US-Strahlenruine Hanford: Lecks in sechs unterirdischen Atommmülltanks

Getty ImagesLeck in dem am schwersten verstrahlten Ort der westlichen Hemisphäre: In der Ex-Plutoniumfabrik Hanford an der US-Westküste sind sechs unterirdische Tanks undicht. Der Gouverneur des Bundesstaats Washington nannte die Nachricht "beunruhigend" - eine akute Gefahr bestehe aber offenbar nicht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-885114.html
  1. #80

    Dann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leck in dem am schwersten verstrahlten Ort der westlichen Hemisphäre: In der Ex-Plutoniumfabrik Hanford an der US-Westküste sind sechs unterirdische Tanks undicht. Der Gouverneur des Bundesstaats Washington nannte die Nachricht "beunruhigend" - eine akute Gefahr bestehe aber offenbar nicht.

    US-Strahlenruine Hanford: Sechs unterirdische Atommmülltanks lecken - SPIEGEL ONLINE
    bin ich im Gegensatz zum Gouverneur beruhigt - es besteht keine akute Gefahr. Warum auch.....
  2. #81

    In 50 Jahren braucht doch kein Mensch mehr so ein Endlager.
    Da wird der ganze Müll einfach auf irgendwelche Planeten/Monde geflogen/geschossen.
    Vielleicht dauert es auch noch 100 Jahre. Aber das wird definitiv so kommen...
  3. #82

    Sobald

    Zitat von Zak Beitrag anzeigen
    In 50 Jahren braucht doch kein Mensch mehr so ein Endlager.
    Da wird der ganze Müll einfach auf irgendwelche Planeten/Monde geflogen/geschossen.
    Vielleicht dauert es auch noch 100 Jahre. Aber das wird definitiv so kommen...
    eine Transportrakete dabei ist, die Challenger heißt, sollten Sie aber dann ein mulmiges Gefühl bekommen - wenigstens ein bischen....
  4. #83

    Kommentare

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Oha, Sie sind ein völlig Ahnungsloser. Uranerz hat bestenfalls eine extrem geringe Energiedichte. Der weltweite aktuelle Bedarf an Uran beträgt knapp 60.000 t jährlich und Uranerz hat einen Gehalt von rund 0,028 Gew.% spaltbarem Uran. Rechnen Sie sich selber aus, wieviel Tonnen Uranerz man fördern muss um auf 60.000 t zu kommen. Dazu kommt dann noch der Abraum.
    Selbst wenn Sie recht hätten (ich las auch von Anreicherungsgraden bis zu 15% Uran (Sauerstoff des Oxids bereits subtrahiert)), allein Steinkohle werden weltweit 6 000 000 000 t jährlich gefördert. Damit bleibt immer noch eine 10 fache (nach Ihrer niedrigen Angabe) bis 5000 fach größere Energiedichte des Uranerzes, wenn man berücksichtigt, dass Nukleare Elektrizitätserzeugung ca. 1/4 der Kohleerzeugung ausmacht (Quelle: Wikipedia, electricity generation).

    Außerdem: Meine Hauptargumentation war, dass Nuklearenergie inklusive Förderung(!) im Vergleich mit anderen Erzeugungsarten bereits mehrfach umfassend wissenschaftlich untersucht wurde und als am wenigsten gesundheitsschädlich gegenüber allen anderen Energieerzeugungsmethoden (mit gewissen Unsicherheiten; sicher aber wesentlich besser als Kohlekraft und Wasserkraft) befunden wurde. Vielleicht können Sie mir eine gegenteilige Studie aus einem anerkannten Magazin (es muss ja nicht gleich The Lancet sein, das wohl zweitbeste medizinische Fachjournal der Welt) nennen? Ich habe bisher wirklich nur eben diese These untermauernde Studien gefunden, aber ich würde auch gerne den Glauben an die Ratio der Menschheit wiedergewinnen *Seufz*
    ...vielleicht eher der Deutschen; zumindest in den US höre ich die genannten Fakten häufiger in Diskussionen .

