Einwanderungsrepublik Deutschland - retten die neuen Gastarbeiter die Konjunktur?

Die demographische Entwicklung der Deutschen wird den meisten Experten zufolge die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands massiv negativ beeinflussen. Um unser jetziges Wohlstandsniveau aufrecht erhalten zu können, bedarf es daher deutlich vermehrter Einwanderung. Neben allen Bemühungen der Einwanderer muss auch das einbürgernde Land auf seine neuen Bürger vorbereitet sein. Was, denken Sie, sollte getan werden, um eine bestmögliche Eingliederung unserer neuen Einwanderer sicherzustellen?
  1. #10

    Problem der älteren Generation

    Endlich mal wieder eine Titelgeschichte die einen interessieren kann.

    Ich finde es schön das durch Zuwanderung von Akademikern aus anderen Nationen unser Wohlstand und unsere Gesundheit gesichert wird.
    Der Bericht zeigt deutlich, dass sich die Gesetzte in die richtige Richtung bewegen, aber noch lange nicht perfekt sind.
    Man könnte die Informationsbeschaffung durch Facebook erleichtern. Viele junge Zuwanderer nutzen dies eh schon. Es gibt unzählige Gruppen, in dem sich Deutsche und Zuwanderungswillige gegenseitig unterstützen. Sei es bei der Wohnungssuche oder bei Fragen zu deutschen Gesetzen. Dort könnten sich die Gemeinden auch stärker beteiligen!

    Zu meiner Überschrift:

    Die meisten Menschen meiner Generation (ich bin Jahrgang 1986) haben eh ein ganz anderes Bild, bzw. eine andere Einstellung gegenüber Europa. Ich hab Freunde in fast allen Mitgliedsstaaten der EU, so wie alle meine Freunde. Für uns gibt es nicht mehr den Griechen oder den Spanier, sondern Person X und Person Y. Wir sind auch nicht auf den deutschen Arbeitsmarkt beschränkt, wir können arbeiten, wo arbeit vorhanden ist. Man muss nur die Lust und den Mut haben dies zu tun, man kann natürlich auch in seiner Heimat bleiben wenn man es möchte. Es gibt halt einfach nur die Möglichkeit.
    Wir sind Deutsche, werden es auch immer bleiben, aber wir sind auch Europäer!
    Das ist bei vielen älteren Menschen aus meinen Erfahrungen nicht so ausgeprägt.
  2. #11

    das macht Hoffnung

    Zitat von Jungspund86 Beitrag anzeigen
    Endlich mal wieder eine Titelgeschichte die einen interessieren kann.

    Ich finde es schön das durch Zuwanderung von Akademikern aus anderen Nationen unser Wohlstand und unsere Gesundheit gesichert wird.
    Der Bericht zeigt deutlich, dass sich die Gesetzte in die richtige Richtung bewegen, aber noch lange nicht perfekt sind.
    Man könnte die Informationsbeschaffung durch Facebook erleichtern. Viele junge Zuwanderer nutzen dies eh schon. Es gibt unzählige Gruppen, in dem sich Deutsche und Zuwanderungswillige gegenseitig unterstützen. Sei es bei der Wohnungssuche oder bei Fragen zu deutschen Gesetzen. Dort könnten sich die Gemeinden auch stärker beteiligen!

    Zu meiner Überschrift:

    Die meisten Menschen meiner Generation (ich bin Jahrgang 1986) haben eh ein ganz anderes Bild, bzw. eine andere Einstellung gegenüber Europa. Ich hab Freunde in fast allen Mitgliedsstaaten der EU, so wie alle meine Freunde. Für uns gibt es nicht mehr den Griechen oder den Spanier, sondern Person X und Person Y. Wir sind auch nicht auf den deutschen Arbeitsmarkt beschränkt, wir können arbeiten, wo arbeit vorhanden ist. Man muss nur die Lust und den Mut haben dies zu tun, man kann natürlich auch in seiner Heimat bleiben wenn man es möchte. Es gibt halt einfach nur die Möglichkeit.
    Wir sind Deutsche, werden es auch immer bleiben, aber wir sind auch Europäer!
    Das ist bei vielen älteren Menschen aus meinen Erfahrungen nicht so ausgeprägt.
    Einer der schönsten Beiträge, die ich in letzter Zeit gelesen habe!!
    Als älterer Mensch danke ich Ihnen und grüsse Sie herzlich. Ray
  3. #12

    Demographielüge

    [QUOTE=beggars banquet;12094977]Was für eine gigantische Irreführung der in Deutschland lebenden Bürger und besonders der inländisch tätigen Arbeitnehmer, die ja die Wertschöpfungsketten erst mit ihrer Tatkraft und Leistung zu Gewinn bringenden Produktionsstätten verwandeln.


