Einwanderungsrepublik Deutschland - retten die neuen Gastarbeiter die Konjunktur?

Die demographische Entwicklung der Deutschen wird den meisten Experten zufolge die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands massiv negativ beeinflussen. Um unser jetziges Wohlstandsniveau aufrecht erhalten zu können, bedarf es daher deutlich vermehrter Einwanderung. Neben allen Bemühungen der Einwanderer muss auch das einbürgernde Land auf seine neuen Bürger vorbereitet sein. Was, denken Sie, sollte getan werden, um eine bestmögliche Eingliederung unserer neuen Einwanderer sicherzustellen?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die demographische Entwicklung der Deutschen wird den meisten Experten zufolge die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands massiv negativ beeinflussen. Um unser jetziges Wohlstandsniveau aufrecht erhalten zu können, bedarf es daher deutlich vermehrter Einwanderung. Neben allen Bemühungen der Einwanderer muss auch das einbürgernde Land auf seine neuen Bürger vorbereitet sein. Was, denken Sie, sollte getan werden, um eine bestmögliche Eingliederung unserer neuen Einwanderer sicherzustellen?
    Ist das nicht einfach nur Populismus?

    Im Vorfeld des Wirtschaftswunders fehlten auch schon Arbeitskräfte. Die Antwort war, Moderisierung und Rationalisierung der Wirtschaft.

    Zu Zeiten der Forderung nach der 35-Stunden-Woche war die Antwort nahezu die gleich.

    Woher sollen denn die Einwanderer kommen, die wir angeblich brauch, ohne in ihren Herkunftsländern entsprechende Lücken zu hinterlassen?

    Wäre es stattdessen nicht schlauer, der eigenen Jungend Beine zu machen sich anzustrengen als auch Einwanderer zu hoffen, die hierzulande das Lohnniveau drücken (sollen)?

    Wäre es nicht schlauer, die guten Schüler stärker zu fördern statt die letzte Pfeife zehn Jahre lang durchzuschleifen, bloß weil die denkt, Hartz4 bekomme ich so oder so, sitzenbleiben juckt mich nicht?
  2. #2

    Zitat von kleiner-moritz Beitrag anzeigen
    Ist das nicht einfach nur Populismus?

    Im Vorfeld des Wirtschaftswunders fehlten auch schon Arbeitskräfte. Die Antwort war, Moderisierung und Rationalisierung der Wirtschaft.

    Zu Zeiten der Forderung nach der 35-Stunden-Woche war die Antwort nahezu die gleich.

    Woher sollen denn die Einwanderer kommen, die wir angeblich brauch, ohne in ihren Herkunftsländern entsprechende Lücken zu hinterlassen?

    Wäre es stattdessen nicht schlauer, der eigenen Jungend Beine zu machen sich anzustrengen als auch Einwanderer zu hoffen, die hierzulande das Lohnniveau drücken (sollen)?

    Wäre es nicht schlauer, die guten Schüler stärker zu fördern statt die letzte Pfeife zehn Jahre lang durchzuschleifen, bloß weil die denkt, Hartz4 bekomme ich so oder so, sitzenbleiben juckt mich nicht?
    Wahre Worte.

    Wir müssen aber sehen, dass sicher der Arbeitsmarkt in verschiedene Felder aufsplittert. Da gibt es den Bereicht für Hochqualifizierte, Gelernte und z.B. auch Helfer.

    Schaut man sich die Leihbuden an, dann dominieren da Kräfte nicht deutscher Herkunft. Weil diese Menschen einfach arbeitswillig sind. Die beschweren sich nicht über die Höhe des Lohns, sondern sind bereit mit anzupacken.

    So einfach ist das.

    Man muss halt schauen ob es sich für jemanden rentiert in ein fremdes Land zu ziehen. Lohnt der Verdienst oder bleibt ich lieber doch daheim. Es ist alles eine Frage des Geldes oder was einem die Arbeit überhaupt wert ist. Das ist es doch.

    Millionen Ausländer leben in Deutschland und arbeite so oder so. Die führen ein Restaurant oder einen Kiosk oder arbeiten bei den großen Autobauern als Stammkräfte.

