Permafrost: Gefahr für den Treibhausgas-Tresor

Anton VaksEin Viertel der Landmasse auf der Nordhalbkugel ist dauerhaft gefroren. Wie ein Tresor umschließt der Permafrost mindestens 1700 Gigatonnen Kohlenstoff. Wie stabil sind diese Regionen? Eine neue Studie legt nahe, dass schon ein geringer Temperaturanstieg fatale Folgen haben könnte.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-884815.html
  1. #190

    Wenn

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Wenn 1995 km³ verdunstetes Wasser wieder zu Wasser kondensiert, wird die latente Wärme frei. Natürlich ist das ein Nullsummenspiel.
    Diese latente Wärme wird aber aus den heissen, semiariden Zonen wegtransportiert, was ohne Beregnung nicht der Fall wäre.
    Wenn dann das kondensierte Wasser abregnet, gibt es einen warmen Regen, der irgendwo z.B. Meerwasser erwärmt, vielleicht in der Arktis.
    Und um Meereseis abzuschmelzen, gibt es nicht Besseres als warmes Wasser.
    Wenn am Ort A Wasser verdunstet und diese Wärme dann am Ort B Wasser taut, bleibt es ein Nullsummenspiel.
  2. #191

    Zitat von platten Beitrag anzeigen
    Wenn am Ort A Wasser verdunstet und diese Wärme dann am Ort B Wasser taut, bleibt es ein Nullsummenspiel.
    Richtig!
    Dann ist es aber am Ort A kälter und am Ort B wärmer. Es sei denn:
    Sie meinen wohl Eis taut?
    Dann ist es am Ort A kälter und am Ort B ist durch die Kondensationswärme das Eis getaut.

    Selbstverständlich ein Nullsummenspiel, aber vielleicht eine Erklärung, warum trotz stagnierender Temperaturen das Arktiseis so flott schmilzt.
    Vielleicht auch noch ein Einfluss auf die Wolkenbildung und entsprechender Albedo.

    Unser Freund karl-felix hat so einen schönen link, bei dem man die Eisverhältnisse in der Arktis vorher-nachher sieht.
    Da sieht man auch, dass das Eis hauptsächlich im Norden von China-Indien-Kasachstan schmilzt.
    Ausserdem hatten wir hier einen thread über die Erwärmung speziell der Westantarktis. Liegt im Süden von Brasilien-Argentinien, wo auch kräftig bewässert wird.
  3. #192

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Richtig!
    Dann ist es aber am Ort A kälter und am Ort B wärmer. Es sei denn:
    Sie meinen wohl Eis taut?
    Dann ist es am Ort A kälter und am Ort B ist durch die Kondensationswärme das Eis getaut.

    Selbstverständlich ein Nullsummenspiel, aber vielleicht eine Erklärung, warum trotz stagnierender Temperaturen das Arktiseis so flott schmilzt.
    Was sagen denn die Meteorologen zum Günther-Paradigma?
    Wenn ihnen schon der gesunde Menschenverstand nicht erzählt das -50 Grad kalte dünne Luft ohne latenten Wasserdampf auch keine latente Energie transportieren kann.
  4. #193

    Zitat von waddehaddeduddeda Beitrag anzeigen
    Was sagen denn die Meteorologen zum Günther-Paradigma?
    Wenn ihnen schon der gesunde Menschenverstand nicht erzählt das -50 Grad kalte dünne Luft ohne latenten Wasserdampf auch keine latente Energie transportieren kann.
    Ok.
    Und wo landet dann Ihrer Meinung nach die latente Wärme, die 2.000 km³ Wasser zum Verdunsten gebracht haben?
    Die würden nach Meinung eines anderen Foristen ausreichen, 5 Millionen Quadratkilometer 3 Meter dickes Meereis zu schmelzen.
  5. #194

    Sie brauchen ...

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Ok.
    Und wo landet dann Ihrer Meinung nach die latente Wärme, die 2.000 km³ Wasser zum Verdunsten gebracht haben?
    Die würden nach Meinung eines anderen Foristen ausreichen, 5 Millionen Quadratkilometer 3 Meter dickes Meereis zu schmelzen.
    ... wohl auch 4000 (in Worten: Viertausend) Rollen Tapete, um Ihr Klassenzimmer an der Hauptschule zu tapezieren? Hat mal ein Schüler eines eng befreundeten Hauptschullehrers in einer Klassenarbeit errechnet und das Ergebnis tatsächlich für richtig gehalten.

    Alleine schon der gesunde Menschenverstand sagt doch, dass obige Zahlen nicht richtig sein können, schließlich verbraucht das Auftauen viel mehr Energie als das Verdunsten. Alleine wenn man die genannten Flächen ins Verhältnis setzt, dann sollte man doch schon mistrauisch werden. Rechnen wir doch einfach mal nach. Das Schmelzen eines kg Eises bedarf schon einer Energie von 333,5 kJ. Das Volumen des Eises ist 15*10^12 m3. Setzen wir der Einfachheit halber ein Kg Eis gleich mit einem Liter, dann haben wir 15*10^15 kg Eis. Die zum auftauen des Eises benötigte Energie beträgt damit recht genau 5*10^18 kJ.

    Nun zur Verdunstung. Durchschnittlich liefert die Verdunstung auf der Erde 80 W/m2, die, mehr oder weniger, DIFFUS in der Atmosphäre verteilt werden. Sind wir mal nicht so, gehen wir lokal von einer deutlich erhöhten Rate von 200 W/m2 aus. Und tun wir mal so, als ginge diese Energie ganz gerichtet in die Eisschmelze. Dann liefert die genannte Fläche von 2000 km2 eine Leistung von 400*10^6 kW.

