Mali: 16 Islamisten sterben bei blutigen Kämpfen um Gao

AFPMalis Städte sind befreit, doch von Frieden ist keine Rede. In Gao beendeten malische und französische Truppen einen Überfall der Islamisten blutig, 16 Angreifer starben. Die Rebellen attackieren blitzschnell aus ihren Wüstenverstecken, setzen sogar Raketen ein.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-884989.html
  1. #20

    Im Grunde löffelt nun Frankreich in Mali die Suppe aus, die sie sich zusammen mit Briten, Italienern und US-Amerikanern selbst eingebrockt haben. Verfehlte Außenpolitik, Isolation ehemaliger Kolonien und das strategische Brettspiel aus Zeiten des kalten Krieges, als die bereits damals vorhandenen Konfliktpotentiale geschickt und ohne Rücksichtnahme auf subkulturelle Fehlentwicklungen genutzt wurden.

    Bisher haben die Franzosen aber aus rein militärischer Sicht gesehen alles richtig gemacht - und besser als die Amerikaner im Irak allemal.

    Nur aktuell vermisse ich weitere zielgerichtete Taktiken. Das genannte Gesteinsmassiv im Norden Malis liegt zu Teilen jeweils in Mauretanien, Mali und Algerien. Alles Bereiche, die im französischen Einflussbereich liegen. Der Lösungsansatz, die Islamisten festzusetzen, ergibt sich von selbst. Und unter Zuhilfenahme einer totalen Nachrichtensperre dürften dann gezielte, lösungsorientierte militärische Maßnahmen ohne Rücksichtnahme auf die Weltöffentlichkeit oder div. Konventionen möglich werden. Gezielter Kampfmitteleinsatz, völlige Gebietsisolation, 100 km Sperrkreis frei von Zivilisten (oder die so aussehen), quasi freies Operationsfeld.
  2. #21

    Zitat von derwulf Beitrag anzeigen

    16 Tote juckten die doch nicht, denn die bekommen 10 mal soviel Zulauf pro "Drone Strike" mit "kollateral" Schänden. Siehe Zero Dark Thirty: diese Leute planen für ihren Dschihad 100 Jahre ein. Diesen Horizont hat bei uns keiner, speziell was das Endszenario angeht: Der Westen ist Pleite und überlässt den Islamisten sein entwaffnetes und mental wehrloses Steuervieh.

    Tja, aus dem Kommunismus haben wir gelernt das alles was der Staat herstellt schlecht, teuer und knapp ist. Aus dem Krieg gegen Terroristen lernen wir das der Staat auch in der Ausübung der Gewalt unfähig und verschwenderisch agiert.
    Ich bezweifele dass 100 Drohnenangriffe jemals einen einzigen neuen Terroristen züchten werden. Es gibt absolut keinen Grund das so anzunehmen.
    Deutschland hat Terror bis heute nur nicht verstanden. Mangels wissen gibt es in Deutschland das Gerücht, dass verzweifelte, ungebildete Menschen, die kein Geld haben zum Terror greifen. Das widerspricht völlig der Erfahrung die AAALLLLEEEE Länder bisher gesammelt haben.

    Einen Terroristen kennt man hier doch sogar beim Namen. Osama Bin Laden. War er ungebildet? Arm? Verzweifelt?
    Und die Erfahrung zeigte bisher, dass er keine Ausnahme sondern die Regel war. Terroristen vom 11. Sept. haben alle im Ausland studiert? Arm? Ungebildet? Verzweifelt? Wenn genau haben diese Menschen verloren? Und das setzt sich so bei praktisch jedem Anschlag so fort. Praktisch alle Terroristen sind überdurchschnittlich gebildet und überdurchschnittlich reich. Und kaum einer hat jemals einen Angehörigen verloren, bevor er zur Waffe gegriffen hat. Ich habe große Zweifel dass Drohnen und andere Angriffe nur 1 % dieser Leute zum Kampf bewogen haben.
  3. #22

    Zitat von udolein Beitrag anzeigen
    Es muss eine politische Lösung her! Mali sollte meines Erachtens geteilt werden. Ein muslimischer und ein christlicher Staat wurden das Problem losen.
    Unfug. Es ist geradezu unverschämt, den malischen Muslimen mehrheitlich eine Sympathie für den salafistischen Terror zu unterstellen - besonders denen, die darunter zu leiden hatten, weil sie im Norden wohnen.
  4. #23

    Wow,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...sterben bei blutigen Kämpfen um...
    welch Schlagzeile...

