Ein rätselhafter Patient: Seltsame Änderung der Persönlichkeit

CorbisÄngstlich, traurig und aggressiv war der Mann früher nicht. Heute braust er schnell auf und fürchtet sich ständig. Die Ärzte versuchen es mit Antidepressiva und Antipsychotika, aber dadurch wird alles nur schlimmer. Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-884559.html
  1. #30

    Yin und Yang

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ängstlich, traurig und aggressiv war der Mann früher nicht. Heute braust er schnell auf und fürchtet sich ständig. Die Ärzte versuchen es mit Antidepressiva und Antipsychotika, aber dadurch wird alles nur schlimmer. Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.

    Neurologische Schäden durch Gluten-Unverträglichkeit - SPIEGEL ONLINE
    Man erkennt sehr gut, das es nicht immer nur die Psyche ist, die krank wird, sondern das die Psyche mit dem Körper zusammenhängt. Auch ein kranker Körper kann den Geist schädigen. Bei mir wurde zum Beispiel ein Vitamin B12 Mangel festgestellt, der allerlei Auswirkungen hatte.
  2. #31

    Titellos

    Zitat von wrdlmpfd Beitrag anzeigen
    Ich habe zum Thema Nahrungsmittelunverträglichkeit auch schon eine gewisse Suche hinter mir.
    Ich vertrage nichts, was über einen gewissen Fettanteil hinausgeht.
    Fing vor vielen an mit den schwersten Sachen (Eisbein und Co.), mittlerweile verursachen Öle, in Öl Gebratenes, Fertigpasta u.v.m. ein solches Drücken und Schmerzen im Bauch, dass ich zuweilen mehr als ein Tag nichts essen kann.
    Sonographie und Magenspiegelung blieben ohne Resultat.
    Der Doc, der mit mir die Untersuchung besprach, riet mir schlicht, die Nahrungsmittel, die ich nicht vertragen würde, zu meiden. Bloß blöd, dass dies immer mehr werden.
    Eine Heilpraktikerin meinte nach einer (an einer Stelle äußerst schmerzhaften) Fußrelfexzonenmassage, dass die schmerzende Stelle meiner Galle entsprochen habe.

    Hat vielleicht der hier teilweise versammelte medizinische Sachverstand einen Tip, der weiterhelfen könnte?

    Danke vorab schon mal :-)
    Wenn Sie Probleme mit Fett haben, ist die Galle ein guter Anhaltspunkt (sehr viel seltener die Bauchspeicheldrüse). Gerade bei Menschen 50+ mit einem ungesunden (Zu viel fette Nahrung, zu wenig Bewegung, Rauchen, Alkohol, ...) Lebensstil, ist die Galle häufig ein Problemherd. Wenn dann noch eine genetische Disposition dazu kommt, ist es quasi vorprogrammiert.
    Wenn Sie es wirklich auf Fett eingrenzen können, wäre darüberhinaus eine Spiegelung des Dünndarms sehr viel interessanter als des Magens.

    Als Ergebnis kann jedoch leider sehr viel in Frage kommen: Von einer Autoimmunreaktion über Enzymstörungen bis zum Tumor. Das lässt sich mit so wenigen Infos nur schwer eingrenzen.
  3. #32

    Gesund trotz Medizin ...

    Zitat von hatorihanzo Beitrag anzeigen
    Diese Selbstgerechtigkeit ist kaum zu ertragen. Selber nie an einem Krankenbett gestanden und sich dann über die erheben, die sich mühen einem offenkundig schwer kranken Patienten zu helfen, der an einer extrem seltenen und dann auch noch atypisch verlaufenden Krankheit leidet.
    Bitte korrigieren sie mich, aber wenn ich mich in die Hände eines ausgewiesenen Spezialisten begebe, dann gehe ich doch wohl davon aus, dass in dessen/deren Team genug Fachwissen und interdisziplinäre Kompetenz vorhanden ist, um gerade seltene Erkrankungen mit atypischem Verlauf zeitnah und ohne Quacksalberei (nehmen Sie mal das hier und wenn's nicht hilft...) zu diagnostizieren und therapieren.

    Während die Medizin, was den menschlichen Organismus und seine Funktionsweisen angeht, trotz zwei Jahrtausenden Zeit auch heute noch vor einem Miraculum zu stehen scheint, haben sich manche Wissenschaften bereits dreimal neu erfunden.

