Kurswechsel: CSU stemmt sich gegen CDU-Wende bei Homo-Ehe

DPADer versiegende Widerstand der CDU gegen die Homo-Ehe erregt die Gemüter der Schwesterpartei: CSU-Spitzenpolitiker wettern gegen den Kurswechsel. Sie beharren darauf, dass traditionelle Ehen und Familien weiter gestärkt werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-885195.html
  1. #140

    Zitat von onkel-ollo Beitrag anzeigen
    Genereller Gedanke zum Thema:
    Ich bin alleinstehend und gebe über 50% meines Lohnes an Steuern ab. Warum bekommen Verheiratete OHNE Kinder eigentlich Steuervorteile? Alle dürften dafür sein, Familien mit minderjährigen Kindern zu entlasten. Aber in kinderlosen Ehen (egal ob m/w m/m w/w) kann man doch erwarten, daß beide Partner arbeiten gehen und ebenfalls 50% Lohnsteuer zahlen.
    Alleinstehende müssen auch vollzeit arbeiten und komplett für sich selber und ihre Zukunft sorgen. Warum werden kinderlose Singles als einzige Klientel also VOLL zur Kasse gebeten?
    "Ich bin alleinstehend und gebe über 50% meines Lohnes an Steuern ab." Allein der Satz zeigt, daß Sie Unsinn reden.. Das passt dann auch zum Rest des Artikels. Warum muß ich übrigens als Kinderloser die persönlichen Reproduktionswünche anderer bezahlen? Besonders meine ich damit diejenigen, die zwar leicht Kinder in die Welt setzen, danach aber kein Lust zum Arbeiten haben. Statt über Homoehe und Ehegattensplitting zu diskutieren, sollte man mal darüber nachdenken, ob wir denen, die noch nie signifikant Steurn oder Sozialabgaben bezahlt haben, endlich mal ALG II streichen. Es ist schon pervers zu sehen, daß die Sozialhilfe für Familien mit Kindern höher ist, als die Nettogehälter mancher Akademiker.
  2. #141

    Seehofer

    Ich finde nicht, dass Herrn Seehofers privates Lebensmodell hier diskutiert werden muss. Das Problem ist ein anderes. Wir haben das GG und das Bundesverfassungsgericht ist Hüter dessen. Wenn nun die CSU diejenige sein will, die das verhindert, was GG und EU vorgeben, muss man sich ernsthaft fragen, ob wir es noch mit einer Partei zu tun haben, die sich auf dem Boden des GG bewegt. So einfach sind die Dinge manchmal.
  3. #142

    Nicht so verbittert

    Zitat von warndtbewohner Beitrag anzeigen
    wieder einmal zutiefst enttäuscht. Wer glaubt die CDU steht hinter der Ehe der glaubt auch an den Osterhasen. Die "moderne" CDU hat alle ihre konservativen Werte verspielt bzw. ist dabei den Rest über Bord zu werfen. Gute Nacht Deutschland...
    Prinzipiell bin ich auch eher konservativ eingestellt. Mir geht es bei dem Begriff "Ehe" aber mehr um das Wesentliche: Das Füreinandereinstehen.
    Die vielen "Splitting-Neider" hier im Forum übersehen ganz gern, dass eine formale Ehe auch bindende Verpflichtungen mit sich bringt, wodurch die Sozialkassen des Staates auch ganz gut entlastet werden (Stichwort Ehegattenunterhalt).
    Wenn homosexuelle Paare bereit sind, diese Verpflichtungen einzugehen, so sollen sie natürlich auch die gleichen Rechte bekommen. Als ausdrücklicher Ehe-Fan betrachte ich diese Leute sozusagen als "konservative Verbündete" in einer Gesellschaft, in der die Unverbindlichkeit von Beziehungen für viele Ausdruck von Freiheit und Indvidualismus darstellt. Einsamkeit und Reue kommen dann später - aber das ist jetzt nur meine ganz persönliche Meinung.

