Energiewende für Elektroautos: Tauschen statt Tanken

Benjamin DürrDas Unternehmen Better Place will die Probleme von Elektroautos lösen. Statt den Akku stundenlang aufzuladen, wird er an Wechselstationen in wenigen Minuten vollautomatisch ausgetauscht - der Fahrer muss dafür nicht einmal aussteigen. Taugt das Verfahren wirklich? Der Test.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/b...-a-883105.html
  1. #70

    Und die LKW's

    Zitat von Beorn Beitrag anzeigen
    Gefällt mir gut. Ich denke, zuerst werden Taxiunternehmen diese Technik mit einigen, wenigen Batterieausführungen nutzten und wer mag, kann diese Stationen mitnutzten. Bevor man sich ein Auto kauft, informiert man sich, welche Batterien unterstützt werden und es bildet sich so eine Art Standard heraus.
    Mein Traum wäre noch eine Art Leichtbau E-Auto, was nicht unbedingt für die Autobahn gedacht ist, aber für die Stadt und die Umgebung ausreicht. Dürfte auch für Dorfbewohner interessant sein, die nur mal in die nächste Stadt zum Einkauf wollen.
    Und wenn immer mehr Leicht-PKW genutzt werden, dann kommt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, damit die Leichten bei Unfällen nicht total zerknautscht werden.
    Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt.
    Sie lassen sich dann erfol greich von LKW's und Kleintransportern knautschen! Selbst wenn E-Autos doch irgendwann in bemerkbarer Stückzahl auf der Straße sind: sollten sie irgendwie unsicher sein, so ist der Ofen ganz aus! Die ersten Toten , die aus einem Leichtbau-E-Auto gezogen werden, wie Sie es wünschen, werden genauso in die Geschichte eingehen, wie die Toten des ersten Dreamliner-Absturzes!
    Aber trösten Sie sich: Die Generation Golf III, die ja schon mit Ärmelschonern und Schutzhelm auf dem Kackstuhl gesessen hat, wird solche Risiken meiden. Die Antwort sind dann sündhaft teure Carbon-Karosserien. Das kann sich dann nur noch die verwöhnte Brut der Reichen leisten - aber nicht die von Ihnen zitirten Dorfbewohner!
  2. #71

    Spass auf der A9

    Hatten wir gestern nicht bis in die Nacht hinein 40 km Dauerstau auf der A9 bei Temperaturen um den Gefrierpunkt? Sowas stelle ich mir in einer Elektro-Karre besonders amüsant vor.
  3. #72

    Leider!

    Leider vergessen hier einige bei Ihren Berechnungen, dass der Benzinpreis nicht auf 1 € 60 gedeckelt ist. Die ganzen Berechungen, die hier einige anstellen sind in wenigen Monaten schon überholt. Die Preisschraube dreht sich weiter. Wenn die Akkutankstellenanbieter ihre Preise halten oder senken, prognostiziere ich spätestens in zwei Jahren einen Kostengleichstand. Benzin ist keine Option für das nächste Jahrhundert, ja nicht mal mehr für die nächsten 50 Jahre.
  4. #73

    Gedankenfehler, sag ich mal.

    Zitat von laxness Beitrag anzeigen
    vom Pronzip her nicht funktionieren. Wenn die BAtterien schneller getauscht als nachgeladen werden, dann läuft das Konzept nicht (egal wieviele volle auf Lager liegen)...
    Warum sollten die schneller getauscht, als geladen werden?
    Ich geh mal davon aus, das die
    1. Schnellladen koennen, und mehr als einen Akku zur Zeit!
    2. Die vorraetigen Akkus anhand der moeglichen Kunden festlegen.
    3. Durch die Taxiversuche Zahlen haben, so das sie gut ueber die Runden kommen.
    4. Weitere Akkus lagern, wenn es eng zu werden droht.
    4a. Der eine oder andere auch mit nem 1/2 oder 3/4 vollem Akku zurechtkommen wuerde. Tanken sie immer voll? Im Stadtverkehr?
    4b. Kein Akku total leer sein kann, beim Wechsel! Da wird bestimmt auch mal ein 25=50% Akku gewechselt werden.
    5. Und da es nicht die Wechselintervalle sind, die bezahlt werden, sondern 10.000km, spielt es keine Rolle, ob ich 50, 60, oder 75x zum wechseln vorbeikommen muss.
  5. #74

    Jaja

    Zitat von u.loose Beitrag anzeigen
    ist schon gescheitert bevor es auch nur angefangen hat... Man werfe hier in Bayern mal einen Blick aus dem Fenster - seit 3 Wochen Dauerschnee und Temperaturen unter zwischen -5 und -10 Grad...

    Da reicht der Akku nicht mal um die Scheiben frei zu heizen, geschweige denn den Innenraum.
    Und weil nicht sein kann was nicht sein darf, probieren wir es auch nicht und machen uns keine Gedanken darüber!

    Wenn das Auto über Nacht eh am Strom hängt ist es morgens abgetaut und warm, ohne den Akku zu belasten. Zusätzlich könnte man à la Nachtspeicherheizung einen Wärmespeicher einbauen, der die nächste Stunde weiterheizt, die wenigsten fahren morgens mehr als eine Stunde.

