Syrien: Opposition will Regierung für "befreite Zonen"

DPA/ SANADie syrische Opposition will für die von ihr kontrollierten Gebiete eine Übergangsregierung bilden. Über die Zusammensetzung des Kabinetts soll bereits am 2. März entschieden werden. Dies beschloss das größte regimekritische Bündnis bei einer Tagung in Kairo.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-885106.html
  1. #1

    welche befreiten zonen?

    ich habe bis jetzt noch von keinem größerem zusammenhängendem gebiet gehört das von den terroristen gehalten wird. Selbst im grenzgebiet zur türkei ist die reguläre armee noch am agieren. Sind die "rebellen" jetzt völlig grössenwahnsinnig geworden, oder soll hier ein nicht vorhandener status quo erschaffen werden?
  2. #2

    Wer wählt denn diese "Regierung" ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die syrische Opposition will für die von ihr kontrollierten Gebiete eine Übergangsregierung bilden. Über die Zusammensetzung des Kabinetts soll bereits am 2. März entschieden werden. Dies beschloss das größte regimekritische Bündnis bei einer Tagung in Kairo.

    Syrien: Opposition will Regierung für "befreite Zonen" - SPIEGEL ONLINE
    Und dürfen die vertriebenen Christen und Alawiten auch wählen ?
    Dürfen sie wieder zurück in ihre Orte, Dörfer und Häuser ?
    Dürfen auch Frauen wählen ?
    Darf die UN diese Wahl beobachten ?
    Oder setzen da Katar und Saudiarabien ihre Statthalter ein ?
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die syrische Opposition will für die von ihr kontrollierten Gebiete eine Übergangsregierung bilden. Über die Zusammensetzung des Kabinetts soll bereits am 2. März entschieden werden. Dies beschloss das größte regimekritische Bündnis bei einer Tagung in Kairo.

    Syrien: Opposition will Regierung für "befreite Zonen" - SPIEGEL ONLINE
    und neu-kölln beschliesst, den kalifatstaat auszurufen.

    das gleiche in grün und nicht hinnehmbar.
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die syrische Opposition will für die von ihr kontrollierten Gebiete eine Übergangsregierung bilden. Über die Zusammensetzung des Kabinetts soll bereits am 2. März entschieden werden. Dies beschloss das größte regimekritische Bündnis bei einer Tagung in Kairo.

    Syrien: Opposition will Regierung für "befreite Zonen" - SPIEGEL ONLINE
    Wenn es tatsächlich gelingen sollte, eine funktionsfähige Gegenregierung zu installieren, wäre dies ein wohl ein Riesenschritt für die Rebellen.

    Offenbar ist ihnen zeitgleich ein weiterer Coup gelungen. Berichten zu Folge sind die Nukleareinrichtungen von al Kibar nun in der Hand der Rebellen. Strategisch dürfte ihre Bedeutung nach der Zerstörung des Reaktors gegen Null gefallen sein, dennoch gehörten die Objekte zu den wichtigsten Geheimnissen des Regimes und Assad verweigerte jegliche Kooperation mit der Weltgemeinschaft, nachdem eine erste Untersuchung Beweise für die Urananreicherung an diesem Ort gefunden hatten.

    Symbolisch ist der Verlust der Kontrolle über diese Geheimnisse vergleichbar mit der Einnahme eines Palastes der Herrscherfamilie, auch wenn nicht damit gerechnet werden kann, dass "nächste Woche" ein Team von UN-Inspekteuren eine neue Mission startet. Im Gegensatz zu ein paar Mörsergranaten, welche in der Nähe eines seiner Paläste einschlugen, sind diese Objekte objektiv seinem Einfluss entzogen.

    Die Einnahme der Einrichtungen ist wohl ein unübersehbarer Beweis dafür, dass Assad "sein Wasser nicht mehr halten kann."
  5. #5

    Was wohl unter

    ..zu verstehen sein wird, wissen wohl nur die Islamisten-Brüder und deren sich im Versteck haltenden Schergen z.T. mit ausländischer Provenienz. Ob diese nicht autochthonen "Kräfte" in der Lage sein werden, das Land wirtschaftlich wieder auf die Beine zu bringen, dürfte mehr als fraglich sein. Falls die Waffen tatsächlich schweigen würden, könnte die nächste Phase einer psychologischen Kriegsführung Platz machen. Dann wird sich herausstellen, ob bloss mit dem Koran in der Hand die enormen physischen und psychischen Schäden behoben werden können. Zweifel sind angebracht.
  6. #6

