Rede des Bundespräsidenten: Gauck wünscht sich europäischen Patriotismus

AFPBundespräsident Gauck beschwört in einer mit Spannung erwarteten Rede die "gemeinsame Identität" Europas. Im Schloss Bellevue spricht er aber auch von Fehlern bei der Erweiterung der EU und der Einführung des Euro.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-884935.html
  1. #550

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Wir haben uns doch schon öfter darüber unterhalten, daß ich Ihre geliebten Schweiz nicht zu nahe treten will und schon garnichts dagegen habe.
    Es wäre aber auch nicht schlecht, wenn Sie etwas Realismus annehmen würden und sich davon verabschieden würden, daß die Schweiz in irgendeiner Weise eine Rolle in den überegionalen Entscheidungsprozessen spielen würde.
    stimmt, wir haben uns schon oft darüber unterhalten. hab ihnen auch schon oft geschrieben; die schweiz will gar nicht eine überegionale rolle spielen.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Als kleines Land praktiziert die Schweiz - zumeist durchaus erfogreich - eine Politik, sich an die EU anzulehnen bzw. den USA nicht auf die Füße zu treten.
    Man sorgt dafür - dies läßt sich leicht nachprüfen- das man die Interessen der gößeren Partner erfüllt.
    genau so wie deutschland und jedes andere land auch. lässt sich auch jederzeit nachprüfen. klar schaut die schweiz darauf möglichst erfolgreich zu sein.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Kopplung des Franken an den Euro, Zahlungen in EU Haushalte, Übernahme der EU Standards und Normierungen, Akzeptanz der Forderungen der USA sind hier nur die Spitze des Eisbergs.
    kopplung: nein, das wissen sie genau... oder muss ich es ihnen noch einmal erklären.
    übernahme der eu standards: klar da wo es sinnvoll ist, warum auch nicht. die meisten normierungen gab es es schon vor der eu.. die ergaben sich logischerweise. und es giebt noch so viele unterschiedliche normen, ob sinnvoll oder nicht.
    übrigens ist die eu ein leuchtendes beispiel, wenn es darum geht wie man dem ami sämtliche wünsche erfüllt. nicht, dass da unsere politiker anders wären. nein überhaupt nicht. hab ihnen auch schon oft geschrieben, dass ich dies nicht verstehen kann, da die usa ein schnell sinkendes schiff ist.
    übrigens, die schweiz zahlt keinen müden rappen in den eu haushalt. auch wenn dies immer wieder behauptet wird.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich halte diese Politik ja duchaus für sinnvoll für die Schweiz, aber es wirkt lächerlich, wenn man dan so tut, als könnte man noch frei und unabhängig entscheiden.
    so frei und unabhängig wie dies deutschland kann.
    aber im gegensatz zu ihnen, entscheidet bei uns das volk. und das volk entscheidet pragmatisch und kann auch mit den konsequenzen umgehen.
    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Davon ist die Schweiz weiter entfernt als je zuvor
    von wegen.. das gegenteil ist der fall
  2. #551

    Zitat von toskana2 Beitrag anzeigen
    Glückwunsch!
    Eine durch und durch gesunde Einstellung.
    Allerdings müssen Sie dabei aufpassen,
    dass nichts über Kleinstwelt hereinbricht
    - nicht mal ein Hauseinbruch.
    Dann ist es mit dem Kleinglück vorbei.

    Nichts für ungut:
    Die Welt ist größer geworden als einem "Stadtteilpatriot" je lieb sein könnte.

    Stellen Sie sich vor, ich weiß das die Welt größer geworden ist, denn ich habe auch schon in England und in den USA gelebt.
    Ich brauche aber auch eigentlich meinen kleinen Vorort gar nicht verlassen, da die Welt in unseren kleinen Vorort kommt.