    Zitat von sachgerecht
    Für den mikrigen Energieanteil hat ihre heilige Atomindustrie schon eine Menge Menschenleben auf dem Gewissen.
    Ich weise darauf hin dass die zitierte Studie Todesopfer und Erkrankungen pro GWh, also pro Energieeinheit, angibt. Wenn pro elektrischer Energieeinheit Nuklearenergie am wenigsten gesundheitsschädlich ist, was folgt wohl daraus? Außerdem ist der Anteil an der weltweiten Stromerzeugung (im Gegensatz zu dem an gesamten Energieerzeugung inkl. Verkehr und Heizung) 16%: Stromerzeugung

    Zitat von sachgerecht
    Es ist ja hinreichend bekannt, dass auf ihrer Seite grundsätzlich jeder Unfall erst dann zugegeben wird, wenn der Atompils schon aus Anlage quillt und dann werden die Nebelkerzen geworfen.
    Erstens bin ich in keiner Weise und ich war in meinem bisherigen Leben niemals assoziiert mit überhaupt irgendeiner Industrie, schon gar nicht der nuklearen und ich habe nie für oder in der Wirtschaft gearbeitet. Zweitens scheint es in Bezug auf die Gesundheitsfolgen von anderen Elektrizitätserzeugungsarten allgemein sehr viel größere Faktendefizite zu geben als bei der nuklearen.
  5. #84

    Der gelagerte Atommüll läßt sich ja spottbillig entsorgen, wenn ich die Meldung des Spiegels richtig interpretiere.Können diese Entsorgerfirmen nicht auch unseren Atommüll entsorgen? So billig geht es bei uns nicht.
  6. #85

    optional

    Macht euch doch keine Sorgen um die Radioaktivität in Hanford. Hanford ist ganz weit weg. Das ist für uns relativ unbedenklich.
    Schaut lieber mal zur Asse, nach Gorleben oder nach Morsleben. Da haben wir nahezu ein identisches Problem-geschaffen durch Unehrlichkeit und Lüge, durch Dummheit und Wegsehen. Es ist vielleicht ganz gut, wenn in einem der drei "Lager" das verseuchte Wasser bis zum Grundwasser ansteigt, dieses verseucht und eine ganz große Region evakuiert werden muss. Dann werden die Leute (auch die in Bayern und Baden Württemberg) vielleicht anfangen nachzudenken was man sich bisher so alles selbst vorgelogen hat. Also: Macht euch keine Sorgen um Hanford.
  7. #86

    Banale Antwort

    Zitat von FunkR Beitrag anzeigen
    „Hanford ist der radioaktiv am schwersten verstrahlte Ort in der westlichen Hemisphäre.“
    Was ist mit Tschernobyl, Fukushima und Mailuusuu?
    Alle 3 in der östlichen Hemisphäre
  8. #87

    Zitat von vvizard Beitrag anzeigen
    Selbst wenn Sie recht hätten (ich las auch von Anreicherungsgraden bis zu 15% Uran (Sauerstoff des Oxids bereits subtrahiert)),
    Ein Anreicheirungsgrad im Erz von 15% spaltbarem Uran? Und es entsteht keine Kettenreaktion? In Physik nicht aufgepasst?

    allein Steinkohle werden weltweit 6 000 000 000 t jährlich gefördert. Damit bleibt immer noch eine 10 fache (nach Ihrer niedrigen Angabe) bis 5000 fach größere Energiedichte des Uranerzes, wenn man berücksichtigt, dass Nukleare Elektrizitätserzeugung ca. 1/4 der Kohleerzeugung ausmacht (Quelle: Wikipedia, electricity generation).
    Bei welchem Wirkungsgrad? Bei Kohle wird auch, und immer öfter gleichzeitig, auch die Wärme direkt genutzt, was bei AKW nicht möglich ist ohne den Wirkungsgrad zu senken, während bei Kohle er erhöht wird. Zudem wird Kohle auch zur Stahlerzeugung genutzt.

