Stadtwerke München: Strompreisbremse verschreckt Öko-Investoren

DPADie geplante Strompreisbremse der Bundesregierung verprellt erste Anleger. Es gebe keine Rechtssicherheit mehr, monieren die Stadtwerke München - und drohen mit einem kompletten Stopp ihrer Öko-Investitionen in Deutschland. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen jedoch nicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-885101.html
  1. #60

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Ja, die "Energiewende" geht nicht im aktuellen Wirtschaftssytem, und von daher muss die Wirtschaft weitgehend der Kontrolle des BMU unterstellt werden. Eigentlich ging es sich ja auch nie um etwas anderes.....
    Richtig. Es ging nie um etwas anderes, als daß Wirtschaftsoligopole wie Dow & Co. versuchen, die Politik zu erpressen:

    "Wir sind am Limit": Dow attackiert Altmaier - n-tv.de: Ein Chemieriese aus den USA droht sogar offen mit der Abwanderung.

    Ganz großes Kino - im Jahr der Bundestagswahl.

    So eine Abwanderung mit Betriebsschließung kostet vor allem eines:

    Einen Haufen Geld. Mehr, als ein solches Unternehmen - mit ohnehin rabattiertem Großverbraucherpreis - jährlich für Strom zahlt.

    Muß man nicht ernstnehmen.
  2. #61

    Mir schon!

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Ja, die "Energiewende" geht nicht im aktuellen Wirtschaftssytem, und von daher muss die Wirtschaft weitgehend der Kontrolle des BMU unterstellt werden. Eigentlich ging es sich ja auch nie um etwas anderes.....
    Mir schon!
    Aber das habe ich schon mehrfach zu erklaeren versucht.
    Schlimmer ist es, daß ich gegen mein Versprechen verstosse, aber es oft, auch mit Ihnen, nicht zum Aushalten:
    Bis die EE-Methanisierungsanlage in Werlte(AUDI, Solar Fuel, MT-Biogas,u.a.), nicht mindestens ein Jahr nachprüfbare Ergebnisse gezeitigt hat, werde ich mich sehr zurückhalend in diesen Foren zu Wort melden!
    Es sei denn, die Lage erfordert etwas anderes!
    MfG
    Zuversicht7
    Aus:
    http://forum.spiegel.de/f22/wahlkamp...-83295-37.html
  3. #62

    Ich verwechsele da nichts

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Sie verwechseln die EINSPEISEVERGÜTUNG(!) im ABSCHREIBUNGSZEITRAUM(!) mit den LIFE-CYCLE(!)-KOSTEN(!). Während der ersten X Jahre gibt es eine relativ hohe Einspeisevergütung, danach liefert die Anlage dann billigen Strom. Im Schnitt ist der Strom dann billiger als in der Anfangszeit.

    Ausserdem ist die Einspeisevergütung nach dem EEG auf 20 Jahre fest, real ist die Einspeisevergütung dann wegen der Inflation je nach Teuerungsrate wesentlich niedriger. Bei 2,5% mittlerer Teuerungsrate z B ist die feste Einspeisevergütung nach 10 Jahren nur noch 77,6% wert, im Falle Ihrer 16,5 Cent also 12,8 Cent. Und für Anlagen, die jetzt erbaut werden, gibt es etwa 10 Cent, die real nur 8 Cent entsprechen.

    Bei Windkraftanlagen gibt es die 9 Cent ohnehin nur 5 bis 20 Jahre, danach 5 Cent, die wegen der Inflation nur etwa 3,88 Cent sind.
    Sie versuchen nur Fakten zu verschleiern oder zu verdrehen.
    Meine Antwort bezog sich auf einen Foristen, der behauptete, heutzutage seien bei PV bei 10 ct und Wind bei 6 ct bereits kostendeckend.
    Die Differenz zu den gezahlten und garantierten Beträgen ist erheblich, bei PV ist die mit 6,5 ct beispielsweise höher als der Strompreis ab Kraftwerk.
    Mit Inflation zu kommen, ist daneben, das betrifft Alle und Alle.

    Mir klar, daß die Windgrafen und Solarbarone am liebsten im EEG die Einspeisvergütung auch noch mit Inflationsindex festgeschrieben hätten ;-)
  4. #63

    Sie vielleicht nicht

    Zitat von thedoctor46 Beitrag anzeigen
    Richtig. Es ging nie um etwas anderes, als daß Wirtschaftsoligopole wie Dow & Co. versuchen, die Politik zu erpressen:

    "Wir sind am Limit": Dow attackiert Altmaier - n-tv.de: Ein Chemieriese aus den USA droht sogar offen mit der Abwanderung.

    Ganz großes Kino - im Jahr der Bundestagswahl.

    So eine Abwanderung mit Betriebsschließung kostet vor allem eines:

    Einen Haufen Geld. Mehr, als ein solches Unternehmen - mit ohnehin rabattiertem Großverbraucherpreis - jährlich für Strom zahlt.

    Muß man nicht ernstnehmen.
    die Gewerkschaft IGBCE tut das schon, und die sind nicht als Gewinnmaximierer bekannt ...
  5. #64

    Zitat von thedoctor46 Beitrag anzeigen
    Richtig. Es ging nie um etwas anderes, als daß Wirtschaftsoligopole wie Dow & Co. versuchen, die Politik zu erpressen:

    "Wir sind am Limit": Dow attackiert Altmaier - n-tv.de: Ein Chemieriese aus den USA droht sogar offen mit der Abwanderung.

