Volkswagen-Bilanz: Die steinreichen Tiefstapler

dapdTrotz Euro-Krise, trotz des Nachfrageeinbruchs in Europa: Volkswagen hat im vergangenen Geschäftsjahr sagenhafte 22 Milliarden Euro verdient - soviel wie kein Konzern in der Geschichte der Bundesrepublik. Was den Ausblick angeht, stapelt man tief. Warum eigentlich?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-885069.html
  1. #150

    Es geht immer um die Meinung vom Berg

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Was soll denn dieses "man selber"? Geht es hier um Sie oder mich? Wir Sachsen haben Winterkorn hochdekoriert - auf seine Gehälter und Boni obendrauf! So sehen wir das! - Das ändert nichts daran, dass solche Gehälter viel zu hoch sind. Hoffentlich werden wenigstens Steuern und Sozialabgaben ordentlich abgeführt.....
    ...welche meist immer verdreht wird!

    Wow:"Wir Sachsen"....

    Und weiter:Wer von "den Sachsen" -außer Sie natürlich- beschwert sich denn noch über zu hohe Managergehälter?

    Ich kann mich erinnern, dass ein Berg hier auf SPON, noch vor Jahren die hohen Gehälter explizit begrüßte!!!

    Da sprach dieser Berg sogar von "...muß hohe Gehälter auch geben...denn die Luxsindustrie beschäftigt ja auch Angestellte und Arbeiter.... und sichert somit Arbeitsplätze..."

    Dann führte dieser Berg sogar Beispiele an- kann man alles hier auf SPON nachlesen!

    Na ja, ist ja nicht das 1.MAL, dass Berg den Umfaller macht, wie seine Kanzlerin- Berg war und ist halt immer auf Linie-köstlichst ;-)
  2. #151

    Korrekt

    Zitat von marcus-manta Beitrag anzeigen
    Danke fuer diese Einsicht in die WOB-Welt. Diesen Eindruck hatte ich auch schon lange. Zur Eiseskaelte passt: Kunden koennen nach Ablauf der Garantie fast nie auf Kulanz von VW hoffen. Daher ist der durchschnittliche VW-Kunde (wenn er denn mal ein paar Jahre sein Fahrzeug besitzt) auch nicht wirklich zufrieden mit der Marke, laut Statistik....
    Korrekt.

    Dazu vielleicht noch als Ergänzung:

    1. Die meisten Neu-Fahrzeuge aus dem VW-Konzern werden - wie bei allen anderen deutschen Herstellern auch - nicht verkauft, sondern nur verleast (davon wiederum der Großteil auf Firmen mit extrem weitreichenden Steuerabschreibungsmöglichkeiten bzgl. Firmenfahrzeugen - der Erfolg von VW wird also über drei Ecken in hohem Maße von der Allgemeinheit mitfinanziert).

    Da diese Leasingverträge meist ja nur über zwei, drei Jahre laufen und die VW-Technik solange immerhin durchhält, kriegen diese Fahrer von Leasingfahrzeugen natürlich nichts von der bescheidenen Langzeitqualität der VW-Produkte mit.

    2. Der von Ihnen angesprochene Punkt ist auch einer, der in amerikanischen Autokreisen immer wieder auftaucht (auch in dem von mir schon weiter oben verlinkten TTAC-Artikel "If only everything was as reliable as a Volkswagen").

    Der durchschnittliche amerikanische Autofahrer erwartet von seinem Fahrzeug mindestens 150.000 Meilen störungsfreien Betrieb, vielleicht abgesehen von normalen Verschleißteilen.

    Die Japaner haben den US-Markt dadurch erobert, dass sie solche Qualität liefern.
    Die deutschen Hersteller gelten als teuer und hochgestochen, aber unzuverlässig, weil sie es nicht (!) tun.

    3. VW hat dies auch erkannt und versucht auf dem US-Markt sowie in anderen Märkten (Brasilien, Mexiko z.B.) dadurch entgegen zu wirken, dass man dort nur die jahrzehntealte Billigtechnik verbaut, weil die halbwegs bewährt und günstig ist.

    Beim US-Passat geht die Rechnung bislang nur halbwegs auf (Consumer Reports zieht bislang ein durchwachsenes Qualitätsfazit).

