Stasi-Vorwürfe: Gysi spricht von Kampagne gegen die Linke

DPAGregor Gysi bleibt dabei: Abgesehen von dienstlichen Kontakten habe er nie inoffiziell mit der Stasi zusammengearbeitet. Die Vorwürfe gegen ihn seien der Versuch, seine Partei unter die Fünf-Prozent-Hürde zu drücken. An diesem Samstag stellt sich der Linken-Fraktionschef dem Votum der Basis.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-885159.html
  1. #170

    Zitat von carolane Beitrag anzeigen
    Warum sollte man den SED Wölfen im PDS Schafspelz abnehmen dass sie demokratisch und rechtsstaatlich sind.
    Wenn 23 Jahre demokratisches Wohlverhalten dafür nicht ausreichen, was reicht dann? Ein halbes Jahrhundert? Ein ganzes Jahrhundert?

    Zitat von carolane Beitrag anzeigen
    Solange die nicht wirklich an der Macht sind, malen die auf ihre Fahnen mit abwaschbarer Farbe ganz groß Demokratie.
    Schuldig bis zum Beweis des Gegenteils? Schon irre, wie sich die "Verteidiger" von Demokratie und Rechtsstaat immer wieder selbst entlarven.
  2. #171

    Zitat von 002614 Beitrag anzeigen
    Was unterscheidet die Ideologie des Kommunismus dann vom Christentum? Das hat sich immerhin schon seit 2000 Jahren gehalten.
    Es liefert nämlich auch die Gebrauchsanweisung dazu, was dafür notwendig ist: Sich selbst zu bescheiden, indem man eine Macht anerkennt die über der Partei steht, die Liebe zu den Menschen und zu sich selbst und die Einhaltung der 7., 8., 9. und 10. Gebote. - Und zwar freiwillig - ohne Druck, Denunziation und Stasi Bedrohung.

    Dann - und nur dann - kann es auch mit dem "Kommunismus" klappen.
    Richtig. Ich sehe in der DDR auch noch nicht einmal Tendenzen dazu. Der Boden dafür war auch mieserabel. Die DDR war ja noch nicht einmal ein freies Land. Selbst wenn die SED gewollt hätte, hätte sie nichts ändern können, da war ja immer die SU, wo die eigentlichen Entscheidung getroffen worden sind.

    Und ja, Kommunismus kennt keinen Führer, kennt keinen Parteiendiktatur, all das widerspricht dieser Ideologie völlig. Genausogut könnte man versuchen, mit einem Glas Wasser ein Lagerfeuer zu machen, wie mit einer Diktatur den Kommunismus einzuführen. Es ist einfach völlig absurd.

    Nein, diese Leute wollten das auch nie, man sah die Tröge und um das Volk ruhig zu stellen, faselte man etwas von "Gleichheit aller Menschen", hetzte gegen andere, meist Unschuldige auf und lenkte so von sich ab. Eine Standardtaktik. Wäre auch nicht das Problem, ist Geschichte, was mich daran stört ist, dass man mit dieser Geschichte, statt daraus zu lernen, weiterhin Politik macht, nicht mit den Lehren, sondern mit den Lügen.
  3. #172

    Peanuts

    Zitat von huggi Beitrag anzeigen
    ... Sie bringen es ja ungewollt zum Ausdruck, dass ein Hinweis auf eine Vergangenheit wie die der Linken schon einer Beschimpfung gleichkommt. Wichtig ist, dass dies nicht vergessen wird.

    Nichts hätte die die Anhänger dieser Partei daran gehindert nach der Wende einen sauberen Trennstrich zu ziehen mit der Vergangenheit zu brechen und dies auch so zum Ausdruck zu bringen, wäre da nicht das Parteivermögen der SED gewesen was der Unterdrückungsapparat der DDR aungehäuft hatte. An dessen kreativer Verteilung an die ganzen Parteikader hatte ja der Herr Gysi seinen Anteil. So sieht es nämlich aus wenn diese Gesellen Geld in den Fingern haben, es wird unter den Gleichgesinnten verteilt, ohne rechtsstatliche Skrupel.

