Leistungsschutzrecht: Die wahren Probleme der Verlage

REUTERSDie Verlegerverbände wollen ein Gesetz, um ihr Online-Geschäft aufzubessern: eine Google-Steuer, das Leistungsschutzrecht. In Frankreich hat Google sich mit den Verlagen auf einen Deal geeinigt - beides aber löst nicht die grundlegenden Probleme der Medienhäuser im Netz.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-880779.html
  1. #50

    Es ist problematisch...,

    deshalb bin ich der Meinung, die Verlage müssten ,klein anfangen'. Und zwar durch Internet-Mini-Gebühren im Centbereich. Hier bietet sich Bitcoin an, weil beim Überweisen auch fast keine Kosten anfallen. Auch uns Kommentarschreiber könnten zur ,Minikasse' gebeten werden. Nur Flattr allein pp. reicht nicht aus.

    Viele Grüße
    Gerd Taddicken
  2. #51

    Also ich muss sagen respekt für diesen artikel! ich gebe zu, ich bin auch einer dieser adblock-nutzer, weil mich diese blinkenden, aufpoppenden und manchmal auch mit sound-versehenen werbeeinblendungen auf vielen webseiten einfach nur nerven. jedoch habt ihr mir mit diesem atrikel mehrere aspekte geliefert über die ich ersteinmal nachdenken musste. schlussendlich bin ich nun dazu übergegangen für spiegel-online und andere nachrichtenseiten die ich öfter besuche, die werbung wieder zu aktivieren. schließlich nehme ich eine leistung in anspruch für die ich ansonsten nicht bezahlen muss. das ist eigentlich schon in ordnung!
  3. #52

    Zitat von k3llerkind Beitrag anzeigen
    schließlich nehme ich eine leistung in anspruch für die ich ansonsten nicht bezahlen muss.
    Schön wär's - aber wenn es rumblinkt und -dudelt, *kann* ich die Leistung nicht in Anspruch nehmen, weil ich mich dann leider nicht auf den Text konzentieren kann. Und der einzige bin ich da ja scheins nicht.

    Und wenn ich nicht lesen kann, ist ein Besuch hier irgendwie äußerst sinnfrei … also bleibt es dabei: Wenn es sich bewegt oder tönt, isses weg. Samt Kollateralschäden vom selben Server.
  4. #53

    ...

    Was mich mal interessieren würde, ist, ob sich irgendjemand eigentlich mal Gedanken macht, ob Werbung tatsächlich irgendeinen Effekt beim Endverbraucher hat bzw. ob dieser positiv ausfallen muß und weiterhin was der Endverbraucher vielleicht an sich für Bedürfnisse haben könnte? Stattdessen immer dieselbe Konzentration auf die eigenen Bedürfnisse. Es ist nachvollziehbar aber eben nicht erfolgsversprechend, ständig darüber nachzudenken, wie man sein Geschäftsmodell auf seine Bedürfnisse abstimmt. Besser verdienen aber die, die ihr Geschäftsmodell vor allen den Bedürfnissen der Kunden anpassen, was sich magischerweise im eigenen Erfolg niederschlägt.
  5. #54

    Adblock - Warum

    Ich habe nicht's gegen einen Einfachen Werbeblock oben oder an der Seite. ABER:
    Nicht wenn sie plötzlich durch das Bild laufen. Und ein vermeidlicher Klick auf ein X auch noch ein neues Fenster öffnet.

    Oder wenn Werbebanner gleich die ganze Seite einfärben.

    Das allerschlimmste sind Flash-Banner, welche manche sogar den Browser (wegen zu vielen Seiten gleichzeitig) in die Knie zwingen.

    Ich verstehe warum Werbung sein MUSS. Aber ich verstehe warum Adblocker so auf den Vormarsch sind.

    Meinem Onkel und Tante habe ich einen bspw. gleich auf dem neuen Rechner mitinstallierte. Denn durch Werbebanner haben sie schon mal für eine Routenplanung ein ABO abgeschlossen. 120 € pro Jahr. Ich bin bald nicht mehr geworden als ich das mit bekam.

