Kandidatin für Thierse-Nachfolge: Das Schwaben-Experiment

"Weckle" statt "Schrippen": Verliert der Ur-Berliner Bezirk Prenzlauer Berg durch zugereiste Schwaben seine Seele? Das behauptete SPD-Politiker Wolfgang Thierse und erntete Empörung. Für seine Nachfolge stehen nun vier Westdeutsche zur Wahl - darunter ausgerechnet eine Genossin aus dem Schwabenland.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-884995.html
  1. #10

    Die Schwäbin hat keine besondere Unterstützung der Basis. Die Basis hat sich ja fast nicht beteiligt. Gebers hat 130 Stimmen von 1200. Bei Mindrup mit seinen 100 Stimmen ist es dasselbe. Die Differenz zwischen beiden liegt im Bereich statistischer Fehler. Also Stichwahl am Samstag. Und am besten anschließend mit einer attraktiven Frau in den Wahlkampf gegen die Kerle von den Grünen und den Linken.
  2. #11

    Pisa lässt grüßen

    Zitat von schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Berlin wurde von einem Schwäbisch-Fränkischen Adelsgeschlecht gegründet.
    Berlin wurde nicht gegründet, schon gar nicht von Schwaben. Aus bestehenden Siedlungen entstand die Doppelstadt Berlin-Cölln.

    Zitat von schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Der "Berliner Bär" ist aus diesem Adelsgeschlecht entlehnt.
    Der Berliner Bär geht auf Albrecht den Bären zurück, der entstammte dem Adelsgeschlecht der Askanier.

    Zitat von schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Wenn sich die "Zugereisten Slawen" mit Ihrem Sprachfehler "icke, Schrippen" etc. darüber monieren. Dürfen diese gerne die Oder wieder überschreiten.
    Das ist nun vollkommen sinnentfemdet: Ein einziger Sprachfehler sind sämtliche alemanischen Dialekte und "Icke" ist nicht slawisch. Und wenn Sie etwas über die Beziehung der Berliner zum Hause Hohenzollern erfahren möchten, dann informieren Sie sich über den "Berliner Unwillen". Also trollen Sie sich.
  3. #12

    Zitat von Goldes Beitrag anzeigen
    Diese Meldung ist ein Scherz, oder? Wird hier allen Ernstes über Überfremdung mit Schwaben diskutiert? Bei einem (hauptsächlich moslimischen) Ausländeranteil von ca 30(!)% in Berlin?
    13%. Das ist nicht viel.
  4. #13

    ...

    Allen Interessierten sei eine Dokumentation von Petra Tschörtner ans Herz gelegt. Prenzlauer Berg 1990: BERLIN-PRENZLAUER BERG (1990) on Vimeo

    Diese Menschen mit ihren schlechten und guten Eigenschaften sind nicht mehr anzutreffen. Wenn ich heute durch die Strassen schlendere, sehe ich nur noch glattgebügelte Menschen.
  5. #14

    Hoffentlich wohnen Sie nicht in Berlin !

    Zitat von Goldes Beitrag anzeigen
    Diese Meldung ist ein Scherz, oder? Wird hier allen Ernstes über Überfremdung mit Schwaben diskutiert? Bei einem (hauptsächlich moslimischen) Ausländeranteil von ca 30(!)% in Berlin?
    Es gibt 7,2 % Muslime in Berlin und einen Ausländeranteil von unter 15%, wobei hiervon viele Polen, Russen und andere EU-Ausländer sind, aber Hauptsache man hat seinen xenophobem Blödsinn wieder an den Mann gebracht. Ein Problem mit vielen Schwaben in Berlin ist, dass sie nun mal nicht die Leistungsträger und Anpacker sind, sondern selbst nicht viel rocken, aber mit Papa oder Omas Kohle Wohnungen zu überteuerten Preisen aufkaufen, das allgemeine Preisniveau steigern und dann auch noch spiessigen Mist wie Kehrwoche, strikte Nachtruhe ab 20.00 Uhr und anderen Blödsinn durchdrücken wollen. Wenn ich in die tiefste schwäbische Pampa ziehe und mich dort nicht anpasse, steht der Blockwart schnurstracks vor der Tür und eine Bestellung a la " 3 Schrippen und zwo Schusterjungen" beim Bäcker wird auch mit einem unfreundlichen Hä ? und nicht mit Jubelschreien quittiert.
  6. #15

