Gutes Gas, schlechtes Gas

Mark Thiessen/ / National GeographicDie Förderung von Erdgas mittels der umstrittenen Fracking-Methode könnte die USA unabhängig machen von Erdöl-Importen. Doch der Energieboom hat eine unerwünschte Wirkung aufs Klima.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-884268.html
  1. #100

    Sinn der Aussage?

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    In Staufen ist genau DAS gemacht worden, was die grünen Spinner immer favorisierten, obwohl wirkliche Fachleute von Anbeginn an sehr, sehr skeptisch waren.

    Übrigens ist auch die Erdwärme NICHT unendlich. Selbst im sehr aktiven Rotorua (Neuseeland) sind immer mehr heiße Quellen inzwischen tot, der "Thermal Park" hält sich mit Angeboten zum Lernen von Maori-Schnitzereien über Wasser!

    Früher hatte fast jedes Haus seine eigene Bohrung zur Erzeugung von Warmwasser, inzwischen gehts damit deutlich bergab. Wir waren im Abstand von zwölf Jahrenb dort, es war genauso erschreckend wie ernüchternd. Man sollte diese ganzen grünen Spinner mal dorthin schicken, damit sie LERNEN können, wie "Erdwärme" funktioniert!

    Nicht mal der charakteristische H2S-Geruch, den man früher in 30 km Umkreis roch, ist noch "richtig" da!!!

    Die geothermale Stromerzeugung ist fallend, obwohl laufend investiert wird.

    Alles mal zum kräftig NACHDENKEN!
    Ihr Statement passt hier irgendwie thematisch nicht ganz dazu, aber seis drum. Staufen und Rotorua miteinander in einem Atemzug zu nennen ist in etwa so wie Windmühlen mit Wasserrädern gleich zu setzen. Auch die Neuseeländer haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Zudem ist Rotorua im Bereich des aktiven Vulkanismus gelegen. Solche geothermischen Systeme sind bekanntermaßen durch ihre Instabilität in punkto Fluidtransport charakterisiert. Geothermische Systeme sind nicht pauschal vergleichbar und für Laien nicht immer einfach zu verstehen. Zudem ist die Injektion des abgekühlten Wassers ist mittlerweile Stand der Technik. Außerdem sind vor allem die Grünen an der Spitze der Geothermiekritiker zu finden. Die haben oftmals reichlich Aversionen gegen allem was von Unten kommt. Aber das ist auch von Region zu Region unterschiedlich. Geothermie finde ich gar nicht so schlecht im Vergleich zu den anderen Erneuerbaren. Immerhin ist der Landschaftseingriff gering und die Geothermie kann unabhängig von der Witterung liefern und zudem beides Wärme und Strom bereitstellen. Aber es hängt auch von den geologischen Rahmenbedingungen ab. Im Süden Deutschlands und im Rheintalgraben sind die Verhältnisse dafür verhältnismäßig gut.
    PS auch Erdwärmesondenbohrungen gibt es in Deutschland mehrere Hunderttausend! Das hat doch nichts mit grünen Spinnern zu tun. Dass in Staufen was beim Bau schiefgelaufen ist, ist bedauerlich. Aber sowas passiert auch mal beim U-Bahnbau (Köln) oder bei anderen Tifbaumaßnahmen. Mit dem Thema Geothermie hat das nur in sofern etwas zu tun, da es sich um Bohrmaßnahmen für Erdwärmesonden gehandelt hat. ....und auch die Kölner fahren nach wie vor U-Bahn!
  2. #101

    Nichts gegen Umweltschutz

    Zitat von zugast Beitrag anzeigen
    Somit bitte nicht immer so negativ gegenüber Umweltschutz per se, denn die Luft und die Meere sind ja nun einmal teils sehr stark belastet ("Krebsdörfer" in China lt. Regierung), auch wenn das evtl. nicht heißt, dass das ganze Klima "umkippt".
    Richtig verstandener Umweltschutz ist auch Menschenschutz. Niemand will lungenschädliche Gase in der Atmosphäre und krank machende Stoffe im Wasser. Wogegen wir "Klimaleugner" uns wehren ist als Umweltschutz verkappter Sozialismus und als Klimawandel-Hypothese getarnte Ersatzreligion.
  3. #102

