Ein rätselhafter Patient: Seltsame Änderung der Persönlichkeit

CorbisÄngstlich, traurig und aggressiv war der Mann früher nicht. Heute braust er schnell auf und fürchtet sich ständig. Die Ärzte versuchen es mit Antidepressiva und Antipsychotika, aber dadurch wird alles nur schlimmer. Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-884559.html
  1. #10

    Idividum

    Jeder ist ein Einzelstück, es gibt keinen Menschen mit gleichen Eiweisen außer bei eineiigen Zwillingen, darum wird die Medizin immer wieder mal auf dem Schlauch stehen. Ein Glück für den jungen Mann, dass die Ursache gefunden
    wurde. Medizinisch gesehen eine gute Arbeit, die Mediziner haben nicht aufgegeben.
  2. #11

    Zitat von UnitedEurope Beitrag anzeigen
    MRT ist immer eine Kostenfrage. Nicht nur die Anschaffung sondern auch der Betrieb. Wenn man aber von einer neurologischen Störung ausgeht, also etwa Schlaganfall, Hirnblutung etc. ist das CCT zur Erstdiagnose das Mittel der Wahl.
    wozu sollte denn ein MRT gut sein bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit? Lasse mich gerne aufklären...
  3. #12

    optional

    Was ich mich gerade frage , ich bin ja kein Arzt, aber WARUM gegeben die ihm erst zig Präparate darunter neuroleptiker und lassen erst dann nachdem der Mann fast an Ende seiner Kräfte ist -sein Blut untersuchen?
  4. #13

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Nur schade, daß die italienischen Spezialisten noch mit der total veralteten CT – Technik arbeiten müssen und sich keine MRT von Siemens leisten können. Sie hätten das Problem bestimmt schon Jahre früher identifizieren können.
    Sie wollen einen Patienten mit schweren Angststörungen in ein MRT-Gerät schieben?
  5. #14

    Nein !

    In der Medizin ist alles da, es muss immer fachübergreifend gearbeteit werden !
    Ich habe das immer gemacht. DRGs und Geld haben keine Bedeutung, sondern nur die korrekte Diagnose und Lösung !
    Alles andere halte ich für fahrlässig, falsch und strafbar !
    Vor den Apparaten und Untersuchungen ist immer eine persönliche gründlichste Untersuchung angebracht, und mit Erfahrung und Intuition kann man hier schon sehr schnell eine richtige Verdachtsdiagnose stellen !
    Dieser Fall ist sicher kompliziert, aber hier ist das Problem, dass man allgemein zu schnell Psychopharmaka gibt, die nie ! ursächlich sind, sondern nur Symptome beeinflussen !
    Ich halte Psychopharmaka generell bis auf wenige Ausnahmen, und wenn, dann nur vorübergehend für kontraproduktiv,
    da die zugrundeliegenden Ursachen angegangen werden müssen.

    Und das ist häufig das Problem. Hier fühlen sich die meisten Psychiater nicht zuständig, und um die Probleme eines Menschen zu verstehen, ist Lebenserfahrung, Religion, Weltanschauung und ganzeinheitliches Denken notwendig.
    Die meisten rein psychischen Störungen kommen aus dem geistigen Bereich, und da sind 99% der Menschen blind auf beiden Augen, und da können Tabletten nur Symptome ändern, niemals aber die Ursache !



    Zitat von Spiegelleserin57 Beitrag anzeigen
    wurde im Artikel nicht beschrieben ob auch wirklich sehr gründlich im Bereich der inneren Medizin alles untersucht wurde. Man landet sehr schnell der Psychiatrie! Es gibt durchaus chronische Bauchprobleme die nicht oft Probleme machen. Ich slebst bin auch ins Krankenhaus eingewiesen worden wegen vermeintlicher Zwerchfellentzündung die keine war nur Laktoseintolerenz. es kommt immer darauf an bei welcher Abteilung man aufgenommen wird. Es wird höchste zeit dass abteilungsübergreifend zusammengearbeitet wird. Die DRGs verhindern da viel und jede Abteilung will ihr Geld verdienen.
    Eine sehr sehr gründlich Abklärung ist die Grundvorraussetzung für eine Diagnose. Ich stelle immer wieder fest dass dabei gespart wird. Bei den allgemeinen Vorsorgen fällt auch manches nicht auf weil nicht untersucht wird. Viele Patienten werden auch nicht mehr gründlich untersucht (z.B. durch Abtasten des Bauches) Da ist vieles verbesserungsfähig.
  6. #15

