Beckmann-Talk: Abhilfe am Abgrund des Kapitalismus

DPAÜberraschend intellektuell ging es zu beim TV-Talk von Reinhold Beckmann: Die Auseinandersetzung mit Frank Schirrmachers kapitalismuskritischem Buch "Ego - das Spiel des Lebens" war deshalb zwar etwas anstrengend, aber durchweg anregend. Dank eines Moderators in Bestform.

Beckmann-Talk: Frank Schirrmachers Buch "Ego - das Spiel des Lebens" - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Anstrengendes konnte ich nicht erkennen...

    ...im Gegenteil - bewahrte einen doch Thema und Diskussion vorm sonst üblichen nächtlichen Einschlafen, mehr davon würde wenigstens einen Teil der staatlichen Fernsehsteuer rechtfertigen.
  2. #2

    Als wäre Besitz und Geld das Wichtigste.

    @:Physiker Yogeshwar wurde gar leicht metaphysisch, mahnte das "Bewusstsein der Endlichkeit" an und gab zu bedenken, dass es spätestens auf dem Sterbebett mit jedem Gedanken an entgangenen Profit vorbei sei.

    Man kann sich eben nichts mitnehmen, doch manche glauben ewig zu leben und raffen zusammen wo es nur geht, ohne Rücksicht auf meine Mitmenschen und die Natur. Als wäre Besitz und Geld das Wichtigste. Man kann mit weniger auch gut leben, vor allem tut man mehr für seine Gesundheit und sein Seelenheil und hilft dem Fortschritt, anstatt alles zu zerstören.
  3. #3

    Na hoffentlich war dieser Niveausprung kein einmaliger Ausrutscher!
    Hätte man seitens der öffentlich-rechtlichen Sender schon früher eine Qualitätsoffensive in diese Richtung gestartet, hätte die GEZ-Diskussion der letzten Wochen sicher keine ganz so hohen Wellen geschlagen.
  4. #4

    Gut leben auf Kosten anderer!

    Nachdem der äußere Feind nicht mehr direkt existiert, brauchts einen neuen. Im 1. Schritt werden die Träger des
    wirtschaftlichen Fortschritts als raffgierig diffamiert.Kapitalistenschweine! Im 2. Schritt erfolgt dann die Ausplünderung: Vermögensteuer, Erbschaftssteuer, Reichensteuer, Solidaritätszuschlag, Mehrwertsteuer. Nur die Leute, die in der Lage sind, mal eben 250 Mio für eine neue Autofabrik hinzulegen werden sich bald französisch aus diesem Zirkus verabschieden.
    gez. R. R.
  5. #5

    zum Glück nur

    Wie dringend benötigte Ego-Transzendenz heute aussehen kann, beschreibt z.B. Eckhart Tolle in "Eine neue Erde: Bewusstseinswandel statt Selbstzerstörung". Für Berührungsängstler von Ego-Abgründen allerdings schwere Kost.
  6. #6

    Solche Sendungen sind leider eine Seltenheit im TV geworden.
    Aber Yogeshwar und auch Lesch halten immer noch etwas dagegen, gegen die allgemeine Verblödung.
  7. #7

    Sehr Richtig!

    Zitat von spon-facebook-10000009156 Beitrag anzeigen
    @:Physiker Yogeshwar wurde gar leicht metaphysisch, mahnte das "Bewusstsein der Endlichkeit" an und gab zu bedenken, dass es spätestens auf dem Sterbebett mit jedem Gedanken an entgangenen Profit vorbei sei.

    Man kann sich eben nichts mitnehmen, doch manche glauben ewig zu leben und raffen zusammen wo es nur geht, ohne Rücksicht auf meine Mitmenschen und die Natur. Als wäre Besitz und Geld das Wichtigste. Man kann mit weniger auch gut leben, vor allem tut man mehr für seine Gesundheit und sein Seelenheil und hilft dem Fortschritt, anstatt alles zu zerstören.
    "Die Friedhöfe dieser Welt sind gefüllt mit Menschen die sich für unentbehrlich hielten." (Clemenceau)
  8. #8

    Wir waren schon klüger

    Im Thüringischen wurde nach dem Mauerfall in einer kleinen Gemeinde ein Gedenkstein mit folgender Inschrift entfernt:

    Vom Ich zum Wir
  9. #9

    Es geht doch !

    Bravo, Herr Beckmann ! Endlich, endlich, endlich ... findet das Öffentlich-Rechtliche zu seiner Bestimmung zurück und sendet Qualität. Anschaulich war die Diskussion, anspruchsvoll, geistreich. Es geht doch ! Danke für diese Sternstunde der Erleuchtung, Dank an Beckmann und die herausragenden Mitdiskutanten. Mehr davon !