Ein rätselhafter Patient: Seltsame Änderung der Persönlichkeit

CorbisÄngstlich, traurig und aggressiv war der Mann früher nicht. Heute braust er schnell auf und fürchtet sich ständig. Die Ärzte versuchen es mit Antidepressiva und Antipsychotika, aber dadurch wird alles nur schlimmer. Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-884559.html
  1. #1

    leider...

    wurde im Artikel nicht beschrieben ob auch wirklich sehr gründlich im Bereich der inneren Medizin alles untersucht wurde. Man landet sehr schnell der Psychiatrie! Es gibt durchaus chronische Bauchprobleme die nicht oft Probleme machen. Ich slebst bin auch ins Krankenhaus eingewiesen worden wegen vermeintlicher Zwerchfellentzündung die keine war nur Laktoseintolerenz. es kommt immer darauf an bei welcher Abteilung man aufgenommen wird. Es wird höchste zeit dass abteilungsübergreifend zusammengearbeitet wird. Die DRGs verhindern da viel und jede Abteilung will ihr Geld verdienen.
    Eine sehr sehr gründlich Abklärung ist die Grundvorraussetzung für eine Diagnose. Ich stelle immer wieder fest dass dabei gespart wird. Bei den allgemeinen Vorsorgen fällt auch manches nicht auf weil nicht untersucht wird. Viele Patienten werden auch nicht mehr gründlich untersucht (z.B. durch Abtasten des Bauches) Da ist vieles verbesserungsfähig.
  2. #2

    Eine reife Schilderung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.
    Der Mann wurde also fast wieder ein bißchen gesund, obwohl ihn die Ärzte so intensiv untersucht und behandelt haben, er hat überlebt. Das läßt darauf hoffen, daß die Medizin in den nächsten Jahrhunderten den Kinderschuhen entwächst. Es stimmt durchweg optimistisch. Irgendwie verspürt man aber auch die unterschwellige Drohung im Artikel, daß man früher oder später doch behandelt werden wird, ob man will oder nicht. Die Ärzte wissen schon was sie machen. Nur schade, daß die italienischen Spezialisten noch mit der total veralteten CT – Technik arbeiten müssen und sich keine MRT von Siemens leisten können. Sie hätten das Problem bestimmt schon Jahre früher identifizieren können. Allerdings wären den Krankenhäusern eine Menge Tagegelder verloren gegangen. Es hat eben alles Vor- und Nachteile, je nach Perpektive.
  3. #3

    Welche Produkte hatte er sonst auf dem Speisezettel?

    "Light"-Produkte mit einer Phenylalanin-Quelle, sprich: Aspartam - oder vielleicht Suppen und Wurst mit Natriumglutamat (oder Hefeextrakt)?
    Beide Stoffe sind verwandt und greifen in den Hirnstoffwechsel ein.
  4. #4

    Wissenschaftsmedizin und Psychatrie sind ein Experiment am lebenden Objekt - dank der Mittel, die ihnen schon in der Ausbildung als einzig wahre beigebracht werden. Wir haben uns schon so daran gewöhnt, dass wir nur noch das Vordergründige sehen. Wer sich in die Obhut dieser Zauberlehrlinge begibt, hat sich selbst aufgegeben. Alle Unverträglichkeiten haben eine Ursache und nicht an der Natürlichkeit des Getreides, sondern an dem, was im eigenen Körper an Giftstoffen angesammelt sind. Es ist beschämend, wie die Menschen über diese Medien verschaukelt werden.
  5. #5

    Typisch Ärzte

    Erst mal ordentlich Medikamente verschreiben, vielleicht ist ja was dabei, das hilft. Ohps, es hat nicht die gewünschten Effekte ? Na so was, dann probieren wir es halt mal mit anderen Medikamenten, gerne Psyhopharmaka, am Besten schön ein Leben lang. Funktioniert immer noch nicht? Ausnahmsweise könnte der Arzt dann auf die Idee kommen, doch mal nach der Ursache zu suchen. Das kann allerdings dauern ....
    Sofern der Patient also nicht zwischenzeitlich verstorben sein sollte, freut sich derweil jedenfalls die Pharmaindustrie.
    Verantwortungsbewußtes Handeln sieht anders aus.
  6. #6

    Titellos

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Der Mann wurde also fast wieder ein bißchen gesund, obwohl ihn die Ärzte so intensiv untersucht und behandelt haben, er hat überlebt. Das läßt darauf hoffen, daß die Medizin in den nächsten Jahrhunderten den Kinderschuhen entwächst. Es stimmt durchweg optimistisch. Irgendwie verspürt man aber auch die unterschwellige Drohung im Artikel, daß man früher oder später doch behandelt werden wird, ob man will oder nicht. Die Ärzte wissen schon was sie machen. Nur schade, daß die italienischen Spezialisten noch mit der total veralteten CT – Technik arbeiten müssen und sich keine MRT von Siemens leisten können. Sie hätten das Problem bestimmt schon Jahre früher identifizieren können. Allerdings wären den Krankenhäusern eine Menge Tagegelder verloren gegangen. Es hat eben alles Vor- und Nachteile, je nach Perpektive.
    MRT ist immer eine Kostenfrage. Nicht nur die Anschaffung sondern auch der Betrieb. Wenn man aber von einer neurologischen Störung ausgeht, also etwa Schlaganfall, Hirnblutung etc. ist das CCT zur Erstdiagnose das Mittel der Wahl.
  7. #7

    Habe nun ach! ... Medizin studiert ... mit heißem Bemühen.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ärzte versuchen es mit Antidepressiva und Antipsychotika, aber dadurch wird alles nur schlimmer. Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.
    Wundervoll! Immer wenn ich diese Kolumne lese, weiß ich wieder, woher das Wort "herumdoktern" stammt.

    Verwunderlich, dass die diversen Ärztelobbys noch nicht interveniert haben. Aber na ja, kann ja noch kommen.

    So schließen wir das Ganze passenderweise auch mit Goethes Faust:

    "Da steh ich nun ich armer Tor,
    und bis so klug als wie zuvor!"

    Wochenendliche Grüße an alle "Symptombekämpfer"!
  8. #8

    Rätselhafte Motivation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ängstlich, traurig und aggressiv war der Mann früher nicht. Heute braust er schnell auf und fürchtet sich ständig. Die Ärzte versuchen es mit Antidepressiva und Antipsychotika, aber dadurch wird alles nur schlimmer. Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.

    Neurologische Schäden durch Gluten-Unverträglichkeit - SPIEGEL ONLINE
    Hoffentlich steht der Patient bald wieder vollschichtig zum Arbeitseinsatz zur Verfügung, damit er keinen Grund mehr zum Aufbrausen hat Deswegen treibt man doch den ganzen Aufwand, oder? Schließlich ist er ja nicht etwa Kronzeuge z.B. in einem Geldwäscheprozess, der eine dauerhafte Unterbringung und Hilfe rechtfertigen würde...
  9. #9

    Besserwisser

    Liebe Forenten, die ihr ja mal wieder alles besser wisst und euch empört: Es gibt nun mal Erkrankungen, die nicht sofort zu diagnostizieren sind. Würde man jeden Menschen einer sofortigen Maximaldiagnostik unterziehen, wäre der Aufschrei ebenfalls groß. Diejenigen, die jetzt wieder selbstgerecht auf "die Ärzte" schimpfen und anscheinend wieder alles besser wissen, sollen sich doch selbst behandeln!