    Zitat von juri-gagarin Beitrag anzeigen
    ich habe bis jetzt noch von keinem größerem zusammenhängendem gebiet gehört das von den terroristen gehalten wird. Selbst im grenzgebiet zur türkei ist die reguläre armee noch am agieren. Sind die "rebellen" jetzt völlig grössenwahnsinnig geworden, oder soll hier ein nicht vorhandener status quo erschaffen werden?
    Endgame. Millitärisch ist nichts mehr zu gewinnen, daran glauben nur noch die Islamisten denen ist aber auch egal, wie Syrien als Staat danach aussieht solange sie ihre Auslegung des Islam durchsetzen. Den etwas ernsthafteren Menschen, welche an politischer Macht interessiert sind, schwimmen die Felle davon. Die sind sich klar darüber, das sie dieses Ziel nur noch über Verhandlungen (einschliesslich Verhandlungen über ihre eigene zukünftige Rolle) erreichen. Mit der Gruppe die sich jetzt in Cairo trifft, wird das nichts. Die wollen nichts verhandeln geschweige denn, einen wie auch immer gearteten Deal beschliessen. Also bilden wir mal eine Regierung, die regiert zwar praktisch nichts sieht aber gut am Verhandlungstisch aus. Und spätestens wenn die sich mit den Baath Leuten auf Posten und Pöstchen geeinigt haben, dann wird vollends klar, das der ganze Unsinn längst in einen Bürgerkrieg entlang konfessionellen Linien eskaliert ist und die moderateren Kräfte in irgendwelchen Regierungen längst keine Rolle in diesem Bürgerkrieg mehr spielen. Die Amis wirds nicht interessieren, dann berichtet CNN einfach weniger. Die Europäer haben das Problem vor der eigenen Haustür und keinerlei Idee, wie sie dann damit umgehen obwohl sie sich wohl darüber im klaren sind, das es ihre ureigenen Sicherheitsinteressen betrifft. Ich denke mal man wird dann Fr.Merkel auf der Suche nach Hilfe und Ratschlag nach Moskau schicken.
  7. #7

    .

    Zitat von JDR Beitrag anzeigen
    Wenn es tatsächlich gelingen sollte, eine funktionsfähige Gegenregierung zu installieren, wäre dies ein wohl ein Riesenschritt für die Rebellen.

    Offenbar ist ihnen zeitgleich ein weiterer Coup gelungen. Berichten zu Folge sind die Nukleareinrichtungen von al Kibar nun in der Hand der Rebellen. Strategisch dürfte ihre Bedeutung nach der Zerstörung des Reaktors gegen Null gefallen sein, dennoch gehörten die Objekte zu den wichtigsten Geheimnissen des Regimes und Assad verweigerte jegliche Kooperation mit der Weltgemeinschaft, nachdem eine erste Untersuchung Beweise für die Urananreicherung an diesem Ort gefunden hatten.

    Symbolisch ist der Verlust der Kontrolle über diese Geheimnisse vergleichbar mit der Einnahme eines Palastes der Herrscherfamilie, auch wenn nicht damit gerechnet werden kann, dass "nächste Woche" ein Team von UN-Inspekteuren eine neue Mission startet. Im Gegensatz zu ein paar Mörsergranaten, welche in der Nähe eines seiner Paläste einschlugen, sind diese Objekte objektiv seinem Einfluss entzogen.

    Die Einnahme der Einrichtungen ist wohl ein unübersehbarer Beweis dafür, dass Assad "sein Wasser nicht mehr halten kann."
    Das müssen Sie mir aber jetzt bitte noch mal langsam erklären, dort wurde ein Kernreaktor zerstört?? Also jetzt muß ich aber auch mal nach den BELEGEN fragen, wie die Kriegsbegeisterten hier immer so fordern.
  8. #8

    Warum trifft sich die syrische Opposition denn nicht in diesen "befreiten Gebieten" ?

    Zitat von juri-gagarin Beitrag anzeigen
    ich habe bis jetzt noch von keinem größerem zusammenhängendem gebiet gehört das von den terroristen gehalten wird. Selbst im grenzgebiet zur türkei ist die reguläre armee noch am agieren. Sind die "rebellen" jetzt völlig grössenwahnsinnig geworden, oder soll hier ein nicht vorhandener status quo erschaffen werden?
    Sondern in Kairo, bei den Moslembrüdern.
    Wieviele der Oppositionellen der "SNC" s, also des "Syrian National Council" und der "Syrischen Nationalen Coalition" haben denn die syrische Staatsangehörigkeit ? Und woher nehmen diese Leute ihre Berechtigung im Namen aller Syrer reden zu dürfen ?
    Aber solange sie ja von Katar und Saudiarabien großzügig unterstützt werden riskieren sie eine große Lippe und lehnen sogar eine Teilnahme an dem Treffen der "Freunde Syriens" nächste Woche in Rom ab, obwohl da sogar der neue US Aussenminister Kerry dabeisein will.

    ..."We are not going to Rome."...sagte der Verbindungsmann Katars und SaudiArabiens zur "Syrischen Nationalen Coalition", Adib Shishakly, gestern zu cnn.

    Er hat wohl Angst die "Freunde Syriens" könnten da einige unangenehme Fragen zu den Bombenattentaten stellen, denn wer kann es sich leisten offiziell Terroristen zu unterstützen.
    Die Einstufung von Al-Nusra zu einer Terrororganisation durch die US Regierung hat Katar und SaudiArabien wohl brüskiert. Die Al Nusra, al Kaida und Ansar al-Islam Leute innerhalb der SNCs sind da jetzt natürlich in ihrer Reisetätigkeit begrenzt.

    Und so bleibt das "befreite Gebiet" Kairo, Ägypten. Man kann sich ja nicht immer nur in Katar treffen.
  9. #9

    Ich nehme an,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die syrische Opposition will für die von ihr kontrollierten Gebiete eine Übergangsregierung bilden. Über die Zusammensetzung des Kabinetts soll bereits am 2. März entschieden werden. Dies beschloss das größte regimekritische Bündnis bei einer Tagung in Kairo.

    Syrien: Opposition will Regierung für "befreite Zonen" - SPIEGEL ONLINE
    Westerwelle hat die schon anerkannt, bevor sie sich überhaupt gebildet hat?
    Damit hätte er sich die Ehrenmitgliedschaft bei Taliban und AlQaida verdient.