Mögliche Zusammenarbeit: Linke buhlt um SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück

dapdDie Linkspartei bringt sich für das wichtige Wahljahr in Position: Führende Politiker sind offenbar bereit, SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück zu wählen. Rot-Rot-Grün sei denkbar, sagt Parteichef Riexinger. Allerdings stellt die Linke auch eine Reihe von kaum erfüllbaren Forderungen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-885227.html
  1. #1

    Warum soll das "kaum machbar" sein?

    "Ein Ausstieg aus der Rente mit 67, ein Abschied von den Hartz-IV-Gesetzen, eine friedlichere Außenpolitik". Themen, die so für die SPD kaum machbar wären."

    Mich würde interessieren, warum das kaum machbar wäre.
  2. #2

    Das Einzige was die

    ...die Bestätigung von Merkel und deren "Regierung". Die "Linke" weiß ganz genau, daß, je nach Standpunkt, ihr Wahlprogramm in weiten Teilen entweder populär oder populistisch ist, ganz sicher aber auch in weiten Teilen nicht finanzierbar und wie der Artikel es ja treffend beschreibt eben auch unerfüllbar ist. Die Union profitiert davon, daß sie eben keine konservative Partei hat, mit der sie konkurrieren muß, für SPD und Grüne ist das Spektrum eben enger. Auch wenn niemand, der klaren Geistes ist, sich eigentlich eine weitere konservative Partei wünschen kann, so könnte diese vielleicht doch die CDU/C"S"U endlich mal aus ihrer machtverliebten/ -erhaltenden Inhaltsleere rausholen. Fundamentalopposition ist einfach und populär, inhaltsleeres Dahin-"Regieren" offensichtlich auch. Und dann noch dieses ewige Kampagnen-Wittern. An der Kampagne gegen Steinbrück, die unbestritten eine war, ließ sich nur die Scheinheiligkeit der politischen Gegner erkennen, faktisch wurde da nichts geliefert. Bei der Kampagne gegen Brüderle, die eine war, ließ sich nur das zum Teil fragwürdige Pressesystem erkennen, die kurze Sexismus-Debatte, die daraus abgeleitet wurde war zwar richtig, ist aber offensichtlich auch schon wieder vorbei. Jetzt also Gysi. Stasi-Vorwürfe, vor allem in der Position, in der Gysi war, sind sicherlich schwerer zu nehmen als die beiden zuvor Genannten. Trotzdem wäre auch hier eine Besinnung auf das Faktische wünschenswert womit aber wohl leider nicht ernsthaft gerechnet werden kann. Bezüglich Dauer, Zeitpunkt und vor allem der Aufklärungsmöglichkeit kann man durchaus an eine Kampagne denken, der Vorwurf wiegt aber (WEGEN der damaligen Position Gysis) derart schwer, daß es hier im interesse aller (auch Gysis und der "Linken") um Aufklärung gehen muß und um nichts anderes.
  3. #3

    Ach das alte Spiel. Und doch wird die Linke nicht regieren. Für eine 7%-Partei spielt sie sich einfach zu sehr auf.
  4. #4

    Die LINKE buhlt nicht, sondern sie macht ein Angebot - dies vorab. Riexinger und die anderen, die sich hier zu Wort melden, werden sich ja kaum Illusionen darüber machen, dass es wirklich angenommen werden könnte, trotz der gestellten äusserst massvollen Bedingungen. Trotzdem ist der Vorstoss richtig. Es muss deutlich gemacht werden, dass nicht zwingend weitergemerkelt werden muss, und wer die Verantwortung dafür trägt, dass trotzdem weitergemerkelt werden wird - nämlich die Erben Bebels und Brandts. Man muss schliesslich auch die Diskussionsprozesse im Auge behalten - und zu beeinflussen suchen - die nach den Wahlen die sPD durchschütteln werden...

    Und nun wird ja wohl umgehend irgendein Seeheimer Magengeschwür auf die Bühne stürmen, um das Angebot zurückzuweisen - ich tippe einmal auf Herrn Oppermann.
  5. #5

    Vielleicht ist diese 'neue' Richtung

    als spaetes Eingestaendniss des Fehlers, Gauck beim ersten mal nicht zu waehlen an zu sehen. Seine grossartige Rede zu 'Europa' hat vielleicht zu dieser Einsicht beigetragen.
  6. #6

    optional

    "Ein Ausstieg aus der Rente mit 67, ein Abschied von den Hartz-IV-Gesetzen, eine friedlichere Außenpolitik". "Themen, die so für die SPD kaum machbar wären."

    Psst, bitte den GenossenInnen nicht weiter sagen, weil die nämlich annehmen, dass genau diese Punkte angegangen werden.
  7. #7

    Querlesen?

    Zitat erster Absatz: "Berlin - Es ist ein Signal zu Beginn des Bundestagswahljahres: Politiker der machen Peer Steinbrück, dem Kanzlerkandidaten der SPD, Avancen."

    Echter Qualitätsjournalismus. Vielleicht mal vor der Veröffentlichung wenigstens querlesen?
  8. #8

    Mann, den Kommunisten

    muss das Wasser wohl bis zum Hals stehen...
  9. #9

    Panik erscheint die Linke zu packen

    wenn sie Umfragen zu ihrer Partei sehen. Da stösst man auch eigene Kritiken gegen HartzIV um, hauptsache im Parlament bleiben.