Stasi-Vorwürfe: Gysi spricht von Kampagne gegen die Linke

DPAGregor Gysi bleibt dabei: Abgesehen von dienstlichen Kontakten habe er nie inoffiziell mit der Stasi zusammengearbeitet. Die Vorwürfe gegen ihn seien der Versuch, seine Partei unter die Fünf-Prozent-Hürde zu drücken. An diesem Samstag stellt sich der Linken-Fraktionschef dem Votum der Basis.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-885159.html
  1. #1

    Herr Gysi hat recht ...

    reine Kampagne. Man hat gesehen, daß die politischen Verhältnisse sich in den skandinafischen Ländern sowie in den europäischen Ländern seit der Bankenkrise gegen den neoliberalen Trend verändern. Und da möchte man gerne schon den Schaden begrenzen bei der nächsten BT-Wahl (aus neoliberaler Sicht).

    Wenn jetzt noch die FAZ die Frankfurter Rundschau übernimmt, dann sind nicht nur die Staatsfernsehsender gleichgeschaltet sondern auch der Markt der Tageszeitungen.
  2. #2

    Stasi?

    Natürlich redete Gysi mit Politbüro und ZK und meinte deswegen über dem IM Status zu stehen. Viel schlimmer ist sein Mandantenverrat wegen dem er seine Anwaltszulassung schon 1990 hätte abgeben müssen!
  3. #3

    Das ist seit 20 Jahren schon Strategie

    Natürlich wollen SPD und CDU "Die Linke" unter 5% drücken und das mit allen gegebenen und möglichen Kampagnen.
    Hat Gysi das erst heute begriffen, für die Westparteien und die kapitalistisch-globalisierte Ordnung ist "Die Linke" immer noch eine latente und reelle Bedrohung ihrer Herrschaft und sollte ähnlich wie die Piraten als kurzfr. Mode möglichst von der Bildfläche als Alternative für die Zukurzgekommenen und Ausgebeuteten verschwinden.
    Aber Gysi steht zum Glück einer sehr treuen Wählerschaft vor, die im September bestimmt wieder mehr als 8% im BTAG bei der Wahl erreichen kann - egal was für Schweinereien im Wahlkampf noch präsentiert werden.
  4. #4

    Ist ja gerade in Mode, gleich von einer "Kampagne" zu sprechen, wenn es gegen einen selbst geht. Ansonsten wird immer fleißig ausgeteilt.

    Wobei es natürlich stimmt. Wenn einer etwas abbekommt, sind gleich die übrigen zur Stelle, um mit reinzutreten. Somit hofft man, von eigenen Verfehlungen abzulenken.

    Tolle Wurst.
  5. #5

    Gysi als Opfer ?

    Vor ein paar Tagen noch sprach er wehleidig von einer Kampagne gegen Ostdeutsche. Nun ist es eine Kampagne gegen Linke. Wenn er eine Frau wäre, würde er auch von einer Kampagne gegen Frauen sprechen - Irgendein Opfertypus wird sich schon finden lassen.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gregor Gysi bleibt dabei: Abgesehen von dienstlichen Kontakten habe er nie inoffiziell mit der Stasi zusammengearbeitet. Die Vorwürfe gegen ihn seien der Versuch, seine Partei unter die Fünf-Prozent-Hürde zu drücken. An diesem Samstag stellt sich der Linken-Fraktionschef dem Votum der Basis.

    Gregor Gysi: Stasi-Vorwürfe sind Kampagne gegen Linke - SPIEGEL ONLINE
    Nach 22 Jahren in der (west)deutschen Politik sollte er doch langsam verstanden haben, wie diese - besonders in Wahljahren - funktioniert.
    Steinbrücks Honorare hätten ausserhalb von Wahljahren wenig interessiert. Ebenso wenig, wie die immer wieder aufgewärmten Stasi-Geschichten Gysis.
  7. #7

    Damit dürfte er sogar Recht haben

    Gerade von Seiten der SPD werden diese Rufe ja immer dann laut, wenn sich wichtige Wahlen nähern. Es war zu erwarten, dass irgend welche Anschuldigungen auch dieses Jahr wieder hochkommen. Who cares? Interessant ist nur, dass sich die - nach wie vor eindeutig "westlich" geprägte deutsche Presselandschaft immer so schnell hinter solche Aussagen postiert und sie als gegeben und bewiesen hinnimmt. Um dann am Ende kleinlaut einen Rückzieher zu machen, mit der Bemerkung, dass da trotzdem etwas 'dran sein müsse.
    Das ein Verein wie die CSU darauf anspringt, wundert dabei auch nicht. Man schaue sich diese Truppe einmal genauer an und man sieht, welchen Geistes die Wurzeln einst waren.

    JT
  8. #8

    alter Schuh

    Also nicht nur alt sondern primitiv... Andere herabwürdigen um die eigene Position zu stärken,ja,und der Bürger fällt immer wieder auf dieses langweilige Spiel rein.Warum nicht einmal nach der Wahl solch ein Thema ansprechen und endlich abhaken,tja,aber da liegt das Interesse fern.
  9. #9

    Gysi

    hat Recht. Es wird in der Tat daran gearbeitet, die "Linke" unter 5 Prozent zu drücken. Ganz offen. Und zwar mit Aufklärung, mit Aufklärung über das, was die Funktionäre dieser Partei sind und waren, und Aufklärung darüber, dass diese Truppe eben kein harmloser Haufen von Raus-aus-Afghanistan- und Mehr Kohle für alle-Folkloristen ist. Das "Drücken" übernimmt dann der Wähler, der darf das bei uns. Man stelle sich vor: der Wähler *darf* ganz einfach zur Wahl gehen und ganz einfach *nicht* die Linke wählen. Bei uns geht das! Es gibt kein (wirklich nicht, glaubt's mir!) Gesetz und keinen Verfassungsartikel, der festschreibt, dass die "Linke" ein Recht darauf hat, gewählt zu werden und Abgeordnete zu stellen. Man darf sogar (ungeheuerlich, aber wahr!) öffentlich sagen, dass diese Partei aus der SED hervorgegangen ist, trotz allen Umbenennungen! Darf man! Hinz und Kunz darf das hier. Wenn man das gewusst hätte, als man die führende Rolle der Partei aufgab... Diese Erkenntnis fällt manchen eben auch nach über zwanzig Jahren nicht leicht. Es wird Zeit, dass dieser Spuk aus unseren Parlamenten verschwindet, oder sich endgültig hinter die Elbe zurückzieht.