    Es geht nicht darum die Konjunktur zu retten sondern sich weiter zu entwickeln. Dazu bedarf es aber neuer Denkansätze. Mehr Arbeitskräfte ins Land holen zu wollen, nur damit der Kuchen immer weiter aufgeteilt werden kann ist absolut unsinnig und führt auch in die Sackgasse.

    Die Leute müssen auch sehen, dass Hoffung auf eine Zukunft besteht. Ansonsten würde ich in das Land auswandern welches mir eine sehr viel bessere Perspektive bieten kann. So einfach ist das.
  3. #3

    Zitat von kleiner-moritz Beitrag anzeigen
    Woher sollen denn die Einwanderer kommen, die wir angeblich brauch, ohne in ihren Herkunftsländern entsprechende Lücken zu hinterlassen?
    Aus Ländern, in denen junge Menschen derzeit keine Chance haben, egal wie qualifiziert sie sind? So sparen diese Länder gleichzeitig die Sozialabgaben, und die Emigranten verlieren nicht ihre Qualifikationen.

    Zitat von kleiner-moritz Beitrag anzeigen
    Wäre es stattdessen nicht schlauer, der eigenen Jungend Beine zu machen sich anzustrengen als auch Einwanderer zu hoffen, die hierzulande das Lohnniveau drücken (sollen)?

    Wäre es nicht schlauer, die guten Schüler stärker zu fördern statt die letzte Pfeife zehn Jahre lang durchzuschleifen, bloß weil die denkt, Hartz4 bekomme ich so oder so, sitzenbleiben juckt mich nicht?
    Das Lohnniveau wurde von Duckmäusertum und "sozial ist was Arbeit schafft" gedrückt, und es gibt noch genug Leute, die lieber "wettbewerbsfähig" und arm wären. Jungen Deutschen braucht nun wirklich niemand "Beine zu machen", wie ein Blick auf die niedrige Jugendarbeitslosigkeit zeigt (und Länder mit höheren Werten "tricksen" genauso).
  4. #4

    China als Vorbild

    Zitat von xehris Beitrag anzeigen
    Die Konjunktur wird durch einen stabilen Binnenkonsum/Binnenmarkt gerettet. Gastarbeiter, die die Arbeitslosigkeit eher anheizen und die Löhne drücken, sind keineswegs hilfreich für einen Aufschwung des Binnenmarktes.

    Dass die Konjunktur allein durch massive Lohnerhöhungen der einheimischen Arbeitnehmer anzieht, also durch Erhöhung der Kaufkraft, zeigt China, das kaum Zuwanderung aufweist.
    Der Vergleich mit China ist absolut angebracht. Erhöhung der Kaufkraft durch massive Lohnerhöhung der einheimischen Bevölkerung.

    Nun müssen nur die noch nicht eingebürgerten Einwanderer alle rausgeschmissen werden und - vor allem die Einkindfamilie für alle Deutschen konsequent durchgesetzt werden - dann leben 2020 knapp 50 Mio Deutsche in Saus und Braus und in bestmöglichem sozialem Frieden.

    Das führt mich zur Idee, auch das poltiische System etwas umzubauen. Die Autorität der deutschen Regierung ist mit der der chinesischen KPCh wirklich nicht zu vergleichen. Auch da muss was geschehen;-)

    Dass all die klugen Wirtschaftsprofessoren das noch nicht mitbekommen haben, wirft ein düsteres Licht auf unser Bildungssystem und ruft nach einem neuen Buch vom Typ "Deutschland darf sich nicht weiter abschaffen"
  5. #5

    Zitat von xehris Beitrag anzeigen
    Arbeitsplätze sind nicht beliebig vermehrbar.
    Doch. Sonst wäre das Bevölkerungswachstum in Europa seit 1900 eine ziemliche Katastrophe gewesen.

