Krisenhilfen der EZB: Europas Banken erholen sich langsamer als gedacht

DPADie Euro-Krise ist derzeit eingedämmt - doch auf dem Finanzmarkt herrscht noch immer der Ausnahmezustand: Weit langsamer als gedacht zahlen Europas Banken Milliardehilfen an die EZB zurück. Die Bundesbank warnt davor, die Probleme der Geldhäuser zu unterschätzen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-884988.html
  1. #10

    Die Eurokrise ist derzeit eingedämmt ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise ist derzeit eingedämmt - doch auf dem Finanzmarkt herrscht noch immer der Ausnahmezustand: Weit langsamer als gedacht zahlen Europas Banken Milliardehilfen an die EZB zurück. Die Bundesbank warnt davor, die Probleme der Geldhäuser zu unterschätzen.

    Banken zahlen EZB-Hilfen nur zögerlich zurück - SPIEGEL ONLINE
    ...es wird langsam Zeit, die Urheber derlei "Ergüsse" für die bewußte Verschwendung der von der Allgemeinheit getragenen Bildung (oder sollte man Bildungsversuch sagen ?) in Regress zu nehmen.
  2. #11

    Die Krise!

    Ist einfach nur eine Gewaltige Insolventsverschleppung der Finanzindustrie. Die Rechnung wird die Geschichte schicken!!!
  3. #12

    Warum sind wir nicht grosszuegiger -

    die Banken haben es schwer genug - immer diese
    Pleiten.
  4. #13

    Zitat von dapmr75 Beitrag anzeigen
    Ich muss meinem Vorredner voll zustimmen, vermute allerdings, dass die verantwortlichen Redakteure des SPON keine Ahnung haben, dass sie Märchen verbreiten. Die gleiche absolute Ahnungslosigkeit unterstelle ich auch den EU-Bürokraten; wie sagte EU-"Experte" Rehn heute: Die harten Fakten zur ökon. Lage der EU zeichnen ein düsteres Bild, aber es gibt ein paar weiche Daten die Besserung versprechen, Details zu den weichen Daten blieb er schuldig. Europa wird von einem Syndikat aus Blinden, Tauben und Stummen in Politik und Presse ins Licht geleitet.
    Naja, aber den Durchblick haben ja Draghi, Merkel und Schäuble. Die führen uns ja sicher auf dem Weg zum Vereinten Europa.

    Und gehen Sie doch nicht so hart mit den SPON Redakteuren um. Freuen Sie sich doch darüber, daß Ihnen hier eine Plattform geboten wird, Ihre Meinung beinahe ungebremst zu verbreiten.
  5. #14

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Sogar die Baumbewohner in den letzten verbliebenen Urwäldern wissen, die spanische Bankenkrise ist durch die Immobilienblase entstanden und keineswegs durch den verschwenderischen spanischen Staat.
    Die Baumbewohner wissen auch, das die Euro Krise ausgestanden ist.
    Was ist die Immobilienblase, ob nun in Spanien oder den USA, anderes als ein Kreditwachstum und letztlich ein Wirtschaftswachstum auf Pump zu erzielen? Und in beiden Fällen keineswegs zufällig, sondern politisch gewollt.
    Ich sehe keinen grossen Unterschied darin ob nun Banken über Blasen die Wirtschaftsleitung ihrer jeweiligen Staaten bis zum platzen derselben hochpuschen oder, wenn sich keiner mehr finden lässt dem man auch ohne ein Einkommen noch eine Immobilie andrehen kann die er dann in Konsum umsetzen kann, der Staat direkt über seine schuldenfinazierten Ausgaben noch irgendwas an Wachstum generieren muss (und auch Spaniens Ausgaben, um mal dabei zu bleiben, steigen). Letztlich muss der Staat seine Banken retten oder zulassen, das diese Kapitalfehlinvestitionen, mit entsprechenden Folgen wiederum für das Wachstum, vernichtet werden. Dazu sind unsere Politiker bzw. unsere Geselschaft nicht bereit.
    2001 war es die dot-com blase, 2007 die Immo blase und demnächst die Staatsschuldenblase. Das Prinzip ist dasselbe nur das sich mittlerweile ausser Staaten und ihren Zentralbanken im Moment keiner mehr findet, der die nächste Blase finanzieren kann.
  6. #15

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    "Lukrative Zockerei mit den innovativen neuen Finanzprodukten", das hört sich sicher gut an und sieht natürlich auch so aus als wenn die Banken ganz allein für ihre Probleme verantwortlich sind.
    Nein, natürlich nicht ganz allein verantwortlich. Eigenverantwortung betrifft ja auch nur das Fußvolk. ;-)

