Strafe für Komasäufer: Kind zecht, Papa zahlt

Populismus mit Prozentigem: Der CDU-Politiker Jens Spahn will die Eltern von Teenie-Komasäufern zur Kasse bitten, wenn ihre betankten Früchtchen im Krankenhaus landen. Ob sich das auf erwachsene Trinker übertragen lässt? Zum Beispiel beim Oktoberfest?

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-884946.html
  1. #10

    Maximale Flexibilität

    der Eltern. Möglichst rund um die Uhr für einen Job da sein.
    Trotzdem auf ihren Nachwuchs aufpassen, ihn am besten wegsperren, aber das ist auch verboten, wenn es gefährlich werden könnte.

    Wäre es nicht das Sinnvollste, dieser alles kontrollierende Staat würde das Sorgerecht für Kinder gleich nach ihrer Geburt übernehmen?
    Sie werden dann von optimal ausgebildeten Fachkräften ganz ordentlich erzogen. Keiner wird mehr Alkoholiker, keiner wird mehr arbeitslos, denn das ist schließlich immer persönliches Versagen.
  2. #11

    Bashing?

    Zitat von tim11 Beitrag anzeigen
    Wow! Jetzt muss sogar schon ein Artikel über Komasaufen fürs FDP-Bashing herhalten - auch wenn die FDP zu diesem Thema die selbe Meinung wie der Autor vertritt...
    Ganz so einfach ist es nicht. Die FDP vertritt als Meinung lediglich dieselbe ablehnende Haltung wie die Autorin. Eine Meinung, wie das Problem zu lösen sein könnte, hat sie dagegen nicht. Jedenfalls diesmal nicht, zum Spahn-Vorschlag.

    Wer ein bißchen sucht, findet allerdings auch die Forderung eines gewissen Rainer Brüderle aus dem Jahre 2010, nach der die Eltern die Arztkosten für das Komabesäufnis übernehmen sollten. Ja was denn nun?

    Die FDP macht einem das Bashing aber auch leicht :-)
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der CDU-Politiker Jens Spahn will die Eltern von Teenie-Komasäufern zur Kasse bitten, wenn ihre betankten Früchtchen im Krankenhaus landen.

    Das hat er mit Sicherheit nicht zu Ende gedacht, sonst wäre ihm eingefallen, was dann noch alles gebührenpflichtig werden müsste - und zwar angefangen bei den Erwachsenen, die selbst vermeidbare Kosten verursachen.

    Stärkeren Druck auf Eltern auszuüben scheint mir trotzdem in manchen Fällen sinnvoll zu sein, wobei ich da weniger ans Komasaufen- als an Bildungsverweigerung und Straftaten denke. Extragebühren scheinen mir dabei allerdings eher wenig zu bewirken.
  4. #13

    ihre Alternativen...

    funktionieren leider alle nicht. Die Tabaksteuer steigt, seit ich denken kann. Alkohol wird (in meinem Bundesland) nicht mehr nach 10 verkauft und ist bereits hoch besteuert. Die Steuern zahlt der der HartzIV-Empfänger scheinbar nicht, sonst hätten Sie sich auch die Leier von den Armen sparen können. Man bekommt Alk nur gegen Vorlage des Ausweises. Bringt's was? Nöö! Es findet sich immer einer, der für den Jugendlichen Schnaps besorgt. Und je höhr die Abgaben und die Steuern, desto mehr wächst ein anderes Problem. Irgendwann ist Kippen-, Alkschmuggel und schwarzbrennerei so lukrativ, dass es schwierig wird eine legale Kippe zu bekommen. Dass in Deutschland (wie zuletzt in Polen) Menschen an schwarzgepanschtem Methylalkohol sterben, finde ich persönlich nicht erstrebenswert. Also warum nicht mit einem Beitrag zu den Folgekosten eine Alkoholkomas darauf aufmerksam machen. Dann aber - und da gebe ich Ihnen Recht - sollte es für alle gelten, die völlig Maß und Ziel verlieren... Unwahrscheinlich dass die organisierte Kriminalität für weniger als 100 € den Markt für Komabehandlungen für sich entdeckt.
  5. #14