    Das Thema Kinderkriegen spielt meines Erachtens hierbei nicht die große Rolle. Da gibt es jede Menge anderer Förderungen, die - zu Recht - "klassischen" Familien und Lebenspartnerschaften mit Kindern gleichermassen zugute kommen.
  4. #143

    Die Ehe wird zum Grab des Neoliberalismus...

    Zitat von kritikus_49 Beitrag anzeigen
    Die Institution der bürgerlich-rechtlichen Ehe kann man nicht auf- oder abwerten. Ihren gesellschaftlichen Stellenwert hat sie längst verloren.
    Deshalb: Ehe wem es wie gefällt und Ehegattensplitting abschaffen. Eine wertlos gewordene Institution ist nicht förderungwürdig. Wem die Ehe heilig ist - das ist ein veritabler Standpunkt - der soll kirchlich heiraten und die Kirchen sollen den Verheirateten die Kirchensteuer erlassen. Welch ein Zulauf hätten da die Kirchen. Alle insbesondere der Bundspräsident wären hochzufrieden mit dieser moralischen Aufwertung der Gesellschaft.
    ...und es ist gut so!

    In ihrer Geschichte hat jeder versucht und geschafft die Ehe zum politischen "Schwert des Demokles" aufzuheben.

    Die Ehe hat diese Zeiten überlebt, die Diktaturen kommen und gehen.

    Warum die Ehe so beständig ist, und zugleich das politische Manchspielobjekt jeder Zeit und Ideologie liegt im Wesen der Ehe und diese undurchschaubaren Eigenschaften der Ehe waren, sind undwerden von der existentiellen Bedeutung jeder Zivilisation und jeder Gesellschaft bleiben.
  5. #144

    Zwiespalt

    Warum man unbedingt in eine Schachtel passen will die nicht für einen erfunden wurde ist mir ein echtes Rätsel. Aber dies ist ein Teil 100%iger Gleichberechtigung die schon lange üb üerfällig ist. Im nächsten Schritt kann ich nur hoffen, dass die Menschenrechte in Lebensrechte gewandelt werden und endlich auch Tiere ein würdiges Leben führen dürfen. Bis dahin finde ich es ein wenig lächerlich wenn Mann und Mann oder Frau und Frau undbedingt auch im Sinne der Kirchen gleich sein wollen. Im Übringen regelt eine Ehe im Sinne der Versorgung nur den unwichtigsten Teil. Versorgungsvollmachten gehen auch ohne Trauschein. Aber ihr wollt ja partout gleich sein .......
  6. #145

    Zitat von Der_Franke Beitrag anzeigen
    Warum muß ich übrigens als Kinderloser die persönlichen Reproduktionswünche anderer bezahlen?
    Warum muss ich als Autoloser die persönlichen Straßenbau- und Mobilitätswünsche anderer bezahlen? Warum muss ich als Gebildeter für die Bildung ungebildeter Kinder aufkommen? Warum muss ich als Vegetarier für Subventionen für die Fleischindustrie bezahlen? Warum muss ich als Gesunder für Sie bezahlen, wenn Sie mal krank oder zum Pflegefall werden? Warum müssen meine Kinder für Ihre Rente - und damit für Ihr reines Privatvergnügen - aufkommen, wenn Sie mal alt sind? usw. usf. Ihren - verblüffend simplen - "Denk"ansatz kann man durch zahlreiche Variationen ad absurdum führen...

    Zitat von Der_Franke Beitrag anzeigen
    Besonders meine ich damit diejenigen, die zwar leicht Kinder in die Welt setzen, danach aber kein Lust zum Arbeiten haben. Statt über Homoehe und Ehegattensplitting zu diskutieren, sollte man mal darüber nachdenken, ob wir denen, die noch nie signifikant Steurn oder Sozialabgaben bezahlt haben, endlich mal ALG II streichen.
    Sie fordern zwar selbst, man solle "darüber nachdenken" - Ihr hier unterbreiteter "Vorschlag" beweist aber, dass Sie noch nie darüber nachGEDACHT haben...