    Solche unseriöse Werbung darf keinesfalls mehr SEIN!
  6. #55

    Warum Werbeeinschaltungen nicht mehr so erfolgreich sind, haben meine Vorredner hinreichend beschrieben. Ich habe mal kurz getestet: mein alter MS Internet Explorer lässt sich nicht zu bewegen das ganze Webegesumse aufzuladen, der ist damit überfordert. Der neueste Opera Browser kann es, nur bis das ganz oben runtergeladet wurde bin ich schon wieder weiter - und dann blinkt es, habe ich schon wieder die Schnauze volle. Die "Lidl" Anzeige geht, nichts dagegen. Ansonsten ächzt unter so einem Zeug auch gar mancher Rechner und Browser. Nächstes, wie wollen sie sich finanzieren? Ich persönlich sehe bei Paywall und Micropayments schwarz. Alles Theorie. Ich persönlich zahle nicht für Agenturmeldungen und Junk-Journalismus, der mir zudem oft als von propagandistischer Natur erscheint (z. B. wie Steinmeier den Hang raufgerollt wurde, das ungeprüfte USA-Europa-Freihandelszonen Hurrageschrei, dieses Übergehen und regelmässige Niedermachen Linken, usw.). Dazu, der übliche Sport und Promi-Hofberichterstattung. Das ist wertlos, es wird mir global in mehratusendfacher Ausfertigung nachgeworfen. Für die Propaganda kritisiere ich sie, der Rest entspricht einem gewissen Geschäftsmodell, dass mir als solches recht egal ist. Wenn SPON untergeht, dann berührt mich das für etwa eine Woche, und damit hat sich das. Wer Neoliberalismus predigt darf auch gerne sein Opfer werden. Viel populistisches Gelaber, aber als "auf meiner Seite" empfinde ich den Spiegel und seine Ableger schon lange nicht mehr. Das Personal tut mir halt dann ein wenig leid. Vergessen sie auch irgendwelche Träume von Wunderapps: iPad ist schon längst auf dem Sterbebett. Von Chinavision, spemall, cect und wie die alle heissen bekomme ich schon heute Android-Pads für weit unter 100 Euros. Da läuft Chrome, Firefox, Flash und auch sonst alles. Da brauche ich keine "Apps." In naher Zukunft werden die Zeitungen, mit Ausnahme von einigen ÖPNV-fähigen Boulevardzeitungen endgültig sterben. Nachrichten im Web kommen dann noch von von Fernsehsendern und einigen Überbleibseln einst glorreicher Verlagshäuser. Vielleicht werden auch einige der vielen arbeitslosen Journalisten sich erfolgreich zusammentun und etwas erstellen werden dass bezahlbar und bezahlenswert sein wird.
  7. #56

    Zitat von eJojoX Beitrag anzeigen
    Das Rumgeheule über Werbung ist ja unerträglich. Wer die Werbung auf Spon nicht ertragen kann, wird nie zufriedenstellen zu sein. Wird Zeit AdBlocker effektiver zu bekämpfen. Als Alternative kann\sollte man dann sicherlich auch ein Freikaufen von Werbung anbieten. Wenn es euch irgendwo nicht gefällt, dann bleibt halt weg ...
    Prima, lasst uns diese Pest namens Adblocker bekämpfen.
    Es heißt: Friß oder stirb.
    Diesen ganzen linken ökogrünen Werbegegnern sollte man das Internet entziehen. Außerdem sollte es Pflicht sein, auf alle Werbebanner zu klicken - und deren Angebote zu kaufen. Besser noch: Wer ins Internet will, muss seine Kontonummer angeben, damit jede Firma abbuchen kann, was ihr zusteht.
  8. #57

    Nicht zu vergessen: den Inhalt der Werbungen!