    Geschäftsprinzip: Für dumm verkaufen

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    In Trinkwasserschutzgebieten der Kategorie I und II sind Tiefbohrungen nicht genehmigungsfähig (und somit "Fracking" auch nicht) und in Gebieten der Kategorie III nur in Abstimmung mit der Wasserbehörde.
    Das sehen die Fachleute aber ganz anders:
    Von Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG:
    "Wir sind überhaupt nicht beteiligt worden. Auch nicht andere Wasserwerke, die ich gesprochen habe. Wir wissen von nichts, sondern wir haben das ausschließlich aus der Presse erfahren."Monitor - "Fracking" Einfach mal Gift ins Grundwasser ! - YouTube
    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Momentan sieht es so aus, als ob sich die angstschürende Ökolobby durchsetzt, die ignoriert, dass das Verfahren Hydraulic Fracturing uralt ist, jedoch über die Jahre fortentwickelt wurde
    Man könnte es auch so beschreiben: Erst hat man es auf die übliche arrogante Lobbyistenart durchzudrücken versucht, aber dann hat man gemerkt, dass die Öffentlichkeit doch nicht ganz so dumm ist, für wie man sie verkaufen wollte, und nun versucht man es auf die smarte Tour.
    Es sieht ja schön aus, wenn man nun auch natürliche Beimengungen benutzt, aber ein Giftcocktail wird auch nicht gesünder dadurch, dass ich ihn mit Multivitaminsaft anrühre.

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Nope! Der "Machtkampf" wird nur auf Seiten der Gegner, denen es offensichtlich an grundlegender naturwissenschaftlicher Bildung mangelt, emotional geführt. Und warum sollen sich Umwelt und Profit ausschließen?
    Stimmt, wo hätte man das auch jemals erlebt, dass Profite auf Kosten der Umwelt gemacht werden?! Höhere Umweltstandards sind ja prinizipiell kostenlos und würden niemals die Profite eines an Profit orientierten Unternehmens schmälern. Neinnein, sowas gibt es sicher genauso wenig wie das Schmelzen der Gletscher und Polkappen.
  4. #103

    Na dann...

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Das Risiko wird allerdings minimiert, in jeglicher Hinsicht. Ich kenne einen ExxonMobil Mitarbeiter persönlich (nicht Führungsriege sondern einfacher Ölfeldfacharbeiter). Der hat mir erzählt, dass man angewiesen wird, in Betriebsgebäuden sich immer am Treppengeländer festzuhalten damit man nur nicht stürzt. Alkohol auf Betriebsfeiern? Ein No Go! Ähnliches ist mir von RWE-Dea und Wintershall bekannt.
    Na dann kann man ja ruhig großflächig das Grundwasser verseuchen.

    Vielen Dank für die beruhigende Info. Das war schon immer meine größte Sorge, dass beim Fracking jemand von der Treppe fallen könnte.

    Jetzt hab ich auch keinerlei Einwände mehr gegen diese tolle Technik und werde auch keine Veranstaltungen von
    Die Initiativen » Gegen Gasbohren...,
    Kein Fracking,
    GEGEN FRACKING: Home NRÜ, oder
    https://www.facebook.com/StoppFracking
    mehr besuchen.
  5. #104

    Schnell

    Zitat von g0r3 Beitrag anzeigen
    Isch schpreschen nur gebrochen deutsch. Aber isch drodtzdem schlaug genug zu sagen, Kimawissenschaftler allesch lügen.

