Umfrage in Baden-Württemberg: Mehrheit gegen Stuttgart 21

REUTERSStuttgart 21 wird immer teurer - und in Baden-Württemberg verliert das Großprojekt zunehmend an Unterstützung. Laut einer aktuellen Umfrage ist die Stimmung gekippt. Sprachen sich beim Volksentscheid noch 59 Prozent für das Milliarden-Vorhaben aus, sind es jetzt gerade einmal 39 Prozent.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-885181.html
  1. #350

    Stuttgart 21 sofort beenden!

    Jetzt ist es also raus! Frau Merkel beabsichtigt eine volle Mehrkostenübernahme für S21. Somit hätte die Bahn eine "Flatrate" für weitere Mehrkosten. Jetzt soll gebaut werden um jeden Preis, koste es was es wolle, ob es Sinn macht oder nicht. Das signalisiert mir Borniertheit, Ignoranz und Größenwahn bzw., dass in der Staatskasse so viel Geld wie Dreck ist. Das würde auch erklären warum von meinem monatlichen Gehalt immer so wenig übrig bleibt. Vor ein paar Tagen hat Frau Merkel noch verlauten lassen, dass S21 wirtschaftlich sein muss. Heute ist das der Kanzlerin sichtlich egal. Ehrlichkeit scheint für Frau Merkel anstrengend zu sein! Die Sollbruchstelle der Rentabilität von 4,5 Mrd. ist schon längst überschritten. Momentan kostet das hoch umstrittene Projekt 6,3 Mrd. Euro, das sind 50% mehr als gebetsmühlenartig versprochen wurde. Zur Veranschaulichung dieser Zahl: Für 6,3 Mrd. könnte man 21.000 Doppelhaushälften bauen. Allerdings bekommt man mit S21 lediglich einen Bahnhof der nur halb so groß ist und wo sich dann tausende Reisende an schmalen Bahnsteigen, Treppen und Aufzügen drängeln werden. Auch lässt sich dieser unterirdische S21-Bahnhof für die nächsten 200 Jahre weder verlängern noch verbreiten. So was wird in Regierungskreisen dann dem Bürger als Fortschritt und Innovation verkauft. Unglaublich. In Wahrheit ist es ein Bahnhofsrückbau!

    Wir brauchen keine Angst zu haben vor einem S21-Ausstieg! Es ist bewiesen, dass die Landeshauptstadt bereits einen funktionierenden und bewährten Kopfbahnhof hat, der allerdings in den letzten zwanzig Jahren wegen S21 technisch massiv vernachlässigt wurde. Sollten die von der Bahn veranschlagten Ausstiegskosten tatsächlich 2 Mrd. betragen (was ich bezweifle), dann wäre es immer noch besser für 2 Mrd. sozusagen "nichts zu bekommen", als im umgekehrten Fall weitere 2 Mrd. plus x „für nicht mehr“ zu bezahlen, als vertraglich vereinbart wurde. Bei einem Ausstieg müsste zuerst das Gleisvorfeld des Kopfbahnhofes ertüchtigt werden, das kostet ca. 450 Mio. Euro. Als zweites wäre die Planung für den Anschluss an die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm über das Neckartal nötig. Das alles ist machbar und auch bezahlbar. Ein Ausstieg ist unabdingbar, weil erst dann wieder Frieden in unser schönes Ländle einkehrt. Wie sagte einst Friedrich Nietzsche: "Nur der denkende Mensch ändert seine Meinung"!
  2. #351

    paxe

    Zitat von luny Beitrag anzeigen
    Hallo WernerS,

    verstehe. Wer auch noch Kinder hat oder gar mit einer Gehhilfe
    unterwegs ist, wird gegen niemals den Anschlußzug bekommen.

    Habe ich das richtig verstanden?

    Ich habe die Schlichtung gesehen und da spielten die zwei
    Minuten eine entscheidende Rolle, um auf die Kapazitäten des
    Kopfbahnhofes zu kommen.

    Mir erschien das damals als ziemlich illusorisch. Sobald eine Roll-
    treppe ausfällt oder ein Lift und die Reisenden "nicht so gut bei
    Fuß sind", ist das Modell nicht mehr tragfähig.

    LUNY
    das ist die andere seite. sie müssen erstmal raus aus dem wagen, damit der wieder abfahren kann. dazu müssen die anderen erstmal runter vom zu schmalen bahnsteig.

    die cdu hat die bahn voll reingeritten. die bahn hat keine vernünftigen pläne, weil die ingenieure nie gedacht hatten, dass die politiker auf einem derartigen unsinn bestehen würden.
  3. #352

    Es versuchen ein paar Leutchen mal wieder Grün-Rot verantwortlich zu machen. Geht schlafen Leut, das zieht nicht mehr.

    Warum werden bei Kostensteigerungen über mehrere Milliarden(!) eine Gleisänderung am Flughafenbahnof angeführt. Populismus in Reinkultur und pure Ablenkung. Die wahren Kosten liegen GANZ woanders!

    Abgesehn davon, dass das ganze Projekt tiefe mafiöse Strukturen aufweist bringt es Stuttgart nur Nachteile.

