Verschleppung von Terrorverdächtigen: Obamas Gefangener

Mahdi Hashi verschwand im Sommer am Horn von Afrika. Monate später sitzt er auf einer Anklagebank in New York. Ihm wird vorgeworfen, der Islamistenmiliz al-Shabab anzugehören. Der Fall gibt Rätsel auf: Lassen die USA auch unter Obama Terrorverdächtige verschleppen?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-881284.html
  1. #1

    Hat denn ernsthaft...

    ... irgendjemand angenommen, dass der Unterschied zwischen Bush und Obama in der politischen Aktion läge? Der Friedensnobelpreisträger lässt weiterhin in Afghanistan ganze Familien ausrotten, Menschen aufgrund vager Verdächtigungen ohne gerichtsverfahren in der ganzen Welt ermorden. Er bedroht andere Staaten, sabotiert Verhandlungen mit dem Iran und betreibt weiterhin seine Folterlager. Unter Obama, nicht unter Bush wurde die zivile Gerichtsbarkeit zugunsten der militärischen in den USA deutlich eingeschränkt. In jedem anderen Land hätte der Westen längst heftigst wegen des Mangels an Demokratie protestiert. Wir sollten uns darüber klar sein: Bessere Bildung und höhere Pigmentierung machen noch lange nicht automatisch einen besseren Menschen.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mahdi Hashi verschwand im Sommer am Horn von Afrika. Monate später sitzt er auf einer Anklagebank in New York. Ihm wird vorgeworfen, der Islamistenmiliz al-Shabab anzugehören. Der Fall gibt Rätsel auf: Lassen die USA auch unter Obama Terrorverdächtige verschleppen?

    Verschleppung von Terrorverdächtigen unter Obama: Der Fall Mahdi Hashi - SPIEGEL ONLINE
    Der Fall gibt in keinster Weise Rätsel auf, Obama führt die Politik von Bush weiter und hat sie sogar noch gesteigert, Verdächtige werden meist nicht mehr Zwecks Verhör Gefangen genommen, sondern gleich liquidiert. Tote beißen schließlich nicht und können hinterher auch keine Geschichten mehr erzählen. Aber da diese Politik von dem in deutschen Medien verehrten Friedensnobelpreisträger stammt, der eine viel angenehmere Rhetorik als die Neocons benutzt und der ja auch eine so progressive Gesundheitspolitk gemacht hat und Waffenbesitzpolitik anstrebt, hat man dieses Thema lieber ignoriert.
  3. #3

    Fraglich

    Ok, stellen wir uns doch mal ganz doof.

    Was macht ein britischer Staatsangehöriger seit mehreren Jahren mitsamt Frau und Kind und Grossmutter in Somalia.

    Einem failed State wie der Artikel selber ausführt.

    Allein die Sozialhilfe für diese Personen in GB übersteigt bei weitem die legalen Verdienstmöglichkeiten in Somalia.

    Mal ganz davon abgesehen dass kein Mensch der bei Verstand ist und nicht von irgendwelchen wahnhaften religiösen Gefühlen getrieben ist Somalia als adäquaten Platz für seine Frau und schon gar nicht für sein Kind ansehen würde.

    Seiner Familie die hygienischen Verhältnisse, die Sicherheitslage, die Ausbildungsmöglichkeiten von Somalia angedeihen lassen wenn man auch in GB leben könnte lässt sehr tief blicken.

    Wenn der nächste Muslim mit britischer Staatsangehörigkeit für ein Massaker wie die Anschläge in London verantwortlich ist werden die Rufe, auch vom Spiegel, wieder laut wieso der Geheimdienst davor nicht schützen kann.

    Wer sagt denn dass die Aussagen dieses Mannes stimmen? Eines Mannes der offensichtlich die westliche Welt ablehnt und allen Grund hat zu lügen um einer langen Gefängnisstrafe zu entgehen.
    Stellen wir uns doch nicht dumm. Kein Brite hat in Somalia was verloren wenn er nicht in terroristische oder kriminelle Aktivitäten verwickelt ist.
    Und ein adäquates Mittel zur Bekämpfung solcher Personen ist es eben, neben Drohnenangriffen, sie vor Gericht zu stellen und für lange Zeit oder am Besten für immer weg zu sperren.

    Also was soll die ganze Aufregung?
  4. #4

    Es gibt keine Option dazu!

    Das will ich doch hoffen!
    Ausliefern wird man diese Verbrecher nämlich bestimmt nicht!
    Welche ernstzunehmende Option gabe es denn sonst. Man hat ja gesehen, wie es damals nach 9/11 mit Bin Laden in Afghanistan lief.
  5. #5

    Der Spiegel Bericht liest sich wie ein Auszug aus einem Tom Clancy Roman der Jack Ryan Serie. Verdächtige sind wie Überführte zu behandeln und Folter (in diesem Fall "angedrohte") ist im Sinne des Staatsinteresses legitim. Toller Verbündeter...
  6. #6

    Und ich habe schon gedacht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mahdi Hashi verschwand im Sommer am Horn von Afrika. Monate später sitzt er auf einer Anklagebank in New York. Ihm wird vorgeworfen, der Islamistenmiliz al-Shabab anzugehören. Der Fall gibt Rätsel auf: Lassen die USA auch unter Obama Terrorverdächtige verschleppen?

    Verschleppung von Terrorverdächtigen unter Obama: Der Fall Mahdi Hashi - SPIEGEL ONLINE
    es ginge hier wieder mal um Libyen, Syrien oder Iran. Erst spät gemerkt. Ist aber auch nicht einfach Demokratien zu unterscheiden
  7. #7

    verschleppen?!

    Amerika führt mutmaßliche Verbrecher nur einem Urteil zu (Freispruch oder nicht). Man kann zu Obama stehen, wie man will - und ich bin weiß Gott kein Freund von ihm - da tut er Recht.
  8. #8

    Wer weiß, wer diese Kommentare mitliest.

    Wer weiß auf welcher Liste, welche Namen auftauchen ? Vielleicht gewinnt hier auch mal einer eine Reise in die Karibik. Mit CIA-Airlines nach Guantanamo.
  9. #9

    Aha, die Anwälte sagen ....

    Hat mal jemand darüber nachgedacht, dass die Organe der Unrechtspflege die Wahrheit im Sinne Ihres Mandanten verdrehen, erst recht, wenn man das Gegenteil nicht beweisen kann.