Konjunktur: Schwacher Export lässt deutsche Wirtschaft schrumpfen

Getty ImagesDeutsche Unternehmen haben 2012 so viel exportiert wie nie zuvor. Ende des Jahres brach der Außenhandel allerdings massiv ein, die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 0,6 Prozent. Ein so großes Minus gab es zuletzt auf dem Höhepunkt der Krise 2009.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-884898.html
  1. #90

    Zitat von spon-facebook-564528459 Beitrag anzeigen
    .... haben amerikanische und britische Medien bereits vor 2 Tagen gebracht.... Wie kommts, dass es das heute erst als Headliner auf SPON schafft?
    Google translate war wegen Bandbreitenbegrenzung nicht frueher erreichbar?
  2. #91

    0,6 Prozent

    Jetzt werden die Arbeitgeber weinen und die Löhne um 0,3 Prozent erhöhen bei 2 Prozent Inflation und Energiepreis Steigerungen um die 10 Prozent, wir müssen ja konkurenzfähig sein.
  3. #92

    Nein, sie muessen genau lesen:

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Aufwertung, des Euro's? Ach, zum Dollar, meine sie.
    Ist das nicht eher eine Abwertung des Dollars dann? Weil zu anderen Waehrungen in der Welt steht der Euro auch seit Sommer letzten Jahres recht 'stabil' und niedrig.
    Es spielt keine Rolle ob sie es als Aufwertung des Euros oder als Abwertung des Dollars sehen. Meine Begruendung bleibt stehen:

    1. In EUR produzierte Produkte sind auf einen Schlag deutlich teurer geworden fuer den Rest der Welt. Seit August 2012 hat sich der Euro gegenueber dem Dollar von 1.20 auf 1.35 vertEUROt d.h. ohne Abschlaege / Garantie ist fuer einen US Kunden das Deutsche Produkt deutlich im Preis gestiegen.

    2. Das gleiche gilt fuer Englaender, weil 1 Pfund von 1.28 im Sommer auf 1.14 Euro im Januar fiel d.h. Euro-Aufwertung / Pfund-Abwertung.

    3. Gleiches Phaenomen ist sichtbar fuer CAD, AUD, HKD etc. NIX da mit stabil!

    4. Vielleicht sollte mal jemand den Herren und Damen in Bruessel / Berlin die Grundproblematik in Sachen Waehrungsaufwertung erklaeren. Wir Schweizer koennen Euch Deutschen ein Lied davon singen!

    5. Wenn die Erholung im Euroraum weitergeht, wird sich Euro weiter gegenueber anderen Waehrungen aufwerten. Dementsprechend teurer werden deutsche Produkte. Es sei denn, die EZB uebernimmt die idiotische Abwertungspolitik des Fed, der BoE oder BoJ.
  4. #93

    Mal uebers Jahr geschaut?

    Zitat von steuerschlupf Beitrag anzeigen
    Es spielt keine Rolle ob sie es als Aufwertung des Euros oder als Abwertung des Dollars sehen. Meine Begruendung bleibt stehen:

    1. In EUR produzierte Produkte sind auf einen Schlag deutlich teurer geworden fuer den Rest der Welt. Seit August 2012 hat sich der Euro gegenueber dem Dollar ....
    Ganz ehrlich? Wenn ich mir genau ihre genannten Waehrungen im Vergleich zum Euro ansehe :
    ( hier einfach : Historical Exchange Rates | OANDA)
    Und dabei mal das Jahr betrachte, ist der Euro fast genau dort, wo er vor einem Jahr war.
    Und wenn ich mir den 'Rueckgang der Konjunktur' so ansehe, hat die 'Delle', in der Mitte des Jahres, mit deutlich schlechteren Euro Kursen, irgendwie nicht geholfen.
    Ausserdem besteht die Welt nach wie vor aus mehr Waehrungen, als den von ihnen genannten.
    Und wenn wir weiterhin in Dollar handeln wollen, wofuer, bitteschoen, brauchen wir dann noch den Euro?
    Ich bleibe dabei, der Euro iat stabil, nur der Us wackelt mal mehr, mal weniger.
    Leider!
    Ich persoenlich habe mehr von einem starken Euro.
    Und die Beschaeftigten in D. haetten da auch mehr von.
    Weil wenn die wenigen Euro, die sie kriegen, wenigstens weltweit (Einkaufspreise von Oel, z.B.) etwas mehr wert waeren, koennte der eine oder andere euro gesparet werden, fuer Energie, z.B.!
    Aber so ist Inflation das Ziel.
  5. #94

    So, so

    Zitat von ottohuebner Beitrag anzeigen
    die griechen, spanier, portugiesen, italiener und franzosen werden uns retten. deshalb, keine sorgen machen ...........
    haben die vom Euro gebeutelten EU Nachbarn doch schon. Die BRD ist der Hauptprofiteur dieses Umstandes. Also, statt, in Arroganz und übeheblicher Besserwisserei verächtlich mit dem Finger auf Spanier, Italiener und Griechen zu zeigen, sollte Deutschland mal wirkliche Solidarität beweisen, und eben nicht nur bestenfalls Lippenbekenntnisse von sich geben.
  6. #95

    SORRY - liebe SPON-Redaktion, ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutsche Unternehmen haben 2012 so viel exportiert wie nie zuvor. Ende des Jahres brach der Außenhandel allerdings massiv ein, die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 0,6 Prozent. Ein so großes Minus gab es zuletzt auf dem Höhepunkt der Krise 2009.

