sich der hohe Lebensstandard in Deutschland erhalten!'

    Übrigens handelt es sich auch beim vielgepriesenen Herrn Winterkorn um einen Ingenieur. Wollen Sie den im VW-Hochhaus einmauern?

    ....
    Selbstverständlich bin ich öfter in Asien unterwegs (womit ich übrigens mehr als die von Ihnen vorgeschlagenen 0,00 € verdiene). Tatsächlich haben Sie recht, dass eine Minderheit an chinesischen Ingenieure so dreist ist, über 9000 € pro Jahr zu fordern. Aber glücklicherweise kann man noch auf Nachbarländer, wie zum Beispiel Vietnam ausweichen. Dort sind die Ingenieurgehälter noch akzeptabel. Zudem ist die Bevölkerung noch extrem jung:
    Bosch eröffnet Entwicklungszentrum in Vietnam - Automotive Computing
    Viele der vietnamesischen Kollegen waren übrigens zur Ausbildung in Deutschland (die ostdeutschen Universitäten haben noch enge Verbindungen nach Vietnam) und sprechen fließend deutsch. Und eines kann ich ihnen sagen: Für einen Vietnamesen sind 500 € im Monat eine Menge Holz. Finden Sie mal in Deutschland einen Ingenieur, der bereit ist für dieses Gehalt zu arbeiten!
    Zu Herr Winterkorn: Ja er ist ein Ingenieur. Deshalb kann er auch rechnen und baut die Forschung in Asien massiv aus:
    Joint Venture: VW gründet China-Tochter - SPIEGEL ONLINE
    Dass ich mein Gehalt wert bin denke ich übrigens schon: Wenn ich einen deutschen Ingenieursarbeitsplatz, der 100.000 € / Jahr kostet, nach Asien verlagere, spare ich meinem Auftraggeber 80.000€/Jahr. Wenn ich drei Arbeitsplätze pro Jahr verlagere kommt da schon was zusammen :-)
  5. #24

    Zitat von stupp Beitrag anzeigen
    Ein Thema, das viel zu wenig diskutiert wird: Ein in Deutschland gefertigter Hyundai wäre volkswirtschaftlich viel interessanter als ein in Fernost gebauter Golf.
    Und, wo hat Hyundai seine Fertigung in Deutschland?
  6. #25

    Wenn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Konzern Volkswagen ist der größte Autohersteller Europas - lässt aber vor allem im Ausland fertigen. Einer Studie des Autoexperten Dudenhöffer zufolge kommt nur noch jeder vierte VW aus Deutschland, wie das "Handelsblatt" berichtet. Bei Mercedes oder BMW ist das anders.

    Dudenhöffer-Studie: Nur jeder vierte VW wird in Deutschland gebaut - SPIEGEL ONLINE
    Wenn von 100 Werken gerade einmal so ca. 20 in der brd sind ist das doch normal oder?
  7. #26

    Zitat von eishockeyoma Beitrag anzeigen
    bei der Menge an produzierten Fahrzeugen seitens VW hätten die deutschen Werke auch gar nicht die Kapazitäten, um die globale Nachfrage abzudecken.
    Dann hätte man die neuen Werke doch einfach hier bauen können, anstatt in China und da sind die Kapazitäten oder denken Sie, die Werke fallen in China vom Himmel?

    Gibt eventuell Mehrkosten wegen der Anlieferung, aber in China verkauft man auch Autos aus Brasilien, naja, das wäre der einzige Punkt über den sich das diskutieren lohnt.


    Zitat von eishockeyoma Beitrag anzeigen
    Hier wird mit Nachrichten hausieren gegangen, die für jeden Menschen, der sein Gehrin zum Denken nutzt, absolut logisch sind.
    Gehrin? Gibts das am Bahnhof? Mit Tomaten, ohne Zwiebeln?

    Zitat von eishockeyoma Beitrag anzeigen
    Und da weder BMW noch Mercedes die Absatzzahlen von VW weltweit haben..können diese auch nicht als Vergleich herhalten.
    Das kann sein.
  8. #27

    ah.. der Herr Branchenkenner gibt wieder seinen Senf dazu und hat so tolle Tipps zum Germanylabel "Entwickelt in Deutschland". Wohlmöglich sollte es auch ihm bewusst sein, dass internationale Teams in verschiedenen Teilen der Welt vernetzt planen und entwickeln. Mist... was nun?
  9. #28

    Deutsche Industrie in chinesischer Hand

    scheint da besser aufgehoben zu sein als in amerikanischen Händen. Opel ist da ein "gutes" Beispiel. In anderen Industriebereichen hat sich das schon lange bestätigt. Gleiches gilt für russische Investoren. Deren Geld und nicht das von nur potenziellen Deutschen, sichert deutsche Arbeitsplätze in D. Deutsche "Investoren" denken doch auch schon lange amerikanisch. (Heuschrecke)
  10. #29

    Jeder 4. VW in Europa verkauft

    Es wird auch nur jeder 4. VW in Europa verkauft. Wo ist das Problem?!