Extreme Umweltverschmutzung: China räumt Existenz von "Krebsdörfern" ein

REUTERSSchwermetalle belasten Chinas Flüsse und Grundwasser, Smog die Atemluft - nun hat die Regierung so deutlich wie nie die katastrophalen Folgen für die Bevölkerung anerkannt. Ein Bericht des Umweltministerium erwähnt "Krebsdörfer" nahe Industriezentren, in denen sich schwerste Erkrankungen häufen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-885098.html
  1. #70

    Zitat von sogenannterexperte Beitrag anzeigen
    Ohne wirtschaftliche Zahlen aus China zu kennen, kann ich behaupten, dass es in China eine Binnennachfrage gibt. Man muss nur einmal durch eine der 100 Millionenstädte gehen. Da fallen einen Deutschen mit seinen mikrigen 82 Millionen Landsleuten die Kinnladen runter, wenn man sieht wie viel Konsum es hier gibt. Gefühlt hat jeder Chinese mind. ein Smartphone. Auch die ach so armen enteigneten Bauern, die als Entschädigung mehrere Wohnungen bekommen, diese vermieten und nicht mehr wirklich arbeiten müssen. Es fahren kaum alte, dreckige Autos durch die Straßen. Apple, Canon, VW, Mercedes, Samsung usw. sieht man überall leuchten. Nur dort hört der Konsum nicht auf. Chinesen geben gern mal umgerechnet 20€ für eine Schachtel Zigaretten aus um ihren Status zu unterstreichen. Klar gibt es auf dem Land noch große Armut. Finanziell geht es aber vielen Chinesen schon beachtlich besser als noch vor 20-30 Jahren.
    Sie haben es richtig formuliert "in den Millionenstädten" und Ihre obige Beschreibung paßt inhaltlich auch dort korrekt hin.

    Wie sieht es aber mit der Landbevölkerung aus?

    700 Mio. Bauern mit einem Durchschnittseinkommen von RMB 5000 (€ 600) PRO JAHR.
  2. #71

    Zitat von antilobby Beitrag anzeigen
    ...

    Nur ein Chineser, der in tiefstem Winter in seiner auf 22 Grad geheizten Wohnung hockt, fängt an zu denken dass er auch saubere Luft zum Atemen gerne hätte.
    Glauben Sie das wirklich?

    Dann müßten die Bejinger alle ihre Autos stehen lassen, wenn das der Fall wäre, daß die zu Denken anfangen wegen der Luftverschmutzung.

    Das wird aber nicht nur in China der Fall sein.
  3. #72

    Menschenverachtung ?

    Zitat von nocreditoexperto Beitrag anzeigen
    ist auch eine über 2000 Jahre alte Geschichte der Menschenverachtung.
    Beispiele: Hunderttausende Tote beim Bau der Mauer,
    3000 Haremsdamen auf einen Schlag enthauptet, weil ein paar von ihnen dem Kaiser untreu waren, schwerste Strafen bei geringsten Vergehen. In China zählt(e) der kleine Mann nichts - allein schon deswegen weil es zig Millionen von ihnen gab und gibt.
    Was war die Inquisition ?
    Hexenverbrennung ?
    Sklaven in Rom und in de Südstaaten der USA ?
    Apartheit in Südafrika ?
    Was war zwischen 1933 und 1945 bei uns in Deutschland ?
    Alles Chinesen ?
  4. #73

    Zitat von habnichviel Beitrag anzeigen
    China hat jetzt die Chance ergriffen, die wir damals genau so vehement beim Schopfe gepackt haben. Nur wir waren ob der Größe ein Furz gegen China.
    Heute das gleiche Verhalten an den Tag legen, das wir auf Grund der damaligen Technik durch diese Technik begrenzt nicht anders haendeln konnten, aber mit den Mitteln von heute:
    Das ist, gelinde gesagt, idiotisch!
    Weil dadurch, das 'wir' das mit wenig Bevoelkerung von damals bis heute entschieden veraendert haben, haette auch China die Moeglichkeit, mit heutigen Methoden zu 'arbeiten'.
    Aber das wuerde natuerlich dem ungebremsten Reichtumsschub im Wege stehen.
  5. #74

    Teilweise richtig

    Zitat von Miere Beitrag anzeigen
    Es leben noch Leute die sich erinnern, dass man an der Wupper nicht langgehen konnte ohne von dem Gestank ohnmächtig umzukippen. Dass im Ruhrgebiet die Hausfrauen die Wäsche nur zum Trocknen raus hängen konnten wenn der Wind entsprechend stand und der Ruß gerade woanders hin wehte. Wo stadtviertelweise jeder Mann Staublunge hatte.
    Japan hatte auch so eine Phase; in England war's noch schlimmer damals.
    China hat diese Phase jetzt und wird vermutlich schneller als wir wieder raus kommen weil man inzwischen Erfahrung damit hat, Abgasfilter, Klärwerke und all das. Den Leuten da wäre es zu wünschen.
    Sie haben recht.
    Nur wir hatten diese Phase, und mussten lernen, diese zu ueberwinden.
    'Wir' haben all die Techniken entwickelt, die China jetzt ignoriert.
    Mit dem Hinweis, das sie sonst ja benachteiligt waeren.
    Das ist in etwa so, als ob der Langschlaefer Mittags die Arbeit in der Kantine beginnt, und neben dem Mittagessen auch noch Anspruch auf das Fruehstueck erhebt.
    Aber nur das Fruehstueck bezahlen will/muss/soll, puenltlich um 5 mit den anderen Feierabend haben will, und trotzdem den gleichen Lohn beansprucht! (China, nicht die Arbeiter in China. Sie verstehen?)
  6. #75

    .

