Nach Raketenangriffen: Syrische Opposition boykottiert internationale Treffen

DPAIn Washington, Moskau und Rom sollte mit der syrischen Opposition über die Lage in dem Bürgerkriegsland gesprochen werden - nun haben die Rebellen die Treffen abgesagt. Angesichts Hunderter Toter protestieren sie so gegen das Ausbleiben militärischer Hilfe.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-885123.html
  1. #30

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Sie selbst sind genau die Spezies von Mensch, die ich meinte: Ihnen geht es nicht um das Ende des bewaffneten Konflikts, sondern um einen Sieg gegen Assad.
    Haben Sie die zehntausende Tote gefragt, ob sie für den Sturz des Diktators geopfert werden wollen?
    Wenn klar ist, daß sich ein Diktator wie ein Diktator verhält muß man eben zu anderen Mitteln greifen um ihn loszuwerden.
    In vielen Ländern dieser Welt ist das friedlich passiert, mit erheblich weniger Opfern.
    "Von der Diktatur zur Demokratie - Ein Leitfaden für die Befreiung"
    http://www.aeinstein.org/organizatio...DTD_German.pdf
    Warum werden Spezies wie Sie immer persönlich? Ich spiele in dem Konflikt, wie Sie übrigens auch, überhaupt keine Rolle. Außerdem rede ich nicht mit Toten, Seancen sind nicht mein Ding, und Argumente ersetze ich nicht durch Betroffenheitsgetue.
  2. #31

    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen
    Sie vergessen zu erwähnen, dass es jahrzehntelang nur eine bewaffnete Seite gab - und zwar die des Assad-Clans. Daraus ergibt sich eigentlich alles andere, insbesondere die Frage wer Verantwortung und Schuld trägt.
    Selbstverständlich trägt das Regieme die Hauptschuld an dem Konflikt indem es ihn 1. nicht von vornherein durch geeignete politische Massnahmen vermieden hat und 2., nachdem es dazu zu spät war, millitärisch viel zu zögerlich reagiert hat. Nur wen interessiert das jetzt noch? Wichtig wäre, den Unsinn zu beenden. Die Schuldfrage müssen die Syrer sowieso im Anschluss alleine ausknobeln.
    Und hören Sie auf hier den Eindruck zu erwecken, nur die Waffen in den Händen der syrischen Armee töten. Panzer, Artillerie, Raketen, Mörser oder zweckentfremdede schwere und mittelschweere Luftabwehrgeschütze, welche unter begeisterten Allahuakbar Rufen von Jihadisten in Dörfer, Städte oder Stadtteile gefeuert werden, sind genauso ungesund für die dort lebende Zivilbevölkerung.
  3. #32

    Könnten Sie mir erklären, ...

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Sie selbst sind genau die Spezies von Mensch, die ich meinte: Ihnen geht es nicht um das Ende des bewaffneten Konflikts, sondern um einen Sieg gegen Assad.
    Haben Sie die zehntausende Tote gefragt, ob sie für den Sturz des Diktators geopfert werden wollen?
    Wenn klar ist, daß sich ein Diktator wie ein Diktator verhält muß man eben zu anderen Mitteln greifen um ihn loszuwerden.
    In vielen Ländern dieser Welt ist das friedlich passiert, mit erheblich weniger Opfern.
    "Von der Diktatur zur Demokratie - Ein Leitfaden für die Befreiung"
    http://www.aeinstein.org/organizatio...DTD_German.pdf
    ... ob und wo dieses Kochrezept schon mal erfolgreich gegen einen Diktator angewandt wurde, der bar aller Skrupel war?
    Und ob man es beispielsweise für die kubanische Revolution oder die nicaraguanische Revolution genauso hätte anwenden können und sollen? Wenn ja, wäre ja Ché nicht unbedingt so eine Lichtfigur, oder?
  4. #33

    Was tut der liebe Diktator Assad, wenn er gewinnt?

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Sie selbst sind genau die Spezies von Mensch, die ich meinte: Ihnen geht es nicht um das Ende des bewaffneten Konflikts, sondern um einen Sieg gegen Assad.
    Haben Sie die zehntausende Tote gefragt, ob sie für den Sturz des Diktators geopfert werden wollen?
    Wenn klar ist, daß sich ein Diktator wie ein Diktator verhält muß man eben zu anderen Mitteln greifen um ihn loszuwerden.
    In vielen Ländern dieser Welt ist das friedlich passiert, mit erheblich weniger Opfern.
    "Von der Diktatur zur Demokratie - Ein Leitfaden für die Befreiung"
    http://www.aeinstein.org/organizatio...DTD_German.pdf
    Was tut der liebe Diktator, wenn er gewinnt? Er saeubert sein Land von seinen Gegnern, so wie seit ueber 40 Jahren von ihm und seinem Vater praktiziert.

    Was tut die lieben Gegner Assads, wenn sie gewinnen? Sie saeubern ihr Land von all dem was nach Assad riecht.

