Selbstinszenierung von Managern: Die 70 Jungfrauen des Kapitalismus

WirtschaftsWocheSeine Girls posieren in Unterwäsche vor Luxusautos, der Macker-Manager steht mittendrin: Die Selbstinszenierung der mutmaßlichen Immobilienbetrüger von S&K steht idealtypisch für eine ganze Generation junger Kapitalisten. Sie ähnelt den Phantasien radikaler Islamisten.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-884903.html
  1. #190

    Es deckt sich leider nicht ...

    Zitat von nichtpazifist Beitrag anzeigen
    Ob Marktwirtschaft herrscht oder nicht, ist eine Frage des geltenden Rechts.
    Ich habe definiert was ich darunter verstehe, und das deckt sich auch mit dem was Liberale allgemein darunter verstehen, also tun Sie nicht so als ob Sie's nicht kapieren und behalten Sie Ihre scheinheiligen Semantikargumente für sich.
    ... mit dem was Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen darunter verstehen, die Definition obliegt nicht der Politik, schon gar nicht den Liberalen.

    Ich will Ihnen gar nicht zu nahe treten, auch wenn Ihre Wortwahl dazu einlädt. Mir sind diese Definition sehr ernst.
    Marktwirtschaft wird keineswegs von geltenden Recht erst eingeführt. Die absurd hohen Kosten der Schürfwerkzeuge am Klondike waren Ergebnis eines freien Marktes. Von Recht gab es damals keine Spur. Einen Menschen zu fangen und ihn als Sklaven zu verkaufen ist Teil des freien Marktes, das freie Spiel von Angebot und Nachfrage, erst Recht und Gesetz haben dieses Handeln gestoppt. Auch Pferdefleisch in der Rinderlasagne ist freier Markt: Der Lieferant verkauft, der Käufer kauft günstig. Auch hier stoppen erst wieder Recht und Gesetz diese „Freiheiten“.

    Wir sind uns einig darin, vermute ich, daß ein Markt erst zuverlässig funktioniert, wenn er durch Recht und Gesetz auf Vertrauen basieren kann. Wir sind uns hoffentlich ebenfalls einig darin, daß ein völlig freier Markt ohne Recht und Gesetz mörderisch ist, weil er alles feilbietet einschließlich Sklaven Organe oder Kinder.
  2. #191

    Zitat von inver Beitrag anzeigen
    Nur wer für andere Menschen
    einen Mehrwert schafft, kann in einer freien Marktwirtschaft Gewinn
    machen??? Sie glauben, dass die ganzen Banker, Finanzdienstleister und Hedgefondsmanager zum Wohle der Allgemeinheit gewirtschaftet haben?
    Nein.

    Sie haben vielmehr diejenigen Stellen ausgenutzt, an denen das hiesige Wirtschaftssystem dank staatlicher Eingriffen stark vom Ideal der freien Marktwirtschaft abweicht.

    Die Zentralbank kontrolliert im Namen des Staates planwirtschaftlich die Währungsmenge, und leiht den Banken Geld zu Zinssätzen weit unter dem Marktniveau, wovon die Banker dann ohne Schaffung von Mehrwert reich werden.
    Dazu kommen noch viele weitere Sonderrechte, die der Staat per Gesetz speziell den Banken zugesteht (und nicht den anderen Marktteilnehmern).
    Und zu guter Letzt "rettet" der Staat dann noch mit Steuergeldern diejenigen Banken, die sich verzockt haben.

    Das alles verstößt gegen die Prinzipien einer freien Marktwirtschaft.

    Es ist genau so, wie ich in dem Kommentar auf den Sie geantwortet haben ausführte: Dort, wo Marktwirtschaft zugunsten staatlicher Lenkung eingeschränkt oder aufgegeben wird, wird der Trieb des menschlichen Eigennutzes auf destruktive Bahnen gelenkt.

    Um also Ihre Frage zu beantworten: Nein, viele Banker und Zocker haben nicht zum Wohle der Allgemeinheit gewirtschaftet, weil sie es im real existierenden System der teilweise gelenkten Marktwirtschaft (mit besonders viel staatlicher "Lenkung" und Sonderregeln im Finanzsektor) nicht tun mussten, um Gewinne zu erwirtschaften.

    In einem Wirtschaftssystem, in dem auch der Finanzsektor strikt den Regeln der freien Marktwirtschaft folgt, hätten sie es hingegen gemusst.
  3. #192

    Wer hat denn solche

    ´gewähren lassen und auf den PK die Schnittchen vertilgt ?
    Und anschließend die "Performance" gelobt ?
  4. #193

    Neoliberale Deregulierung

    Zitat von nichtpazifist Beitrag anzeigen

    Die Zentralbank kontrolliert im Namen des Staates planwirtschaftlich die
    Währungsmenge.
    Dazu kommen noch viele weitere Sonderrechte, die der Staat per Gesetz speziell den Banken zugesteht.

    Um also Ihre Frage zu beantworten: Nein, viele Banker und Zocker haben nicht zum Wohle der Allgemeinheit gewirtschaftet, weil sie es im real existierenden System der teilweise gelenkten Marktwirtschaft (mit besonders viel staatlicher "Lenkung" und Sonderregeln im Finanzsektor) nicht tun mussten, um Gewinne zu erwirtschaften.

