Schwache Wirtschaft: Euro-Retter sorgen sich um Frankreich

REUTERSDer wirtschaftliche Ausblick mies, das Defizit über den EU-Vorgaben: Die Sorgen um das schwächelnde Frankreich wachsen. EZB-Mann Asmussen drängt zum Sparen, EU-Kommissar Rehn zu raschen Reformen. CDU-Fraktionsvize Fuchs nennt die Grande Nation ein "Sorgenkind des Euro-Raums".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-885082.html
  1. #1

    Ganz einfach

    Wenn der französische Staat sparen muss, dann fällt eines der zwei Möglichkeiten weg um Wachstum zu erzeugen. Es bleibt der Exportüberschuss.


    Diesen zu erzielen ist ganz einfach: Die Mindestlöhne herabsetzen. Zwar sind in der Exportindustrie typischerweise höhere Löhne an der Tagesordnung. Die Anpassung der Mindestlöhne hat aber, genau wie Hartz IV, Auswirkung auf das ganze allegmeine Lohnniveau.

    Zu dumm: Der sozialistische Präsident wird wohl nicht als Mindestlohnsenker in die Geschichte eingehen wollen. Und lieber Herr Hollande: Am Euro-Wechselkurs rum zu pfuscheln macht derzeit die EZB (noch?) nicht mit.
  2. #2

    Wiederholungen

    Man kann es drehen und wenden wie man es will, Bosse, Banken und Börse bestimmen die Wirtschafts- und Finanzwelt und Brüssel ist weit weg vom Steuerzahler und Sparer. Die Billion ist auch schon abgenickt, schaun mir mal ob das für die nächste 5 Jahre reicht, das wär wirklich optimistisch positiv. Nein die Wiederholungen haben nun neue Methoden: Vorgestern Griechenland, gestern Spanien und Irrland, heute Frankreich, und morgen Italien und so drehen die Gauckler ihren Leierkasten und jammen den Menschen ängstliche Melodien vor. Ja, Freude schöner Götzendiest sorry Göterfunken.
  3. #3

    Fällt mit dem Staatsbankrott der Welschen das Spielgeldeuro Kartenhaus?

    Die Spatzen pfeifen es ja schon seit geraumer Zeit von den Dächern, doch nun haben auch die berüchtigten Bewertungsgesellschaften so ihre Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Welschen bekundet und in der Tat steigt deren Schuldenstand stark an, während Einsparungen wegen dem Straßenlärm unmöglich erscheinen und zudem die dortigen Parteiengecken ihre Wahlen mit üppigen Versprechungen zu gewinnen suchen; und allenfalls versucht man danach den Mittelstand, als angebliche Reiche, mittels Steuern zu ruinieren, während man natürlich den wahrhaft Reichen keinerlei Abbruch tut.
    Wie in Italien oder Griechenland ist daher ein Staatsbankrott unvermeidlich, mag man diesen auch mit einer Geldentwertung zu bemänteln versuchen; interessant werden hierbei vor allem die Folgen für das Spielgeld Euro sein, denn immerhin haften die Welschen bei diesem mit gut 20% und so dürfte mit deren Ausfall das ganze Kartenhaus endlich in sich zusammenfallen, wogegen auch ein mögliches Gelddrucken nichts hilft.
  4. #4

    Honecker hatte Recht

    Der Sozialismus nimmt seinen natürlichen Lauf in die Pleite. Schulden rauf, Steuern rauf, Arbeitszeit runter, Leistungsträger raus, das kann nicht ewig gut gehen.
  5. #5

    und was noch ?

