Energiewende für Elektroautos: Tauschen statt Tanken

Benjamin DürrDas Unternehmen Better Place will die Probleme von Elektroautos lösen. Statt den Akku stundenlang aufzuladen, wird er an Wechselstationen in wenigen Minuten vollautomatisch ausgetauscht - der Fahrer muss dafür nicht einmal aussteigen. Taugt das Verfahren wirklich? Der Test.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/b...-a-883105.html
  1. #210

    Ignoranz

    Zitat von seikor Beitrag anzeigen
    1) Das einzige, gegen das Elektroautofahrer bisher ankämpfen müssen, ist die Ignoranz des Rests der Welt, der nicht einsehen kann/will, dass 100km Reichweite für den Alltag (vor allem jedes Zweitwagens) voll und ganz ausreichen.
    Ich empfinde es eher als Ignoranz, wenn Leute behaupten, dass 100km Reichweite für jeden ausreichend sind. Das mag sicherlich auf die Meisten zutreffen - auf alle definitv nicht.
  2. #211

    ja, Zustimmung

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    geht auch anders, aber so geht es auch:
    man kann kein Elektroauto bauen, indem man ein Benzier "klont" (siehe Chevy Volt oder Opel Ampera). Das sind Ladenhüter. Elektroautos müssen extrem auf Wirkungsgrad getrimmt sein. Der Aptera (Aptera 2 Series) hätte mir gefallen, den hätte ich mir vllt.sogar gekauft. Die Firma ist leider pleite gegangen.

    Was auch noch dazukommt: etwas abspecken von Fahrer und Beifahrer(in) ist ebenfalls hilfreich, um die Reichweite zu verlängern :-)))
  3. #212

    Re: bedient nur eine teure Nische

    Zitat von seikor Beitrag anzeigen
    3) Das Netz an Ladestationen fehlt nicht. Es gibt genügend Steckdosen in Garagen und Parkhäusern.
    Ich glaube, das ist ein Irrtum, denn hierzu müsste irgendwie feststellbar sein, wer die elektrische Energie denn entnommen hat, wem man sie in Rechnung stellt. Ich zieh zwar nicht so oft um, aber wo ich jetzt wohne und wo ich vorher wohnte gab es eben keine Steckdosen in der Tiefgarage. Vielleicht gibt es auch irgendwelche Brandschutzvorschriften, die Starkstromanschlüsse in den (angeblichen) Benzindämfen einer Tiefgaragen verbieten.

    --
    Bin online duzbar.
  4. #213

    in den Kinderschuhen???

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ...Wir befinden uns auf dem Gebiet wirklich noch in den Kinderschuhen, im Zuge einer Systemlösung fände ich das ganz ok, wie heute schon auf den Wohnmobilen die Sonnenenergie zu nutzen. 8 Stunden in der prallen Sonne und daheim laden die Module parallel. Keiner hindert mich, während der 8 Stunden den Stecker auf dem Parkplatz zu nutzen.
    der Photoelektrieche Effekt wurde erstmals 1839 von Alexandre Edmond Becquerel entdeckt - wohl kaum "in der Kinderschuhen". Mit Solarzellen auf dem Auto oder Wohnmobil kommen Sie keinen Kilometer weit. Sorry, wenn ich eine Illusion zerstört habe...
  5. #214

    Nun

    Zitat von trader_07 Beitrag anzeigen
    Ich empfinde es eher als Ignoranz, wenn Leute behaupten, dass 100km Reichweite für jeden ausreichend sind. Das mag sicherlich auf die Meisten zutreffen - auf alle definitv nicht.
    Sie werden immer jemanden finden, der mit dem Auto mehr als 100 km täglich Arbeitsweg hat. Aber auf einen kommen eben Hunderttausende, die kürzere Strecken zurücklegen. Und ich würde es nicht als Ignoranz bezeichnen, wenn sich ein Autobauer um die Bedürfnisse der Hunderttausend Pendler kümmert als um den einen Exoten. Wer nämlich im Jahr 200.000 km Arbeitsweg hat, ist besser beraten seinen Wohnort zu wechseln als sein Fahrzeug. Der braucht eh jedes Jahr ein neues Auto.

