Volkswagen-Bilanz: Die steinreichen Tiefstapler

dapdTrotz Euro-Krise, trotz des Nachfrageeinbruchs in Europa: Volkswagen hat im vergangenen Geschäftsjahr sagenhafte 22 Milliarden Euro verdient - soviel wie kein Konzern in der Geschichte der Bundesrepublik. Was den Ausblick angeht, stapelt man tief. Warum eigentlich?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-885069.html
  1. #10

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Ist doch ganz einfach. Die produzieren Autos für`s Volk.
    Z.B. den Golf V schon für bescheide 27.500 €. Natürlich mit ein paar Volksextras. Oder nehmen wir den Polo - schon mit 19.000€ ist man dabei.
    Wenn man "Volk" mit "arm" gleichsetzt mag der Golf teuer sein.

    Ein Volk das sich einen neuen Golf leisten kann ist sicher nicht arm. So gesehen baut der Konzern angemessene Autos für Deutschland - Volkswagen eben.
  2. #11

    @Mehrleser

    Höchstens Powerpoint. Für Excel sind Roland Berger und co. zu dämmlich.
    Dafür aber arrogant. Ist doch auch etwas.
  3. #12

    Zitat von ppebb Beitrag anzeigen
    Ich geh mal schwer davon aus, dass die Dividende der VZ-Aktie falsch ist, da es ja überhaupt keinen Sinn macht sie der Stamm-Aktie vorzuziehen.
    Vorzugsaktien besitzen kein Stimmrecht, dafür jedoch eine höhere Dividende. Stammaktien umgekehrt.
  4. #13

    Über 50% des Kaufpreises zurückbekommen...

    Zitat von Mart-73 Beitrag anzeigen
    Alle Dienstwagen meines Arbeitgebers kommen aus dem Hause VW. In knapp über 17 Jahren wurden damit 1.2 Millionen Kilometer zurückgelegt. Bei hochsommerlichem Wetter und natürlich auch im tiefsten Winter. Zuverlässigkeit und Komfort auf langer Strecke nebst wirklich günstigem Verbrauch beio entsprechender Fahrweise begeistern. Einziger Wermutstropfen ist die eher nüchterne Erscheinung. Emotionen erweckt diese Marke nicht immer unbedingt. Im Alltag aber zählen andere Werte und genau diese bedient VW perfekt. Ein deutsches Original eben wie so viele andere Produkte aus unserem Land.
    Vielleicht nicht wirklich echte Emotionen, aber doch sehr viel Freude.
    Auto fahren beginnt für mich, wenn ich auf den Wagen zugehe.
    Dann muss ich ihn mögen. Der Rest ist klar.
    Seit 8 Jahren fahre ich nun also einen VW T5 Kasten in Grundausstattung mit kleinem Motor, den ich 2005 mit Tageszulassung kaufte und für den ich, niemand wusste warum, 8.500 Euro unter Listenpreis bezahlte.
    Nach nunmehr 197.000 km habe ich absolut nichts Negatives mit dem Wagen erlebt.
    Sogar die ersten Front-Bremsbeläge nebst Scheiben hielten bei mir 164.000 km, wohl weil ich im Flachland lebe und meist mit 90 km/h auf Langstrecke fahre.
    Motor, Getriebe und Ölverbrauch sind gefühlt wie bei einem Neuwagen.
    Und nach all diesen Jahren und schönen Erlebnissen werde ich demnächst beim Verkauf noch über 50% des Kaufpreises zurückbekommen...
  5. #14

    @Hannes Kompa

    Tja, diese provokativ gestellte, Ihrer Absicht nach natürlich rein rethorische Frage zeigt nur eines: Wenig Ahnung von der Materie. Alleine dem Protektionismus des Landes Niedersachsen ist es zu verdanken, dass VW nicht schon lange aufgekauft worden ist. Und wenn man nun 11,5 Mrd. Gewinn als "Sensation" bejubelt, so sollte man nicht vergessen, dass das bei dem erzielten Umsatz eine Marge von knapp 6% ausmacht. Alles, nur kein Spitzenwert.... Und wenn man dann noch ein bisschen Ahnung von der Materie hätte, dann wüsste man, das VW sich seinen Erfolg gerne von den Lieferanten bezahlen lässt, denen im Cost-Break-Down zwischen 1,5 und 2,5% Prozent Marge zugestanden werden. Alles zum Wohle der VW-Mitarbeiter, deren geringe Wochenarbeitszeit und großzügige Sozialleistungen hauptsächlich von den Lieferanten-Kollegen aus dem Mittelstand finanziert wird, die dank der "großzügigen" Einkaufspolitik 40 Stunden und damit 20% mehr als der gemeine VW'ler arbeiten.