    Aber vielleicht liegt es ja tatsächlich an dem fatalen Denkansatz der Branche: Symptom weg = Patient geheilt.

    Der Nächste bitte.
  4. #33

    Zitat von wrdlmpfd Beitrag anzeigen
    Ich habe zum Thema Nahrungsmittelunverträglichkeit auch schon eine gewisse Suche hinter mir.
    Ich vertrage nichts, was über einen gewissen Fettanteil hinausgeht.
    Fing vor vielen an mit den schwersten Sachen (Eisbein und Co.), mittlerweile verursachen Öle, in Öl Gebratenes, Fertigpasta u.v.m. ein solches Drücken und Schmerzen im Bauch, dass ich zuweilen mehr als ein Tag nichts essen kann.
    Sonographie und Magenspiegelung blieben ohne Resultat.
    Der Doc, der mit mir die Untersuchung besprach, riet mir schlicht, die Nahrungsmittel, die ich nicht vertragen würde, zu meiden. Bloß blöd, dass dies immer mehr werden.
    Eine Heilpraktikerin meinte nach einer (an einer Stelle äußerst schmerzhaften) Fußrelfexzonenmassage, dass die schmerzende Stelle meiner Galle entsprochen habe.

    Hat vielleicht der hier teilweise versammelte medizinische Sachverstand einen Tip, der weiterhelfen könnte?

    Danke vorab schon mal :-)
    Gallensteine? Gallenblasenentzündung? Schon mal untersucht worden?
    Um drauf zu kommen, dass die Galle etwas mit Fettverdauungsstörungen zu tun hat, muss man allerdings keine Fußreflexzonenmassage machen - auf die Idee wäre ich auch ohne die Erwähnung der Heilpraktiker-Vermutung gekommen.
  5. #34

    MRT für Patienten mti Angststörung

    Eine Anmerkung zu Whitejacks Beitrag: ich selbst hatte ein Jahr schwerste Panickattacken (mehrmals am Tag), die mit einem Mix aus verschiedenen Psychopharmaka und einer begleitenden Psychotherapie behandelt wurden. Ohne Resultat. Denn nach einem Jahr stellte sich raus, dass ich einen bösartigen Gehirntumor hatte. Wenn ein Tumor auf das sog. limbische System drückt (rechte Gehirnhälfte), wo das Gefühlszentrum sitzt, dann kann das Panickattacken auslösen. So wie bei mir. Ich weiss, dass irren menschlich ist und ich habe es ja auch überlebt. Aber im Nachhinein musste ich feststellen, dass jeder Arzt wissen kann (weil in der Fachliteratur bekannt), dass Panikattacken von Tumoren kommen können. Viel Angst und Verzweifelung für Nichts also.
  6. #35

    Zitat von utzscre Beitrag anzeigen
    Eine Anmerkung zu Whitejacks Beitrag: ich selbst hatte ein Jahr schwerste Panickattacken (mehrmals am Tag), die mit einem Mix aus verschiedenen Psychopharmaka und einer begleitenden Psychotherapie behandelt wurden. Ohne Resultat. Denn nach einem Jahr stellte sich raus, dass ich einen bösartigen Gehirntumor hatte. Wenn ein Tumor auf das sog. limbische System drückt (rechte Gehirnhälfte), wo das Gefühlszentrum sitzt, dann kann das Panickattacken auslösen. So wie bei mir. Ich weiss, dass irren menschlich ist und ich habe es ja auch überlebt. Aber im Nachhinein musste ich feststellen, dass jeder Arzt wissen kann (weil in der Fachliteratur bekannt), dass Panikattacken von Tumoren kommen können. Viel Angst und Verzweifelung für Nichts also.
    es sollten eigentlich immer bildgebende Verfahren (mrt, ct) bei Panickattacken gemacht werden!
    Ich bin froh dass Sie das so gut verkraftet haben, aber da ist eindeutig unsauber gearbeitet worden... Bevor man psychische Erkrankungen diagnostiziert und behandelt, müssen neurologische immer ausgeschlossen oder vorbehandelt werden!!!!
  7. #36

    Zitat von UnitedEurope Beitrag anzeigen
    Wenn Sie Probleme mit Fett haben, ist die Galle ein guter Anhaltspunkt (sehr viel seltener die Bauchspeicheldrüse). Gerade bei Menschen 50+ mit einem ungesunden (Zu viel fette Nahrung, zu wenig Bewegung, Rauchen, Alkohol, ...) Lebensstil, ist die Galle häufig ein Problemherd. Wenn dann noch eine genetische Disposition dazu kommt, ist es quasi vorprogrammiert.
    Wenn Sie es wirklich auf Fett eingrenzen können, wäre darüberhinaus eine Spiegelung des Dünndarms sehr viel interessanter als des Magens.

