Betrug durch Doping: US-Justizministerium klagt gegen Armstrong

APLance Armstrong muss sich mit einer weiteren Klage auseinandersetzen: Nach dessen Doping-Geständnis hat das US-Justizministerium angekündigt, den Texaner wegen Betrugs vor Gericht verantwortlich machen zu wollen. Armstrong habe dem staatlichen Unternehmen U.S. Postal erheblich geschadet.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/do...-a-885100.html
  1. #10

    Zitat von Radtourist Beitrag anzeigen
    diejenigen Radsportler, die Armstrong erpreßt und bedroht hat, dürften auch erwähnenswerte Schadensersatzklagen gegen ihn führen. Seine Geldwäsche-Anlage (Livestrong-Stiftung) kann er auch schließen - bzw von den dort geprellten Mitarbeitern und auch Spendern können ebenso massive juristische Schritte unternommen werden. Hoffe ich zumindest

    Mir liegt es fern Armstrong in Schutz nehmen zu wollen, fuer das was er tatsaechlich getan hat. Man sollte aber zunaechst mal bei den Sachen bleiben, die man tatsaechlich auch beweisen kann. Das ist ja lange genug schwer genug gefallen und was in einem ordentlichen Verfahren, dass auf echten Beweisen und glaubwuerdigen Zeugen fusst, duerfte das auch noch ein Problem werden.

    Die Armstrong Stiftung als "Geldwaescheanlage" zu diffarmieren, finde ich auch schlimm. Darum sollte einem die ganze Sache sowieso am meisten leid tun. Dort wurde in wird hervorrande Arbeit geleistet, die mit der ganzen Radsportaffaere gar nichts zu tun hat. Erst ist dort von seinen Aemtern ja auch schon vor laengerer Zeit zurueckgetreten.

    Wie gesagt, das entschuldigt nichts, ich frage mich aber auch, warum man sich Armstrong mit derartiger Haerte jetzt als Protagonisten in einem Schauprozess rausgepickt hat, wenn jeder weiss, dass ALLE Profisportler mit unzulaessigen Mitteln nachhelfen. Alle. Da bin ich mir ganz sicher. Anders geht das heute nicht mehr - und wahrscheinlich war auch das schon immer so. Ich warte noch drauf, dass die pfiffigen Anwaelte dieses Pistorius jetzt damit um die Ecke kommen, dass er wegen Dopingmitteln (in der Zahnpasta) waehrend der Tat unzurechnungsfaehig war und das alles im Testestoronrausch passier ist.

    Bei Armstron vermute ich politische Gruende, warum man ihn rausgepickt hat und alle anderen Fahrer und Sportler aus anderen Bereichen davonkommen laesst.

    Am Ende hilft wahrscheinlich sowieso nur Legalisierung von Doping. Alles andere ist nicht realistisch.
  2. #11

    Natürlich hat er geschadet

    Zitat von eknoes Beitrag anzeigen
    Es ist ganz genau so, wie Sie schreiben. Der Werbeeffekt für USPS durch Armstrong war enorm. Und falls seitens des Unternehmens jahrelang eine derartige Naivität in Bezug auf mögliches Doping (und das im Radsport !!) an den Tag gelegt wurde, spricht das jetzige Verhalten von US-Postal doch nur eine eindeutig berechnende Sprache.

    Ein Witz, das Ganze.
    Es gab einen Vertrag, der besagte "kein Doping". Den Vertrag hat Lance Armstrong gebrochen. Und das hat USPS selbstverständlich geschadet. Diesen Schaden muss Armstrong ersetzen. Das ist doch eine ganz einfache Sache. Wenn ich einen Apfel klaue, kann ich auch nicht sagen: " Moment Mal, die letzten Jahre hab ich immer bezahlt und ihr habt viel Geld mit mir verdient, die Sache mit dem Apfel vergessen wir mal ganz schnell." Die Verantwortung für seine Fehler muss er schon übernehmen.
  3. #12

    US POSTAl

    den Beweis, das Lance Armstrong dem Unternehmen Us Postal materiell geschadet hat, wird das Ministerium niemals vorlegen können. Dies beweisen schon jetzt entsprechende Untersuchungen. Die Sinnhaftigkeit einer dermaßen dünnen Klagebegründung ist sogar für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich. Unbenommen ist jedoch die Tatsache, dass es nach Vertragswerk kein Doping hätte geben dürfen. Dies ist aber eine ganz andere Geschichte.
  4. #13

    Zitat von KarlRad Beitrag anzeigen
    Wie hat er dem Unternehmen denn geschadet? Lächerlich! Es hat wohl kaum jemand mehr für das Bekanntwerden von US-Postal getan als er. Und niemand wird denen vorhalten einen gedopten Sportler unterstützt zu haben. Völliger irrsinn. ... es geht wie immer nur ums Geld!
    Ich glaube die US-Version der Deutschen Post ist schon vorher jedem Amerikaner und jedem Nicht-Amerikaner, der schon einmal einen Brief in die Staaten geschickt hat, bekannt gewesen. Und der US Postal Service ist nicht nur ein Unternehmen wie viele andere, sondern vor allem auch eine Bundesbehörde. Herr Armstrong war somit - zumindest indirekt - Angestellter des Staates. Vielleicht macht das die Sache etwas verständlicher.