    Deutschland hat eine der höchsten Produktivitätsraten der Welt in seinen Unternehmen. Die fleißigen deutschen Arbeitnehmer können ein Lied davon singen, Burn-Out, enormer Leistungsstress usw. haben zugenommen.

    Das scheint aber noch nicht zu reichen, die Gewinngier der Konzerne ist schier grenzenlos. Ihre Komplizen in der Politik verlangen immer mehr Zuwanderung, um die Gewinne durch Lohndumping noch mehr zu erhöhen.

    Das angebliche Demographieproblem ist eine Demographielüge.
    Selbst eine stark alternde Gesellschaft kann mit Hilfe der enormen Produktivität unserer Wirtschaft mit Leichtigkeit unterhalten werden!
    Es fehlen uns kein Arbeitskräfte, sondern Arbeitsplätze. Das sagt allein die Arbeitslosenstatistik, wäre sie nicht dreist gefälscht.
  4. #13

    Zitat von Jungspund86 Beitrag anzeigen

    Ich finde es schön das durch Zuwanderung von Akademikern aus anderen Nationen unser Wohlstand und unsere Gesundheit gesichert wird.
    Ich fände es schöner, wenn deutsche Hochschulabsolventen endlich wieder unbefristete Arbeitsplätze finden würden, statt in unbezahlten Praktikas oder Zeitarbeit zu versacken.

    Ich fände es angemessener, wenn man als deutscher Akademiker auch noch mit über 45 oder 50 Jahren eine neue Stelle finden würde, statt Hartz-IV in Aussicht zu haben, bei Verlust des Jobs. In Deutschland warten allein tausende von älteren Ingenieuren auf eine neue Stelle, hier herrscht aber Jugendwahn.

    Eine ganze Generation älterer Arbeitnehmer wird zur Zeit "verschrottet", als ob Ältere nicht genauso den Wohlstand sichern können wie junge Zuwanderer!
  5. #14

    Der Titel sagt viel ueber die Fehler in der deutschen Mentalitaet zu Einwanderung.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die demographische Entwicklung der Deutschen wird den meisten Experten zufolge die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands massiv negativ beeinflussen. Um unser jetziges Wohlstandsniveau aufrecht erhalten zu können, bedarf es daher deutlich vermehrter Einwanderung. Neben allen Bemühungen der Einwanderer muss auch das einbürgernde Land auf seine neuen Bürger vorbereitet sein. Was, denken Sie, sollte getan werden, um eine bestmögliche Eingliederung unserer neuen Einwanderer sicherzustellen?
    Der Titel bezeichnet diese Gruppe einerseits die "neue Elite", andererseits jedoch als "Gastarbeiter". Wenn diese Leute wirklich eine Elite darstellen und was viele von ihnen wahrscheinlich auch sind wieso werden sie dann von der Gesellschaft als "Gaeste" behandelt? Wenn diese Leute Elite sind dann sollten sie in die Gesellschaft eingegliedert werden und als volle Mitglieder der Gesellschaft behandelt werden und nicht nur als Gaeste. Es gibt genug andere Laender die denen willens sind mehr zu geben als nur die Moeglichkeit ein Gast zu sein. Menschen wollen Zukunftsaussichten. Ein Gast hat keine Zukunftsaussichten.
  6. #15

    Einwanderung findet in D zur Zeit vor allem in die Sozialsysteme statt. Wie das den Wohlstand mehrt, ist wohl ein Geheimnis des Autors.

    Einwanderung schafft nur dann Wohlstand, wenn sie in sozialversicherungspflichtige Arbeit erfolgt und nicht zu Lohndumping und Verdrängung weniger leistungsfähiger Arbeitnehmer führt. Für eine solche Einwanderung sehe ich zur Zeit keine Basis. Würden in diesem Lande wirklich Arbeitskräfte knapp sein, würden die Löhne kräftig steigen. Tun sie aber nicht, vielmehr arbeiten immer mehr Leute zu immer schlechteren Bedingungen. Wenn sich daran etwas ändern soll, das haben die Gewerkschaften in einem Anfall von Durchblick mal festgestellt, muss das Angebot an Arbeitskräften verknappt werden. Zuwanderung bewirkt das Gegenteil, daher sind die Arbeitgeber und ihr Parteien auch dafür
  7. #16

    Mit zweierlei Maß messen

    Schon beim der EU-Osterweiterung habe ich es als SCHANDE empfunden, dass Deutschland sich die längsten Übergangsfristen bei der Öffnung des Arbeitsmarkte ausbedungen hat.

    Aber KAUM war die Krise in Südeuropa ausgebrochen, da rannten unsere Politiker vor der Fernsehkameras und riefen nach möglichst vielen Südeuropäern.

    Und da stieg meine Wut ins Unermeßliche:

    Da kann man mal sehen, WELCHE Ausländer WIE angesehen sind!