    Gruß
  3. #152

    Zitat von marcus-manta Beitrag anzeigen
    Danke fuer diese Einsicht in die WOB-Welt. Diesen Eindruck hatte ich auch schon lange. Zur Eiseskaelte passt: Kunden koennen nach Ablauf der Garantie fast nie auf Kulanz von VW hoffen. Daher ist der durchschnittliche VW-Kunde (wenn er denn mal ein paar Jahre sein Fahrzeug besitzt) auch nicht wirklich zufrieden mit der Marke, laut Statistik....
    Korrekt.

    Dazu vielleicht noch als Ergänzung:

    1. Die meisten Neu-Fahrzeuge aus dem VW-Konzern werden - wie bei allen anderen deutschen Herstellern auch - nicht verkauft, sondern nur verleast (davon wiederum der Großteil auf Firmen mit extrem weitreichenden Steuerabschreibungsmöglichkeiten bzgl. Firmenfahrzeugen - der Erfolg von VW wird also über drei Ecken in hohem Maße von der Allgemeinheit mitfinanziert).

    Da diese Leasingverträge meist ja nur über zwei, drei Jahre laufen und die VW-Technik solange immerhin durchhält, kriegen diese Fahrer von Leasingfahrzeugen natürlich nichts von der bescheidenen Langzeitqualität der VW-Produkte mit.

    2. Der von Ihnen angesprochene Punkt ist auch einer, der in amerikanischen Autokreisen immer wieder auftaucht (auch in dem von mir schon weiter oben verlinkten TTAC-Artikel "If only everything was as reliable as a Volkswagen").

    Der durchschnittliche amerikanische Autofahrer erwartet von seinem Fahrzeug mindestens 150.000 Meilen störungsfreien Betrieb, vielleicht abgesehen von normalen Verschleißteilen.

    Die Japaner haben den US-Markt dadurch erobert, dass sie solche Qualität liefern.
    Die deutschen Hersteller gelten als teuer und hochgestochen, aber unzuverlässig, weil sie es nicht (!) tun.

    3. VW hat dies auch erkannt und versucht auf dem US-Markt sowie in anderen Märkten (Brasilien, Mexiko z.B.) dadurch entgegen zu wirken, dass man dort nur die jahrzehntealte Billigtechnik verbaut, weil die halbwegs bewährt und günstig ist.

    Beim US-Passat geht die Rechnung bislang nur halbwegs auf (Consumer Reports zieht bislang ein durchwachsenes Qualitätsfazit).

    Gruß
  4. #153

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Doch, doch, ich habe das eben gerade verstanden: die nicht mithalten konnten...
    Nö. Haben Sie offenbar nicht. Skoda war und ist auch ein Traditionsunternehmen:

    Škoda Auto, a.s. ist ein tschechischer Automobil- und Motorenhersteller,[2] der 1895 als Laurin & Klement gegründet wurde und damit zu den ältesten Unternehmen seiner Branche gehört.

    Hätte ja auch Japan oder USA sein können. Wie tüchtig wir doch sind! Treiben die anderen in die Pleite.
    Wen? Sie schreiben wirr.

    20 Mio für den Top-Manager! Jedes Jahr!
    Ob die Manager-Gehälter gerechtfertigt sind, steht auf einem anderen Blatt.
  5. #154

    Zitat von matthes schwalbe Beitrag anzeigen
    ...welche meist immer verdreht wird!

    Wow:"Wir Sachsen"....

    Und weiter:Wer von "den Sachsen" -außer Sie natürlich- beschwert sich denn noch über zu hohe Managergehälter?

    Ich kann mich erinnern, dass ein Berg hier auf SPON, noch vor Jahren die hohen Gehälter explizit begrüßte!!!

    Da sprach dieser Berg sogar von "...muß hohe Gehälter auch geben...denn die Luxsindustrie beschäftigt ja auch Angestellte und Arbeiter.... und sichert somit Arbeitsplätze..."

    Dann führte dieser Berg sogar Beispiele an- kann man alles hier auf SPON nachlesen!