    Erst denken, oder noch besser informieren (!) bevor man so einen Stuss von sich gibt.
  6. #15

    Adac

    Zitat von Andreas-Schindler Beitrag anzeigen
    Also den Namen wird das Unternehmen nicht mehr Gerecht. Den Hauptumsatz macht VW derzeit mir Firmenfahrzeuge nicht mehr mit den Privaten Käufern. Private Käufer können sich ein VW nur noch als Gebrauchten Leisten.

    Ich selber Fahre ein Daihatsu und dort gibt es auch eine Menge Gleichteile in der Fahrzeugflotte.
    Blieb letztens ein Daihatsu Feroza am Strassenrand liegen.
    Kam der ADAC-Mann, checkte alles durch und sagte:

    "Also, da ham Sie nen klassischen Motor-Feroza.
    Dai hat su nun davon..." ;) :)
  7. #16

    1²³

    Zitat von AcrossTheUniverse Beitrag anzeigen
    Höchstens Powerpoint. Für Excel sind Roland Berger und co. zu dämmlich.
    Dafür aber arrogant. Ist doch auch etwas.
    Das ist nicht so ganz richtig. Charting oder Businesscharting lagern die schon lange aus, teilweise nach Indien. Die kritzeln aufs Fax und dann kommt alles im perfekten Corporate Design daher. Die lassen doch das Geld nicht im Ländchen, könnte die Bonis schmälern.
  8. #17

    Unternehmeskultur ...

    Zitat von hannes kompa Beitrag anzeigen
    Wie ist das nur möglich? Trotz des deutschen Betriebsverfassungsgesetzes, trotz Mitbestimmung, trotz Staatsbeteiligung, trotz grosszügiger Sozialleistungen
    Andere Konzerne reduzierem Autos auf das Notwendigste ... und die Zahl der Käuder reduziert sich damit gleich mit.

    Die Designer und Entwickler bei VW setzen auf langlebige Zuverlässigkeit. Mein Passat BJ.99 hat gerade die 275.000km gepackt ohne Kosten jenseits der Verschleißteile. VW läuft und läuft ...
    Und die voll mitbestimmenden Arbeitnehmer bauen die Autos für ihre Mitmenschen - eben gut.

    Teure Autos ? Der Sparfuchs kauft eben Skoda und freut sich über ausgereifte VW-Technik. Und wer mehr 'Made in Germany' will eben VW wobei dort der Wertverlust wiederum geringer ist.

    Natürlich hat Ferdinand Piech enorm mit zum Erfolg beigetragen. Der hat 'Benzin im Blut' und hält nichts von Sparkünsten der Finanzexperten in anderen Auto-Managements.
    Aber auch die Idee zum Plattformdenken ist angesichts der ausgereizten Basistechnik des PKW sehr sinnvoll. Entwicklungskosten auf möglichst viele PKW umlegen und gleichzeitig ihre Herstellung durch hohe Stückzahlen effizient und kostengünstig gestalten.
  9. #18

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Ist doch ganz einfach. Die produzieren Autos für`s Volk.
    Z.B. den Golf V schon für bescheide 27.500 €. Natürlich mit ein paar Volksextras. Oder nehmen wir den Polo - schon mit 19.000€ ist man dabei.
    Volkswagen produziert für jeden etwas, zumeist gute Autos.

    Der bescheidene Golf kostet - durchaus passabel ausgestattet - ca. 17000 Euro. Der Polo erheblich weniger.
  10. #19

    @Wirtschaftsweiser

    Aha, ein Mann vom Fach. Nicht umsonst heisst es seit Jahrzehnten in der Zuliefererbranche "mit VW verdienst du nix, der macht nur die Fabriken voll" (wobei auch das nötig ist). Aber immerhin muss man VW zugestehen das sie die ersten waren die das Plattformkonzept aufgegriffen und, nach vielen Fehlern, konsequent umgesetzt haben. Das die VW Jünger trotzdem immer noch "echte" VWs den, besseren und billigeren, Konzernbrüdern vorziehen zeigt auch das man dort perfekt die Öffenlichkeitsarbeit und Volksbeeinflussung beherrscht. immer unterstützt von den Claqueuren der "autor,motor und sport" Journaille. Das hat ja auch schon den Käfer beflügelt, die wohl grösste Fehlkonstruktion im Automobilbau die es gegeben hat.