    Voellig korrekter Vorschlag

    Es gibt nur einen Grund, aus dem sich Jugendliche dem "Komasaufen" hingeben : Dummheit oder - um es etwas netter auszudruecken - Unausgereiftheit. Daneben besteht der Grundsatz der Verantwortung der Eltern fuer Ihren nicht volljaehrigen Nachwuchs - unabhaengig von ihrem sozialen Status. Die 100 Euro sehe ich - wenn es denn noetig ist - als Motivationshilfe fuer die Eltern, ihren Erziehungspflichten nachzukommen. Nichts spricht dagegen, dass sie sich diese Ausgabe von ihrem Nachwuchs rueckerstatten lassen, so dass es an der richtigen Stelle schmerzt.

    Das Solidaritaetsprinzip wird an dieser Stelle nicht beruehrt. Niemand - kein Jugendlicher und kein Erwachsener - ist gezwungen, sich BEWUSST und VORSAETZLICH zu vergiften, mit allen BEKANNTEN Folgen fuer die Gesundheit. Die Allgemeinheit muss dafuer nicht geradestehen.

    Der Unterschied zu den Extremsportlern, Motorradfahrern, … besteht ganz einfach darin, dass diese sich einem Risiko aussetzen, nicht aber einer bewussten und vorsaetzlichen Schaedigung ihrer Gesundheit. Das gleiche gilt fuer Nikotin-, Drogenmissbrauch etc..
  6. #15

    Eigenverantwortung

    Zuerst bitte die Selbstbeteiligung bei erwachsenen Alkoholikern einführen, dann bei Jugendlichen.
    Man könnte den Alkoholverkauf ja auch beschränken. Nur wer eine Kaution von 1000€ für die Behandlung hinterlegt, darf Alkohol kaufen.
    Für mich hat es überhaupt nichts mit Solidarität zu tun, wenn die Allgemeinheit für die medizinische Betreuung von Sauf-Exzessen zahlt.
  7. #16

    Richtig, liebe Frau Burmester und Herr Niebel!

    Die 100€ bringen als Strafe rein gar nichts. Da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Man sollte die Betroffenen (dieses Worte hat so etwas passives :-) ) an Ihrer Verantwortung greifen und den kompletten Aufwand begleichen lassen. Dann kommt auch locker die Summe für einen kompletten Flachbildfernseher zusammen und Sie brauchen die Summe nicht mehr in Frage zu stellen. Zumal dann auch ein krummer Wert auf der Rechnung steht, was Sie hoffentlich glücklicher macht.
    Wenn ich mein Auto anzünde zahlt die Versicherung ja auch nicht und Vorsatz ist Vorsatz. Derart verschuldete Jugendliche können den Betrag auch über Jugend- oder sonstige Arbeit (Ich habe einen großen Garten!) abarbeiten. Man muss nur mutig und kreativ sein. Der bei der Erziehung versagende Elternteil darf auch gerne mitarbeiten. Somit ist die Schuldfrage auch geklärt. Die GEsellschaft kann nicht an ALLEM Schuld sein.
  8. #17

    seltene Wörter

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie viele duhn zusammenbrechen und ohne Betreuung irgendwo rumliegen, ist nicht ermittelt, es dürften noch ein paar sein.
    Wie schön, den Begriff "duhn" hier zu lesen. Ich kenne nur vage das dazu passende Verb "duhnen". Aber die Online-Version des Dudens kennt weder das eine, noch das andere. Wer kennt diesen Ausdruck noch?
  9. #18

    Sie kennen das Oktoberfest?? Frau Burmester, ich bin erstaunt. Wollten Sie nicht eine Mauer um Bayern bauen um uns nicht mehr sehen zu müssen und besitzen Sie ein solches awissen? Toll!
  10. #19

    Sorry...

    Völlig überzogene Polemik gepaart mit platter Ideologie einer JournalistIn der ADHS Generation. Warum müssen Leser mit so etwas gefoltert werden?