    Zitat von xehris Beitrag anzeigen
    Dies zeigt eine Arbeitslosenzahl von mehr als 10 Millionen, Millionen von Minijobbern (Minijobs dienen dazu, das Jobangebot künstlich zu erhöhen) und Arbeitnehmern in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Dies ist die Situation nach vielen Jahrzehnten zügelloser Zuwanderung von Arbeitskräften.
    Dies ist auch die Situation nachdem es viele Jahre lang im Winter kälter als im Sommer war, und Telefone immer besser geworden sind. Die beiden haben herzlich wenig miteinander zu tun. Einwanderung nutzt am ehesten denen, die am verschiedensten von den Einwanderern sind, und am wenigsten denen, die wie die Einwanderer sind.

    Zitat von xehris Beitrag anzeigen
    Wir sind heute durch Zuwanderung ca 20 Millionen Einwohner mehr, aber wir sind nicht wohlhabender geworden, im Gegenteil steigt die Armut rasant und die durchschnittliche Kaufkraft sinkt seit Jahren. Der Kuchen des Arbeitsmarktes, der durch Industrialisierung und Rationalierung immer kleiner wird, muss durch immer mehr Arbeitnehmer geteilt werden.
    Der Arbeitsmarkt wird größer, nicht kleiner. Die relative Bedeutung von Berufsgruppen verändert sich allerdings, und manche verschwinden und werden von anderen ersetzt. Die Kaufkraft sinkt aus komplett innenpolitischen Gründen, und der Kurs ist in mehreren Wahlen bestätigt worden.

    Zitat von xehris Beitrag anzeigen
    Die Konjunktur wird durch einen stabilen Binnenkonsum/Binnenmarkt gerettet. Gastarbeiter, die die Arbeitslosigkeit eher anheizen und die Löhne drücken, sind keineswegs hilfreich für einen Aufschwung des Binnenmarktes.
    Mehr Konsumenten = mehr Binnenmarkt. Das Lohndumping und der öffentliche Sparkurs werden von Deutschland gegen internationale Kritik verteidigt, nicht umgekehrt.
  6. #6

    Arbeitsmarkt verändert sich

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen

    Der Arbeitsmarkt wird größer, nicht kleiner. Die relative Bedeutung von Berufsgruppen verändert sich allerdings, und manche verschwinden und werden von anderen ersetzt. Die Kaufkraft sinkt aus komplett innenpolitischen Gründen, und der Kurs ist in mehreren Wahlen bestätigt worden.

    Mehr Konsumenten = mehr Binnenmarkt. Das Lohndumping und der öffentliche Sparkurs werden von Deutschland gegen internationale Kritik verteidigt, nicht umgekehrt.
    Was sind die Auswirkungen von Technisierung und Computerisierung? Doch wohl nicht, dass die Arbeit immer mehr wird! Diese rasanten Veränderungen der Arbeitswelt dienen dazu, die Zahl der Arbeitsstunden pro Betrieb zu verringern und dadurch Personal einzusparen. Leider haben dies bis heute unsere Politiker nicht registriert und rufen naiv nach immer mehr Zuwanderung.

    Dass durch Zuwanderung der Konsum steigt, ist ebenfalls nicht richtig. Ansonsten würde z. B. der Einzelhandel, angesichts der steigenden Zuwanderungszahlen, geradezu "explodieren". Dass es dem Einzelhandel gut geht, ist allenfalls eine Fiktion. Der Konsum wird eben auf immer mehr Köpfe verteilt und diese können sich immer weniger leisten: Der Boom der 1-Euro-Shops und ähnlicher Ramschläden zeugt davon.

    Das einzige, was durch Zuwanderung steigt, sind die Profite der Konzerne, da sie mittels Zuwanderung die Löhne massiv drücken können.
  7. #7

    Einwanderungspolitik Deutschland - retten die neuen Gastarbeiter die Konjunktur?