    In einem Wirtschaftssystem, in dem auch der Finanzsektor strikt den Regeln der freien Marktwirtschaft folgt, hätten sie es hingegen gemusst.
    Die Deregulierung der Finanzmärkte war eine direkte Folge des
    neoliberalen Dogmatimus der Zurückführung staatlicher Kontrolle.
    Der Kampf der Neoliberalen gegen das anarchische Gebaren der
    Finanzwirtschaft hält sich arg in Grenzen. Ansonsten, willkommen im
    Club. Ich würde Ihnen außerdem dringend empfehlen, Adam Smith
    gründlich zu lesen, denn ihm war durchaus bewusst, dass es eines
    starken Staates bedarf, um die wichtigen Aufgaben im Bereich der
    Bildung, Gesundheit und Altersvorsorge zu sichern!
  5. #194

    Manager fahren Audi, BMW, Mercedes. Und zwar als Limousine. Das auf den Photos sind die Fleisch und Blech gewordenen feuchten Träume von kriminellen Flachzangen.
  6. #195

    Fraglicher Artikel

    Der Vergleich hinkt doch wahnsinnig, dass Frauen, als Motivation missbraucht / gebraucht werden können ist hinlänglich bekannt und der hier dargestellte Vergleich entbehrt doch jeder Sinnhaftigkeit. Worin besteht denn die zentrale Aussage?
    Abgesehen davon, denke ich nicht, dass die Herren von S& K stellvertretend für die gesamte in Deutschland ansässige Investmentbranche sind. Das ist ein induktiver Trugschluss.
    Der Artikel ist ein plumper und unüberlegter Angriff, dessen Motive mehr als fraglich sind.
  7. #196

    oh, gute Headline!

    und den Gedanke konsequent durchgeschrieben. Sehr schön.
  8. #197

    optional

    Das ist doch lächerlich, das ist doch kindisch so ein Verhalten. Typen, die an so ein Ideal glauben, mit halbnackten Frauen und teuren Autos erst ansehlich zu sein, die sind doch noch gar nicht aus dem Kinderzimmer ausgezogen! Ja, denn sie sitzen heute noch mit ihrem Spielzeug rum und stellen sich das Erwachsenwerden vor. Nur gibt es bei der Vorstellung der Kids und der dann erreichten Wirklichkeit doch leider immer eine gewisse Diskrepanz. Früher wollten alle Lokomitivführer werden, dann Feuerwehrmann oder Polizist. Mühlmann war für manches Kind auch eine großartige Vorstellung, denn da konnte man ja bekanntlich Hinten auf dem Wagen durch die ganze Stadt fahren. Und heute träumen sie eben davon, dass es für alle Jungs erreichenswert ist mit teuren Autos und halbnackten Mädchen anzugeben. Ja, Kinder eben... Klar Jungs, ihr werdet ALLE wenn ihr nur fest genug dran glaubt später einmal mit halbnackten Mädels und teuren Autos posen dürfen, Ehrenwort! Und die die es nicht schafen, die sind selber schuld, die haben nicht fest genug dran geglaubt. Das sind eben Loser! Loser, die nur ein Auto haben, und dann auch noch ein ganz normales. Loser, die nur eine Frau haben und die nicht einmal von Männern als Objekt behandeln lässt. Loser, die einen einfachen 9-17 Uhr Job haben. Loser eben, die nicht dem hinterherlaufen was ihnen von anderen als erstrebenswert eingeredet wird, sondern die ihren Verstand benutzen und das Richtige tun!

    Kinder, seit ist man männlicher, wenn man ein neues Spielzeug bekommt. Und nimmt man es euch dann wieder weg, wer heult dann, na?
  9. #198

    Reich ohne Arbeit

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Keiner dieser Kapitalisten die mit den Mio hantieren hat da "gearbeitet" - sie haben einfach die Arbeit der anderen als ihre Definiert - und sich damit dann letztlich bereichert!
    Mich freut, zu hören, daß das so einfach geht.

    Wir sollten nichts mehr verschwenden für irgendwelche Jammerlappen, die noch immer behaupten, ihnen fehle Geld zum Leben. Wenn das wirklich so wäre, dann könnten diese Leute einfach die Arbeit der anderen als ihre eigene definieren und hätten ausgesorgt.

    Wer tatsächlich kein Geld hat, der will auch keins haben.
  10. #199

    Zitat von SchwesterPolyester Beitrag anzeigen
    Ich frage mich auch immer, woher kommen nur all diese 'Prostituierten', die sich in großer Zahl so bereitbeinwillig solchen ekelhaften Widerlingen auf diese Art und Weise hingeben? Was sind das nur für Menschen?
    Das sind selbstständige Dienstleisterinnen.

    Menschen, die gegen Bezahlung eine vereinbarte Leistung erbringen.

    Daß Ihnen die Vorstellung, diese Leistung zu erbringen, unüberwindliche Schwierigkeiten bereitet, macht es anderen Menschen um so leichter, damit Geld zu verdienen, denn es verringert das Angebot.