    "Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) nannte Frankreich ein "Sorgenkind im Euro". Er sprach sich für Reformen bei den Arbeitszeiten und der Rente aus; eine 35-Stunden-Woche und eine Rente mit 60 seien nicht mehr zeitgemäß. "Frankreich hat ein Problem", sagte Fuchs. Wissen Sie Was, ? Deutsche und französische Arbeitnehmer gehen ungefähr im selben Alter auf Rente, zwischen 62 und 63 Jahren... Das Gesetz zum Rentenanspruch mit 60 gilt nur für Arbeitnehmer, die schon sehr früh angefangen haben (also keine Studiengänger)... Und dann sollte man noch dazufügen, dass die Lebenserwartung für diese Leute mindestens 10 Jahre kürzer ist, als die in höheren Stellen !
    Die französischen Arbeitszeiten ? Die Produktivität ist einer der höchsten in der Welt !
  6. #6

    zeitgemäß

    Zitat von aus dem Artikel
    Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) nannte Frankreich ein "Sorgenkind im Euro". Er sprach sich für Reformen bei den Arbeitszeiten und der Rente aus; eine 35-Stunden-Woche und eine Rente mit 60 seien nicht mehr zeitgemäß. "Frankreich hat ein Problem", sagte Fuchs.
    Ach ja? Ein faires Rentenalter ist nicht mehr zeitgemäß? Ist das jetzt von irgend einer Mode abhängig?

    Tatsache ist: das BIP Frankreichs ist nicht gefallen, sondern ist sogar ein klein wenig gestiegen. Warum also kann sich Frankreich dann plötzlich keine Sozialleistungen mehr leisten, die es sich noch leisten konnte, als es viel ärmer war als heute?

    In Deutschland lügt man in dem Fall den Menschen gerne was von den angeblichen Zwängen der demographischen Entwicklung vor. In Frankreich greift diese Lüge aber nicht. Was ist denn da die Ursache?

    Richtig: in Deutschland genau so wie in Frankreich und allen anderen entwickelten Staaten ist der Grund für Sozialabbau überall derselbe. Die Reichen zahlen keine Steuern mehr, und wenn die Reichen mal irgendwo Verluste einfahren, dann lassen sie den Steuerzahler dafür aufkommen.
  7. #7

    Tja

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Der Sozialismus nimmt seinen natürlichen Lauf in die Pleite. Schulden rauf, Steuern rauf, Arbeitszeit runter, Leistungsträger raus, das kann nicht ewig gut gehen.
    Mal im Ernst: Ich hätte nicht gedacht, dass im makroökonomisch geprägten 21. Jahrhundert selbst ein Sozialist so unglücklich operiert.

    Allerdings muss man feststellen, dass die Probleme Frankreichs schon vor ihm da waren.
  8. #8

    Das Geplärre...

    der Ultra-Liberalen dient doch nur dazu, die europäischen Arbeitnehmer auf ein chinesisches Niveau runterzudrücken um die Dividenden der Ultra-Reichen immer höher zu drehen ! Das Wirtschaftswachstum, das goldene Kalb der Ultra-Liberalen, bringt leider nicht viel für die Leute, die den "Reichtum" schaffen, also wirklich "arbeiten" !
  9. #9

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Wenn der französische Staat sparen muss, dann fällt eines der zwei Möglichkeiten weg um Wachstum zu erzeugen. Es bleibt der Exportüberschuss.


    Diesen zu erzielen ist ganz einfach: Die Mindestlöhne herabsetzen. Zwar sind in der Exportindustrie typischerweise höhere Löhne an der Tagesordnung. Die Anpassung der Mindestlöhne hat aber, genau wie Hartz IV, Auswirkung auf das ganze allegmeine Lohnniveau.

    Zu dumm: Der sozialistische Präsident wird wohl nicht als Mindestlohnsenker in die Geschichte eingehen wollen. Und lieber Herr Hollande: Am Euro-Wechselkurs rum zu pfuscheln macht derzeit die EZB (noch?) nicht mit.
    Noch ein paar Menschen ausrottungs fantasien? Wenn die Leute keine Löhne mehr haben verhungern sie - und kaufen auch nix mehr - damit retten sie keinen - den auch wie die Target2 Salden zeigen - mit Ungedeckten Schuldscheinen können nichts kaufen - das mögen so Länder die Öl und Seltene Erden als Rohstoffe liefern auch nicht - die nehmen das schon nicht mehr an!

    Kleiner Hinweis - wer den Menschen versucht ihre Lebensgrundlage zu nehmen erlebt irgend wann die böse Überrauschung das er etwas kopflos wird .. ist keine wirklich gute Idee dieses "Wir müssen wegen dem Geld unseren Kopf opfern" - aber ich denke sie spielen da ja schon Vorreiter!