Unfallstatistik: Zahl der Verkehrstoten auf neuem Tiefstand

DPANoch nie seit Einführung der Statistik sind in Deutschland weniger Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben als 2012. Hauptgrund: moderne Fahrzeugtechnik und bessere Straßenführung. Trotzdem kommen noch immer zehn Menschen täglich ums Leben.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/s...-a-884910.html
  1. #130

    Bäume...

    Zitat von Toe Jam Beitrag anzeigen
    Sehr dünner Bericht. Es fehlt der Hinweise darauf WO die Mehrzahl der Unfälle stattfinden. Ein Großteile, ca. 1000 der 3606 Verkehrstoten sind Baumunfälle auf der Landstraße. Es fehlen passive Schutzeinrichtungen und der ADAC gefällt sich darin, neue Baumalleen an vielbefahrenen Straßen zu eröffnen. [...]
    Mag ja sein, dass sich ein großer Teil der Unfalltoten mit ihrem Wagen um Bäume gewickelt haben, aber das ist doch wohl kaum die Schuld der Bäume. Die Hauptursachen liegen wohl auch hier in einer unangepaßten Fahrweise, womöglich Alkohol (oder Drogen) am Steuer oder genereller Unaufmerksamkeit.

    Sehe ich das richtig, dass Sie dafür plädieren, Allen grundsätzlich mit Leitplanken u. Ä. zu verpollern?
    In Brandenburg gibt ein paar solcher Landstraßen, und ich sage Ihnen, das sieht ganz scheußlich aus. Und man fühlt sich bei der Durchfahrt wie in einem Käfig.

    Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, in denen in Westdeutschland aus ähnlichen Erwägungen unzählige Alleen in autogerechte Rennpisten verwandelt wurden, indem die Bäume zum Wohle des Autos gefällt wurden. Und das, weil sich jedes Wochenende die üblichen Verdächtigen nach dem Discobesuch nächtens überschätzt und vor den Baum gesetzt haben.

    Das kann doch wohl kaum die Lösung sein.
  2. #131

    Zitat von Stefan_G Beitrag anzeigen
    Im Berufsverkehr auf der Autobahn durchschnittlich 160 oder 180 km/h fahren? So etwas gibt es in Deutschland nicht.
    Wenn Sie das besser wissen...
  3. #132

    Nanu, nana

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie seit Einführung der Statistik sind in Deutschland weniger Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben als 2012.
    und das trotz der doch so unfallträchtigen und boomenden SUV´s?
  4. #133

    Deshalb

    Zitat von hannes21 Beitrag anzeigen
    Im Ausland ist die Autobahnfahrt wesentlich gelassener.
    ist dort die Anzahl der Verkehrstoten gemessen an der Verkehrsdichte auch deutlich höher.
  5. #134

    Zitat von trader_07 Beitrag anzeigen
    Ja, diejenigen, die in zunehmendem Maße mit dunkler Kleidung/unbeleuchtet in der Dämmerung unterwegs sind oder häufig Stöpsel im Ohr haben und nichts um sich herum mitbekommen.
    Die Dämpfung von Kopfhörern ist wesentlich geringer als die einer normalen KFZ-Karosserie. Gibt es also bald die Pflicht, bei jedem Wetter mit offenem Fenster zu fahren? Und werden Autoradios dann auch konsequenterweise verboten? Fragen über Fragen...
  6. #135

    Zitat von crossbeam Beitrag anzeigen
    Und wieviele der Verkehrsunfälle innerorts haben die Radfahrer und Fußgänger selbst verursacht?
    Das kann man in den Unfallstatistiken nachlesen. KFZ-Fahrer sind die Hauptverursacher, sowohl bei den Unfällen zwischen Fußgängern und KFZ als auch den Unfällen zwischen Radfahrern und KFZ.
    Die entsprechenden Statistiken stehen für jedermann kostenlos bei destatis.de zum Download zur Verfügung.
  7. #136

    Eickerich

    Wie pervers ist diese Nachrichtenerstellung der Medien. Wie kann die Presse und auch die Kommentare von "gut" oder "Besserung" sprechen, wenn jahrzehntelang ein grausamer Krieg auf unseren Straßen stattfindet. In 10 Jahren 50.000 Tote davon ca. 3000 Kinder und Millionen von Verletzten. Jeden Tag müsste die Presse die Eltern von toten Jugendlichen, wie bei der Berichterstattung von Winnenden, zeigen. Wo bleiben die Aktionsbündnisse die auf die Straße gehen um das Töten zu verhindern? Stattessen höre ich erfreute Nachrichtensprecher die sichoffensichtlich darüber freuen, daß der Blutzoll für Mobilität rückläufig ist.
  8. #137

    Zitat von bloßmolwassage Beitrag anzeigen
    ist dort die Anzahl der Verkehrstoten gemessen an der Verkehrsdichte auch deutlich höher.
    Wo haben Sie Zahlen zu den Verkehrstoten auf Autobahnen im europäischen Vergleich gefunden?
    Und nebenbei bemerkt kann eine hohe Verkehrsdichte auf Autobahnen durch die dadurch geringeren Durchschnittsgeschwindigkeiten auch gerade die tödlichen Unfälle reduzieren (wohingegen die Gesamtzahl der Unfälle wohl eher mit steigender Verkehrsdichte ansteigen wird).
  9. #138

    völlig daneben

    Zitat von eickerich Beitrag anzeigen
    Wie pervers ist diese Nachrichtenerstellung der Medien. Wie kann die Presse und auch die Kommentare von "gut" oder "Besserung" sprechen, wenn jahrzehntelang ein grausamer Krieg auf unseren Straßen stattfindet. In 10 Jahren 50.000 Tote davon ca. 3000 Kinder und Millionen von Verletzten. Jeden Tag müsste die Presse die Eltern von toten Jugendlichen, wie bei der Berichterstattung von Winnenden, zeigen. Wo bleiben die Aktionsbündnisse die auf die Straße gehen um das Töten zu verhindern? Stattessen höre ich erfreute Nachrichtensprecher die sichoffensichtlich darüber freuen, daß der Blutzoll für Mobilität rückläufig ist.
    Wer regt sich über das Massaker in deutschen Krankenhäusern auf, wo jedes Jahr 40 000 Patienten an vermeidbaren Infektionen sterben? Dagegen sind die 3000 Verkehrstoten eher vernachlässigbar.
  10. #139

    Zitat von Wasserratte Beitrag anzeigen
    ...Die Hauptursachen liegen wohl auch hier in einer unangepaßten Fahrweise, womöglich Alkohol (oder Drogen) am Steuer oder genereller Unaufmerksamkeit...
    Wieso wird eigentlich ständig diese merkwürdige Trennung vom Alkohol und Drogen gemacht?
    Das ist ungefähr so als würde man von T-Shirts und Kleidung sprechen.
    Alkohol ist eine harte Droge die schwerst abhängig machen kann, schwere gesundheitliche Schäden verursacht und mit ca. 70.000 Toten pro Jahr allein in Deutschland zu den übelsten Drogen überhaupt zählt. Da kann man jeden Polizisten, Rettungsdienstler, Krankenpfleger, Arzt oder Feuerwehrmann fragen. Mit diesem Zeug kriegt man bei der jeweiligen Tätigkeit am meisten "Spaß".
    Sie haben ja schon recht, so etwas hat im Verkehr nichts zu suchen aber wir sollten endlich mal diese Wohlfühl Formulierungen lassen und das Kind beim Namen nennen.