    Neuer Durchgangsbahnhof zwischen Bad Cansatt und Nordbahnhof nach Kasseler Vorbild. Den Rest mit leistungsfähiger U- und S-Bahn erschließen! Fertig. Kostet deutlich weniger als die 4,5 Milliarden plus XXXL.
  4. #353

    "Merkel weg !", "Merkel 21 !" - mir fällt auch nichts besseres ein ..

    Zitat von nochnleser Beitrag anzeigen
    Frau Merkel steht also voll hinter Stuttgart 21, so wie hinter Schavan, der Herabstufung der Homo-Ehe, Guttenberg, der Wehrpflicht und der These dass wir keinen Mindestlohn brauchen.......

    Ich bin gespannt, wie lange es nach den neuesten Umfagewerten und den ersten "Merkel weg" und "Merkel 21" Plakaten dauert, bis das Projekt beerdigt ist. Hoffentlich so lange, bis es für sie zu spät ist und sie bei der Wahl die Quittung bekommt aus BaWü. So wie Mappus.
    Ich denke rein rational ist Mutti schwer beizukommen ..

    aber in der Einschätzung von Personen, oder
    von Situationen (zB. "alternativloser Ausbau der Atomkraftwerke" !?), oder auch von Stimmungen im Volk (Schicksalswahlen BW, NRW, NdS) ..
    da scheint sie bedenkliche Schwierigkeiten zu haben -
    sonst könnten wir uns nicht über sie lustig machen mit
    'Muttis "vollstem Vertrauen"!' als todsicheres Signal für den Abschuss
    .. [Ahlhaus, Guttenberg, Rüttgers, Merz, Wulff, Röttgen, Mappus, Schavan etc. pp.]

    so langsam müsste es sich auch in der CDU rumgesprochen haben,
    dass der Wendehals Merkel eine konstante Bewegung verkörpert:
    die Wende, "alternativlos" ... Glaubwürdigkeit,
    das frühere Markenzeichen der CDU, hat sie in den Dreck getreten ...
    CDU-Stammwähler ficht das nicht an, .. aber die vielen Wechselwähler schon
  5. #354

    Schwaben sollen sparen

    Hallo luny!
    Steuerverschwendung wird woanders in viel größerem Maße betrieben.Denken Sie an den Flughafen Berlin, die Regierungsleerflüge zwischen Köln-Berlin, unsere Kriegsausgaben und vieles mehr. Aber den "dummen" Schwaben wird "sparen" eingeschwatzt. "S 21 ist für euch zu teuer, gebt das Geld lieber in den Länderfinanzausgleich.!"
  6. #355

    wenn ich sowas schon höre

    Zitat von Korken Beitrag anzeigen
    Es versuchen ein paar Leutchen mal wieder Grün-Rot verantwortlich zu machen. Geht schlafen Leut, das zieht nicht mehr.

    Warum werden bei Kostensteigerungen über mehrere Milliarden(!) eine Gleisänderung am Flughafenbahnof angeführt. Populismus in Reinkultur und pure Ablenkung. Die wahren Kosten liegen......
    Das ist doch wieder einmal linkes Gerede aus der untersten Schublade und uralt obendrein. Mafiöse Strukturen, wenn ich sowas schon höre. Angeblich soll die Bahn die Zahlen nach unten geschönt haben. Dummerweise ist die Bahn größter Zahler für S21. Damit unterstellen Sie, dass die Bahn sich selbst bescheißt um...ja um eigentlich was? Diese Verschwörungstheorie ist eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen.

    Die Kostensteigerungen setzen sich aus mehreren Elementen zusammen. Die Gleisänderung ist nur ein Teil davon und abgesehen davon ist es auch keine Gleisänderung, es ist eine neue Form von Bahnhof, der anders gebaut werden muß und die zu längeren Schienen führt.
    Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen, dieser neue Filderbahnhof ist optional, die Bahn muß ihn nicht so bauen. Wenn man die "Modifikation" weg lässt, wird S21 wieder wesentlich billiger. In den Medien wird jedoch wieder so getan als wären das zwingende Kosten, die unvermeidbar sind. Aber so ist das eben, wenn ich ein Haus baue und mich plötzlich für einen Anbau entscheide, der nicht im Vertrag steht, dann muß ich mehr bezahlen. Jedes Kind weiß, dass 2 Tafeln Schokolade mehr kosten als eine Tafel Schokolade. Wenn das Kind nur Geld für eine Tafel Schokolade ausgeben möchte, dann kriegt es auch nur eine Tafel. Die Bahn hat das auch klar so ausgedrückt, nur manche Leute habens noch nicht verstanden.

    Also das nächste mal besser informieren, bevor wieder solche Hasstiraden und Verschwörungstheorien herausgeschleudert werden. Die optionalen Kosten für Extrawünsche des Landes (die das Land aber nicht zahlen will) gehören in die 6,8 Mrd überhaupt nicht rein!!!
  7. #356

    Verkehrsministerium von BW bezifferte Kosten schon 2009 auf 6,4 Milliarden Euro

    Der hier auf SPON und in Foren oft zitierten "Aktuelle belaufen sich die Kosten auf 6,x Millarden Euro" möchte ich doch heftigst wiedersprechen.
    Laut dem Verkehrsminsterium von BW ergaben die Kostenkalkulationen schon 2009 !!! Baukosten für S21 von mind. 6,4 Milliarden Euro !!!
    Einfach auf einem Videoportal suchen nach
    Frontal 21 Verschwiegene Kosten Stuttgart 21
  8. #357

    ...

