Oscar-Wahlkämpfe: Das Lächeln im Shitstorm

Delphi FilmverleihAch, ist das so? Beim wichtigsten Filmpreis der Welt geht's um den besten Film? Mag sein. Aber einen Oscar gibt's eben nur mit einer gut orchestrierten PR-Kampagne. Dazu gehört: Partys schmeißen, Hollywood-Rentner bespaßen, Lobeshymnen kaufen. Und die Dreckschleuder anwerfen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/wi...-a-884918.html
  1. #10

    Eine Oscarprämierung ist nicht alles

    Der Academy Award wird total überschätzt eben wegen des großen Brimboriums darum. Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, James Dean - um nur einige zu nennen - haben nie einen Oscar bekommen. Viele tatsächliche Gewinner sind heute vergessen - diese Ikonen wird man ewig kennen.
  2. #11

    Man wird nicht gezwungen

    Oskar praemierte Filme gut zu finden. Allerdings ist der Oskar, oder allein die Nominierung dafuer, schon eine Auszeichnung. Wir reden hier eben nicht ueber die Goldene Kamera oder den Bambi. Wir reden hier ueber die Academy welche eine lange Tradition hat mit Filmen und mit Filmschaffenden umzugehen. Und die USA haben als einziges Land eine richtige Filmindustrie, die von Independent Filmen bis zu Blockbustern, die rein auf Gewinn gedreht werden, alles hat. Wenn man deutsche Filme zeigen muesste, die nicht auf Kosten von ARD/ZDF oder der Filmfoerderung produziert wurden, waere man an einem Vormittag durch. LOL
  3. #12

    Die Oscar-Verleihung ist nichts weiter als ein Betriebsausflug, bei dem Treueprämien vergeben werden. 45 Minuten Top-Entertainment, die auf vier Stunden ausgewalzt sind.
    Kino-Genies wie Hitchcock, Chaplin, Welles und Kubrick haben nie einen Regie-Preis bekommen - Bing Crosby und Gwyneth Paltrow aber einen als "Beste Schauspieler". Kein Wunder, daß die Oscar-Statue nackt ist. Hollywood ist schamlos.
  4. #13

    optional

    Die Idee hinter dem Oscar ist doch genial dämlich, man vergleicht Äpfel mit Birnen, um letztlich noch mehr fiktives Geld in eine unproduktve Industrie zu stecken und wieder rauszuholen. Ist vergleichbar mit der Börse, wo es auch um keinen realen Wert mehr geht. Oscar war und bleibt Politik, mit Kunst hat das nichts zu tun. Lincoln ist ein klassisches Beispiel für Selbstbeweihräucherung, daran kann auch Day-Lewis nichts ändern, ebenso wie Argo und Zero Dark Thirty die Geschichte neu erfinden und in altbekannter Manier amerikanisches Heldentum misinterpretieren. Filme mit sozialkritischer Substanz und Relevanz, wie The Master z.B., haben es dabei schwer, überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden- und am Ende gewinnt vermutlich ein Lollipop wie Les Mis, den man nur mit Ohrstöpseln ertragen kann.