    Jetzt brauchen wir den Zusammenhang zwischen Energie (kJ) und Energiefluss (kW): 1 kJ = 1 kW*s

    Wenn wir also die benötigte Energie durch den zur Verfügung stehenden Fluss teilen, dann erhalten wir die Zeit (s), die benötigt wird das Eis zu schmelzen. Das sind dann 12,5*10^9 s, also 400 Jahre. Und das unter extrem übertrieben idealisierten Bedingungen.
  6. #195

    Zitat von orgelspieler Beitrag anzeigen
    ... wohl auch 4000 (in Worten: Viertausend) Rollen Tapete, um Ihr Klassenzimmer an der Hauptschule zu tapezieren? Hat mal ein Schüler eines eng befreundeten Hauptschullehrers in einer Klassenarbeit errechnet und das Ergebnis tatsächlich für richtig gehalten.

    Alleine schon der gesunde Menschenverstand sagt doch, dass obige Zahlen nicht richtig sein können, schließlich verbraucht das Auftauen viel mehr Energie als das Verdunsten. Alleine wenn man die genannten Flächen ins Verhältnis setzt, dann sollte man doch schon mistrauisch werden. Rechnen wir doch einfach mal nach. Das Schmelzen eines kg Eises bedarf schon einer Energie von 333,5 kJ. Das Volumen des Eises ist 15*10^12 m3. Setzen wir der Einfachheit halber ein Kg Eis gleich mit einem Liter, dann haben wir 15*10^15 kg Eis. Die zum auftauen des Eises benötigte Energie beträgt damit recht genau 5*10^18 kJ.

    Nun zur Verdunstung. Durchschnittlich liefert die Verdunstung auf der Erde 80 W/m2, die, mehr oder weniger, DIFFUS in der Atmosphäre verteilt werden. Sind wir mal nicht so, gehen wir lokal von einer deutlich erhöhten Rate von 200 W/m2 aus. Und tun wir mal so, als ginge diese Energie ganz gerichtet in die Eisschmelze. Dann liefert die genannte Fläche von 2000 km2 eine Leistung von 400*10^6 kW.

    Jetzt brauchen wir den Zusammenhang zwischen Energie (kJ) und Energiefluss (kW): 1 kJ = 1 kW*s

    Wenn wir also die benötigte Energie durch den zur Verfügung stehenden Fluss teilen, dann erhalten wir die Zeit (s), die benötigt wird das Eis zu schmelzen. Das sind dann 12,5*10^9 s, also 400 Jahre. Und das unter extrem übertrieben idealisierten Bedingungen.
    Vielleicht machen Sie sich erstmal über die Verdunstungswärme schlau.
    Die ist 7 mal so gross wie die Schmelzwärme.
    Klimatologie - Wilhelm Kuttler - Google Books
    Mit anderen Worten, mit der Verdunstungswärme von 2.000 km³ Wasser könnte ich 14.000 km³ Eis schmelzen.
  7. #196

    Mal wieder ...

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Vielleicht machen Sie sich erstmal über die Verdunstungswärme schlau.
    Die ist 7 mal so gross wie die Schmelzwärme....
    ... völliger Quatsch. Zugegeben, da habe ich nicht nachgesehen, danke für den Link. Aber auch wenn dem so ist, an der Verdunstungsrate auf der Erdoberfläche ändert dies nichts. Die ist mit durchschnittlich 80 W/m2 ermittelt worden. Diese verteilen sich mehr oder weniger diffus in der Atmosphäre. Davon kommt dann nur noch ein Bruchteil auf einer entfernten Oberfläche an. Der tatsächliche Wert dürfte also eher bei ein paar tausend Jahren liegen als bei 400.
  8. #197

    Bitte...

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Vielleicht machen Sie sich erstmal über die Verdunstungswärme schlau.
    Die ist 7 mal so gross wie die Schmelzwärme.
    Klimatologie - Wilhelm Kuttler - Google Books
    Mit anderen Worten, mit der Verdunstungswärme von 2.000 km³ Wasser könnte ich 14.000 km³ Eis schmelzen.
    ... auf das Vorzeichen achten. Die KONDENSATIONSwärme von (danach) 2.000 km³ Wasser reicht um ~14.000 km³ Eis zu schmelzen.
    Was übrigens etwa das 3-4fache des arktischen Meereises im September wäre. Allein das zeigt dass die latente Wärme verdunsteten Wassers allenfalls zu einem kleinen Bruchteil in Polarregionen ankommen kann.
  9. #198

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Ok.
    Und wo landet dann Ihrer Meinung nach die latente Wärme, die 2.000 km³ Wasser zum Verdunsten gebracht haben?
    Die würden nach Meinung eines anderen Foristen ausreichen, 5 Millionen Quadratkilometer 3 Meter dickes Meereis zu schmelzen.
    In der oberen Troposphäre, hatte ich schon geschrieben.
    Da wo das Wasser halt wieder flüssig wird.
    Durch die latente Wärme ändert sich das Temperaturprofil.
    Bei trockener Luft wird es 1 Grad/100m kälter, bei feuchter nur 0,5.
    Weil es am Äquator wärmer ist ist liegt da auch die Tropopause höher bzw. wird die Troposphäre dicker.
    Aber meine persönliche Meinung ist ja eigentlich egal, was sagen denn die die sich damit auskennen dazu?
  10. #199

    Ist so ...

    Zitat von Stefan_G Beitrag anzeigen
    ... auf das Vorzeichen achten. Die KONDENSATIONSwärme von (danach) 2.000 km³ Wasser reicht um ~14.000 km³ Eis zu schmelzen....
    ... nicht richtig. Um auf diesem Weg zu rechen, wäre das Volumen des verdunsteten Wassers erforderlich. Schon dies zeigt, dass diese Zahlen in keinerlei Zusammenhang stehen.