Verfassungsgerichtsurteil: Union gibt Widerstand gegen Homo-Ehe auf

DPAIn der Union bahnt sich ein Kurswechsel an. Laut Fraktionsgeschäftsführer Grosse-Brömmer ist die Bundestagsfraktion jetzt doch bereit, eingetragene Lebenspartnerschaften mit der Ehe gleichzustellen. Die FDP-Justizministerin hat schon einen fertigen Gesetzentwurf in der Schublade.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-885115.html
  1. #200

    da sollte man vorsichtig sein

    Zitat von miko_2013 Beitrag anzeigen
    Renommierte Staatsrechtler wie Josef Isensee, Jörn Ipsen, Christian Hillgruber, Hans-Jürgen Papier und andere würde ich aber nicht als "Hobbyjuristen" bezeichnen. Diese haben sich, wenn ich es recht sehe, die gleiche Frage gestellt wie der von Ihnen kritisierte Kommentator
    und Isensee bezeichnete die Entscheidung BvR 1164/07 vom Juli 2009, mit der das BVerfG begann, Art.6 Abs.1 GG via Art. 3 Abs. 1 GG eigenmächtig ausser Kraft zu setzen, meines Wissens sogar als "grobes Fehlurteil". Oder täusche ich mich da? Auch Verfassungsrichter sind jedenfalls nicht unfehlbar.
    Die Entscheidung des BVerfG zur Homo-Ehe fiel einstimmig, klarer geht es nicht.
  2. #201

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Also, nennen wir es meinetwegen halt nicht "Ehe" - wichtig ist ja letztlich nur, dass homosexuelle Paare, die sich auf Dauer binden wollen wie heterosexuelle Ehepartner, unterm Strich keinerlei rechtlichen Nachteile gegenüber der "klassischen Mann/Frau-Ehe" haben.
    Darum geht es aber genau.

    Dieses, dann nennen wir es eben nicht Ehe, ist Diskriminirung. Sie erfüllen alle Bedingungen einer Ehe, erfüllem die Rechte für Ehen von heterosexuellen Paaren vor dem Gesetz.

    Wir können uns darauf ainigen, dass religiöse Menschen es nicht Ehe nennen müssen. Das können sie Sonntags in der Kirche tun. Vor dem Gesetz ist es eine Ehe, schon alleine wegen der daraus resultierenden Rechte und Pflichten. Und deswegen müssen die Leute akzeptieren, dass diese Verbindungung auch als Ehe bezeichnet wird, zumindest im Gesetz und der Öffentlichkeit, die gegen Religion und Weltanschauung blind zu sein hat.
  3. #202

    Zitat von enni3 Beitrag anzeigen
    Darum geht es aber genau.

    Dieses, dann nennen wir es eben nicht Ehe, ist Diskriminirung. Sie erfüllen alle Bedingungen einer Ehe, erfüllem die Rechte für Ehen von heterosexuellen Paaren vor dem Gesetz.

    Wir können uns darauf ainigen, dass religiöse Menschen es nicht Ehe nennen müssen. Das können sie Sonntags in der Kirche tun. Vor dem Gesetz ist es eine Ehe, schon alleine wegen der daraus resultierenden Rechte und Pflichten. Und deswegen müssen die Leute akzeptieren, dass diese Verbindungung auch als Ehe bezeichnet wird, zumindest im Gesetz und der Öffentlichkeit, die gegen Religion und Weltanschauung blind zu sein hat.
    Da stimme ich natürlich absolut zu :-) was ich damit nur deutlich machen wollte, ist folgendes:

    Es wird damit argumentiert, dass das Bundesverfassungsgericht selbst den Begriff "Ehe" als eine Verbindung zwischen Mann und Frau definiert habe. Selbst wenn man dies nun als für alle Zeiten unveränderbare Definition hinnimmt (was wirklichkeitsfremd wäre, da bestimmte Auslegungen von Rechtsbegriffen nie für alle Zeit in Stein gemeißelt sind - aber nehmen wir es halt einfach mal an), dann macht es im ERGEBNIS keinen Unterschied, ob das, was zwei homosexuelle Menschen als Bund fürs Leben schließen, nun "Ehe" oder... sagen wir mal... "Pustekuchen" genannt wird (Namen sind ja Schall und Rauch) solange es unterm Strich rechtlich genau dieselben Rechte und Pflichten beinhaltet wie die "klassische Mann/Frau-Ehe".