    isch abe geschroschen

    Waldsterben und Ozonloch waren bzw. sind immer noch aktuell. Aber nicht mehr akut gefährlich wegen Schwefelfilter und Verbot von FCKW. Das heißt, die Menschheit hat reagiert und konnte es abwenden. Gleiches versucht man aktuell mit CO2. Mann, bei solchen Mitforisten muss man es sich schon zusammenreisen, um nicht die Zugrabetragung der Meinungsfreiheit zu fordern.
    M. E. nach ist Ihr Beitrag aber auch nicht sehr weit vom angeprangerten Beitrag entfernt. - Und Ihre Forderung nach Ende der Meinungsfreiheit lässt mehr über Sie selbst erahnen, als ich wissen wollte.
  6. #105

    Schon

    Zitat von meischer Beitrag anzeigen
    wird es in Deutschland hoffentlich nie geben. Da sollten wir alles dransetzen.
    Das wird doch schon seit Jahrzehnten eingesetzt - machen Sie sich mal bitte kundig!
  7. #106

    Ich wollte keine Haare spalten,

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Das ist schlichtweg falsch. Die Zusätze dienen dazu, den Sand oder andere feste Stützmittel in die Formation zu bringen (z.B. ndickung des Wassers, um Sand in Schwebe zu halten -> Zusatz Guar). ...Das kann so nicht verallgemeinert werden. Wenn möglich, wird das sogenannte Erdölbegleitgas genutzt. Nur in entlegenen Gegenden, die von einer Erdgastransportinfrastruktur abgekoppelt sind, wird das Gas abgefackelt, ...
    aber Sand und Guar als Stützmittel habe ich mal nicht zu den 'Chemikalien' gerechnet. Es sind mechanische Hilfsmittel. Und der routinemäßige (!) Einsatz von Lösungsmitteln in der Erdöltechnologie fand erst ab den 60ern statt, weil es sich bis dahin nicht lohnte, aber ok...

    Naja, fahren Sie mal nachts von Bergen nach Aberdeen, wegen der Gasfackeln, oder sehen Sie sich mal die arabischen Felder bei Nacht an. Die Nutzung des Begleitgases wird erst dann routinemäßig genutzt, wenn es mehr einbringt, als kostet. Ich bin kein Industriebasher, im Gegenteil, aber reinwaschen will ich auch nichts und niemanden, der eine Sauerei anrichtet.

    Zum Thema Hohenstaufen: bei der TU Darmstadt findet man dazu mehr Informationen; die Experten haben keinesfalls davor gewarnt, die Erdwärme zu nutzen, sondern auf die Besonderheiten der Anhydrit Formationen im Untergrund hingewiesen. Das dort geschlampt worden ist, steht außer Frage, nicht immer ist der billigste Bieter auch der Beste. Dort sollten wirklich nur erahrene Firmen bohren dürfen, und die Bohrungen sollten auch von Fachleuten dauernd begleitet werden, was eindeutig nicht stattfand. Man kann sich immer ein paar 1000€ sparen, nur wenn es dann schief geht, wird es halt viel teurer. Und so ist es geschehen; als ehemals im Anhydrid erfahrener Geologe grinse ich mir eins dabei.
  8. #107

