Volkswagen-Bilanz: Die steinreichen Tiefstapler

dapdTrotz Euro-Krise, trotz des Nachfrageeinbruchs in Europa: Volkswagen hat im vergangenen Geschäftsjahr sagenhafte 22 Milliarden Euro verdient - soviel wie kein Konzern in der Geschichte der Bundesrepublik. Was den Ausblick angeht, stapelt man tief. Warum eigentlich?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-885069.html
  1. #70

    ...entzieht sich natürlich meiner Kenntnis...

    Zitat von spargel_tarzan Beitrag anzeigen
    nicht überteuert verhökern und würden die kunden sich diesem schrott, dem regelmäßig die seitenscheiben aus aus den angeln fliegen (ist schon seit jahren bekannt und wird von vw nicht beseitigt) verweigern, könnten die wolfsburger auch nicht diese perversen gewinne einfahren. der börse wird es freuen, der kunde darf blechen.
    Seit 20 Jahren fahre ich überwiegend VW, so wie auch ein grosser Teil meines Bekanntenkreises.
    Weder habe ich das von Ihnen beschriebene Problem jemals gehabt noch habe ich überhaupt je davon gehört.
    Jedoch lässt Ihr Text darauf schliessen, dass Sie täglich dutzendfach mit Ihrem Kopf von innen gegen die Scheibe schlagen.
    Wie lange die das aushält, oder Sie, entzieht sich natürlich meiner Kenntnis...
  2. #71

    Glückwunsch

    Wenn alle deutschen Unternehmen so gut geführt würden, wäre mir um die Zukunft des Industriestandortes nicht Bange- trotz dem energiepolitischen Schlingerkurs der Regierung-. Maßgeblichen Anteil an dem Erfolg von VW hat neben Winterkorn auch der Aufsichtsratvorsitzende Ferdinand Piech, der als Vorsitzender von VW gegen alle Medien und dem seinerzeitigen Ministerpräsidenten Wulff, den Kauf von Bentley, Lamborghini, Bugatti und der Auflage des Aushängeschild Phaeton durchsetzte und so den strategisch wichtigen Imagevorteil ggü. den Mitbewerbern (Renault, Opel, Ford usw.) herstellte. Das ist und wird auch in Zukunft als geldwerter Vorteil der Unternehmensgruppe zu Gute kommen. Ihm gehört in Wolfsburg ein Denkmal gesetzt.. möglichst noch zu Lebzeiten.
  3. #72

    Selbst das 20fache böte durchaus Anlass

    Zitat von audumbla Beitrag anzeigen
    Das ist keiner wert. Steuern fuer diese Multies 75 Prozent, dann hat er immer noch 5 Millionen.
    Sicherlich, vom Gedanken der Verhältnismässigkeit wäre es gerecht und ausreichend, wenn die höchsten Gehälter, sagen wir, das 20 fache des Durchschnittslohnes nicht übersteigen würden.
    Nun hat sich das aber ja global entwickelt, und irgendwie war es immer allen egal, und nun lässt sich natürlich nicht national effektiv gegensteuern, ohne den Unternehmen durch Abwanderung fähiger Leute schweren Schaden zuzuzfügen.
    Selbst das 20fache böte durchaus Anlass, deutlich mehr zu leisten, als andere das wollen.
    Aber wie gesagt, hätte, würde, wäre, z.Z. ist es, wie es ist, und gewisse Tendenzen in die richtige Richtung erscheinen ja am Horizont...
  4. #73

    Und das wär doch schade...

    Zitat von dice77 Beitrag anzeigen
    Sicher hat Gewinn auch etwas mit gutem Wirtschaften zu tun. Aber wenn ich VW, Porsche oder auch Apple sehe, dann denke ich "selbst schuld" ihr dummen Käufer, die ihr freiwillig zuviel für eine Ware zahlt, die es anderswo ein Drittel günstiger gibt. Und bevor jetzt wieder Beispiele mit 275.000 km ohne große Reparaturen kommen: Allein die vorgeschriebenen Inspektionen und deren Kosten sind eine Frechheit. Und mein Nachbar hat einen schicken Passat, bei dem ist das Getriebe Schrott. Schon von der Konstruktion her. Ganz zu schweigen von dem ganzen "höherwertigen" Firlefanz, der offensichtlich den gesunden Menschenverstand vernebelt. Nur wer Autos und Handys - entschuldigung Smartphones - als Hobby betrachtet, kann soviel Geld dafür versenken.
    Ach so, ich bin also ein dummer Käufer.
    Meinetwegen, wenn es Sie beflügelt.
    Wie Sie wohl lasen, werde ich für meinen T5 nach knapp 200.000km nun 8.000,- Euro dafür erzielen. "Die Ware" gibt es nicht anderswo ein Drittel günstiger, aber Sie meinen vermutlich Transporter von Opel oder Renault, die, wenn sie nach 8 Jahren noch existieren würden, für 2.000 Euro zu haben sind.
    Aber, entschuldigen Sie, auf Ihre "Anspielung der Vernebelung" kann ich nicht angemessen antworten, weil der Beitrag sonst wohl nicht veröffentlicht würde.
    Und das wär doch schade...
  5. #74

    Deutschland schafft sich ab

    Warum kann ein Einzelner soviel verdienen? Nutzt dieser das Monopol schamlos? Junge Familien haben wenig Geld, Kinder kosten, kein Geld und keine Zeit dafür. Arbeitswege über 50 km sind normal. Es bleibt nichts üblig. Man braucht den Verdienst. Dagegen haben alten Knacker Geld, abgeschöpft von der Masse. Dort kommen aber keine Kinder her. Die Nutten verhüten.
  6. #75

    O.k., aber bleiben wir doch mal auf dem Teppich.