    Als Ergebnis kann jedoch leider sehr viel in Frage kommen: Von einer Autoimmunreaktion über Enzymstörungen bis zum Tumor. Das lässt sich mit so wenigen Infos nur schwer eingrenzen.
    Danke-dann werde ich den Dünndarm mal untersuchen lassen.
    Schließlich steht in meinem Alter (45) ohnehin die Vorsorge an.
    Meine Großmutter wurde an der Galle operiert, bei meiner Mutter wurden kleinere Steine festgestellt. Mich hat halt gewundert, dass bei mir nichts gefunden wurde.
    Aber diese Untersuchung ist jetzt auch drei Jahre her, vielleicht sollte ich sie-nach Untersuchung des Darms-wiederholen.

    Vielen Dank nochmal, Grüße
  8. #37

    Titellos

    Zitat von utzscre Beitrag anzeigen
    Eine Anmerkung zu Whitejacks Beitrag: ich selbst hatte ein Jahr schwerste Panickattacken (mehrmals am Tag), die mit einem Mix aus verschiedenen Psychopharmaka und einer begleitenden Psychotherapie behandelt wurden. Ohne Resultat. Denn nach einem Jahr stellte sich raus, dass ich einen bösartigen Gehirntumor hatte. Wenn ein Tumor auf das sog. limbische System drückt (rechte Gehirnhälfte), wo das Gefühlszentrum sitzt, dann kann das Panickattacken auslösen. So wie bei mir. Ich weiss, dass irren menschlich ist und ich habe es ja auch überlebt. Aber im Nachhinein musste ich feststellen, dass jeder Arzt wissen kann (weil in der Fachliteratur bekannt), dass Panikattacken von Tumoren kommen können. Viel Angst und Verzweifelung für Nichts also.
    Die Krux daran: Ein Tumor kann quasi alles auslösen. Und zwar wirklich alles, von Impotenz über Niereninsuffiziens bis zum Tot.
  9. #38

    Und jetzt für alle...

    Bäcker, IT-Experten, Beamte, Metzger, Controller, Lehrer und andere, die zwar berufsfremd sind und sich in ihre eigene Profession niemals hineinreden lassen würden, aber jederzeit glauben auch ohne Sachkenntnis von Medizin Ahnung haben und natürlich stets alles besser wissen zu wollen:
    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Mund halten (oder die Finger von der Tastatur lassen)!
    Sie lassen sich nicht erklären, wie man Brötchen backt, Wurst macht oder einen Airbus fliegt, also lassen Sie doch einfach Ihre unqualifizierten Bemerkungen über Dinge, die Sie nur vom Hörensagen her kennen!
    Aber wehe, jemand kommt zu Ihnen und erklärt Ihnen, wie Sie als IT-Experte Fehler am PC beheben sollen! Unerträglich!
  10. #39

    optional

    man hätte natürlich den mann auch weiterhin seine glutenhaltigen lebensmittel essen lassen können, um ihm beim sterben zuzusehen. mediziner sind nicht unfehlbar, aber sie haben dem mann wohl das leben gerettet. in diesem fall auf zöliakie zu schliessen, war eigentlich nicht möglich. im nachhinein ist man natürlich schlauer. und für jeden medizinstudenten, der sich diesen fall angeschaut hat, ist es eine lehre, dass man eben weiter und tiefer nach ursachen forschen muss, selbst wenn die symptome auf andere, offensichtlichere ursachen schließen lassen. aber es war nur eine frage der zeit, bis sich die körnerfresser- und homöopathievoodoofraktion zu wort melden würden. ginge es nach denen, hätte dieser patient wahrscheinlich das zeitliche gesegnet. tumoren wegmassieren, psychiatrische symptome auf internistische geschehnisse zurückführen - ich frage mich, warum sich derlei allwissende universumversteher uns nicht die welt erklären können. wo sie doch den totalen durchblick haben.