    Dem ist aber nicht so. Die südländischen Banken haben sich mit ihrer ganz regulären Kreditvergabe an ihre jeweiligen Souveräne, als spanische Banken an Spanien, in die Krise geritten.
    Sie glauben, dass in der globalen Finanzwelt jeweils nur die Banken eines bestimmten Landes an ihr eigenes Land Kredite vergeben? Zu Ihrer Info: Herr Ackermann hat laut Handelsblatt Februar 2009 auf die Frage, wie die Deutsche Bank den Verlust von 4,8 Mrd.€ aus dem letzten Quartal 2008 so schnell ausgleichen konnte, mit den folgenden Worten geantwortet: Mit der Finanzierung der „klammen Staaten“ - die letzten zwei Worte ein direktes Zitat. Es gab also zu dem Zeitpunkt noch kein Problembewusstsein. Ich überlasse es Ihrer eigenen Bewertung, was mit den „klammen Staaten“ gemeint war.

    Und solange Staaten wie Spanien ihre Defizite (Spanien 2012 >10%) über Kredite finanzieren müssen, also zuvie Geld ausgeben, haben Sie ein Problem. Lassen die Staaten die Banken pleite gehen, wer leiht ihnen dann noch Geld?
    Die staatlichen Zentralbanken, wie es vorher auch üblich war und in Japan und USA heute noch gemacht wird. Erst die EU hat die Mitgliedstaaten vertraglich dazu verpflichtet, sich auf den freien Märkten finanzieren zu *müssen*.
    Die Banken bekommen das staatliche Geld zur Zeit zu so gut wie Nulltarif (0,75%) und können daran verdienen, dass sie den Staaten deren eigenes Geld leihen und sie nicht anders behandeln als den gewöhnlichen Schuldner. Sie haben die Rating-Agenturen beauftragt, und sobald das Rating sinkt, werden die Zinsen erhöht und das Unheil nimmt ihren Lauf mit aufgezwungenen Sparmaßnahmen etc.

    Retten sie auf welchen Umwegen auch immer die Banken, drücken Sie die Zinsen in den Keller und zwingen die Banken mit billigen EZB Geld ihre Schulden zu kaufen, sieht das zwar gut aus solange wie es funktioniert, sobald die Realität wieder mal zuschlägt sind die Löcher in den Bankbilanzen aber umso grösser. Und damit sind sie wieder zurück auf Feld Nr.1, den die Banken dürfen nicht pleite gehen wollen die entsprechenden Staaten nicht im Anschluss ihren Staatsbankrott eingestehen.
    Das halte ich für Quatsch. Es gibt halt gewisse Denkverbote, und Ihre Meinung ist imo nur so lange gültig, wie Verstaatlichung der Banken ein Tabu bleibt, aus rein ideologischen Gründen.
  7. #16

    Zitat von Tamarind Beitrag anzeigen
    Nein, natürlich nicht ganz allein verantwortlich. Eigenverantwortung betrifft ja auch nur das Fußvolk. ;-)
    Das ist richtig. Aber es gibt Grenzen, bis zu denen dieses Prinzip für diverse gesellschaftliche Schichten ausser Kraft setzen kann.

    Sie glauben, dass in der globalen Finanzwelt jeweils nur die Banken eines bestimmten Landes an ihr eigenes Land Kredite vergeben? Zu Ihrer Info: Herr Ackermann hat laut Handelsblatt Februar 2009 auf die Frage, wie die Deutsche Bank den Verlust von 4,8 Mrd.€ aus dem letzten Quartal 2008 so schnell ausgleichen konnte, mit den folgenden Worten geantwortet: Mit der Finanzierung der „klammen Staaten“ - die letzten zwei Worte ein direktes Zitat. Es gab also zu dem Zeitpunkt noch kein Problembewusstsein. Ich überlasse es Ihrer eigenen Bewertung, was mit den „klammen Staaten“ gemeint war.
    Ihre Frage erster Satz, nein glaube ich nicht. Ich weiss aber wohin die Liquidität der EZB geflossen ist und ich glaube kaum, das die deutsche Bank noch nennenswerte Positionen an Schulden der klammen Staaten von 2008, sagen wir Griechenland, hält. Zumindest einen Teil dieses Problems hat die DB nach Zypern verlagert.