    Zitat von Der_Franke Beitrag anzeigen
    Es ist schon pervers zu sehen, daß die Sozialhilfe für Familien mit Kindern höher ist, als die Nettogehälter mancher Akademiker.
    Die alte Leier: Weil irgendwer schlecht verdient, sollen es ALG-II-Empfänger bitteschön NOCH schlechter haben. Aber wenn das so ist, dass sie schlechter verdienen, dann haben die besagten Akademiker entweder beim Gehalt sehr schlecht verhandelt, oder sie verfügen über Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt nicht besonders gefragt sind - in letzterem Falle geht es ihnen dann genau wie ALLEN, die über Fähigkeiten verfügen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht sehr gefragt sind.

    Wie auch immer: Bei jedem Gehalt das unter dem ALG-II-Niveau liegt, hat JEDER Mensch die Möglichkeit, Aufstockung zu beantragen. Es gibt also NIEMANDEN, der arbeitet UND am Anfang des Monats weniger auf dem Konto haben muss als ein ALG-II-Empfänger.
  7. #146

    ....

    Zitat von namibian Beitrag anzeigen
    Die CSU soll endlich aufhören mit den Geschwätz, dass Familien und Ehen gestärkt werden sollen. Es geht ausschließlich um heterosexuelle Ehen. Es geht nicht einmal um Familien, denn für die benötigt man keinen Trauschein. Es gibt unzählige unverheiratete Eltern, die nicht gefördert werden, bloß weil sie sich nicht getraut haben. SPON könnte etwas klarer sein mit dieser Abgrenzung. Der Schutz der Familie ist oberste Priorität, aber was ist denn eine Familie?
    Es geht doch nicht um den Schutz der Familien! Denen will doch niemand etwas Böses.
    Es geht um die Angleichung anderer Lebens-und Paarmodelle an das jetzt gültige Familienrecht.
    Ich hätte gerne mal verlässliche Zahlen um wieviele Menschen es geht und über wieviel Geld reden wir?
    Ich behaupte mal das finanzielle ließe sich locker mit den Mehrkosten für die aktuellen Baudesaster über Jahre finanzieren!
  8. #147

    Zitat von bullermännchen Beitrag anzeigen
    Bis dahin finde ich es ein wenig lächerlich wenn Mann und Mann oder Frau und Frau undbedingt auch im Sinne der Kirchen gleich sein wollen.
    Eben darum geht es doch bei der aktuellen Diskussion gerade nicht. Kein Staat kann einer Kirche vorschreiben, wen sie trauen oder als verheiratet betrachten soll. Es geht um die REIN WELTLICHE Gleichstellung - nicht vor irgendeiner Kirche, sondern vor dem Staat.
  9. #148

    @goodcharlotte

    Sie haben die katholische Lehre aber nicht verstanden! Horst Seehofer ist geschieden und hat wieder geheiratet! Eine kirchliche Heirat war ihm (theoretisch) nicht möglich. Jedes mal, wenn er mit seiner Lebensgefährtin ins Bett steigt, begeht er eine SCHWERE Sünde, das Sex außerhalb der Ehe nicht erlaubt ist.
    Die kath. Kirche achtet ja auch Homosexuelle, solange sie keusch leben! Das nennt sich dann: Gott liebt den Sünder aber er hasst die Sünde!
    Also die Sünde des Herrn Seehofer unterscheidet sich nicht von einem Homosexuellem Akt.
  10. #149

    @Denis_Höfer

    Grundsätzlich haben Sie recht. was er treibt ist seine Privatsache. Wer jedoch so vehement bestimmte Werte verteidigt, muss sich auch selbst an diesen Werten messen lassen!