    Außerdem: Meine Hauptargumentation war, dass Nuklearenergie inklusive Förderung(!) im Vergleich mit anderen Erzeugungsarten bereits mehrfach umfassend wissenschaftlich untersucht wurde und als am wenigsten gesundheitsschädlich gegenüber allen anderen Energieerzeugungsmethoden (mit gewissen Unsicherheiten; sicher aber wesentlich besser als Kohlekraft und Wasserkraft) befunden wurde.
    Falsch. Es gibt nicht eine einzige Studie, bei der die Opfer des Uranabbaus berücksichtigt wurden. Und es gibt nur ganz wenige Studien, die die Opfer von nuklearen Betriebsunfällen berücksichtigen und wenn, dann geht man von völlig falschen Opferzahlen aus.

    Im übrigen werden die Staudämme von Wasserkraftwerken hauptsächlich zur Wasserregulierung genutzt.

    Vielleicht können Sie mir eine gegenteilige Studie aus einem anerkannten Magazin (es muss ja nicht gleich The Lancet sein, das wohl zweitbeste medizinische Fachjournal der Welt) nennen?
    Eine gegenteilige Studie zu was? Nennen Sie doch zuerst mal eine Studie, in der sämtliche Opfer berücksichtigt worden sind.

    Ich weise darauf hin dass die zitierte Studie Todesopfer und Erkrankungen pro GWh, also pro Energieeinheit, angibt.
    Aber ohne die Opferzahlen vom Uranabbau und meistens fehlen auch die Opferzahlen von Unfällen.

    Wenn pro elektrischer Energieeinheit Nuklearenergie am wenigsten gesundheitsschädlich ist, was folgt wohl daraus?
    Wenn ..., ist es aber nicht.

    Zweitens scheint es in Bezug auf die Gesundheitsfolgen von anderen Elektrizitätserzeugungsarten allgemein sehr viel größere Faktendefizite zu geben als bei der nuklearen.
    Sie sagen es, es scheint nur so zu sein. Tatsächlich ist es genau umgekehrt.
  9. #88

    Und warum ....

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Was die BILD dazu sagt, ist doch völlig Wurscht, aber eine kurze Eingabe zu Hanford und Atommüll bringt Ihnen allein mindestens 15 deutschsprachige Zeitungen, Onlinemagazine, Fernsehsender, Radiosender, Blogs etc, die heute darüber berichten.
    BILD ist übrigens nicht dabei.
    Und warum melden die das heute alle? Unter dem SPON-Artikel steht AP. Das ist die Nachrichtenagentur Associated Press. Und die hat die Meldung verbreitet. Alle anderen haben sich der Meldung nur angeschlossen.

    Die BILD hat vielleicht das

    Strahlenangst

    DER SPIEGEL*47/2007 - Legenden vom bösen Atom

    gelesen. Sie hat vorher mitgekriegt, dass "keine Gefahr" besteht. So steht es auch im SPON-Artiekel.
  10. #89

    Die gab es ....

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    ....
    Allein in Deutschland gab es bis 1990 rund 35.000 Opfer im Uranbergbau und noch ....
    Die gab es vorrangig in der DDR. Dort hat der Staat sich für Umweltschutz kaum interessiert.

    DER SPIEGEL*47/2007 - Legenden vom bösen Atom

    Aber das war nicht nur an der Stelle so. Auch in anderen Industriebereichen gab es kein Interesse. Ich kann mich noch an den Besuch einer Firma irgendwo im Mansfelder Land erinnern. Die ganze Stadt stank extrem nach Brom. Zu Schulzeiten haben wir auch mal ein Kalkwerk besucht. Mit Filtern war dort nichts. Im gesamten Ort waren die Dächer aller Häuser schneeweiß. Und es hat extrem im Hals gekratzt. Und wenn man an Wolfen mit dem Zug vorbeigefahren ist, konnte man die Schornsteine mit extrem gelben Qualm vor blauem Himmel beobachten. Die Toten und Kranken hat niemand gezählt.

    Jede Technik, jede Technologie hat irgendwo ein Risiko. Dieses Risiko muss minimiert werden. Dafür sind Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, die regelmäßig verbessert werden müssen. Eine Technologie kann man deshalb nicht ablehnen. Dann würde es keine Entwicklung geben.