    richtig schaden mit Psychopharmaka

    Die tollen Psychiater mal wieder. Geben Risperidon einfach mal so, wie früher Haloperidol einfach so gegeben wurde. Ich hoffe der arme Patient verklagt diese Quacksalber! Der bei ihm angerichtete Schaden durch Risperidon ist endgültig!
  7. #16

    Medizin steckt in den Kinderschuhen?

    Die Lebenserwartung hat sich in den letzten zwei Generationen praktisch verdoppelt. Die Medizin steckt durchaus nicht mehr in den Kinderschuhen sondern steckt immer mehr Leute in Greisenpantoffeln (mit allen Vor- und Nachteilen). Das ist mehr als alles esoterische, anthropologische, religiöse oder homöopathische in z.T. bedeutend längerer Zeit leisten konnte. Und damit alle aus Fehlern einzelner lernen kann, werden Fallberichte veröffentlicht, um die Sinne zu schärfen und die Zahl der leider unvermeidbaren Fehldiagnosen zu minimieren. Wer sich an den Fehlern anderer ergötzen will, nur zu!, dann hat jeder was auf seinem Niveau davon.
  8. #17

    So einfach ist es nicht

    Zitat von miamibass Beitrag anzeigen
    Was ich mich gerade frage , ich bin ja kein Arzt, aber WARUM gegeben die ihm erst zig Präparate darunter neuroleptiker und lassen erst dann nachdem der Mann fast an Ende seiner Kräfte ist -sein Blut untersuchen?
    Seien Sie gewiss, dieser Pat. hatte Blutuntersuchungen ohne Ende. Es ist ja nicht damit getan, einfach mal das Blut zuntersuchen und dann steht die Diagnose fest. Sie müssen ja wissen, wonach Sie suchen. Und es gibt Spezialuntersuchungen, die machen nur wenig Labors auf der welt.
  9. #18

    Dann klären Sie uns doch mal auf

    Zitat von christiewarwel Beitrag anzeigen
    Erst mal ordentlich Medikamente verschreiben, vielleicht ist ja was dabei, das hilft. Ohps, es hat nicht die gewünschten Effekte ? Na so was, dann probieren wir es halt mal mit anderen Medikamenten, gerne Psyhopharmaka, am Besten schön ein Leben lang. Funktioniert immer noch nicht? Ausnahmsweise könnte der Arzt dann auf die Idee kommen, doch mal nach der Ursache zu suchen. Das kann allerdings dauern ....
    Sofern der Patient also nicht zwischenzeitlich verstorben sein sollte, freut sich derweil jedenfalls die Pharmaindustrie.
    Verantwortungsbewußtes Handeln sieht anders aus.
    Darf ich fragen, was Sie in dem Fall unternommen hätten?
    Diese Selbstgerechtigkeit ist kaum zu ertragen. Selber nie an einem Krankenbett gestanden und sich dann über die erheben, die sich mühen einem offenkundig schwer kranken Patienten zu helfen, der an einer extrem seltenen und dann auch noch atypisch verlaufenden Krankheit leidet.
  10. #19

    ..

    "In diesem Fall war es hochgradig schwierig, die Diagnose zu stellen", sagt die Wiener Neurologin Elisabeth Fertl"

    so lange man es nicht für nötig hält, auf eine weit verbreitete Lebensmittelunverträglichkeit zu testen, sicherlich. Genauso wie dem Fall des jahrelangen Martyriums einer jungen Frau, die offensichtlich an einer Kuhmilcheiweißunverträglichkeit leidet.
    www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/jahrelange-fehltherapie-gefangen-in-der-eigenen-haut-a-780722.html