    Zitat von SchneiderG Beitrag anzeigen
    Glauben Sie das wirklich?

    Dann müßten die Bejinger alle ihre Autos stehen lassen, wenn das der Fall wäre, daß die zu Denken anfangen wegen der Luftverschmutzung.

    Das wird aber nicht nur in China der Fall sein.
    *einmisch*
    Jain
    Zur Zeit erlebt China (überwiegend in den Städten) eine Zeit des rasanten Aufschwungs, vielleicht ähnlich wie in Deutschland in den 50er und 60er Jahren. Man kann sich etwas leisten und zeigt es auch gerne.
    Handy (meist iPhone), vor allem ein Auto und dergliechen sind Statussymbole.
    Was fehlt noch?
    Das grüne Bewustsein, das wird vermutlich erst in ein oder zwei Generationen kommen, ähnlich wie auch in vielen westlichen Ländern
  7. #76

    Bei den Kommentaren fallen mir 2 Sachen auf....

    1) Das fehlende Mitgefühl mit den zum Großteil sicher unschuldigen Opfern der beschriebenen Entwicklung.
    2) fehlende Einsicht, daß gerade europäischer Wohlstand / Politik / Kaufverhalten diese Probleme mitverursachen.
  8. #77

    Mao vergessen

    Zitat von nocreditoexperto Beitrag anzeigen
    ist auch eine über 2000 Jahre alte Geschichte der Menschenverachtung.
    Beispiele: Hunderttausende Tote beim Bau der Mauer,
    3000 Haremsdamen auf einen Schlag enthauptet, weil ein paar von ihnen dem Kaiser untreu waren, schwerste Strafen bei geringsten Vergehen. In China zählt(e) der kleine Mann nichts - allein schon deswegen weil es zig Millionen von ihnen gab und gibt.
    Anfängerfehler oder ideologische Scheuklappen: Sie haben Mao und seine Säuberungen, den Großen Sprung nach vorn und die Kulturrevolution vergessen. Bis zu 76 Mio. Tote (n. R.J. Rummel).
  9. #78

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    *einmisch*
    Jain
    Zur Zeit erlebt China (überwiegend in den Städten) eine Zeit des rasanten Aufschwungs, vielleicht ähnlich wie in Deutschland in den 50er und 60er Jahren. Man kann sich etwas leisten und zeigt es auch gerne.
    Handy (meist iPhone), vor allem ein Auto und dergliechen sind Statussymbole.
    Was fehlt noch?
    Das grüne Bewustsein, das wird vermutlich erst in ein oder zwei Generationen kommen, ähnlich wie auch in vielen westlichen Ländern
    Ich sehe keinen Widerspruch zu meinen Gedanken.

    Wobei das "Zeigen" in Deutschland nie so ausgeprägt war wie es in China ist.

    In Deutschland erzeugt(e) "Zeigen" Neid, in China erzeugt "Zeigen" Ansporn für die Anderen dieses Ziel auch zu erreichen, wenn notwendig eine Generation später.

    "Grün" denkt in China im täglichen Leben keiner.
  10. #79

    Motoren von Windrädern...

    ...werden aus Erden aus China hergestellt und der Abbau setzt radioaktivität aus.

    "Die Produktion vieler getriebeloser Windräder verursacht katastrophale Umweltzerstörungen. Denn für diese Windräder setzen die Hersteller ein wertvolles Metall ein: Neodym, eine sogenannte "seltene Erde"**. Neodym-Windräder verzichten meist auf ein Getriebe. Dafür brauchen sie effizientere Generatoren, die sich besonders gut aus diesem Rohstoff herstellen lassen.

    Der wichtigste Lieferant mit 97 % der Weltproduktion ist China. Das führt dort zu erheblichen Umweltproblemen. "Bei der Trennung des Neodyms vom geförderten Gestein entstehen giftige Abfallprodukte, außerdem wird radioaktives Uran und Thorium beim Abbauprozess freigesetzt. Diese Stoffe gelangen zumindest teilweise ins Grundwasser, kontaminieren so Fauna und Flora erheblich und werden für den Menschen als gesundheitsschädlich eingestuft." berichtet das ARD - Fernsehmagazin Panorama

    Im nordchinesischen Baotou beispielsweise ist die Umgebung rund um die Fabriken, die das Neodym vom Erz trennen, verseucht. Die Anwohner sind teilweise schwer krank, das Wasser ist nachhaltig kontaminiert. Studien berichten von einer deutlich erhöhten Krebsrate.
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    **Zu den Metallen der Seltenen Erden gehören die chemischen Elemente der 3. Gruppe des Periodensystems (mit Ausnahme des Actiniums) und die Lanthanoide -- insgesamt also 17 Elemente. Nach den Definitionen der anorganischen Nomenklatur heißt diese Gruppe chemisch ähnlicher Elemente Seltenerdmetalle.

    Dies sind die Elemente Scandium (Ordnungszahl 21), Yttrium (39) und Lanthan (57) sowie die 14 auf das Lanthan folgenden Elemente, die Lanthanoide: Cer (58), Praseodym (59), Neodym (60), Promethium (61), Samarium (62), Europium (63), Gadolinium (64), Terbium (65), Dysprosium (66), Holmium (67), Erbium (68), Thulium (69), Ytterbium (70) und Lutetium

    Neodym - Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder - YouTube