    Und mal am Rande, warum wird eigentlich jeder Kommentar immer so Bierernst genommen ? schon mal etwas von " Überspitzung " gehört ?
  3. #552

    Zitat von heidi1-preiss Beitrag anzeigen
    Zitat von Zitat von toskana2
    Zitat von toskana2

    Volkstümlich gesagt:
    Manchen Bürger muss man zu seinem Glück verhelfen
    - ich weiß, das ist demokratisch-nicht-korrekt,
    weshalb unverständlich.".
    Dann verraten Sie mir ganz einfach zu welchem "Glück" man dem Bürger verhelfen muss? Halten Sie jeden Bürger für hirngewaschen? Da muss ich Ihnen sagen, das ist "demokratisch nicht korrekt".
    Erinnert mich irgendwie an Schopenhauers Aussage:

    "In der Natur herrsche Gewalt, auch zwischen den Menschen, was die „Masse“ in Vorteil bringe; aber da das Volk ein „ewig unmündiger Souverain“ sei, „unwissend, dumm und unrechtlich“, so müsse dessen „physische Gewalt der Intelligenz, der geistigen Überlegenheit“ unterworfen werden. Zweck des Staates sei es, dass „möglichst wenig Unrecht im Gemeinwesen“ herrsche, zugunsten des Gemeinwohls dürfe der Staat auch Unrechtes tun."
  4. #553

    Viel Dichtung, viel Wahrheit

    Die ganze Welt nur nehmen hin,
    doch nicht sie so zu lassen,
    noch einfacher ist Lebenssinn
    in Worte nicht zu fassen.

    Die Gestaltung Europas gleicht einem Geicht -- wie die bewusste Gestaltung der ganzen Welt (oder einer Familie). Das geistig-geistliche Element der Europarede Gaucks ist sehr wertvoll.
  5. #554

    Wenn es denn so sei ....

    Zitat von toskana2 Beitrag anzeigen
    Der Bürger einer erwünschten Demokratie ist aber fähig, über den eigenen Tellerrand zu sehen, dorthin, wo das Wohl des Ganzen liegt.
    Das ist nicht elitär, das ist, meine ich, das Wesen einer aufgeklärten Demokratie.
    Demokratie ist ein anzustrebendes und weniger ein existierendes politisches System.
    ... muessten die Buerger in D. mit aller Kraft gegen DIESE im Ganzen unwohl ausgerichtete, sog. "EU" und dessen Casinogeld votieren.

    DIES "EU" bietet nichts "anstrebbares", wohl aber umso mehr verwerfliches wie kriminelles.
  6. #555

    @Zitat von toskana2 - Europaplebiszite sind der falsche Weg. Wenn Sie die Beiträge dieses Forums lesen, dann wissen Sie warum.
    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Das ist ein merkwürdiges Demokratieverständnis. Wenn man mit den Entscheidungen der Wähler nicht einverstanden ist sollte man sie gar nicht erst fragen.
    Was faktisch ja auch laengst der Fall ist. Fuer "Gute EU-Diktatur" wird, insb. in D., der Waehler von allen Entscheidungen der "EU" als direkter Gestalter, bzw. mgl. Hemmschuh, von vornherein ausgeschlossen.

    Die "Legitimationsflicke" Bundestags-Parteienwahl ist dazu hingegen nur ein Zerrbild der Demokratie. Eine "EU"-Farce.

    Kein Waehler konnte ueber die "EU"_Erweiterungen, die sog. "Euro"-Einfuehrung, ueber den Administrativ-Aufbau, und alle anderen, wichtigen "EU"-Erscheinungen abstimmen.

    Die sog. "EU" ist eine -vielleicht von einigen Ideologen sogar gut gemeinte- Diktatur.
    Diese muss weg, und dann bieten sich fuer die kommenden Generationen hoffentlich die Chancen, ein gemeinsames, insb. freies und demokratisches Europa, zu gestalten.
  7. #556

    Zitat von Abronzius Beitrag anzeigen
    Ich spreche auch von den gesamten bisherigen Nettozahlungen an die Eu seit Beginn.In den nächsten 20 Jahren ist mindestens diese Summe für den EU Haushalt fällig.
    Das halte ich zwar auch für übertrieben aber es kommt der Wahrheit zumindest näher.

