Pläne der Euro-Retter: Reiche Russen sollen Zypern retten

REUTERSAusländische Investoren und reiche Zyprer sollen für die Rettung des Krisenstaates zahlen. Berichten zufolge prüfen die Euro-Retter, wie sie russische Kontoinhaber an dem Milliardenpaket beteiligen. Im Gespräch sind ein Schuldenschnitt und eine Vermögensabgabe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-884889.html
  1. #70

    Statistik der Mächtigen

    Zitat von bernhard Beitrag anzeigen
    "Bei den privaten Pro-Kopf-Vermögen soll Zypern innerhalb der Euro-Zone in der Spitzengruppe liegen, noch vor Deutschland, Frankreich und Italien"

    es ist statistisch naiv und "setzen, 5", wer das Gesamtvermögen durch die Summe der Bevölkerung teilt, wissend, dass nur 1,8% der "Bevölkerung" diejenigen sind, die wirklich massenhaft auf Geld sitzen!
    Nein, das ist schon tiefer durchdacht. Nur unter Einsatz solch schlapper Statistikmethoden ließe sich begründen, warum auch der kleine zypriotische Ziegenhirte seinen Anteil von 23000 Euro beisteuern solle. Alle diese Grundrechenmethoden fördern das Ziel, positive Vermögenswerte doch eher luftig anzusiedeln, während negative dorthin gehören, wo Dreck und Schlamm zuhause sind. Geld am Boden schimmelt nur.

    Die Eigenverantwortlichkeit Zyperns nach EU-Definition würde eben auch die Reichen nur marginal heranziehen.
  2. #71

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ausländische Investoren und reiche Zyprer sollen für die Rettung des Krisenstaates zahlen. Berichten zufolge prüfen die Euro-Retter, wie sie russische Kontoinhaber an dem Milliardenpaket beteiligen. Im Gespräch sind ein Schuldenschnitt und eine Vermögensabgabe.

    Euro-Retter wollen Rettungspaket für Zypern verkleinern - SPIEGEL ONLINE
    Lächerlicher Populismus in Reinkultur, und solchen Schwachsinn kann man den Bürgern im 21 Jh. sogar tatsächlich noch verkaufen.

    Die EU, selbst wenn sie ernsthaft will, kann nicht selektiv einen Teil der Kontoinhaber an der "Rettung" der Banken beteiligen. Das kriegen Sie vor keinem europäischem Gericht durch.
    Kontoinhaber ganz generell daran beteiligen, das könnte man zwar, aber dagegen werden sich die Genossen in Brüssel mit Händen und Füssen wehren. Die Tür stossen sie (noch) nicht auf, die kriegen sie nie wieder zu. Und die europäischen Schwergewichte machen dabei auch nicht mit. Kein französischer oder deutscher Verantwortliche stellt sich in Zukunft vor die Presse und verkündet, das zur Rettung von Bank x die jeweiligen Spareinlagen seiner Bürger als erstes weg sind.
    Man kann das Feindbild Russland hier zwar wunderbar pflegen, andererseits sind sich die Genossen in Brüssel auch schmerzlich bewusst, das Russland das Inselchen problemlos "retten", oder besser, kaufen könnte. Und wer bezahlt, der bestimmt die Musik.
    Die etwas ernsthafteren Menschen in den jeweiligen europäischen Hauptstädten werden sich mit Händen und Füssen dagegen wehren Russland einen Aussenposten im Mittelmeer, der nebenbei auch noch EU Mitglied ist, für ein paar lächerliche Milliarden einfach so zu überlassen. Nicht nur wegen dem Inselchen, das ganz nebenbei einen wunderbaren Stützpunkt für die Schwarzmeerflotte darstellen würde und den Russen dafür wohl einiges mehr als sagen wir 20 Mrd. Euro wert sein dürfte, die Griechen als Nachbarn dürften sich dann ebenfalls überlegen, ob sie für die Russen und Chinesen als Einfallstor nach Europa nicht mehr wert sind als im Moment für die EU den Sündenbock zu spielen und was das wirtschaftlich für sie bedeuten könnte.
    Ich wette, wenn morgen Russland mit Zypern um ein Rettungs- und Investitionspaket von 50 Mrd. Euro + einige politische Zugeständnisse verhandeln würde, schiebt die EU übermorgen jede von Zypern nachgefragte Summe + Bonus ohne weiter Diskussion eiligst rüber.
  3. #72

    nicht auf die Falschen zielen3

    dre371 schreibt richtig, das nicht die russische Investoren die Böse sind, sondern zypriotische Regierung und Banken. Übrigens, ein großer Teil den Anlagen ist völlig legal. Die Idee, das Geld der Investoren zu beschlagnahmen, ist ein Irrtum, ein Verstoß gegen alle Finanzregeln. Und warum nur Russen?. Bestimmt gibts auch Anleger aus EU-Ländern. Ich erinnere mich, vor ca.10 Jahren wurde der Schatzmeister der CDU-Hessen, mit Millione Bar im Koffer aus Schweiz, erwischt. Egal welches Vorgehen gegen russische Anleger, es wird den Kapitalexport aus Russland, zur Freude Putins, abbremsen. In den letzten Jahren investierten die Russen in EU zwischen 50 und 80 Mrd. Jährlich. Währe unvernünftig auf dieses Geld zu verzichten.
  4. #73

    ???

    Zitat von dre371 Beitrag anzeigen
    Nicht die russischen Investoren, die hier Vermögen dubioser Herkunft deponiert haben, sind die Bösen (auch wenn sie für diese Aktivitäten von kaum jemanden einen Orden verliehen bekommen werden), sondern die zypriotische Regierung, die beschlossen hat, ihr Land zur Steuerfluchtoase umzufunktionieren.
    Wieso ist das Geld russischer Investoren dubios? Darf man in Russland etwa keinen Gewinn machen, wenn man Geschäfte betreibt? Und darf man dieses Geld nicht investieren?

    Wieso will man die Schweiz in Steuersachen zur Ordnung rufen und unterhält selbst in der EU eine Steueroase? Weil die Schweiz nicht in der EU ist? Da wär sie auch schön blöd!

    Zweierlei Maßstab? Weil´s Russen sind?
  5. #74

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ausländische Investoren und reiche Zyprer sollen für die Rettung des Krisenstaates zahlen. Berichten zufolge prüfen die Euro-Retter, wie sie russische Kontoinhaber an dem Milliardenpaket beteiligen. Im Gespräch sind ein Schuldenschnitt und eine Vermögensabgabe.

    Euro-Retter wollen Rettungspaket für Zypern verkleinern - SPIEGEL ONLINE
    ..........

    Ist doch kein Problem: Putins Busenfreund Depardieu zieht nach Zypern und zahlt künftig dort seine Steuern - und schon ist Zypern genesen. Erst recht, wenn andere Steuerflüchtlinge und Steuerhinterzieher auch noch diesen Weg einschlagen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....