    Zitat von xehris Beitrag anzeigen
    Was sind die Auswirkungen von Technisierung und Computerisierung? Doch wohl nicht, dass die Arbeit immer mehr wird! Diese rasanten Veränderungen der Arbeitswelt dienen dazu, die Zahl der Arbeitsstunden pro Betrieb zu verringern und dadurch Personal einzusparen. Leider haben dies bis heute unsere Politiker nicht registriert und rufen naiv nach immer mehr Zuwanderung.
    ...
    Das einzige, was durch Zuwanderung steigt, sind die Profite der Konzerne, da sie mittels Zuwanderung die Löhne massiv drücken können.
    1970 wußten die Politiker schon, das ganze Berufsstände durch die Techno-und Computerrisierung kaputt gehen werden. Seinerzeit wurden in den Verwaltungen riesige EDV-Anlagen eingeführt, um z.B. die bisherigen über 50 Buchhalter "abzulösen". Vorzeitige Rente ,Pension oder Entlassung! Jedoch ging das Menschliche auch kaputt. Die EDV-Anlage kann keine Anrufe tätigen, keine Absprachen mit älteren Menschen führen - und wie in vielen Banken, die nur noch verwaltet werden -und
    ein alberner Stuhl offensichtlich zur Mangelware wird, findet eine persönliche Beratung nicht statt. Es steht sich so schlecht , wenn man nicht laufen kann.
    Wir sind im Großen und Ganzen primitiver geworden.
  8. #8

    Solche Pläne...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die demographische Entwicklung der Deutschen wird den meisten Experten zufolge die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands massiv negativ beeinflussen. Um unser jetziges Wohlstandsniveau aufrecht erhalten zu können, bedarf es daher deutlich vermehrter Einwanderung. Neben allen Bemühungen der Einwanderer muss auch das einbürgernde Land auf seine neuen Bürger vorbereitet sein. Was, denken Sie, sollte getan werden, um eine bestmögliche Eingliederung unserer neuen Einwanderer sicherzustellen?
    der Arbeitgeberverbände in einer Zeit, wo Massenarbeitslosigkeit mit Fachkraftüberschuss -was sich in sinkenden Reallöhnen widerspeigelt- das größte Problem ist, lehne ich ab.
  9. #9

    Den AN vom Gewinn an der Wertschöpfungskette ausgeschlossen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die demographische Entwicklung der Deutschen wird den meisten Experten zufolge die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands massiv negativ beeinflussen.
    Was für eine gigantische Irreführung der in Deutschland lebenden Bürger und besonders der inländisch tätigen Arbeitnehmer, die ja die Wertschöpfungsketten erst mit ihrer Tatkraft und Leistung zu Gewinn bringenden Produktionsstätten verwandeln.
    Wird die Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland von 1990 bis 2010 zur Geldvermögensentwicklung desselben Zeitraumes in Relation gesetzt, ergibt sich ein völlig anderer Tatbestand. Unter Einbeziehung der statistischen Vermögensverteilung sind die Gewinner an diesen unterschiedlichsten Wertschöpfungsketten die oberen zwei Dezile der Geldvermögenbesitzer, während der AN seit zwanzig Jahre systematisch von der Gewinnverteilung ausgeschlossen wird.
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    Art.20
    (1)
    Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
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    1990 betrug das Verhältnis zwischen
    Staatsfinanzierung und privaten Geldvermögen
    1 zu 7,7 - 2011 aber 1 zu 16, und im Wissen, dass das oberste Dezi der Bevölkerung 60% der Geldwerte "besitzt", dürfte klar sein wohin es das Zahlungsmittel zog:
    Zu seines Gleichen.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um unser jetziges Wohlstandsniveau aufrecht erhalten zu können, bedarf es daher deutlich vermehrter Einwanderung.
    Eine faktisch falsche und dazu ideologisch eingefärbte Forderung arbeitgeberseits, die nur der Aufrechterhaltung des Lohndumpingdruckes auf allzu selbstbewusste nichtselbständige Beschäftigte dient.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neben allen Bemühungen der Einwanderer muss auch das einbürgernde Land auf seine neuen Bürger vorbereitet sein. Was, denken Sie, sollte getan werden, um eine bestmögliche Eingliederung unserer neuen Einwanderer sicherzustellen?
    Wir brauchen keine zusätzlichen Arbeitssklaven in Deutschland.
    Offene Stellen
    Arbeitslose
    MfG beggars banquet