Nach Raketenangriffen: Syrische Opposition boykottiert internationale Treffen

DPAIn Washington, Moskau und Rom sollte mit der syrischen Opposition über die Lage in dem Bürgerkriegsland gesprochen werden - nun haben die Rebellen die Treffen abgesagt. Angesichts Hunderter Toter protestieren sie so gegen das Ausbleiben militärischer Hilfe.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-885123.html
  1. #40

    Gewalt

    Zitat von criticus nixalsverdruss Beitrag anzeigen
    ... ob und wo dieses Kochrezept schon mal erfolgreich gegen einen Diktator angewandt wurde, der bar aller Skrupel war?
    Und ob man es beispielsweise für die kubanische Revolution oder die nicaraguanische Revolution genauso hätte anwenden können und sollen? Wenn ja, wäre ja Ché nicht unbedingt so eine Lichtfigur, oder?
    Warum stellen Sie nicht umgekehrt die Frage, was wohl passiert wäre, wenn z.B. in der DDR jemand versucht hätte sich mit Waffengewalt 'zu verteidigen'?
    Aber Honecker und Mielke waren ja Ihrer Meinung nach keine skrupellosen Diktatoren. Der Beifall aus einer ganz bestimmten politischen Ecke dürfte Ihnen sicher sein.
  2. #41

    Die Frage, ...

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Warum stellen Sie nicht umgekehrt die Frage, was wohl passiert wäre, wenn z.B. in der DDR jemand versucht hätte sich mit Waffengewalt 'zu verteidigen'?
    Aber Honecker und Mielke waren ja Ihrer Meinung nach keine skrupellosen Diktatoren. Der Beifall aus einer ganz bestimmten politischen Ecke dürfte Ihnen sicher sein.
    ... was passiert wäre, wenn in der Frankfurter Allee Panzer aufgefahren wären, Scharfschützen auf den Dächern des Straußberger Platzes Position bezogen hätten und bewaffnete Einheiten der Stasi in ihrem Schutz angefangen hätten, die Häuser nach Oppositionellen zu durchsuchen, habe ich schon mehrfach gestellt. Ob dann die Revolution 89 erstorben wäre, weil lieber wieder alle vor die Glotze zurückgekehrt wären und zugesehen hätten, wie die wenigen aufrechten Bürger vor der Gezemaneh-Kirche verhaftet werden. Oder was passiert wäre, wenn Einheiten der NVA übergelaufen wären und Waffen an die Bürger verteilt hätten. Ich habe dazu keine ernstzunehmenden Antworten bekommen. Besonders nicht von Foristen, die sich als Teil der "friedlichen Revolution" sehen. Deshalb frage ich nicht mehr.
    Aber statt einer Gegenfrage wäre es schön, wenn Sie meine Frage beantworten würden.
  3. #42

    Das ist schon ein Witz, ...

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Nicaraguanische Revolution? Haha, lasses sie's besser bleiben.

    Was die Unterstützung von aussen für Regimechange anbelangt, keiner wäre ernsthaft auf den Gedanken gekommen, eine Antikommunistische Guerrila im Ostblock mit Waffen zu unterstützen. Das hat friedlich viel besser funktioniert. Die Inder sind ihre Herren losgeworden, ohne erst einen blutigen Bürgerkrieg zu führen und selbst die Iraner haben das geschafft, ohne erst ihr Land in Trümmer zu legen. Sie fragen ob es möglich ist ein politisches System mit den Zügen einer Diktatur ohne einen kostspieligen Bürgerkrieg zu verändern? Sie sollten mal in ein Geschichtsbuch sehen. Neben Indern, Rumänen oder Iranern fallen mir da noch ganz spontan Taiwanesen, Südkoreaner, Chilenen, Argentinier, Russen, Franzosen, Spanier und noch eine ganze Reihe anderer Länder ein, die das mehr oder weniger friedlich geschafft haben.
    ... dass Sie mir den Blick in Geschichtsbücher empfehlen.
    Auf alle Fälle bin ich aber erleichtert, dass es die Reagan-Doktrin nie gegeben hat.
    Weil wir schon bei Frühling sind, dass es auch friedlich prima funktioniert hat, man ja an der Niederschlagung des Prager Frühlings gesehen, nicht wahr?
    Nur ein paar der von Ihnen genannten Staaten:
    Nach Chomeinis Machtergreifung: Säuberungswelle bis 1981 mit Exekutionen aller Abweichler, bis Ende 1982 2,5 Millionen Iraner im Exil, Bis Ende 2008 wurden über 33.000 politische Gefangene hingerichtet
    Die rumänische Revolution von 1989 kostete zumindest einige tausend Menschen das Leben.
    Bei der französischen Revolution landeten allein ca. 15.000 Menschen auf der Guillotine.
    Was die russische Revolution anbetrifft, sollte bekannt sein, dass sich die Zahl der Opfer Stalins im zweistelligen Millionenbereich bewegt.
    Und bei der nicaraguanischen Revolution würde ich auch besser nochmal nachschauen.