    Allerdings würde ich es auch als wesentlich einfacher und unkomplizierter betrachten, wenn man einfach durch einen Verfassungszusatz im Wege einer Grundgesetzänderung klarstellen würde, dass Ehe nichts mit der sexuellen Ausrichtung oder mit dem Geschlecht der Ehepartner zu tun hat ... aber warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht ;-)
  4. #203

    Zitat von schonklar Beitrag anzeigen
    Oder meinten Sie "un-"?
    Das ist das Selbe.

    Sie wollen die Kinder im goldenen Käfig halten.

    Wer etwas Neues probieren möchte, läuft Gefahr dass es schief geht. Wer diese Gefahr verhindert, verhindert gleichzeitig, dass neues Gutes eventuell sogar besseres entsteht.

    Die Gefahr, dass es schiefgeht bewerten wir unterschiedlich - ich danke das ist die größte Differenz. Da wir beide vermutlich nicht die Fachleute sind, die das richtig einschätzen können hat das Bundesverfassungsgericht nicht uns sondern andere Sachverständige befragt.
  5. #204

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Die Förderung der traditionellen Ehe kommt den Kindern zu - sie profitieren am meisten von einer stabilen Beziehung ihrer Eltern.
    Und wozu dann Förderung traditioneller Ehen, in denen keine Kinder aufwachsen? Gefördert gehören Menschen, die Sorge für Kinder tragen - egal, welche Form deren Familien haben, nicht das überholte Hausfrauenmodell.
  6. #205

    aha

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Kinder sind nicht nur das Ergebnis eines Geschlechtsaktes, sondern der Liebe und des Vertrauens der beiden Partner zueinander. Die Ehe ist damit eine reguläre Voraussetzung für Kinder. Die Förderung kommt letztlich den Kindern zu Gute.
    Sie kennen sicher die nicht genau zu benennenden Opfer dieser gepriesenen Einrichtung namens Ehe. Gehen Sie in die Heime und zu den Therapeuten, in die Gefängnisse und auf die Friedhöfe, zusätzlich suchen Sie bitte in Ihrem Umfeld nach kranken Hirnen und ordnen diese eben genau Ihrem bevorzugten Zustand Ehe mitsamt Sicherheit für Kinder zu.
    Eine Ehe hat mit Sicherheit nicht zwingend was zu tun, nichts mit Wärme und nichts mit Liebe. Die Ergebnisse finden sich überall.
  7. #206

    Adoption

    Was sein muss muss sein! Ich darf aber lächeln, wenn zwei Männer einen Kinderwagen schieben.
  8. #207

    @Lauffenholtz

    Sie dürfen lächeln. In den 60er Jahren wurden ALLE Männer belächelt, die einen Kinderwagen schoben.
  9. #208

    Zitat von sanook Beitrag anzeigen
    Sie dürfen lächeln. In den 60er Jahren wurden ALLE Männer belächelt, die einen Kinderwagen schoben.
    Märchenstunde!
  10. #209

    ...

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Sie kennen sicher die nicht genau zu benennenden Opfer dieser gepriesenen Einrichtung namens Ehe. Gehen Sie in die Heime und zu den Therapeuten, in die Gefängnisse und auf die Friedhöfe, zusätzlich suchen Sie bitte in Ihrem Umfeld nach kranken Hirnen und ordnen diese eben genau Ihrem bevorzugten Zustand Ehe mitsamt Sicherheit für Kinder zu.
    Eine Ehe hat mit Sicherheit nicht zwingend was zu tun, nichts mit Wärme und nichts mit Liebe. Die Ergebnisse finden sich überall.
    Kinder aus zerbrochenen Familien leiden als Erwachsene mit etwa der doppelten Wahscheinlichkeit an Depressionen als Kinder aus intakten Ehen. Was Sie als Schreckgespenst brandmarken ist in der Regel die Beste Voraussetzung für eine starke Psyche.