Konzern in der Krise: Opel-Bochum droht frühes Aus

dapdDer Plan für die Sanierung stand, doch nun drohen die Verhandlungen zwischen General Motors und den Arbeitnehmervertretern von Opel doch noch zu scheitern. Hardliner bei GM und in Bochum blockieren die Gespräche. Kommt es zu keiner Einigung, wird das Werk Bochum bereits Ende 2014 geschlossen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-885232.html
  1. #10

    Wenn ich beim Pokern...

    ... auf "All-In" setze, sollte ich nicht so ein schlechtes Blatt wie die Gewerkschaften haben ...

    Sonst ist nämlich für die Beschäftigten bald "All-Out" ...

    Aber die Gewerkschaften pokern ja nicht mit ihrem eigenen Jobs. Dann sähe es anders aus ...
  2. #11

    Zitat von gbk666 Beitrag anzeigen
    Wird das Ding nicht sowieso schon ne Weile vom Steuerzahler mit subventioniert? Würde doch Sinn machen die Arbeiter dort schnellstens umzuschulen für zukunftssicherere Jobs als in der Autoindustrie. Die Tage des Wachstums dort sind doch schon lange vorbei.
    Genau die könnten zum Beispiel alle per Leiharbeit ins Callcenter gehen und da Lottoscheine und Handyverträge verkaufen für 6€ die Stunde.

    Das ist deren Zukunft.
  3. #12

    Opel...

    Zitat von karlsiegfried Beitrag anzeigen
    In den 1960ern wurde Steinkohle auf Halde produziert. Der Steuerzahler bezahlte diesen Unsinn. Sollen nun auch Autos auf Halde produziert werden die niemand kauft? Opel hat kein Beschäftigungsproblem, sondern ein Verkaufsproblem. Wie Peugeot-Citroen auch. So spielt das Leben. Böse, aber wahr.
    Sie sagen es...
    Man braucht nur den Marktanteil von Opel der letzten zwei Jahrzehnte in Deutschland betrachten; mittlerweile liegt er bei traurigen 7%; und das obwohl die Produkte so schlecht nicht sind; aber das Image ist erst einmal weg und gute Autos bauen können auch die Koreaner. Die südlichen Märkte die für Opel traditionell immer wichtig waren geben in Krisenzeiten nicht mehr viel her. Wenn also der Marktanteil in D sinkt; andere Märkte die Stückzahlen nicht auffangen können und Opel ohnehin Autos nur mit hohen Rabatten verkaufen kann; so sind Werksschließungen vorprogrammiert; leider. Wenn selbst die Deutschen einen Bogen um Opel machen wer soll sie dann kaufen...?

    Schian Gruaß...
  4. #13

    Weltmarktsperre

    So lange sich GM auf dem Weltmarkt sperrt die Opel Modelle zu verkaufen wird sich die Lage weiter zuspitzen.Produkte alleinig für ein so kleines Gebiet zu produzieren wie den EU Raum ist unwirtschaftlich.Aber diese Misere wird natürlich von GM erkannt und bewusst gefördert.
  5. #14

    Betriebswirtschaft ist offensichtlich für diese hier ein Fremdwort ! Aber dann ist eben auch für die 2014 Schluss, sie haben es nur noch nicht mitbekommen.
  6. #15

    Unter dem Strich chancenlos

    Schade um Opel. Die Chance eigenständig am Markt zu werden hatte sich durch die Insolvenz von GM nur angedeutet. GM hat an Opel festgehalten und das macht man in solch einer Situation nicht, wenn Opel verlustträchtig ist. Wäre absurd.

    Opel kann machen was es will, GM steuert und rechnet so, wie es GM gefällt.

    Keiner wünscht sich ein Ende, aber ich fürchte, es wird für Opel kommen und vielleicht verschwindet die Marke auch vom Markt. Wirklich schade.

    Ich gehe davon aus, dass Opel, wenn es eigenständig wäre, durchaus Chancen am Markt haben würde.
  7. #16

    Zwei Dinge sollte man überlegen:

    Was ist das für ein Automobilunternehmen, das noch nicht einmal in der Lage ist zu entscheiden, welche Teile wo im Unternehmen gebaut werden können, und das dafür eine Boston Consulting Group bemühen muss? In der Tat ist ja Boston als Zentrum der weltweiten Automobilindusrie ein Begriff. Vielleicht sollte man doch eher bei der Berufsakademie Emden nachfragen - wo Volkwagen zum Bachelkor ausbilden lässt. Alternativ kann man natürlich auch in China nachfragen. Die Asiaten lassen sich allerdings von Deutschen (Quoros) managen bzw. planen ihre Autos gleich hier (Kia, Hyunday in Rüsselsheim).
    Zweitens sind in Europa zu viele Automobifabriken. Wäre es nicht sinnvoll, endlich mal eine Fabrik hier in Deutschland zu schließen? Und dann doch lieber Bochum, als Wolfsburg.
  8. #17

    lebenserhaltende Massnahmen

    wielange will man das Werk denn noch offen lassen, GM hätte es schon vor Jahren zumachen müssen hätte man die Marke Opel retten wollen - das kommt alles viel zu spät, die Marke ist leider dem Untergang geweiht, Adam würde sich im Grabe umdrehen bei sovielen Fehlentscheidungen
  9. #18

    Öko-Strom Umlage verteuert zusätzlich den dt. Standort

    Es ist nicht nur eine Lohn-Diskussion. Auch der Strom ist in Polen und Ungarn viel billiger, daher kann man mit dem billigen Strom fast alles billiger herstellen. Nicht nur Solarzellen und Windräder werden deshalb verstärkt im Ausland produziert - dt. Solarhersteller pleite.
    Die hohen Stromkosten gefährden auch andere Industrien - auch die Autoindustrie!

    Schluss mit der Tsunami-Fukushima-Panik-Energiewende!
  10. #19

    Waffendeal mit den USA alle schon vergessen ?

    Der Spiegel hat am 25.10.2004 dazu einen Artikel heraus gebracht. "Kampf mit ungleichen Waffen, Der Opel-Standort Bochum hat gegen das Werk im polnischen Gliwice keine Chance." Also bevor man wieder von Produktionslinien, Modelle und Autohalden anfängt, sollte man sich doch mal die wahren Gründe anschauen und diesen Artikel nochmals durchlesen.Der Polnische Ministerpräsident sagte damals schon das Opel-Deutschland machen könnte was sie wollen, aber die Produktionslinien kommen eh nach Polen. Manchmal frage ich mich ob die Leute alle nur noch mit einen Kurzzeitgedächniss herumlaufen?