    Die staatlichen Zentralbanken, wie es vorher auch üblich war und in Japan und USA heute noch gemacht wird. Erst die EU hat die Mitgliedstaaten vertraglich dazu verpflichtet, sich auf den freien Märkten finanzieren zu *müssen*.
    Die Banken bekommen das staatliche Geld zur Zeit zu so gut wie Nulltarif (0,75%) und können daran verdienen, dass sie den Staaten deren eigenes Geld leihen und sie nicht anders behandeln als den gewöhnlichen Schuldner. Sie haben die Rating-Agenturen beauftragt, und sobald das Rating sinkt, werden die Zinsen erhöht und das Unheil nimmt ihren Lauf mit aufgezwungenen Sparmaßnahmen etc.
    So einfach ist das nicht und auch Japan und die USA versorgen sich über Banken mit Kapital. Die Japaner verscherbeln das via Pensionsfonds an ihre eigene Bevölkerung, die USA im Normalfall an diejenigen welche die Dollars aus ihren Exportüberschüssen irgendwo anlegen müssen. Abnehmer sind erstmal Banken und in den USA sind ein Teil dieser Banken sogar zur Abnahme dieser Schulden verpflichtet.

    Das halte ich für Quatsch. Es gibt halt gewisse Denkverbote, und Ihre Meinung ist imo nur so lange gültig, wie Verstaatlichung der Banken ein Tabu bleibt, aus rein ideologischen Gründen.
    Sie können alles verstaatlichen, ich habe damit kein Problem wenn sie mit Denkverboten auf mich anspielen. Was Sie meinen geht wohl eher in die Richtung, das die EZB direkt die staatliche Defizite finanziert. Können Sie alles machen, hat aber alles Folgen. Beabsichtigte und eher unbeabsichtigte. Leben müssen sie dann mit beiden.
  8. #17

    Die wohlmeinenden Redakteure pfeifen laut im Wald, um sich selbst Mut zu machen ...

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Wo zum Teufel erholen sich Europäische Banken, langsamer,
    schneller oder überhaupt? Der SPON sollte doch bitte mal endlich
    damit aufhören Fantasiegemälde zu zeichnen, von denen die
    verantwortlichen Redakteure vermutlich selbst genau wissen, das
    man sie binnen weniger Wochen sowieso wieder korrigieren muss.
    Eine Lösung der Schulden- und Bankenkrise wurde uns noch
    nicht mitgeteilt. Aber ein Zeitgewinn wurde erzielt.
    Mittlerweile üben sich alle in psychologischen Ego
    Abwehrmechanismen (Ego-Defense-Mechanismen).
    Nur Draghi von der EZB tut was er kann. ... Na schön!

    P.S.

    "In Freudian psychoanalytic theory, defence mechanisms
    (or defense mechanisms) are psychological strategies brought into
    play by the unconscious mind

    to manipulate, deny, or distort reality (through processes
    including, but not limited to, repression, identification,
    or rationalization), and to maintain a socially acceptable
    self-image or self-schema.

    Healthy persons normally use different defences throughout life.
    ... The purpose of ego defence mechanisms is to protect the
    mind/self/ego from anxiety and/or social sanctions and/or to provide
    a refuge from a situation with which one cannot currently cope."

    siehe
    Defence mechanisms - Wikipedia, the free encyclopedia
  9. #18

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise ist derzeit eingedämmt - doch auf dem Finanzmarkt herrscht noch immer der Ausnahmezustand: Weit langsamer als gedacht zahlen Europas Banken Milliardehilfen an die EZB zurück. Die Bundesbank warnt davor, die Probleme der Geldhäuser zu unterschätzen.

    Banken zahlen EZB-Hilfen nur zögerlich zurück - SPIEGEL ONLINE
    .........

    Nicht nur die Banken, auch die Staaten erholen sich nur langsamst, wenn überhaupt von Erholung gesprochen werden kann. Wie auch, wenn Staatsanleiher immer höher verschuldeter Länder nur noch durch die unverantwortlichen Aufkäufe durch die EZB zu händeln sind?
    Das Finanzsystem ist kollabiert und statt diese Ursächlichkeit anzugehen wird mit immer dreisterer Geldschwemme auf Schulden- und Steuerzahlerbasis die Optik aufrechterhalten, daß es liefe. Bis der Laden endgültig zusammenkracht.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  10. #19

    EU-Banken sind Bankrott, EU-Staaten dito ...

    ... und Goldman Sux saniert sich, dank Draghi & Co.
    Faschismuss long, ups, Korporatismuss ...

    Also - 1,3 Bn. € Lücke die alle Herrgotts Rezepte aus dem Meisterwerk "Praktische Geldfälscherei für psychopatische Zentralbanksters" nicht lösen können, ein hübsches 40X leverage der €u-Banksters-Bailout-junkies, permanentes shorting dass die Bondocalypse näher bringt, Resignation, Indignation, Benzodiacepamiflation, Münchauseniation ... tststs .... wann gibbets wieder Fussball ... ? :-P

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