US-Studie: Drohnenpiloten sind gestresst wie Kampfflieger

Getty ImagesKampfflieger haben nach ihren Einsätzen oft mentale Probleme, doch nun zeigt eine Studie der US-Streitkräfte: Den Piloten von Drohnen geht es ganz ähnlich - obwohl sie in der Heimat in sicheren Büroräumen arbeiten. Sie leiden an Depressionen und posttraumatischem Stress.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-885144.html
  1. #60

    Sprüchle

    Zitat von georgius1 Beitrag anzeigen
    ...doch sehr stark an meine Zeit in Heidelberg waehrend des US-Krieges in Vietnam.
    Damals wurde auf Demonstrationen gegen das US-Verbrechen in Vietnam skandiert:
    "L.B.J. how many kids did you kill today. !!!!!!
    Aehnlich sollte die Familie - die Kinder - der Drohnen-Killer ihre Vaeter fragen.
    Der Artikel beinhaltet, dass die Leute damit bereits ein Problem haben, oder?
    Der folgerichtige Adressat wäre zudem eher Barack Obama, nicht wahr? Es ist auch kein Stellvertreterkrieg im kalten Krieg, sondern Antiterror. Der Soldat schießt auf Befehl auf Topterroristen. Darauf verläßt er sich.
  2. #61

    ...sind gestresster ALS Kampfflieger

    bitte achten Sie wenigstens in der Überschrift auf korrektes Deutsch. Wenn ein Vergleich einen Unterschied betont, immer ALS verwenden. Oder wolllten Sie sagen, die Drohnenpiloten sind ebenso gestresst WIE Kampfpiloten?
  3. #62

    Woher wissen Sie so genau,

    Zitat von taglöhner Beitrag anzeigen
    Sie haben recht, Gewaltanwendung wird weder bei uns noch in USA plebiszitär gehandhabt. Das hat gute Gründe. Insofern nehme ich mein Ideal des Souverän zurück.
    Ansonsten benutzen Sie auffällig oft die Vokabel "böse" und demonstrieren gleichzeitig deren Unbrauchbarkeit, da sie nichts erklärt. Sie tappen sicherheitspolitisch völlig im Dunkeln, wenn Sie sich nicht darüber informieren, gegen wen sich diese Einsätze richten und warum. Ich empfände das als extrem frustrierend.
    gegen wen sich diese Einsätze richten und warum?

    Könnte es möglich sein, dass Sie eines der massenhaften Opfer der staatstragenden Verschwörungstheoretiker und deren gelenkten Medienkampagnen sind?
  4. #63

    Eine innovativer Straftatbestand

    Zitat von lukaslauboeck Beitrag anzeigen
    Wieviele Menschen sind durch strukturelle Gewalt und 'entfremdetes' Töten gestorben. Wir überwinden unsere Tötungshemmungen durch künstliche Mittel die eine teuflische Distanz zu unserem Handeln herstellen. Mal im Ernst, es gibt sicher den einen oder anderen Drohnenpiloten, der nicht einmal einer Spinne etwas zuleide tun kann. (...)
    Entfremdetes Töten. Das gehört als eigener Tatbestand ins Strafgesetzbuch. Mein Vorschlag: Drei Jahre oder Geldstrafe.
  5. #64

    @taglöhner

    Möglich, dass Drohnen im VERGLEICH langsamer und schwächer bewaffnet als menschlich geflogene Fluggeräte sind, aber absolut? ....Fast Schallgeschwindigkeit und Hellfire-Raketen bei den größten Drohnen sind schon recht gewaltig...
  6. #65

    Ekelhaft

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Ich finde Ihren Kommentar ekelhaft. Die Tatsache, dass diese Menschen durch ihre Aufgabe belastet sind, zeigt doch gerade, dass es eben keine "kaltblütigen Killer" sind.
    Es gibt viele Berufe bei denen Menschen schwierige und belastende Dinge tun müssen. Wünschen Sie denen auch den Tod? Etwa dem SEK-Polizisten, der bei einer Geiselbefreiung einen Geiselnehmer erschießen muss, dem Lokführer der einen Selbstmörder überfährt oder dem Arzt, dem ein Patient auf dem OP-Tisch stirbt?
    Man kann mit der Meinung sein, dass die Stratgie Drohnen gegen Terroristen einzusetzen falsch ist, aber deshalb muss man sich nicht über den Tod von Menschen freuen oder sich diesen gar wünschen.
    finde ich die gängige US Drohnen-Strategie, mißliebige Menschen ohne Gerichtsverhandlung zu ermorden, die irgendjemand ohne jeden Beweis als Terroristen bezeichnet. Wann sind diejenigen dran, die unablässig Kritik an diesem mörderischen System üben?
    Wie halten Sie es denn mit dem Tod jener 'Terroristen'? Über deren Tod freuen Sie sich doch sicherlich und erwünscht ist er auch, oder?
  7. #66