    Das kann man weitestgehend nachvollziehen und nachlesen, aber da wird der Herr Gysi recht schmallippig.
    Mein Gott (äh Marx;-), wieviel Nazivermögen ist verschollen?
    Wieviele Diktatoren haben vor ihrem Abgang nochmal richtig zugelangt?
    Wieviel Paar Schuhe (nebst den dazugehörigen Milliarden) hatte Irmelda Marcos beiseite geschafft?
    Wieviele Millionen hat Helmut Kohl mit seinem Blackout und in jüdischen Vermächtnissen versenkt?

    Leute wie Schalck-Golodkowski als gute Geschäftspartner des Westens haben sicher auch ihre Schäfchen rechtzeitig ins Trockene gebracht, aber das der Partei DieLINKE anzulasten mit Tausenden westdeutschen Mitgliedern, die nie auch nur eine Ost-Mark in Händen gehabt haben, ist einfach nur billig und schäbig.

    Da empfinde ich die offen ausgelebte und allgegenwärtige Käuflichkeit von CDU/CSU/SPD/FDP/Grünen als wesentlich bedrohlicher für unsere Demokratie als wenn irgendwann in chaotischen Umbruchzeiten irgendjemand in irgendwelche Kassen gegriffen hat ... und neben den Billionen, die unsere Bankster sich (mit freundlicher Mithilfe der o.g. Kapitalistischen Einheitspartei) einsacken, sind das eh alles nur Peanuts.
  4. #173

    Zitat von rotertraktor Beitrag anzeigen
    Mein Gott (äh Marx;-), wieviel Nazivermögen ist verschollen?
    Wieviele Diktatoren haben vor ihrem Abgang nochmal richtig zugelangt?
    Wieviel Paar Schuhe (nebst den dazugehörigen Milliarden) hatte Irmelda Marcos beiseite geschafft?
    Wieviele Millionen hat Helmut Kohl mit seinem Blackout und in jüdischen Vermächtnissen versenkt?

    Leute wie Schalck-Golodkowski als gute Geschäftspartner des Westens haben sicher auch ihre Schäfchen rechtzeitig ins Trockene gebracht, aber das der Partei DieLINKE anzulasten mit Tausenden westdeutschen Mitgliedern, die nie auch nur eine Ost-Mark in Händen gehabt haben, ist einfach nur billig und schäbig.

    Da empfinde ich die offen ausgelebte und allgegenwärtige Käuflichkeit von CDU/CSU/SPD/FDP/Grünen als wesentlich bedrohlicher für unsere Demokratie als wenn irgendwann in chaotischen Umbruchzeiten irgendjemand in irgendwelche Kassen gegriffen hat ... und neben den Billionen, die unsere Bankster sich (mit freundlicher Mithilfe der o.g. Kapitalistischen Einheitspartei) einsacken, sind das eh alles nur Peanuts.
    Vor allem: wie viel Milliarden hat die Treuhand auf dem Gewissen...
  5. #174

    Rollentausch

    In Berlin direkt wurde gesagt, das Oskar Lafontaine überlegt wieder als Linksparteivorsitzender nach Berlin zu kommen. Ich bin ja dagegen. Ich finde das unser Finanzminister aD. Wieder Finanzminister werden sollte. Allen emotionalen Animositäten, auch der Presse, hat sich doch herausgestellt, das er mit allem Recht hatte, sich nur damals, angesichts der Ausrichtung der Weltökonomie und der anstehenden Kriege (die sollen ja bisher mehr als 8 Billionen Dollar gekostet haben), mit seinen Ideen den Raubtierkapitalismus zu bändigen, statt die Zügel abzunehmen, nicht durchsetzen konnte und musste letztlich deshalb gehen. Ich plädiere dafür, das Fachleute und Experten die Ministerien führen, die allerdings auch gut zusammenarbeiten, damit auch Vertrauen entstehen kann, das die Krise bewältigt werden kann. Lafontaine müsste allerdings aus der Linkspartei austreten, um für Deutschland sein Fachwissen zur Verfügung zu stellen.
  6. #175