    In Skandinavien - wo es nicht weniger kalt ist als in Bayern, eher im Gegenteil - steht auf fast jedem Parkplatz ein kleines Kästchen, an dem man ein Kabel anstecken kann, mit dem man den Motor heizen kann, den Benzinmotor wohlgemerkt! Das würde bei einem Elektroauto zwei Probleme auf einmal lösen: Der Akku würde geladen und das Auto aufgeheizt.
    Ja, haben wir in D nicht, aber das kann man schlecht den Elektroautos vorwerfen. Tankstellen und Werkstätten haben wir ja auch mehr als genug.
    Frau Benz hat ihren Sprit auch noch in der Apotheke gekauft, die Infrastruktur wurde danach auch ausgebaut.
  6. #75

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Deshalb gehoeren die Akku's dem Anbieter, uns sie kaufenb 10.000km mit den 2400 Euro.
    Das heisst, sie wechseln halt den Akku etwas oefter, wenn die nicht 100% Leistyung habe. Aber fuer's gleiche Geld.
    ich weiss schon wie das endet: Die Tankstellen werden zu Frenchiseunternehmen und jede Tankstelle muss die kaputten Akkus aus eigener Tasche zahlen. Letztlich werden also keine Akkus ersetzt, weil sie immer wieder dem blöden Kunden untergejubelt werden. Und das dumme ist: Bevor die 10.000 KM nicht abgefahren sind, kann man den Anbieter nicht wechseln.
    Weiteres Problem: Ich kann mein Auto nicht mehr zu Hause laden. Denn dann würde ich ja doppelt zahlen.
    Ich halte das ganze System für nicht tragbar, solange nicht neue Akkus entwickelt werden, die eine höhere Kapazität bei geringerem Gewicht haben.
  7. #76

    Das muss man aber schon sehr umeltbewusst sein ...

    Bei 10000km und 200€ im Monat.
    Wenn ich mit meinem Kleinwagen 6l/100km brauche, dann sind das bei einem Preis von 1,60€/l im Monat 80€.
    Da muss der Benzinpreis noch deutlich steigen (was er auch tun wird). Aber für jemand, der sich ein sparsames Auto gekauft hat, wird der Wechselwille erst mal nicht so gross sein,
  8. #77

    Zitat von zompel Beitrag anzeigen
    Eine Grossstadt:
    Mehrere Tausend Autos suchen eine Volle Batterie. Tagtäglich. Wo kommt der Strom für die Ladestionen her. Armdicke Leitungen am Stromnetz?
    Immer diese Konzepte für das Barbieland
    Das habe ich mir auch überlegt... Kleinstadt mit 7000 Einwohnern. Geht man von 0,5 Fahrzeugen pro Person aus sind 3500 Fahrzeuge zu versorgen. Nehmen wir weiterhin an, dass irgendwann mal 20 Prozent der Fahrzeuge Elektroautos sind. Also 700 Fahrzeuge. Nehmen wir weiter an, dass jedes der Fahrzeuge zweimal pro Woche (wegen der geringen Reichweite!) einen neuen Akku braucht. Macht also 1400 Akkuwechsel pro Woche. 200 am Tag. Bei Ladezeiten von 6 Stunden müssen also bei optimaler Ausnutzung/Auslastung 50 Ladestationen bereitstehen. Das wäre also noch irgendwie machbar.

    Allerdings halte ich zwei Akkuladungen pro Woche für eine sehr optimistische Schätzung. Oder wir sprechen über typische Zweit- und Drittwagen einer Familie.

    Das Konzept kann mit aktueller Akkutechnik meiner (Laien!-)Meinung nach nicht funktionieren. Dank der geringen Reichweite ist eine Netzdichte notwendig, die besser ist als das derzeitige Tankstellennetz, weil sonst noch mehr Wechsel notwendig sind, weil die Restkapazität nicht für die nächste Teilstrecke reicht.
  9. #78

    Mein Vorschlag: Autoreisezüge mit Ladefunktion

    Wir könnten ganz leicht eine Infrastruktur für Elektroautos haben, die beliebige Reichweiten erlaubt.
    Ein dichtes Netz von Autoreisezügen, bei denen die Waggons mit Ladesteckdosen (aus der Oberleitung versorgt) ausgestattet sind. Für kurze Fahrten zum Einkaufen oder zur Arbeit reichen dann Akkukapazität und Ladestationen. Für Fernfahrten benutzt man einen Zug. Am Ziel ist der Akku wieder voll genug für die individuelle Weiterfahrt. Investiert werden müsste in neue oder reaktivierte Verladestationen und entsprechenden Waggons, was aber zentralisiert wäre und damit wohl einfacher, als sich auf einen Unterboden-Akku Standard zu einigen. Wer jetzt schon das Feeling so einer Tour erleben möchte, der fahre einfach mal mit dem Auto nach Sylt oder durch den Eurotunnel.
  10. #79

    Benzinpreis

    Zitat von suplesse Beitrag anzeigen
    Leider vergessen hier einige bei Ihren Berechnungen, dass der Benzinpreis nicht auf 1 € 60 gedeckelt ist. Die ganzen Berechungen, die hier einige anstellen sind in wenigen Monaten schon überholt. Die Preisschraube dreht sich weiter. Wenn die Akkutankstellenanbieter ihre Preise halten oder senken, prognostiziere ich spätestens in zwei Jahren einen Kostengleichstand. Benzin ist keine Option für das nächste Jahrhundert, ja nicht mal mehr für die nächsten 50 Jahre.
    Selbst eine Verdoppelung des Benzinpreises wäre für mich keine Option, über Elektro-Karren nachzudenken. Nicht, solange die Reichweite geringer als 500 km ist und das Volltanken länger als 3 Minuten dauert.