    Zitat von rahelsu Beitrag anzeigen
    Stimmt! Die mittelständischen Zulieferer werden nur zu gern bei den tollen Dax-Unternehmen vernachlässigt.
    O.k., aber bleiben wir doch mal auf dem Teppich.
    VW ist schliesslich keine Wohltätigkeitsveranstaltung.
    Für die Vorteile, die die Belegschaft geniesst, haben sich die Betriebsräte ganz schön in´s Zeug gelegt, und nur für diese sind sie zuständig.
    Dass auch VW so günstig einkauft, wie es geht, istr nicht nur logisch, sondern auch vorgeschrieben und selbstverständlich.
    Dass das für manche blöd ist, verstehe ich, aber es erschliesst sich mir nicht, das VW freiwillig teurer einkaufen soll, damit´s die Zulieferer freut.
  7. #76

    Lesenswerte Lektüre

    Lesenswerte Lektüre:

    If Only Everything In Life Was As Reliable As A Volkswagen

    Dort fragt ein britischer Autofan in den USA, warum VW in den USA so einen miesen Qualitätsruf hat, während man in Europa VW ganz toll findet.

    Sowohl der Artikel als auch die übereinstimmenden und zahlreichen Antworten der Leserschaft darauf sind mehr als erhellend und ein wohltuendes Gegenmittel zu dem offensichtlichen VW-Astroturfing hier bei SPON (ein Drittel der Beiträge hier sind doch von VWs PR-Agentur geschrieben.....).

    Zusammengefasst ist der Tenor auf besagter Webseite: Europäer finden VW deshalb so wahnsinnig toll, weil bei ihnen die Japaner und deren Qualität und Haltbarkeit nicht so weit verbreitet sind und deshalb ein gescheiter Maßstab fehlt.
    In den USA dominieren hingegen die Japaner mit ihrer Langzeitqualität und *bilden* dort den Maßstab.
    Gegen den VW leider nur abstinkt.
  8. #77

    Zahlt VW eigentlich noch Steuern?

    Von meinem Verdienst sind 50% immer weg - Lohnsteuer. Mich würde mal interessieren, ob der VW-Konzern überhaupt noch irgendwas zahlt. Habe Berichte in Erinnerung, nach denen sich Konzerne von VW über Siemens bis Deutsche Bank Kirchenmaus-arm rechnen können...
  9. #78

    Da kann sich VW mal eine Scheibe von abschneiden...

    Zitat von tutmosis Beitrag anzeigen
    Beschweren Sie sich nicht. Eine Volkswagen-Serienausstattung enthält eben auch sagenhafte Extras, wie Fenster, Sitze für Mitfahrer, Radio, Innenraumbeleuchtung und -glauben Sie's oder nicht- Radzierblenden!

    Aber ernsthaft: Ein neuer Mittelklasse-VW ist heute, so man nicht allzu asketisch autofahren und daneben auch noch anständig wohnen und essen möchte, bereits nur noch für den oberen Mittelstand erschwinglich (wobei die gebrauchten haltbar und nicht schlecht sind, fahre solche seit Dezennien).

    Neuwagen, besonders (ab) des gehobenen Preissegments, dürften die Wolfsburger eher als Firmenwagen verkaufen. Ein Geschäftsmodell, über dem nach den letzten Äußerungen der Fed erste Wölkchen erscheinen.

    Grüße, tutmosis
    Neulich fuhr ich mal einen Dacia Logan 7-Sitzer Diesel, der für seine 14.000 Euro sagenhaft ausgestattet war.
    Er hatte versenkbare Seitenscheiben, (durch verschraubte Kurbeln)
    mechanische Rückwärtsfahrfunktion (für alle Fälle) und sogar eine
    Nachtfahroption. (Da konnte man einen Schalter umlegen und dann sogar im Dunkeln vorne was sehen).
    Zu guter Letzt konnte man mit einem Knüppel die Übersetzung des Getriebes nach Lust und Laune verändern und damit eine Menge Treibstoff sparen.
    Ich war in der Tat begeistert.
    Da kann sich VW mal eine Scheibe von abschneiden...
  10. #79

    wer würde das nicht tun?

    Zitat von petzi Beitrag anzeigen
    VW hat sich über seine hauseigene Bank 2 Mrd. Euro zu 0.5% direkt bei der EZB geliehen. Andere müssen dafür Anleihen begeben und einige Prozent Zinsen zahlen, was bei der Summe einige Hundert Mio's ausmacht. Dann haben sie sich in Stuttgart einen Buchhaltungstrick zur Porsche Übernahme absegnen lassen, der ihnen sage und schreibe 4 Mrd. Euro Steuern spart. Freilich so kann man Gewinne machen.
    Wenn der Gesetzgeber das ermöglicht,
    wer würde das nicht tun?