    Früher wurde sowas "Geplänkel" genannt.
  5. #24

    Zitat von yournightmare Beitrag anzeigen
    Für Wohlstand sorgen ist leichter gesagt als getan.
    Man hat bisher weder für Schulen, noch für Ärzte oder Infrastruktur gesorgt, wieso sollte man jetzt für Wohlstand sorgen.
    Es gab Militär in den großen Städten. Die hatten nichts besseres zu tun als zu flüchten als die Tuaregs oder die Islamisten auftauchten.
    Dort hat man hat nichts über für den Staat Mali, der nur nimmt und nichts gibt.
    Es wurden die französischen Soldaten bejubelt und nicht die eigenen Militärs.
    Mali hat mit dem Norden nichts zu tun außer eigene Besitzansprüche die ihnen irgendwann per Lineal von den Vereinten Nationen zugesprochen wurden. Eine nationale Identität existiert dort nicht, die gibt es nur im Süden.
  6. #25

    Ohne Rueckendeckung...

    aus der Bevoelkerung heraus koennten die Terroristen so nicht operieren. Also sollte man
    die malische Bevoelkerung aufrufen, bekannte Sympathisanten zwecks Ueberpruefung zu nennen, das
    geht auch anonym. Freiheit ist nicht umsonst.
  7. #26

    oh mann...

    wurden die Jungs der malischen "Armee" eigentlich überhaupt in irgendeiner Art und Weise ausgebildet ?
    Ich sehe in den Videos nicht einen der sich auch nur annähernd wie ein Soldat verhält. Wildes Geballer und Gefährdung der eigenen Mitkämpfer durch bescheuertes Verhalten an der Waffe.... Unglaublich.
    Als Französischer Soldat dort hätte ich Angst solche Spezialisten um mich herum zu haben. Aber man kennt das ja von anderen Aufnahmen in Afrikanischen Krisengebieten.... Und da soll jetzt unsere Bundeswehr zur Ausbildung anrücken... Viel Spass...
  8. #27

    Waffen

    Zitat von egowehner Beitrag anzeigen
    aus der Bevoelkerung heraus koennten die Terroristen so nicht operieren. Also sollte man
    die malische Bevoelkerung aufrufen, bekannte Sympathisanten zwecks Ueberpruefung zu nennen, das
    geht auch anonym. Freiheit ist nicht umsonst.
    vor allen Dingen muss man wissen das die Islamisten ihre Waffen aus Libyen haben, sie sind dort mit Unterstützung der NATO an das Material gekommen. Die NATO hatte die reguläre libysche Armee weggebombt.
    Frankreich muss hier die Folgen seiner eigenen schlechten Politik berreinigen.
  9. #28

    Dr.

    Zitat von udolein Beitrag anzeigen
    Es muss eine politische Lösung her! Mali sollte meines Erachtens geteilt werden. Ein muslimischer und ein christlicher Staat wurden das Problem losen.
    In Mali sind nur 2% Christen... bitte vorher mal informieren.
  10. #29

    Für Menschenrechte, für Demokratie und Rechtsstaat

    Zitat von tkgdfk Beitrag anzeigen
    vor allen Dingen muss man wissen das die Islamisten ihre Waffen aus Libyen haben, sie sind dort mit Unterstützung der NATO an das Material gekommen. Die NATO hatte die reguläre libysche Armee weggebombt.
    Frankreich muss hier die Folgen seiner eigenen schlechten Politik berreinigen.
    usw.. In Somalia, Afghanistan, Irak oder Libyen ist ein Ergebnis dieser westlichen Interventionen zu beobachten, das so gar nicht von erfolgreichen Bemphungen zeugt. Das Gegenteil ist der Fall. Nachhaltige Befriedung ist nicht in Sicht, und was Mali anbelangt, richtet sich unser Verteidigungsminister auf eine längere Mission ein.
    Mission impossible möchte man ihm zurufen, aber über die Ursachen der Konflikte wird ja in der "offenen Gesellschaft" , die Westerwelle verteidigen will, nicht offen geredet. Wie konnten Tausende von Waffen aus dem libyschen Bürgerkrieg überhaupt nach Mali kommen? Das sind doch Versäumnisse. Oder das Versäumnis auf seinen Verbündeten im Nahen und Mittleren Osten, auf Saudi-Arabien einzuwirken, diese radikalislamistischen Gruppen nicht mehr finanziell zu unterstützen. Oder über die westlichen Interessen, die in Afrika eine gerechte Handelspolitik zu verhindern, die sich Rohstoffe sichern und Schifffahrtswege offenhalten wollen.
    All dies würde doch in die Debatte eines demokratischen Parlamentes gehören. Aber da kann man wohl noch lange warten!!