    Zitat von vax10 Beitrag anzeigen
    Werter Forist huggi,
    Sie sollten doch in Ihrer dargestellten Vermutung die Herren Strauß und Schalck-Golodkowski entsprechend unterbringen. Und natürlich das in den Parteikassen gelandete Vermögen der DDR-CDU und der DDR-FDP ebenfalls zu würdigen.
    ... Thema ist hier aber nun gerade eben nicht Herr Strauss - den ich durchaus für einen unrühmlichen Politiker gehalten habe - sonder der Herr Gysi welches sich hier und heute als Saubermann präsentiert. Das ist er nach meiner Einschätzung eben nicht.
  7. #176

    Zitat von rotertraktor Beitrag anzeigen
    ...
    Leute wie Schalck-Golodkowski als gute Geschäftspartner des Westens haben sicher auch ihre Schäfchen rechtzeitig ins Trockene gebracht, aber das der Partei DieLINKE anzulasten mit Tausenden westdeutschen Mitgliedern, die nie auch nur eine Ost-Mark in Händen gehabt haben, ist einfach nur billig und schäbig.

    ...
    ... nun, jedes dieser westdeutschen Mitglieder hätte sich leicht darüber informieren können welch einer Partei man da beigetreten ist. Da würde ich erst einmal unterstellen, dass dies kein Grund dafür ist die Schandtaten der SED und ihrer Führung kleinzureden. So sehr lange ist das alles noch nicht her.
  8. #177

    Stadisüitzeltum

    Zitat von tomatosoup Beitrag anzeigen
    Wenn Herr Notar Gysi der falschen Versicherung an Eides Statt ubd damit des übelsten Stadisüitzeltums überführt wird, kracht hoffentlich deine Stacheldrahtkommunistenpartei unter die Null-Prozent-Hürde.
    Stadisüitzeltum ... wieder mal einen neuen Fachbegriff von den Kommunistenallergikern gelernt.

    Naja, einigen geht ein Licht auf, andere haben die Lampen an, aber bei manchen scheint es auf ewig dunkel zu bleiben.

    Wünsche noch viel Erfolg beim Erklimmen der 5%-IQ-Hürde.
  9. #178

    Zitat von huggi Beitrag anzeigen
    ... nun, jedes dieser westdeutschen Mitglieder hätte sich leicht darüber informieren können welch einer Partei man da beigetreten ist.
    Wer sagt Ihnen, dass dies nicht getan wurde? Vielleicht teilten diese Menschen einfach nicht Ihre Sicht der Dinge. Oder glauben Sie, Sie hätten die Weisheit gepachtet? :-)
  10. #179

    Nicht alles, was links ist, ist SED

    Zitat von huggi Beitrag anzeigen
    ... nun, jedes dieser westdeutschen Mitglieder hätte sich leicht darüber informieren können welch einer Partei man da beigetreten ist. Da würde ich erst einmal unterstellen, dass dies kein Grund dafür ist die Schandtaten der SED und ihrer Führung kleinzureden. So sehr lange ist das alles noch nicht her.
    Ich habe auch gar nicht versucht, die Schandtaten der SED kleinzureden. Die hat es in der DDR genauso gegeben, wie in jedem anderen System, oder kennen Sie irgendeine Regierung, die nicht irgendwo Dreck am Stecken hat?

    Das hat aber herzlich wenig mit der Partei DieLINKE zu tun. Mielke, Honnecker, Mittig, Neiber oder sonstige Stasi-Minister sind keine Mitglieder und erst recht keine Funktionsträger der Partei DieLINKE. Solche Typen hätten niemals eine Chance in dieser Partei, die eben nicht aus alten Betonköpfen besteht, sondern aus Menschen, denen die Demokratie durchaus am Herzen liegt, und wohl weit mehr als den Lobbyistenknechten, die unsere Demokratie an den Meistbietenden verhökern.