    Zitat von Luscinia007 Beitrag anzeigen
    Ach, googlen Sie doch mal 'tony blair unter druck' (ohne Anführungszeichen)
    Sie werden sehen, dass nicht nur SPON feststellt, dass Tony Blair unter Druck gerät. Sogar im Who's Who, der Biographie, lässt sich diese Tatsache feststellen.
    Und SPON findet sich nicht einmal auf der ersten Ergebnissseite.

    Es ist bedauerlich, dass bei fehlenden Argumenten immer wieder eine generelle, aber nicht einmal auf den Einzelfall passende Medienschelte als Armutszeugnis für fehlende Argumente herhalten muss.

    Die Medien haben nun mal die Aufgabe, über aktuelle Entwicklungen zu berichten, und nicht politische gewollte Unsinnsprojekte zu belobhudeln.
    Wenn Sie immer nur ihre Meinung bestätigt sehen wollen, suchen Sie sich doch ein S21-Lobhudel-Blättle zur täglichen Lektüre und werden Sie damit glücklich.

    Ansonsten können Sie sich gerne darüber beschweren, dass SPON jeden Tag, und immer wieder, die neuesten Informationen über das Wetter kolportiert und so versucht, gegen den aktuell unfreundlichen Petrus Stimmung zu machen. Ein paar Tränen der Rührung seien Ihnen unbenommen.
    Wenn jemand zunehmend unter Druck geraet ist irgendwann mal Schluss dann ist es zu viel Druck. Dies war bei Tony Blair nicht der Fall und wird auch bei Stuttgart 21 nicht der Fall sein. Ich kann im Gegensatz zu Ihnen unterscheiden zwischen Journalismus und Medienkampagnen.

    Ich brauche auch keine Lobhudelei fuer Stuttgart 21 das Ding ist durchdiskutiert und wird gebaut.

    Haetten die Journalisten ihre Arbeit gemacht dann waere schon vor der Volksabstimmung klar gewesen dass es sich bei den Wutbuergern um eine kleine Gruppe von Berufsquerulanten handelt. Da die Medien aber ihre Seiten vollmachen muessen wird dennen eine Bedeutung zugemessen die in der Realitaet nicht existiert. Die Volksabstimmung war eine Blamage fuer die S21 kritischen Medien und ihre verzerrten Realitaetswahrnehmung.

    Dass die Berufsprotestierer noch bei der Eroeffnung protestieren werden weiss jeder der sich mal mit dem fundamentalistischen Eifer des harten Kerns der S21 Gegner befasst hat. Es ist ziemlich offensichtlich: Der 'Widerstand' muss als Ersatz fuer mangelnde Alternativen in der Freizietgestaltung dieser Herrschaften herhalten.
  9. #358

    ...

    Zitat von Luscinia007 Beitrag anzeigen
    Wenn man die aktuellen Zahlen mit den Ergebnissen von 2009 vergleicht, dann hat hier eindeutig die FDP abgewirtschaftet. D.h. für schwarz-gelb reicht es nicht mehr.
    And the loser is ...
    1. Grünrot, weils nicht reichen wird.

    2. Die SPD, weil sie wieder allenfalls Juniorpartner wird.

    :-)
  10. #359

    Nochmal klangsam zum Mitmeiseln..

    [QUOTE=owain123;12097898]Wird das Milliardengrab Rheintal21 kritisiert ist es Bashing, wird S21 kritisiert, ist es demokratische Meinungsäußerung.

    Doppelte Standards kennzeichnen gerade die S21 Gegner und die Grünen.



    Werter owain 123,

    1)ich bin kein Grüner,sondern für für sinnvolle Infrastrukturfortschritte

    2) S21 ist ein eigenwirtschaftliches Projekt der DB "AG",
    der Ausbau der Rheintalstrecke basiert auf multinationalen
    Vereinbarungen,u.a. auf einem Staatsvertrag mit der Schweiz.
    Der Nutzen-Kosten-Faktor liegt -auch nach Kostensteigerungen-
    von anfänglich 4,0 immer noch bei über 2,5.
    Derjenige von S21/NBS(isolierte Betrachtung ist unsinnig,da S21
    ohne NBS nicht funktioniert) ist nach wie vor in einer blackbox
    verwahrt.

    Der gebetsmühlenartige Hinweis auf "Rheintal 21"(einen Begriff,der im
    Übrigen gar nicht existiert) ist reine Ablenkung von der S21-Kalamität.
    Genauso wie der ständige Verweis auf die Grünen , die unter den S21-Kritikern nur eine von vielen Gruppierungen darstellen. noch dazu die unbeständigste,siehe Zeit unmittelbar nach der VA 11/2011.

    Alter Demokrat,einer der Unternehmer-gegen-S21.