    Zitat von hirsnemehism Beitrag anzeigen
    Möglich, dass Drohnen im VERGLEICH langsamer und schwächer bewaffnet als menschlich geflogene Fluggeräte sind, aber absolut? ....Fast Schallgeschwindigkeit und Hellfire-Raketen bei den größten Drohnen sind schon recht gewaltig...
    Klar, ich wollte Sie nur daran erinnern, dass es zur Kontrolle ganzer Landstriche seit langer langer Zeit weitaus mächtigere Waffen mit einem günstigeren Preis-Leistungsverhältnis gibt.
  8. #67

    So ist es

    Verbrechen hinterlassen ihre Spuren !
  9. #68

    Zitat von arminius vom moor Beitrag anzeigen
    finde ich die gängige US Drohnen-Strategie, mißliebige Menschen ohne Gerichtsverhandlung zu ermorden, die irgendjemand ohne jeden Beweis als Terroristen bezeichnet. Wann sind diejenigen dran, die unablässig Kritik an diesem mörderischen System üben?
    Wie halten Sie es denn mit dem Tod jener 'Terroristen'? Über deren Tod freuen Sie sich doch sicherlich und erwünscht ist er auch, oder?
    Es handelt sich um einen von beiden Seiten erklärten Krieg. Vor Kriegseinsätzen gibt es keine Gerichtsverhandlungen. Allerdings ist die eine Kriegspartei mit dem gegebenen Völkerrecht nicht zu erfassen. Ein Novum. Die Dimension der Bedrohung schafft aber Zwänge.Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit der Zivilbevölkerung in vielen Ländern. Ich erinnere daran, dass Pakistan Atomwaffen besitzt. Bevor diese in die falschen Hände geraten müssten die USA sie unter ihre Kontrolle bringen oder neutralisieren. Das geht dann nicht mehr mit Drohnen.
    Das Vorgehen ist natürlich für jeden, der sich für Rechtsstaatlichkeit einsetzt eine Provokation, auch innerhalb der US. Um so mehr für Gegner der Todesstrafe wie mich. Die Alternative zur Bekämpfung der Terror-Milizen mit militärischen Mitteln ist in Regionen ohne jede staatliche Kontrolle aber nicht der Staatsanwalt, sondern Zuschauen.
    Welches Interesse sollten die USA an der Verfolgung von Nicht-Terorristen haben. Den Einsatzbefehl gibt der Präsident persönlich, er segnet auch die Liste mit Zielen ab. Auf die kommt man nicht durch Verbrennen einer amerikanischen Fahne oder den Besuch einer Koranschule. Für Schrotschüsse ist der Aufwand einfach zu hoch, das geht billiger.
    Die Diskussion kann sich meiner Meinung nach nicht darum drehen, ob Drohneneinsatz legitim ist, sondern ob es dabei zu viele zivile Opfer gibt. Darüber objektive Daten zu erhalten ist wohl derzeit die größte Herausforderung für die Weltöffentlichkeit.
  10. #69

    Zitat von quark@mailinator.com Beitrag anzeigen
    Erst wenn man sein eigenes Fell riskiert bemüht man sich hinreichend um die Frage, ob ein bestimmter Angriff auch wirklich sein muß und moralisch gerechtfertigt ist.
    So ein Blödsinn. Was ist für Sie denn "eigenes Fell riskieren"?

    Darf ich als Pilot vor Ort sein? Da ist die Gefahr ebenfalls gering, dass die Taliban es schaffen, einen Jet oder einen hoch fliegenden Bomber abzuschießen.

    Darf ich als Soldat vor Ort sein? Da stehen mir als Soldaten die gesamte Infrastruktur der Armee zur Verfügung?

    Darf ich mein Sturmgewehr benutzen? Da habe ich ja eine hochmoderne Waffe, womöglich mit Zielfernrohr und IR-Zieleinrichtung.

    Darf ich eine schussichere Weste benutzen?

    Das Spiel können wir fortführen, bis wir bei fellbekleideten Keulenschwingern sind.

    Der Punkt ist: das ist ein Krieg. Da geht es nicht darum, heldenhaft und unter der Einhaltung aller Fairnessregeln (welche eigentlich? Sportlichkeit? Gentleman? Knigge?) einen Gegner zum ehrenhaften Duell herauszufordern.

    Da geht es darum, Gegner auszuschalten.