    Na ja, ist ja nicht das 1.MAL, dass Berg den Umfaller macht, wie seine Kanzlerin- Berg war und ist halt immer auf Linie-köstlichst ;-)
    Ihre Sorge um Berg ist überflüssig. Welche Meinung haben Sie denn selber zu Winterkorns Gehaltskürzung?
  6. #155

    Zitat von botellus_maximus Beitrag anzeigen
    Jetzt erklären Sie bitte mal, warum solche Gehälter viel zu hoch seien? Wo liegt das Problem, wenn der Inhaber einer Firma seinem Angestellten für das erfolgreiche Führen der Firma solch ein Gehalt zahlt. Wer hätte etwas davon, wenn das Gehalt geringer wäre? (Es wäre übrigens der Firmeninhaber.)
    Nun, warum wurde denn Winterkorns Gehalt/Bonus gekürzt? Lesen Sie dazu z.B. hier:
    DJ Thomson Reuters ONE/Pressemitteilung zum Verzicht auf Millionenboni von Herrn Winterkorn () | aktiencheck.de
  7. #156

    Ich bin wirklich an einer Antwort interessiert

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Nun, warum wurde denn Winterkorns Gehalt/Bonus gekürzt? Lesen Sie dazu z.B. hier:
    DJ Thomson Reuters ONE/Pressemitteilung zum Verzicht auf Millionenboni von Herrn Winterkorn () | aktiencheck.de
    Lieber Berg,
    mich interessiert hier Ihre Meinung. Sie verweisen durch den Link auf die "gesellschaftliche Akzeptanz". Sie sind genauso Teil der Gesellschaft wie ich. Ich akzeptiere, dass der Inhaber einer Firma seinem Angestellten ein hohes Gehalt für Erfolg und die Erreichung eines vereinbarten Ziels zahlt. Sie, wie offensichtlich signifikante Teile "der Gesellschaft", akzeptieren eine solche Entlohnung nicht.

    Deshalb würde es mich freuen, von Ihnen zu erfahren, was Ihre Beweggründe sind. Wem schadet es nach Ihrer Meinung, dass ein Unternehmensführer, der durch erfolgreiche Arbeit hunderttausende gut bezahlte Arbeitsplätze sicherer macht, vom Inhaber der Firma ein hohes Gehalt ausgezahlt bekommt? (BTW: Die Familien Porsche und Piech, für die Hr. Winterkorn arbeitet, haben über 400 Mio EUR Dividende in 2011 erhalten. Für 2012 werden es ca. 500 Mio EUR sein. Sie sind nicht darauf angewiesen, dass Hr. Winterkorn ihnen durch Gehaltsverzicht noch mehr Unternehmensgewinn beschert - die 10 Mio. wären auch nicht relevant.)

    Wer hätte Ihrer Meinung nach etwas davon, wenn Herr Winterkorn weniger Gehalt bekäme? Würde er sein Gehalt auf alle VW-Mitarbeiter verteilen, bekäme jeder nicht einmal 2,50 EUR mehr im Monat. Bei der nächsten Tarifrunde geht es hoffentlich um etwas mehr als 2,50 EUR.

    Mich interessiert ganz aufrichtig Ihr Standpunkt. Was sind Ihre Beweggründe, dass jemand wie Winterkorn sein Gehalt nicht in dieser Höhe bekommen sollte. Wer hätte etwas davon?
  8. #157

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Ihre Sorge um Berg ist überflüssig. Welche Meinung haben Sie denn selber zu Winterkorns Gehaltskürzung?
    Berg, ein Diskurs mit Ihnen ist i.d.R. recht amüsant aber dennoch meist sinnlos.

    Vor allem wenn Sie auf eine Frage in meinem Beitrag #150 hier oben, erst einmal mit einer Gegenfrage nach meiner Meinung zu Winterkorns Gehalt gieren.

    Das ist sehr schlechte, hilflose und primitive Unterhaltung- oft in Verbindung mit schwächelnden Argumenten.

    Na dann will ich mich mal wieder Ihnen als Gesprächspartner anpassen:

    "Hat man Ihnen im Fach Rhetorik- auf der Parteischule in Mittweida oder sonst wo- wirklich nix besseres beibringen können?"
  9. #158

    Zitat von botellus_maximus Beitrag anzeigen
    Lieber Berg,
    mich interessiert hier Ihre Meinung. Sie verweisen durch den Link auf die "gesellschaftliche Akzeptanz". Sie sind genauso Teil der Gesellschaft wie ich. Ich akzeptiere, dass der Inhaber einer Firma seinem Angestellten ein hohes Gehalt für Erfolg und die Erreichung eines vereinbarten Ziels zahlt. Sie, wie offensichtlich signifikante Teile "der Gesellschaft", akzeptieren eine solche Entlohnung nicht.

