Selbstinszenierung von Managern: Die 70 Jungfrauen des Kapitalismus

WirtschaftsWocheSeine Girls posieren in Unterwäsche vor Luxusautos, der Macker-Manager steht mittendrin: Die Selbstinszenierung der mutmaßlichen Immobilienbetrüger von S&K steht idealtypisch für eine ganze Generation junger Kapitalisten. Sie ähnelt den Phantasien radikaler Islamisten.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-884903.html
  1. #1

    Das eigentliche Erschreckende

    an solchen Bildern ist doch, dass sie offensichtlich "wirken". Anscheinend gibt es viele Männer (?) die sich von so einer "Vision" angezogen fühlen. Das gibt über uns Männer zu denken...
    Und das zweite Erschreckende ist, dass es offensichtlich gar nicht schwer ist, 70 "Jungfrauen" gegen Bares anzuwerben. Das gibt über die Frauen zu denken...
  2. #2

    Nicht doch

    ... das sind "Leistungsträger"! Schließlich zahlt man Steuern, sorgt für Konsum und finanziert so die faulen "Minderleister" mit. Und das Kreuzchen macht man bei der "Leistungsträger"-"Partei" Nr. 1, der FDP. Und an den Schulen / Unis wird man als solcher "Leistungsträger" sowieso seit Jahren als Vorbild gehandelt. Ist doch alles ganz toll, ein Hoch auf den freien Markt, den Hedonismus und die soziopathische Kapitalisten-Show!
  3. #3

    Was soll man nicht alles machen im Leben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seine Girls posieren in Unterwäsche vor Luxusautos, der Macker-Manager steht mittendrin: Die Selbstinszenierung der mutmaßlichen Immobilienbetrüger von S&K steht idealtypisch für eine ganze Generation junger Kapitalisten. Sie ähnelt den Phantasien radikaler Islamisten.

    S&K-Skandal: Die 70 Jungfrauen des Kapitalismus - SPIEGEL ONLINE
    Und zu einem Konstrukt das genau diese Ideologie fordert soll ich nun laut Bundespräsident Gauck 'patriotische' Gefühle haben. Wer 'Patriotismus' sagt meint immer Opferbereitschaft für eine 'hehre' Gemeinschaft und Angelegenheit.
    Aber wie gesagt, 'money makes the world go around', und 'bereichert euch' predigen die Pastoren dieser Ideologie. Wie allerdings die Regierungen der real existierenden Welt die reale Wirtschaft in Schwung bringen wollen wenn nur noch Scheinwerte geschaffen werden, wer weiss es. Da zur Zeit die Wirtschaft in Europa nicht mehr wächst muss nun alles getan werden dass die Einkommen umverteilt werden zugunsten dieser 'jungen Kapitalisten'. Bravo für die Politik der CDU/FDP, und bei SPD und Grünen steht ja keine Alternative an.
  4. #4

    Ich versteh den Artikel nicht. Wer hat denn Anderes erwartet?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seine Girls posieren in Unterwäsche vor Luxusautos, der Macker-Manager steht mittendrin: Die Selbstinszenierung der mutmaßlichen Immobilienbetrüger von S&K steht idealtypisch für eine ganze Generation junger Kapitalisten. Sie ähnelt den Phantasien radikaler Islamisten.

    S&K-Skandal: Die 70 Jungfrauen des Kapitalismus - SPIEGEL ONLINE
    Oder glaubte ernsthaft irgend jemand, dass die Spitzen der Bank und Finanzindustrie heutzutage intelligent, sozial, einfühlsam und überhaupt irgendwie menschlich sind? Das ist ja das Traurige, solche Zuhältertypen besetzen in Politik und Wirtschaft längst die zentralen Stellen. Aber wenn man das ausspricht, wird man sofort als Ewig-Gestriger abqualifiziert.
  5. #5

    Manager?

    Typisch Spon. Solche Leute als Manager zu bezeichnen...
    Das sind Betrüger, die mit Managern rein gar nichts zu tun haben. Der gemeine Michl hält solche Typen dann für den Prototyp der Manager. "Die" Manager gibt es sowieso nicht. Die Leute haben da ein paar bekannte Namen von DAX-Unternehmen vor Augen, vergessen aber das ganze Middle-Management oder jene im Mittelstand.
    Die grosse Mehrheit der Manager leistet jedenfalls hervorragende Arbeit - nicht umsonst steht die Deutsche Wirtschaft so gut da.
  6. #6

    irgendwann

    Wir mal ein Historiker schreiben das nicht der islamistische Terror oder linke Terror die bürgerlichen Freiheiten und die Demokratie zerstört haben. Sondern die Raffgier und Rücksichtslosigkeit ihrer " Eliten". Soziale Autisten, die voll auf die Heilsversprechungen der 80iger und 90iger Jahre aufgesprungen sind. Warum wird Sientology so verfolgt? Nicht weil sie so gefhrlich wären, sodern weil sie einfach das Ziel der Profitmaximierung und Ausbeutung des Einzelnen völlig konsequent verfolgen, konseguenter als sich das unsere Mächtigen trauen.
  7. #7

    vanitas vanitatis

    eigentlich die logische Konsequenz, wenn man "den Götzen Mammon anbetet", statt sich mit der Frage nach einem tieferen Sinn des Lebens auseinanderzusetzen. In meinen Augen wird ein selbstbestimmtes würdiges Leben nur gelingen, wenn dieser Sinn ein nichtreligiöser, aber ethischer ist. Der reine Hedonismus ist NICHT aufklärerischer Natur, sondern religiöser: Es ist die selbstgewählte Unmündigkeit, die sich statt von Jenseitspriestern in Kirchen von Diesseitspriestern in Werbeagenturen, von Börsenagenten und Talkshowgespenstern das eigene Selbst vernebeln lassen. Die Heilserwartung hat sich vom Jenseits auf den Konsum verschoben - ein leeres Gefäss wurde durch ein Gefäss ohne Boden ersetzt.
    Die "Wahrheit" der Religion ist durch die "Wahrheit" der Märkte substituiert worden - immer noch blind, dass beide keine "Wahrheiten" sondern ausschliesslich menschliche Konstrukte sind. Orientierungslose Menschen, bei denen äusserer Halt weggebrochen ist und die keinen inneren finden - keine ermutigende Basis.
    Aber ich bleibe optimistisch, dass wir uns immer noch im Prozess der Aufklärung befinden. Wenn die religiöse Attribuierung der Ökonomie überwunden sein wird (Schuld - Schulden, Sühne - Zins, Erlösung - Tilgung, Vergebung - Schuldenerlass), sind wir wieder einen Schritt weiter. Geschichte verläuft in Kurven, nicht linear.
  8. #8

    Am Ende

    Am Ende halten wir fest: Unser ganzes Streben auf dieser Welt folgt (wie bei allen Tieren) nur drei Maximen: Essen, Schlafen, Fortpflanzen. Umso erfolgreicher wir beim "Jagen" sind, umso mehr Weibchen wollen sich mit uns paaren. Natürliche Auslese. Dieses Prinzip ist so tief in unserer DNS verankert, dass selbst eine Alice Schwarzer das nicht wegdiskutieren kann. Männer wollen so viele schöne Frauen wie möglich und Frauen wollen Männer, die sie versorgen und beschützen können.

    Die einen haben die Möglichkeiten (Manager) und die anderen, mittellosen erhoffen sich die Möglichkeit (Religion). Die Motivation ist dieselbe.
  9. #9

    Guter Artikel

    SChlüssige, gut lesbare Darstellung des Themas. Inhaltlich unkompliziert mit guten Fakten dargestellt. Danke!