    Ganz großes Kino - im Jahr der Bundestagswahl.

    So eine Abwanderung mit Betriebsschließung kostet vor allem eines:

    Einen Haufen Geld. Mehr, als ein solches Unternehmen - mit ohnehin rabattiertem Großverbraucherpreis - jährlich für Strom zahlt.

    Muß man nicht ernstnehmen.
    Es gibt für jedes Unternehmen, an jedem Standort, politische Rahmenbedingungen unter denen diese wirtschaften. Deutschland ändert diese Bedingungen durch seine "Energiewende" massiv; das kann man jetzt "nicht ernstnehmen", wie Sie empfehlen, darf sich aber dann nicht beschweren, wenn die betroffenen Unternehmen daraus ihre Konsequenzen ziehen.
    Das kann man jetzt als "Erpressung" interpretieren, entspricht aber nur der wirtschaftlichen Logik, die Leute wie Sie weder verstehen können noch akzeptieren wollen. Ansonsten gäbe es die "Energiewende" ja gar nicht. Wie gesagt, die grünen Schlümpfe werden sich noch wundern, wohin die "Energiewende" noch führt....
  6. #65

    ...

    Zitat von knieselstein Beitrag anzeigen
    ...
    Mit Inflation zu kommen, ist daneben, das betrifft Alle und Alle.

    Mir klar, daß die Windgrafen und Solarbarone am liebsten im EEG die Einspeisvergütung auch noch mit Inflationsindex festgeschrieben hätten ;-)
    Was denn - die mit fossilen oder nuklearen Energieträgern betriebenen Kraftwerke haben für die nächsten 20 Jahre festgelegte konstante kWh-Preise!? Wohl kaum.
  7. #66

    Es grünt so grün wenn ...

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    Das EE-G ist überholt und ist das Übel.
    Das muß beseitigt werden, incl der Vorrangeinspeisung von PV
    und Wind
    Der Deutsche liebt seine weltweite Extrawurst in der Stromversorgung, die er selbstverständlich entgegen aller grünen Propaganda auch extra zu bezahlen hat. Nein, nicht nur mit schnödem Geld für Strom; auch mit Arbeitsplätzen, Rentensenkungen, Sozialabbau, Steuer- und Gebührenerhöhungen ...
  8. #67

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Was denn - die mit fossilen oder nuklearen Energieträgern betriebenen Kraftwerke haben für die nächsten 20 Jahre festgelegte konstante kWh-Preise!? Wohl kaum.
    Eine Einspeisevergütung ohne Indexierung für einen Inflationsausgleich ist ja eigentlich ein Witz.
    Da sind Leute wie unser Freund karl-felix noch gut dabei, die können wenigstens einen Teil ihres Stroms selbst verbrauchen.
    Aber wenn ich da an die Windräder und PV-Anlagen in Bürgerhand denke...
    Wer garantiert eigentlich, dass die Inflation bei 2,5%/a bleibt?
  9. #68

    Zitat von knieselstein Beitrag anzeigen
    die Gewerkschaft IGBCE tut das schon, und die sind nicht als Gewinnmaximierer bekannt ...
    Wie langweilig. Gewerkschaftsschelte.

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    ...Deutschland ändert diese Bedingungen durch seine "Energiewende" massiv; ...
    Unsinn.

    Das kann man jetzt als "Erpressung" interpretieren, entspricht aber nur der ...
    ...politischen Logik in Wahlkampfjahren, wie Ihr äußerst "sinnvolles" Posting beweist:

    Wie gesagt, die grünen Schlümpfe werden sich noch wundern, wohin die "Energiewende" noch führt....
    Lächerlich. Auch Ihre Beiträge sind hauptsächlich politisch motiviert.... - und daher nicht ernstzunehmen wie die Drohung von Dow Chemical.

    Von BASF, Daimler-Benz, Ford und anderen Konzernen habe ich noch nichts dergleichen gelesen.

    Ihre Beleidigungen gegen eine demokratisch legitimierte Partei sind nur Ausdruck Ihrer wütenden Hilflosigkeit.

    FDP-Sympathisant?

    ;-D
  10. #69

    Die tägliche kleine Hiobs-Botschaft: Einnahmen aus dem Emissionshandel brechen weg - und damit eine Finanzquelle für die Energiewende:

    "Für das laufende Jahr sind demnach Mindereinnahmen von mehr als 1,2 Milliarden Euro zu erwarten. Geht es mit der Entwicklung so weiter, könnten sich die Ausfälle bis 2017 auf rund acht Milliarden Euro erhöhen. Damit seien Ausgaben für die energetische Gebäudesanierung und die Förderung von Elektroautos akut gefährdet.

    Damit die Finanzierungspläne aufgehen, hatte das Bundesfinanzministerium ursprünglich 30 Euro für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid und damit für ein Zertifikat avisiert. Zuletzt kostete ein Zertifikat an der Leipziger Energiebörse EEX jedoch weniger als fünf Euro. Das Finanzministerium erwägt laut "Spiegel" nun, dem Fonds mit einem Darlehen aus dem Bundeshaushalt mehr Geld zu verschaffen. Eine Änderung des Handelssystems sei "dringend" geboten, heißt es in der Regierungsanalyse"

    Emissionshandel bringt Finanzierung der Energiewende ins Schwanken - Umwelt + Energie - deutsche handwerks zeitung

    Macht aber eigentlich nix - die 8 Milliarden kann man ja einfach als "Umlage" auf alle Stromverbraucher umverteilen.