    Wir hatten bei uns im Betrieb bei knapp 1000 Pendlern gerade mal 2, die während der Probezeit um die 100 km pendelten. Nach der Probezeit haben beide sofort den Wohnort gewechselt. Die hätten im Jahr fast 50.000 Euro Fahrtkosten an der Backe gehabt, und wenn Sie mich fragen , das wäre noch schöngerechnet gewesen. Denn diese Entfernungen im Jahr fahren Sie nicht mit einem 500er Fiat.
  6. #215

    halt ich für blödsinn....

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    .... Die hätten im Jahr fast 50.000 Euro Fahrtkosten an der Backe gehabt, und wenn Sie mich fragen , das wäre noch schöngerechnet gewesen. Denn diese Entfernungen im Jahr fahren Sie nicht mit einem 500er Fiat.
    über 200 Euro pro Arbeitstag? für 2 x 100 km? die Mathematik verstehe ich nicht!?
  7. #216

    Arbeitsweg

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Wer nämlich im Jahr 200.000 km Arbeitsweg hat, ist besser beraten seinen Wohnort zu wechseln als sein Fahrzeug.
    Unbestritten.

    Bei 100 km und 240 Arbeitstagen kommen allerdings nur 24.000 km zusammen statt 200.000 ;-) und das haben sehr viele.

    Schauen Sie sich mal in München um, welche Massen da aus Augsburg /Landsberg / Ingolstadt / Landshut / Regensburg / Rosenheim / Garmisch angekarrt kommen. Das sind deutlich mehr als einer von Hunderttausend und bei allen denen wären 100 km Reichweite entweder zu wenig oder wären zumindest so eng bemessen, dass Sie sich keinen Stau oder Umweg von 10 km leisten könnten.
  8. #217

    Genau!

    [QUOTE=trader_07;12096235]Unbestritten.

    Bei 100 km und 240 Arbeitstagen kommen allerdings nur 24.000 km zusammen statt 200.000 ;-) und das haben sehr viele. [QUOTE]

    anderes Beispiel: die vielen Saarländer, die täglich in die Mannheimer Genend pendeln...
  9. #218

    Zitat von wakaba Beitrag anzeigen
    Nein das Verfahren taugt nicht - die Idee ist eine künstliche Verknappung der Batterien um den Konsumenten abzocken zu können.

    Mangelnde Investitionen werden dazuführen das immer aeltere und schlechtere Batterien verwendet werden. Die werden sich hüten eine Kapazitätsgarantie zu geben.
    Es ist überhaupt kein Problem, die genaue Kapazität eines Batteriepacks zu bestimmen. Das machen die Modellbauer schon lange. Darüber hinaus kann man das Modell problemlos erweitern, in dem man nur die verbauchte, also entnommene Energie aus den Packs abrechnet. Ein Identifikationschip im Auto und an der Batterie sowie eine Datenbank und die Sache läuft. Diese Idee war schon lange gebohren, es mußte sie nur mal jemand umsetzen...
  10. #219

    Zitat von colinchapman Beitrag anzeigen
    so pfiffig die Idee ist, sie wird sich nicht durchsetzen. In den 80ern haben sich nicht mal run-flat-Reifen durchgesetzt (die auch ohne Luftdruck eine Notlauffunktion gehabt hätten), weil alle Reifenwerkstätten ihr Equipment dafür hätten umstellen müssen. Alles, was von jetzt auf gleich und für immer eine neue Infrastruktur benötigt, ist zum Tod vor der Geburt verurteilt.
    Also diese tote Innovation ist gerade auf meinem Auto aufgezogen und in dieser Klasse Standard....