    Im übrigen denke ich daß die Summe sehr gut angelegtes Geld war, umsomehr wenn man es mit den Kosten der Deutschen Einheit vergleicht, die 10 x teuerer war und sein wird
  8. #557

    Zitat von woodeye Beitrag anzeigen
    Sie moegen ein interessanter Gespraechspartner bei franz. Rotwein und franz. Delikatessen sein, aber es irritiert doch, dass Sie direkt/indirekt in diesem Forum als polit. Agitator fuer ein vereintes Europa auftreten, welches ganz offensichtl. von der Mehrheit der Menschen (aus guten Gruenden) abgelehnt wird. Sie und einige andere Foristen massen sich an, die EU-Ablehner auf subtile Wei se dahin zu verweisen, wo sich die nicht Erkennenden und Dummen aufhalten. Lassen Sie doch bitte die Mehrheit der Menschen in diesem Lande entscheiden, was sie moechte, und nicht eine Minderheit, die eindeutig eigene Interessen vertritt (und sich dabei bezeichnenderweise der Intelligenzschicht zuordnet).
    Sie haben mich erkannt, was braucht der Mensch mehr als ein guten Bordeaux - wobei ich auch eien Cote de Rhone jederzeit schätze und etwas Baguette, und ein paar Oliven - alles unter der Sonne der Provence...

    Ich trete tatsächlich unbedingt und unter allen Umständen für eien Vereintes Europa in Form einer subsidiären Föderation auf, wobei ich den Titel "Agitator" sicher ablehne.

    Ich glaube nur, daß das Vereinte Europa ohne jeden Zweifel die beste und einzige Möglichkeit ist, die Unabhängigkeit und Vilefalt von Europa in der Zukunft zu erhalten.

    Ich glaube auch nicht, da0 diese Vorstellung von der Mehrheit der Menschen abgelehnt wird, ganz im Gegenteil. Zummindest in Deutschland wird - nach allen bekannten Umfragen die EU vom mehr als 65% der Mesnchen als positiv bewertet.

    Leider ist es tatsächlich so, daß eien sehr großer Teil der Anti-Europäer - nicht alle - in diesem Forum erschreckende Unkenntnis der ökonomischen, juristsichen und historischen Fakten aufweisen, dies finde ich auch tragisch, aber es ist nunmal so. Wie oft liest man von irgendeienm ökonomischen Analphabeten, der nie eine EZB Bilanz auch nur von weitem gesehn hat, daß die EZB alles falsch macht, wie oft werden die wüstesten Summen gepostet, die angeblich verlroen, wahlweise verbrannt oder von uns gezahlt wurden.

    Schön sind auch die Freunde, die sich über die juristischen Regelungen der EU oder des Euros auslassen. Als Jurist bzw. Wirtschaftswissenschaftler krempeln sich mir angesicht solcher Dummheit dabei die Fusnägel hoch!

    Es gibt keinen Zweifel, daß dieser Kontinent von der Europäischen Union massiv profitiert und das der Euro eine geniale Idee war, die herrvorragend funktioniert.

    Wir leben seit 60 jahren im tiefsten Frieden, es geht diesem LAnd so gut daß es brummt. Wir sollten zufreiden sein und die trotzdem noch vorhandenen problem anpacken. Ach ja, wir sollten auch unseren europäischen Partner helfen, wieder auf die Beien zu kommen, und nicht darüber jammern falls uns dies auch Geld kosten sollte.

    Dieses Geld ist für unsere Zukunft hervorragend angelegt!



    Ich habe übrigens niemanden das Wahlrecht abgesprochen, somit kann jeder seien eigen Entscheidung treffen.
  9. #558

    Zitat von -snowlife- Beitrag anzeigen
    stimmt, wir haben uns schon oft darüber unterhalten. hab ihnen auch schon oft geschrieben; die schweiz will gar nicht eine überegionale rolle spielen.


    genau so wie deutschland und jedes andere land auch. lässt sich auch jederzeit nachprüfen. klar schaut die schweiz darauf möglichst erfolgreich zu sein.


    kopplung: nein, das wissen sie genau... oder muss ich es ihnen noch einmal erklären.
    übernahme der eu standards: klar da wo es sinnvoll ist, warum auch nicht. die meisten normierungen gab es es schon vor der eu.. die ergaben sich logischerweise. und es giebt noch so viele unterschiedliche normen, ob sinnvoll oder nicht.
    übrigens ist die eu ein leuchtendes beispiel, wenn es darum geht wie man dem ami sämtliche wünsche erfüllt. nicht, dass da unsere politiker anders wären. nein überhaupt nicht. hab ihnen auch schon oft geschrieben, dass ich dies nicht verstehen kann, da die usa ein schnell sinkendes schiff ist.
    übrigens, die schweiz zahlt keinen müden rappen in den eu haushalt. auch wenn dies immer wieder behauptet wird.


    so frei und unabhängig wie dies deutschland kann.
    aber im gegensatz zu ihnen, entscheidet bei uns das volk. und das volk entscheidet pragmatisch und kann auch mit den konsequenzen umgehen.

    von wegen.. das gegenteil ist der fall
    Ich bin kein Anhänger der direkten Demokratie, sonder bevorzuge die parlamentarische Demokratie wie die meisten anderen westlichen staaten auch.