    Thierse ist doch gar kein Ur-Berliner, er wurde in Breslau geboren. Ich kann den Unmut der Berliner schon nachvollziehen, die Auswirkungen der Gentrifizierung ist aber in anderen Städten (noch) viel extremer, vor allem in München. Gerade für junge Familien ist es in den deutschen Großstädten nicht immer einfach.
    Trotz allem zeigen die Äußerungen und Reaktionen der "Alteingesessenen" und auch die von Thierse genau die Spießigkeit und Kleinbürgerlichkeit, die sie selber an den Zugezogenen kritisieren. Von einem ehemaligen Bundestagspräsident erwarte ich ein bisschen mehr Weltläufigkeit.
    Willkommen in der globalisierten Welt!
  7. #16

    @Goldes: Scherzkeks

    "Bei einem (hauptsächlich moslimischen) Ausländeranteil von ca 30(!)% in Berlin"
    Wieso lässt die Redaktion derat Gefühltes Wissen kommentarlos passieren?
    Berlin hat einen Ausländeranteil von 14%, München und Stuttgart über 20%
    Quelle: www.muenchen.de/rathaus/dms/Home/Stadtinfos/Statistik/.../mb090401.pdf

    Knapp 60 Prozent der Berliner sind konfessionslos, 21,5 Prozent evangelisch, 9,3 katholisch, 6,5 Prozent sind Muslime und 0,6 Prozent gehören einer anderen Religion an
    Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlinerstatistik/1670484.html
  8. #17

    k.T.

    "Verliert der Ur-Berliner Bezirk Prenzlauer Berg durch zugereiste Schwaben seine Seele?"

    Das ist gegessen. In den letzten 10 Jahren ist der Bezirk gekippt. Jetzt geht es darum, ob das in den anderen Bezirken auch passiert. Mitte ist schon durch. In Friedrichshain ist es noch nicht ganz entschieden.

    Womit die Frau gebers nicht ganz unrecht hat, daß es vor allem die nach 1990 zugezogenen Ossis sind, die sich daran stören. Aber die Alteingesessenen sind eben schon gar nicht mehr da. Da gibt's vielleicht noch einen Thierse, der sich die Gegend noch leisten kann, aber alle anderen sind weg und durch wohlhabende Erben aus dem Westen ersetzt. Das wird dadurch verschärft, daß jetzt deren Eltern auch noch nach Berlin ziehen.
  9. #18

    k.T.

    Zitat von mirror2000 Beitrag anzeigen
    Es zeugt von Ignoranz und komplettem Unwillen, sich in der neuen Umgebung einzuleben. So etwas kann man auch als Angriff verstehen.
    Die haben die Gegend aber nun mal gekauft und jetzt gehört sie ihnen. Genauso wie ihnen auch sonst immer genau der Quadratmeter Fläche gehört, auf dem sie stehen oder sitzen.

    Das Dumme dabei ist, daß eine Anpassung oder Assimilierung nicht mehr möglich ist. Die kritische Masse ist überschritten. Eher ist es so, daß selbst Kindergartenkinder mittlerweile westdeutsche Dialekte nach Hause bringen.

    Und wer das für Lamentieren hält, sollte sich mal vorstellen, wie ein Hamburger oder Stuttgarter das finden würde, wenn seine Kinder im Kindergarten Sächsisch oder Berlinisch lernt, weil alle seine Spielkameraden und deren Eltern aus Sachsen oder Berlin sind.
  10. #19

    Schwippschwaben

    Es geht weder um Wecken noch um Kehrwochen ("we kehr for you"), das tut soagr die BSR. Für die, die jetzt noch Bescheid wissen: Schwaben stehen für etwas, was dem Berliner eher abgeht: eine schicke Fassade mit viel Anstrengung, mehr Bausparvertrag und weniger Trinkgeld, gutsein wollen aber es nicht gut sein lassen können.
    Dass die SPD des Prenzlauer Berg nun ausschließlich durch NRW oder BW vertreten wird, ist ein Armutszeugnis für die SPD und ein Tritt für diesen historischen Bezirk.
    Wen "kehrt´s", was gestern war!