    Damit man mich nicht falsch versteht:

    Die SÜDEUROPÄER sind mir WILLKOMMEN.

    Aber ich hätte 2004 auch die Osteuropäer schon gerne hiergehabt.

    Es ist das Messen mit zweierlei Maß, was mich ANKOTZT.

    Und wenn ein anderer Teilnehmer hier schreibt:

    Wäre es stattdessen nicht schlauer, der eigenen Jungend Beine zu machen sich anzustrengen als auch Einwanderer zu hoffen, die hierzulande das Lohnniveau drücken (sollen)?
    dann ist meine Antwort:

    Es wäre schlauer, der eigenen Jugend Beine zu machen, INS AUSLAND ZU GEHEN.

    Wenn überall aus allen Richtungen die Menschen auf die Arbeitsmärkte strömen, dann wird das für alle gut sein. Und die Sortierung wird der Arbeitsmarkt vornehmen.
  8. #17

    Zitat von Ekkehard Grube Beitrag anzeigen
    Es wäre schlauer, der eigenen Jugend Beine zu machen, INS AUSLAND ZU GEHEN.

    Wenn überall aus allen Richtungen die Menschen auf die Arbeitsmärkte strömen, dann wird das für alle gut sein. Und die Sortierung wird der Arbeitsmarkt vornehmen.
    Nein, nicht für alle, das wäre nur besser für das Kapital, das davon träumt, Millionen europäischer Wanderarbeiter anlocken zu können, die sich gegenseitig mit Lohndumping unterbieten. Und nein, es ist keine schlaue Idee, unsere Kinder und Enkelkinder in diesen durch ganz Europa vagabundierenden Wanderarbeiterkolonnen zu sehen. Die gehören nach Hause und sollen hier ihren Lebensunterhalt verdienen können, so wie die jungen Menschen aus Südeuropa auch.

    Was Ihnen vorschwebt ist eine neoliberale Horrorvision und ich hoffe, nicht nur in D werden die Menschen dagegen aufstehen.
  9. #18

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Nein, nicht für alle, das wäre nur besser für das Kapital, das davon träumt, Millionen europäischer Wanderarbeiter anlocken zu können, die sich gegenseitig mit Lohndumping unterbieten. Und nein, es ist keine schlaue Idee, unsere Kinder und Enkelkinder in diesen durch ganz Europa vagabundierenden Wanderarbeiterkolonnen zu sehen. Die gehören nach Hause und sollen hier ihren Lebensunterhalt verdienen können, so wie die jungen Menschen aus Südeuropa auch.

    Was Ihnen vorschwebt ist eine neoliberale Horrorvision und ich hoffe, nicht nur in D werden die Menschen dagegen aufstehen.
    Ihre Gedanken sind zwar verständlich und auch für mich wäre die Perfektionierung der Verfügbarkeit des Faktors Humankapital am gerade nötigen Ort ein Graus - nur, davon sind wir weit entfernt.

    Warum immer diese Miesepetrigkeit auch bei erstmal ganz erfreulichen Entwicklungen? Ein Teil dieser Leute wird bleiben, vielleicht hier heiraten und eine Familie gründen, ein anderer Teil kehrt zurück in seine Heimatländer - und? Ist doch top. Es geht bei Arbeitsmigration ja nicht immer um Ausbeutung à la Amazon...

    Alles in allem kann so etwas unser Land nur bereichern, zumal ja kaum schwerwiegende Integrationsprobleme anstehen.
  10. #19

    Wurzellose Wanderarbeiter

    Zitat von Ekkehard Grube Beitrag anzeigen

    dann ist meine Antwort:

    Es wäre schlauer, der eigenen Jugend Beine zu machen, INS AUSLAND ZU GEHEN.

    Wenn überall aus allen Richtungen die Menschen auf die Arbeitsmärkte strömen, dann wird das für alle gut sein. Und die Sortierung wird der Arbeitsmarkt vornehmen.
    Für die multinationalen Großkonzerne und ihre Profiterwartungen mag der wurzellose und vermutlich dann bald auch rechtlose Wanderarbeiter ohne nationale Identität interessant sein, da leicht zu manipulieren und zu drangsalieren, für die menschlichen Bindungen und den Fortbestand der Familien ist dieses Hin-und Hergeschiebe von Arbeitskräften, von einem Land ins andere, von einem Kontinent in den nächsten, sehr ungünstig.

    Wer setzt denn noch Kinder in eine Welt, in der völlige räumliche Mobilität verlangt wird und Familien dadurch auseinander gerissen werden?! Wie tief sollen denn die Geburtenraten in Deutschland noch sinken!? Ich bekomme doch keine Kinder und ziehe sich mit viel Geld und viel Mühe auf, wenn sie als Erwachsene gezwungen sind, ihr Glück in Australien oder anderswo zu suchen!