Oscar-Kandidat Christoph Waltz: "Hollywood ist das Ziel - immer"

Sony PicturesNoch mal im "Tatort" mitspielen? Hm. Christoph Waltz ist für seine Rolle in "Django Unchained" für einen Oscar nominiert. Kurz vor der großen Gala spricht der Schauspieler über seine Abneigung gegen die hiesige TV-Kultur, seine Liebe auf den ersten Blick zu Quentin Tarantino - und wackelnde Knie.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/os...-a-885004.html
  1. #110

    Drehbuch

    Zitat von kolumbus12345 Beitrag anzeigen
    Viele schreiben über Drehbücher, kaum jemand hat sie jemals zu Gesicht bekommen. Ich zitiere auszugsweise wikipedia, ohne wikipediahörig zu sein: "Auf der formalen Ebene enthält das Drehbuch Szenenelemente wie Angaben zur Zeit und zum Ort des Geschehens, Szenenbeschreibungen, Figurennamen sowie Dialoge und erzählt die Geschichte in einer formalisierten Form, die Format genannt wird." Ob also ein Drehbuch nicht 1000 Seiten lang sein kann oder ob 170 Seiten Drehbuch 170 Minuten Filöm entspricht sind wohl Behauptungen von Ahnungslosen. Ob Waltz mit dem Lesen des Drehbuchs von Tarantino gefordert oder unterfordert war bleibt Mutmaßung. .
    "Ein Drehbuch ist das Medium der Bilder, eine in Bildern, Dialogen und Beschreibungen erzählte Geschichte, die im Kontext der dramatischen Struktur verankert ist." Syd Field, Das Drehbuch.

    Syd Field ist kaum als Ahnungslos zu bezeichnen. Eine Minute eine Seite ist nach Syd Field die Faustregel. Django unchained hat übrigens eine Laufzeit von 165 min. qed.

    Gewöhnlich mit 90-120 Seiten Umfang. Ein Drehbuch von 1000 Seiten sind über 16 h Film. Viel Spass beim Zusehen.

    Wikipedia bringt oft tolle Stilblüten hervor: ...erzählt die Geschichte in einer formalisierten Form, die Format genannt wird. WOW!
  2. #111

    Michael Haneke, Ulrich Seidl, Filme wie "Immer nie am Meer" ... das für sich jetzt mit "deutschsprachiger Raum" zu okkupieren ist doch albern. Mir geht es auch nicht darum, welches Land nun besser ist, ich bin einfach ein Fan österreichischer Filme. Ich will nicht die deutschen Filme schlachtreden, mir gefallen nur so wenig. Und das Hochgejazze von Babelsberg usw... mein Gott, das Geld könnte man sinnvoller ausgeben als noch einen Schweighöfer Film. Und nein: Efolg gibt NICHT allem Recht ;)
  3. #112

    Zitat von decebalus911 Beitrag anzeigen
    Möchte mich jetzt doch zu TWD bzw. zur Klasse dieser Serie äußern. Ich mag dieses Filmgenre und war von der 1. Staffel mehr als begeistert.

    Die 2. Staffel hatte (meine Meinung) etwas nachgelassen, war aber auch noch toll. Zu diesem Zeitpunkt las ich was davon, das die Dritte wieder besser werde...

    Nun, die 3te Staffel begann wirklich 'hart' (gerade in Vergleich zur 2ten) aber die Qualität lies doch immer mehr zu wünschen übrig. Nach einigen Episoden und wirklich eklatanten Drehbuchschwächen (möchte nicht auf einzelne Punkte eingehen) kam ich nur zum Schluss, das die Produzenten einfach nur noch was Hinknallen und im Wissen, das die Ideen langsam ausgehen, einfach nur noch schnellen Profit wollten. Die Effekte waren weiterhin super, die schauspielerischen Leistungen ließen jedoch deutlich nach (schnellere Drehs?), aber die Handlungsstränge sind teilweise nur noch lieblos und schlecht anneinandergereit.

    Also mit Qualität ist da nichts mehr. Ich schaue sie trotzdem weiter (wie gesagt, das Genre mag ich)... und nach der 9ten und 10ten Episode (jetzt nach der Winterpause) bin ich leichter Hoffnung, das es wieder besser wird.

    Passt jetzt nicht wirklich zu Waltz, aber ich wollte nicht auf einen TWD-Artikel warten. ;-)

    Schönen Abend noch und an alle Nörgler hier im Forum, nicht immer alles so ernst nehmen. :-)
    Tja ist doch immer wieder interessant wie unterschiedlich doch Geschmäcker sind. TWD ist für mich einfach momentan die Referenz im Zombiefilm-Genre. Und ja, ich habe diese Liste Www.zombieblog.de bereits zu ~80% durchgefeiert. Und es ist wirklich viel, sehr, sehr viel Müll dabei. Welten schlechter als TWD. So das war aber der letzte TWD - Offtopic von mir. ;)
  4. #113

    Traum Hollywood

    steht doch kunstgeschichtlich eher für die Pyramiden. Die MonaLisa wird woanders gedreht.
  5. #114

