Betrug durch Doping: US-Justizministerium klagt gegen Armstrong

APLance Armstrong muss sich mit einer weiteren Klage auseinandersetzen: Nach dessen Doping-Geständnis hat das US-Justizministerium angekündigt, den Texaner wegen Betrugs vor Gericht verantwortlich machen zu wollen. Armstrong habe dem staatlichen Unternehmen U.S. Postal erheblich geschadet.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/do...-a-885100.html
  1. #1

    da kommen noch mehr Klagen ...

    diejenigen Radsportler, die Armstrong erpreßt und bedroht hat, dürften auch erwähnenswerte Schadensersatzklagen gegen ihn führen. Seine Geldwäsche-Anlage (Livestrong-Stiftung) kann er auch schließen - bzw von den dort geprellten Mitarbeitern und auch Spendern können ebenso massive juristische Schritte unternommen werden. Hoffe ich zumindest
  2. #2

    Schaden?

    Wie hat er dem Unternehmen denn geschadet? Lächerlich! Es hat wohl kaum jemand mehr für das Bekanntwerden von US-Postal getan als er. Und niemand wird denen vorhalten einen gedopten Sportler unterstützt zu haben. Völliger irrsinn. ... es geht wie immer nur ums Geld!
  3. #3

    Verzockt

    Zitat von Radtourist Beitrag anzeigen
    diejenigen Radsportler, die Armstrong erpreßt und bedroht hat, dürften auch erwähnenswerte Schadensersatzklagen gegen ihn führen. Seine Geldwäsche-Anlage (Livestrong-Stiftung) kann er auch schließen - bzw von den dort geprellten Mitarbeitern und auch Spendern können ebenso massive juristische Schritte unternommen werden. Hoffe ich zumindest
    Fakt ist, Armstrong hat sich verzockt. Möglicherweise dachte er, nach der Winfrey-Show käme er ohne Gerichtsverfahren davon.

    Moralisch ist dieser Typ ohnehin das Allerletzte, aber presseöffentliche Gerichtsverfahren passen ihm und seiner Anwaltsentourage bestimmt nicht in den Kram.
  4. #4

    Alle haben gedopt...

    ... aber keiner hat mit derartigen Methoden gearbeitet, um die Aufklärung zu verhindern. Das ist in meinen Augen viel schlimmer, als die Tatsache des Dopings an sich.
  5. #5

    Zitat von KarlRad Beitrag anzeigen
    Wie hat er dem Unternehmen denn geschadet? Lächerlich! Es hat wohl kaum jemand mehr für das Bekanntwerden von US-Postal getan als er. Und niemand wird denen vorhalten einen gedopten Sportler unterstützt zu haben. Völliger irrsinn. ... es geht wie immer nur ums Geld!
    Au ja, ich wette es ist total gut für's Image, für immer mit einem der größten Sportbetrüger aller Zeiten in Verbindung gebracht zu werden!
  6. #6

    Hoffentlich

    muss er nun unter Eid aussagen. Dann schlottern aber die Hosen in den Verbänden.
  7. #7

    ...

    Zitat von KarlRad Beitrag anzeigen
    Wie hat er dem Unternehmen denn geschadet? Lächerlich! Es hat wohl kaum jemand mehr für das Bekanntwerden von US-Postal getan als er. Und niemand wird denen vorhalten einen gedopten Sportler unterstützt zu haben. Völliger irrsinn. ... es geht wie immer nur ums Geld!
    Es ist ganz genau so, wie Sie schreiben. Der Werbeeffekt für USPS durch Armstrong war enorm. Und falls seitens des Unternehmens jahrelang eine derartige Naivität in Bezug auf mögliches Doping (und das im Radsport !!) an den Tag gelegt wurde, spricht das jetzige Verhalten von US-Postal doch nur eine eindeutig berechnende Sprache.

    Ein Witz, das Ganze.
  8. #8

    Die Dopinglogik im Vermarktungssport

    Armstrong ist ein weiteres Element in der langen Dopingtradition, einer der "Erfolgreichsten "dazu. Dass ein siebenmaliger Sieg an der Tour de France nicht ohne leistungsfördernde Substanzen zu bewerkstelligen ist, war schon lange klar, nur wollten alle den schönen Schein aufrechterhalten, von den Tourverantwortlichen, den Teams, den Sponsoren und den Medien, sprich allen Involvierten des Vermarktungsspektrums. Es gibt keine Sportart, die so verseucht ist. Die Tourverantwortlichen beweisen dies ja selber, indem sie bewusst darauf verzichten, die aberkannten Titel einem der nachfolgenden Platzierten zu übertragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese ebenfalls alle gedopt sind, ist zu offensichtlich. Die Versuchung von Dopingeinsatz betrifft alle Sportarten, in der eine körperliche Leistungssteigerung massgeblich den Erfolg bestimmt (siehe Leichtathletik). So gesehen besteht auch kein Interesse an einer Aufdeckung des Systems, die langjährigen Armstrong-Show zeigt dies. Dies wird auch immer so bleiben.
  9. #9

    Hätte keiner gedopt, wär Armstrong nur Mittelmaß gewesen

    Zitat von svenritoff Beitrag anzeigen
    ... aber keiner hat mit derartigen Methoden gearbeitet, um die Aufklärung zu verhindern. Das ist in meinen Augen viel schlimmer, als die Tatsache des Dopings an sich.
    Stimmt, er ist ein Gauner und hätte in einer Welt ohne Doping nicht die Tour gewonnen. Doping wirkt nicht bei jedem Menschen gleich stark. Armstrong's natürlicher Hämatokrit-Wert ist außergewöhnlich gering, nämlich nur 38,5 laut Tyler Hamilton. Hamilton's natürlicher Hämatokritwert ist 42%. Da die Fahrer erst ab 50% gesperrt werden, konnte Armstrong also mit Epo 12% rausholen, jemand wie Hamilton nur 8% zusätzlichen Hämatokritwert.