    Sie duerfen es sich aussuchen.
    mfG Beat
  5. #34

    Zitat von niktim Beitrag anzeigen
    Wer nicht in der Lage ist, Informationen aufzunehmen, diese zu verarbeiten und dann die entsprechenden Schlüsse zu ziehen ist so realitätsfremd wie sie. Assad hat immer Verhandlungen vorgeschlagen! Nur ihre angeblichen " Menschenfreunde" haben sie immer abgelehnt! Haben sie das noch nicht mitbekommen? Und Verhandlungen sind der Slüssel zur Lösung des Problems!
    Ich bin in der Lage Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und Schlüsse zu ziehen! Wenn ich das dann tue weiß ich das Assad nie ernsthaft zu Verhandlungen bereit war denn er wollte bestimmen wer Opposition ist wer Verbrecher ist. Somit war eigentlich die gesamte echte Opposition von Verhandlungen ausgeschlossen da er all seine Gegner pauschal als Terroristen bezeichnete. Das Assad zu wirklichen Verhandlungen bereit war ist ein weiteres Märchen das nur von den Assadisten geglaubt wird.
  6. #35

    Zitat von criticus nixalsverdruss Beitrag anzeigen
    ... ob und wo dieses Kochrezept schon mal erfolgreich gegen einen Diktator angewandt wurde, der bar aller Skrupel war?
    Und ob man es beispielsweise für die kubanische Revolution oder die nicaraguanische Revolution genauso hätte anwenden können und sollen? Wenn ja, wäre ja Ché nicht unbedingt so eine Lichtfigur, oder?
    Nicaraguanische Revolution? Haha, lasses sie's besser bleiben.

    Was die Unterstützung von aussen für Regimechange anbelangt, keiner wäre ernsthaft auf den Gedanken gekommen, eine Antikommunistische Guerrila im Ostblock mit Waffen zu unterstützen. Das hat friedlich viel besser funktioniert. Die Inder sind ihre Herren losgeworden, ohne erst einen blutigen Bürgerkrieg zu führen und selbst die Iraner haben das geschafft, ohne erst ihr Land in Trümmer zu legen. Sie fragen ob es möglich ist ein politisches System mit den Zügen einer Diktatur ohne einen kostspieligen Bürgerkrieg zu verändern? Sie sollten mal in ein Geschichtsbuch sehen. Neben Indern, Rumänen oder Iranern fallen mir da noch ganz spontan Taiwanesen, Südkoreaner, Chilenen, Argentinier, Russen, Franzosen, Spanier und noch eine ganze Reihe anderer Länder ein, die das mehr oder weniger friedlich geschafft haben.
  7. #36

    Die Rebellen verweigern sich seit fast 2 Jahren konsequent jeden Verhandlungen zur friedlichen Lösung dieses Konfliktes.
    Immer wenn Verhandlungen möglich erscheinen, stellen die Rebellen neue Vorbedingungen oder finden Gründe nicht teilzunehmen.

    Stattdessen tragen sie ihren Guerilliakrieg in eine friedliche Stadt nach der anderen.

    In meinen Augen sind das schlicht Schwerverbrecher.
  8. #37

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Was tut der liebe Diktator, wenn er gewinnt? Er saeubert sein Land von seinen Gegnern, so wie seit ueber 40 Jahren von ihm und seinem Vater praktiziert.

    Was tut die lieben Gegner Assads, wenn sie gewinnen? Sie saeubern ihr Land von all dem was nach Assad riecht.

    Sie duerfen es sich aussuchen.
    mfG Beat
    Na wenn die Rebellen moralisch nicht besser sind, dann gibt es ja keinerlei Gründe die Rebellen zu unterstützen, oder. (Ausser natürlich man verfolgt strategische Interessen die den Sturz Assads erfordern.)
  9. #38

    Gewalt

    Zitat von criticus nixalsverdruss Beitrag anzeigen
    ... ob und wo dieses Kochrezept schon mal erfolgreich gegen einen Diktator angewandt wurde, der bar aller Skrupel war?
    Und ob man es beispielsweise für die kubanische Revolution oder die nicaraguanische Revolution genauso hätte anwenden können und sollen? Wenn ja, wäre ja Ché nicht unbedingt so eine Lichtfigur, oder?
    Warum stellen Sie nicht umgekehrt die Frage, was wohl passiert wäre, wenn z.B. in der DDR jemand versucht hätte sich mit Waffengewalt 'zu verteidigen'?
    Aber Honecker und Mielke waren ja Ihrer Meinung nach keine skrupellosen Diktatoren. Der Beifall aus einer ganz bestimmten politischen Ecke dürfte Ihnen sicher sein.
  10. #39

    Die Frage, ...

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Warum stellen Sie nicht umgekehrt die Frage, was wohl passiert wäre, wenn z.B. in der DDR jemand versucht hätte sich mit Waffengewalt 'zu verteidigen'?
    Aber Honecker und Mielke waren ja Ihrer Meinung nach keine skrupellosen Diktatoren. Der Beifall aus einer ganz bestimmten politischen Ecke dürfte Ihnen sicher sein.
    ... was passiert wäre, wenn in der Frankfurter Allee Panzer aufgefahren wären, Scharfschützen auf den Dächern des Straußberger Platzes Position bezogen hätten und bewaffnete Einheiten der Stasi in ihrem Schutz angefangen hätten, die Häuser nach Oppositionellen zu durchsuchen, habe ich schon mehrfach gestellt. Ob dann die Revolution 89 erstorben wäre, weil lieber wieder alle vor die Glotze zurückgekehrt wären und zugesehen hätten, wie die wenigen aufrechten Bürger vor der Gezemaneh-Kirche verhaftet werden. Oder was passiert wäre, wenn Einheiten der NVA übergelaufen wären und Waffen an die Bürger verteilt hätten. Ich habe dazu keine ernstzunehmenden Antworten bekommen. Besonders nicht von Foristen, die sich als Teil der "friedlichen Revolution" sehen. Deshalb frage ich nicht mehr.
    Aber statt einer Gegenfrage wäre es schön, wenn Sie meine Frage beantworten würden.