    Zitat von conando Beitrag anzeigen

    Aber ich habe die Hoffnung mittlerweile auch komplett aufgegeben... wenn man hierzulande Leuten z.B. "Breaking Bad" vermitteln will und sie von dem Grundgerüst der Story schon völlig "geschockt" sind. (wwwaaaaas ein Lehrer bei dem Krebs diagnostiziert wird der dann mit einem ehemaligen kleinkriminellen Schüler zusammen anfängt Drogen herzustellen um seine Medikamente zu zahlen bzw für seine Familie zu sorgen... oh mein Gott! OHNE DIREKT MIT DEM MORALISCHEN HOLZHAMMER ZU KOMMEN? SKANDAL!)
    Es bestünde doch tatsächlich die immense Gefahr das doch bestimmt irgendwie unabsichtlich auf irgendeine sonstwie geartete Art und Weise Drogen in ein positives Licht gerückt werden könnten. *Stossseufzer*
    Was aber vielleicht auch weniger mit Deutschland, als mit ihrem persönlichen Umfeld zu tun haben könnte? Wirklich jede Person der ich Breaking Bad schmackhaft machen wollte, war absolut begeistert und nach der ersten Staffel praktisch "süchtig" danach. Die nicht wenigen deutschen Reaktionen darauf im Internet, sind zum allergrößten Teil auch extrem positiv.
    Aber vielleicht geht es ihnen auch bloß um geliebte Vorurteile?

    Zum Thema hat ja PsyDyn dankenswerterweise alles notwendige gesagt.
  6. #115

    Ein Drehbuch hat

    Zitat von kolumbus12345 Beitrag anzeigen
    Viele schreiben über Drehbücher, kaum jemand hat sie jemals zu Gesicht bekommen. Ich zitiere auszugsweise wikipedia, ohne wikipediahörig zu sein: "Auf der formalen Ebene enthält das Drehbuch Szenenelemente wie Angaben zur Zeit und zum Ort des Geschehens, Szenenbeschreibungen, Figurennamen sowie Dialoge und erzählt die Geschichte in einer formalisierten Form, die Format genannt wird." Ob also ein Drehbuch nicht 1000 Seiten lang sein kann oder ob 170 Seiten Drehbuch 170 Minuten Filöm entspricht sind wohl Behauptungen von Ahnungslosen. Ob Waltz mit dem Lesen des Drehbuchs von Tarantino gefordert oder unterfordert war bleibt Mutmaßung. .
    in etwa so viele Seiten wie der fertige Film. Ich bin im übrigen Drehbuchautor.
  7. #116

    Drehbuch

    Zitat von trichterspinne Beitrag anzeigen
    sind ein richtiger OSCHI? Lächerlich, was liest der Mann sonst so?
    Der Mann wird wohl den Unterschied zwischen Roman und Drehbuch kennen.
  8. #117

    Waltz - genau mein Humor!

    Noch viele Filme bitte!!!!!
  9. #118

    optional

    Ganz ehrlich ich verstehe diese Hollywood-Lobhudelei nicht. Ich will jetzt nicht behaupten, dass der deutsche Provinzkrimi in der gleichen Liga spielt aber wenn man mal genau hinsieht, was ist denn diese Hollywood-Kultur seit Jahren? Action, special effects ein paar flache Witze. Kurz seichte Unterhaltung. Und dabei kommen die heutige Sachen nicht mal an die Zeit der richtigen Action-Helden der 80er heran...Nicht dass ich was gegen solche Unterhaltung habe (ist mir lieber als pseudo-intellektuelle
    Produktionen aus Frankreich) aber wann hat eine Hollywood-Produktion in den letzten Jahren wirklich mal bewegt? Wann stand ein Film wirklich mal aus der Masse raus? Gerade Tarantino hat dass Problem, dass er mit Pulp-Fiction bereits offenbar all sein kreatives Pulver verschossen hat und seitdem auf splatter und gore setzt, versetzt mit ein paar schrägen Dialogen und neuerdings darf auch der fiese Deutsche nicht fehlen. Gähn.
  10. #119

    Zitat von julia-s12345 Beitrag anzeigen
    Ganz genau. Obwohl ich mit ihm nie was anfangen konnte, wünsche ich ihm für heute nacht alles Gute. Er hat das geschafft, was nur wenige schaffen. Das muss man ihm lassen. Die Amerikaner haben ihre Stars, die Deutschen und die Österreicher machen ihre Leute nur runter. Toll, dass er Tarantino kennengelernt hat. Eine Begegnung des Schicksals! Good luck!
    Simmt nicht, ich habe noch nie erlebt, dass Christoph Waltz "runtergemacht" wurde. Der war schon immer ein echter Schauspieler. Einer mit dem gewissen Charisma. Und derer gibt es auch in Hollywood nur ganz wenige, dieser Tage. Es gibt nur ganz wenige echte Qualitäts-Schauspieler, Waltz ist einer davon. Und das ist der einzige Grund, warum er jetzt dort steht. Qualität setzt sich eben durch.
    Bei Waltz hat es erstaunlich lange gedauert, bis er von Hollywood entdeckt wurde.