    Den Schweizer Bürgern wird vorgegauckelt, sie hätten wirkich was direkt zu entscheiden. Dies mag auf lokale Dinge, wie das neue Bushäuschen auch zutreffen, manchmal trifft man blödsinnige Entscheidungen wie das Minarettverbot aber wenn es um überegionale oder gar internationale Fragen geht, entscheidet der schweizer Bürger direkt absolut nichts.

    Solche Fragen werden in internationalen Greimien entschieden, die zuständigen Politiker müssen sich dann eben, wie auch bei uns auch, Wahlen stellen.

    Natürlich geht das prinzipiell alle Länder nicht anders, nur sind wir eben nicht alle gleich. Wenn die USA oder die EU der Schweiz sagen: Hüpf, dann hüpft man eben, weil man weiß, daß eine mögliche Weigerung eben teuerer wäre.

    Mit dieser Methode ist man ja recht gut durch die Jahrhunderte gekommen und es ist den Schweizer dabei recht ordentlich gegangen.

    Sie haben recht, die Schweiz zahlt nicht in den EU Haushalt aber nette Summen in die Kohäsionsfonds der EU, das ist auch recht.

    Am 16.12. 2012 war folgende Headline im Tagesanzeiger: "Der Schweiz droht neue Milliardenzahlung - Die EU verschärft den Ton gegenüber der Schweiz, wie aus einem Bericht hervorgeht. Dabei werden deutlich höhere Forderungen gestellt"

    Hoffentlich muß Steinbrück nicht wieder die Kavallerie losschicken.-)

    Es ist eben nicht umsonst, wenn man von den Vorteilen der euroäischen Union profitieren will!
  10. #559

    Wie Sie es verklauselieren,

    Zitat von toskana2 Beitrag anzeigen
    Was Sie hier schreiben, ist bestechend logisch
    - allerdings nur scheinbar!

    Denn eine Demokratie, die den Namen verdient,
    rekrutiert sich aus gebildeten Bürgern,
    solchen die in der Lage sind vernünftige Entscheidungen zu treffen.
    "Vernünftig" bedeutet hier dem Sinn nach,
    "im Interesse des Kollektivs".

    Was ich in diesem Forum lese,
    man sehe es mir nach,
    ist nicht der angetreten Beweis für diese Art von "Bürgern".
    Denn jeder redet dem eigenen Vorteil das Wort,
    manchmal mit primitiven Vokabeln.

    Der Bürger einer erwünschten Demokratie
    ist aber fähig, über den eigenen Tellerrand zu sehen, dorthin, wo das Wohl des Ganzen liegt.
    Das ist nicht elitär, das ist, meine ich,
    das Wesen einer aufgeklärten Demokratie.

    Demokratie ist ein anzustrebendes und weniger
    ein existierendes politisches System.
    Was nicht zwingend heißt,
    die Politik macht alles gut!!

    Im antiken Hellas regierte die "Aristokratie",
    "die Herrschaft der Besten".
    Eine "Aristokratie der Bürger" fehlte!
    handelt es sich um eine "getarnte" Diktatur.
    Eine "aufgeklärte" Demokratie ist es eigentlich auch nicht, weil die Bürger immer nur ein Stück weit darüber aufgeklärt werden, von wem und in welcher Form sie gerade über den Tisch gezogen werden.
    Demokratie ist ein anzustrebendes und weniger ein existierendes politisches System stimmt genauso, wie der Sozialismus oder Kommunismus nie irgendwo existiert hat.
    Existent ist der Kapitalismus mal in seiner neoliberalen Form, mal als Manchester-Kapitalismus und mal zu mal angereichert mit kolonialen Expansionsbestrebungen.
    Ich sehe den Pastor Gauck als Vertreter des existenten Kapitalismus, der seine Verherrlichung mit geistlichen Sprüchen verklärt.
    Bei Gleichgesinnten mag er Gehör finden, bei andersdenkenden mit Sicherheit nicht!