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Es ist übrigens sehr gut bekannt, was unterirdisch passiert. http://www.nlog.nl/resources/Worksho...Case_Study.pdf
    Ach wie schön sie doch sind die Hochglanzbroschüren der Gaswirtschaft;-)
    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Meine Heimatgemeinde war einst die reichste des Bundeslandes. Dank Zentralstation von GdF-Suez: Die Gaz de France Suez (Hintergrund) ist es primär, die Steinitz reich gemacht hat. Wegen der hohen Steuerkraft der Gemeinde hat das Land die Zuweisungen an die Stadt Salzwedel gekürzt, in die Steinitz zum Jahresbeginn zwangseingemeindet wird. Quelle: Bürgermeisterin redet Tacheles und drängt auf
    Ach jeh, 478 Einwohner sind jetzt der Beweis für die ach so großzügigen multinationalen Konzerne, Ihre Argumente sind wirklich sehr überzeugend;-)
    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Verhöhnung der 20.000 Toten par exelance!
    Verhöhnen tue ich die Opfer von Naturkatastrophen wirklich nicht, auch wenn Sie mir das perfide unterstellen möchten.
    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Tiefenwässer sind entkoppelt vom Grundwasser. Das ist ein naturwissenschaftlicher Fakt. Und von welchen "Giften" fabulieren Sie? Chemikalin=Gift, oder wie?
    Ihre "Fakten" sollten Sie vielleicht besser noch einmal überdenken;-)
    "Tiefenwasser kann entlang von Störungen aufsteigen, sich mit oberflächennäheren Grundwässern vermischen oder direkt an der Erdoberfläche als Thermal- oder Mineralwasserquellen austreten."
    Tiefengrundwasser - GeoLexikon
    Ihre Frage nach den "Giften" spricht für sich.
    Wenn Sie ernst genommen werden wollen, sollten Sie die Ängste der Bürger bzgl, möglicher Kontaminationen des Trinkwassers wahrnehmen und das Fracking nicht mit einem "Ponyhof" vergleichen.
    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Aha, also die Besiedlungsdichte entscheidet darüber, ob in mehreren Kilometern Tiefe verbrachte Stoffe ins Trinkwasser gelangen und nicht geologische Bedingungen?
    Es geht um Wahrscheinlichkeiten, bzw. Zeiträume, da niemand vorhersagen kann wo sich die eingebrachten Chemikalien längerfristig aufhalten und da kann es nun einmal in dünner besiedelten Gebieten länger dauern als im dicht besiedelten Deutschland, dass die Stoffe in Verbindung mit dem Trinkwasser von Städten kommen können.
  9. #108

    Alle Gegenden,

    Zitat von piiter Beitrag anzeigen
    ... Geothermie in dafür nicht geeigneten Gegenden oder eben auch Fracking. Wenn nur ein einziger GAU entsteht, interessiert es die Betroffenen wenig, daß es tausende Mal gut ging.

    Fracking ist ökologisch vom Schadenspotential eben zu gefährlich, Punkt aus.
    in denen die benötigten Temperaturen im Untergrung angetroffen werden, sind geeignet. Die Frage ist lediglich, was Sie machen wollen. Einfamilienhäuser heizen? da reicht oft schon ein Graben genügender Länge im arten, allenfalls eine Flachbohrung. Auch das ist Geothermie. Strom erzeugen, Erdwärme für größere Heizmengen gewinnen? Da muß es unten halt wärmer sein - und Südwestdeutschland ist generell ein höffiges Gebiet, man muß lediglich die richtige Technologie zum Einsatz bringen und sich ans Lehrbuch halten. Frau Pandora mit ihrer Büchse wohnt nicht da unten, auch wenn Sie's offensichtlich gerne hätten.

    Fracking ist nicht gefährlich, ebensowenig, wie Auto fahren. Es kann zu Unfällen kommen, weiß jeder, wenige haben einen erlebt und alle fahren trotzdem. Punkt, aus.
  10. #109

    Hä?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Förderung von Erdgas mittels der umstrittenen Fracking-Methode könnte die USA unabhängig machen von Erdöl-Importen. Doch der Energieboom hat eine unerwünschte Wirkung aufs Klima.

    Fracking: Mit der Förderung von Erdgas steigt der Ausstoß von Methan - SPIEGEL ONLINE
    Der Artikel unterscheidet zwischen Methan und Erdgas. - Wieso?

    Als interessierter Laie besteht Erdgas für mich doch hauptsächlich aus Methan. Ein Nachschlagen bei Wikipedia ergab: "Erdgase bestehen hauptsächlich aus hochentzündlichem Methan, unterscheiden sich aber in ihrer weiteren chemischen Zusammensetzung."