    Zitat von ursspel10 Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht's gegen einen Einfachen Werbeblock oben oder an der Seite. ABER:
    Nicht wenn sie plötzlich durch das Bild laufen. Und ein vermeidlicher Klick auf ein X auch noch ein neues Fenster öffnet.
    Ich bin auch Adblock-User (schon seit Jahren), und habe Adblock meiner Mutter und meiner Schwester installiert - der Kommentar meiner Schwester dazu: "Endlich kann ich wieder die Webseiten benutzen!".

    Gerade mal spaßeshalber mit einem Webbrowser ohne Adblocker auf SpOn gegangen. Die ganzen unruhigen Werbungen wurden hier ja schon erwähnt, interessant ist aber auch der Inhalt der Werbungen hier:

    "Waldinvestement: 12% p.a."
    "Kautschuk: Über 12% p.a."
    "Denkmalimmobilie kaufen"

    usw.

    Was mir noch fehlt "Sie sind der 999.999te Besucher! Sie haben noch 30 Sekunden Zeit, Ihren Gewinn abzuholen".

    Kurzum: Werbung, die versucht den User über den Tisch zu ziehen, Abos abzuschließen und noch massiv den Lesefluss stört. Da wundert man sich ernsthaft über die immer häufiger eingesetzten Adblocker?

    Achja, auch ich stimme den anderen Usern zu: Die Google-Ads in Textform stören mich nicht im geringsten, sie waren sogar schon ab und zu hilfreich. Aber die Werbebranche meint es ja besser zu wissen und lieber ihre Opfer belästigen zu müssen....
  9. #58

    Ein Vorschlag

    Statische Werbung (jpg.png) auf der eigenen Seite hosten. Link zum Hersteller oder Anbieter dazu.
    Schicke Bilder (wie in der gedruckten Ausgabe), zum Content passende Anzeigen und das Problem der Adblocker ist ziemlich zuverlässig gelöst.
    Für die eigenen Produkte bekommt SPON das ja auch hin.
    Natürlich kostet das ein paar Euro für die Anzeigenverwaltung, die Akquise und Speicherplatz auf dem eigenen Server.
    Die Bereitstellung der Werbung darf nix kosten, sondern wird von Adhostern bezogen, die pro Klick ein paar Cent bezahlen. Aber sich über die Kostenlosmentalität der eigenen Nutzer beschweren ?
    Zu Qualitätsjournalismus gehören auch qualitativ hochwertige Anzeigen.
  10. #59

    wie funktioniert es?

    Jaaa, das gejammer wegen den fehlenden Einnahmen kenne ich gut. Ich habe Werbeanzeigen verkauft. Irgendein IT Mensch erstellt die nach Vorgaben des Vorgesetzten (der keine Ahnung hat), hat die Vorgaben von seinen Werbestrategen (die keine Ahnung haben), und für die Platzierung wird monatlich oder jährlich weit mehr an die Sitebetreiber gezahlt als der IT-Mensch je verdienen wird. Teils wurde ich auch mit der Auswertung beauftragt.... und was kam raus? Die blinkenden, aufwändig erstellten, alle Menschen nervenden Banner wurden weniger gesehen als die unbunten statischen Bilder mit link...zudem bezahlt die Firma die die Werbung erstellt Unsummen dafür das der Sitebetreiber drei oder vier mal klickt um die Werbung einzubinden. Jetzt jammern die die 4 mal klicken über fehlende Einnahmen? Für welche Leistung? Dafür das sie Banner freischalten? Selbst die Position und Größe müssen die Sitebetreiber nicht selbst bestimmen, das wird in einem Script von der bezahlenden Firma geliefert!! Wenn auch manchmal von Agenturen....die Werbeindustrie ist nicht produktiv..... die leistet nichts ausser Endkunden zu locken....die % Zahl wie oft das gelingt ist verschwindend gering....wird aber hoch bezahlt..... das heutige Gold ist Werbung.....und es gibt immer Menschen die sich durch blinken und flackern verleiten lassen. Falsch ist es dadurch eine seriöse Seite abzuwerten..... nicht nur die Startseite ist betroffen, die Layer gehen auch mit in die Artikel.... wie schon mehrfach erwähnt kann jeder Sitebetreiber steuern wo und wieviel Werbung er zulässt.