    Wer hätte Ihrer Meinung nach etwas davon, wenn Herr Winterkorn weniger Gehalt bekäme? Würde er sein Gehalt auf alle VW-Mitarbeiter verteilen, bekäme jeder nicht einmal 2,50 EUR mehr im Monat. Bei der nächsten Tarifrunde geht es hoffentlich um etwas mehr als 2,50 EUR.

    Mich interessiert ganz aufrichtig Ihr Standpunkt. Was sind Ihre Beweggründe, dass jemand wie Winterkorn sein Gehalt nicht in dieser Höhe bekommen sollte. Wer hätte etwas davon?
    - Die "gesellschaftliche Akzeptanz" ist offenbar auch ein allgemein anerkanntes Kriterium für die Höhe von Managerbezügen. Der soziale Frieden in einem Lande zählt ebenfalls dazu. Der Kanzler erhält ca ein Zehntel; gut, dass mal jemand die Erhöhung angemahnt hat.
    - Der VW-Obermanager ist nur einer von Tausenden Einkommensmillionären in Firmen, Banken, Versicherungen, deren Gehälter/Boni von den Mitarbeitern erarbeitet und den Kunden bezahlt werden müssen.
    - Bei einer Gewinnspanne von ca 10% wird von einem 20000Euro-Auto ca 2000 Euro Gewinn gemacht. Um das Einkommen eines Managers von 16 Mio zu erwirtschaften, müssen also 8000 Autos hergestellt und verkauft werden - ohne Rabatt, versteht sich!
    - Hoffentlich wird den Einkommensmillionären genügend zum Kaufen angeboten, so dass ihr Geld wieder unter die Leute kommt und nicht auf Konten noch mehr Zinsen zieht.
  10. #159

    Und?

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    - Die "gesellschaftliche Akzeptanz" ist offenbar auch ein allgemein anerkanntes Kriterium für die Höhe von Managerbezügen. Der soziale Frieden in einem Lande zählt ebenfalls dazu. Der Kanzler erhält ca ein Zehntel; gut, dass mal jemand die Erhöhung angemahnt hat.
    - Der VW-Obermanager ist nur einer von Tausenden Einkommensmillionären in Firmen, Banken, Versicherungen, deren Gehälter/Boni von den Mitarbeitern erarbeitet und den Kunden bezahlt werden müssen.
    - Bei einer Gewinnspanne von ca 10% wird von einem 20000Euro-Auto ca 2000 Euro Gewinn gemacht. Um das Einkommen eines Managers von 16 Mio zu erwirtschaften, müssen also 8000 Autos hergestellt und verkauft werden - ohne Rabatt, versteht sich!
    - Hoffentlich wird den Einkommensmillionären genügend zum Kaufen angeboten, so dass ihr Geld wieder unter die Leute kommt und nicht auf Konten noch mehr Zinsen zieht.
    Leider haben Sie meine Frage nicht beantwortet: Wer hätte etwas davon, wenn Winterkorn weniger Gehalt bekäme? Wo ist das Problem, dass ein Firmeninhaber seinem erfolgreichen Manager ein gutes Gehalt zahlt? Was wäre besser, wenn es keine guten Gehälter für erfolgreiche Unternehmensführer gäbe?

    Volkswagen hat 2012 nicht 8.000 Autos verkauft, sondern über 9.000.000. Von jedem Auto entfallen auf Winterkorns Lohn also weniger als 1,50 EUR. Das kann es also nicht sein. Oder meinen Sie, wenn ein Golf 21.673 EUR stat 21.674 EUR kosten würde, würde das einen großen Unterschied machen?

    Sie nennen den "sozialen Frieden" und "gesellschaftliche Akzeptanz". Ich sehe den sozialen Frieden in Gefahr, wenn erfolglose Neidhammel bestimmen wollen, was ihre fleißigeren Mitmenschen maximal verdienen dürfen. Ich bin genauso Teil der Gesellschaft wie Sie, und ich akzeptiere keine neidgetriebene Einmischung in die Vertragsfreiheit zwischen einem Unternehmer und seinem Angestellten. Wo sind Ihre inhaltlichen Argumente?