    Schwacher Export lässt deutsche Wirtschaft schrumpfen - SPIEGEL ONLINE
    aber solche Meldungen wirken leider immer mehr wie ein betriebswirtschaftliches UFO ohne Steuermann. Innerhalb einer Woche kann man in eurem Nachrichtenmagazin (!) im Schnitt drei Meldungen lesen:
    1. Die Konjunktur, der Außenhandel, die Wirtschaft oder sonstwas brechen ein.

    2. Die Konjunktur, der Außenhandel, die Wirtschaft oder sonstwas trotzen der Wirtschaftskrise und bleiben stabil.

    3. Die Konjunktur, der Außenhandel, die Wirtschaft oder sonstwas legen trotz der Wirtschaftskrise zu.
    Wirklich, Leute! Lest mal selbst nach. 3 mal in der Woche mag übertrieben sein, aber im Monatsdurchschnitt kommt es bestimmt hin.
    Was lernen wir daraus?
  7. #96

    Binnennachfrage

    Also ist die Abhängigkeit der deutschen Volkswirtschaft vom Außenhandel solchen Ausmaßes, dass bei leicht fallenden Exporten gleich die gesamte Wirtschaft schrumpft. Was wiederum erklärt, wie sehr die Binnenwirtschaft zu Grund und Boden herabgewirtschaftet wurde – um es nett zu formulieren. Und das wiederum ist der Grund– zu hohe Exporte und keine Binnennachfrage – warum die Löhne in Deutschland seit 15 Jahren real nicht gestiegen sind und die Kaufkraft auf dem Niveau von 1990 hängen geblieben ist. Ist das nicht ein Traum? Das war wohl, was Kohl im Sinne hatte, als er uns – damals, in den frühen 90ern – „blühende Landschaften“ versprach!
  8. #97

    ja - bieten SPD/GRÜNE eine Alternative?

    Zitat von xehris Beitrag anzeigen
    Die hohen Exportüberschüsse Deutschlands werden insofern "verteilt", als diese Überschüsse zu Defiziten bei unseren Handelspartnern führen, also zu makroökonomisch brisanten außenwirtschaftlichen Ungleichgewichten. Für die Probleme aus diesen .....
    Ja das scheint ja plausibel eine Tatsache zu sein, die Frage ist diejenige nach politischer Alternative.
    EU-Politik nach Art der Beratung durch Goldman-Sachs führt ja zu einem wechselseitigen Ausspielen der EU Staaten gegeneinander.
    In welche Richtung geht die Entwicklung? Mehr Unsicherheit in den verschiedenen Bevölkerungen, mehr Spaltung der Gesellschaften.
  9. #98

    ja schon

    Zitat von karlsiegfried Beitrag anzeigen
    Rauf, runter, rauf, runter. 0,6 %, 0,4 % und so weiter. Ist das überhaupt messbar, sichtbar oder spürbar? Trotz allem, es kann nur noch bergab gehen. Wer an etwas anderes glaubt sollte zum Psychiater gehen.
    Die Zahlen an und für sich werden schon so, wie sie erhoben wurden, zunächst einmal korrekt sein. Allerdings fehlt eine kritische Kommentierung und Analyse der Hintergründe, damit die Relevanz der Zahl besser einzuordnen ist.

    Es gibt so viele Zahlen, auf die sich politische Reaktionen jeweils stützen.
    Wer macht was an welcher Zahl fest, was ist richtig, das falsch? Für wen?
    Was ist Gemeinwohl?
  10. #99

    Naja

    Zitat von harry362 Beitrag anzeigen
    Der Wahnwitz der exponentiellen Wachstumsversessenheit wird von dem Krebsgeschwür der Gewerkschaften angeheizt. - Jetzt wollen die schon wieder 6 % mehr im öffentlichen Dienst.

    Diese kranken Gewerkschaftstypen schnallen nicht, dass es in keiner Wirtschaft, gross oder klein, immer nur "mehr, mehr, mehr und noch mehr" geben kann.

    Von den alleruntersten Lohnsparten abgesehen, die vielleicht 6 % der Beschäftigten betreffen, hat jeder Lohn- und Gehaltsempfänger in Deutschland die Möglichkeit, einen gewissen Betrag zu sparen. .
    Andererseits:
    Die Masseneinkommen (siehe Lexikon) stagnieren in Deutschland seit sehr langen Jahren, trotz erfolgreicher Daten, trotz allgemein anerkannter Erfolge. Insbesondere trotz steigender Produktivität.
    Gleichzeitig steigen die Masseneinkommen in Südeuropa seit ebenso langen Jahren, obwohl die Produktivität dort - anders als hier - stagniert.
    Viele Probleme in Südeuropa sind ja bekannt (Arbeitslosigkeit, hohe Staatsschulden).
    Weit weniger populär ist es in der Politik, die Frage des Außenhandelsüberschusses und der daraus resultierenden "Target 2" Salden zu thematisieren.

    Dabei geht es um ungeheure Summen nahe an der Billionen - Euro Schwelle.

    Fazit:

    Im Ergebnis: Im großen Ganzen stagnieren die Einkünfte der Deutschen trotz ständig steigender Anforderungen. Niedrige Arbeitslosenzahlen scheinen ein positiver Effekt zu sein. Überlastung und Ausbeutung der negative, denn die Löhne sind zu niedrig.

    Ich bin ganz sicher:

    Die Menschen in Deutschland und Europa sind leistungsfähig.

    Die Menschen haben alle Möglichkeiten, aus Europa insgesamt einen guten funktionierenden Sozialstaat nach skandinavischem Vorbild zu machen.

    Wir brauchen eine EU Politik, die sich dieses EU EIGENNÜTZIGE Ideal auf die Fahne schreibt anstatt die Bürger mehr und mehr zu verängstigten Opfern der Banken zu degradieren.

    WO sind die großen Europapolitiker, die endlich anfangen?