Sylt-Reise per Segelfrachter: Das Traumschiff

SPIEGEL ONLINESeehundbänke, Gischt vorm Bug, Wind, der in die Segel bläst: Ein Flensburger Kapitän befördert auf seinem Segelfrachter Touristen zwischen Hamburg und Sylt. Die Fahrten sind auf Monate ausgebucht - obwohl der Komfort an Bord noch zu wünschen übrig lässt.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-884588.html
  1. #20

    Respekt & Beste Wünsche!

    Ich wünsche dem Kapitän und seiner Crew unternehmerischen Erfolg, glückliche Zeiten, Mast- und Schotbruch und immer eine Handvoll Wasser unterm Kiel.

    Ich finde die unternehmerische Idee und Initiative verdient Respekt und Förderung. Von allem gibt es in Deutschland leider nicht genug!
  2. #21

    Totes Projekt.....

    Ich halte nicht viel von diesem Projekt. Der Transport wird auf Dauer zu teuer sein und sich nicht rechnen. In Herbst und Winter wird ein Segelschiff regelmäßig im Hafen verweilen müssen. Hinzu kommt, dass die Transportkapazitäten zu gering sind und dass die Rückfahrt regelmäßig eine Leerfahrt ohne Einnahmen sein dürfte.
    Da werden viele Kunden doch eher bei der Bahn als Lieferanten bleiben.
    Und von Touris, die 99 Euro für eine Fahrt zahlen, werden sich die immensen laufenden Kosten kaum decken lassen.
    Der hier von vielen gescholtene Bankberater hat also genau richtig gehandelt. Banker sind zur Geldvermehrung und nicht zur Geldverbrennung da.
  3. #22

    bääääähhhh

    Zitat von frank_w._abagnale Beitrag anzeigen
    Ich halte nicht viel von diesem Projekt. Der Transport wird auf Dauer zu teuer sein und sich nicht rechnen. In Herbst und Winter wird ein Segelschiff regelmäßig im Hafen verweilen müssen. Hinzu kommt, dass die Transportkapazitäten zu gering sind und dass die Rückfahrt regelmäßig eine Leerfahrt ohne Einnahmen sein dürfte.
    Da werden viele Kunden doch eher bei der Bahn als Lieferanten bleiben.
    Und von Touris, die 99 Euro für eine Fahrt zahlen, werden sich die immensen laufenden Kosten kaum decken lassen.
    Der hier von vielen gescholtene Bankberater hat also genau richtig gehandelt. Banker sind zur Geldvermehrung und nicht zur Geldverbrennung da.
    Genau so ist es, und auch ein Banker muss eine Geschäftsanalyse erstellen, ob sich etwas rechnet oder nicht. Aber kaum ist hier das Wort Banker oder Apple gefallen, geht das billige Bashing los. - Wer mal in Ruhe das Segeln genießen will, kann auch übers Steinhuder Meer segeln, z.B., aber so sind die Menschen heute, kaum wird irgendwo etwas Neues oder Anderes geboten, muss die ganze Rentnerclique sofort mitmachen, und sei es nur eine neue Kaugummibude am Stadtrand. Schrecklich, diese Sensationsfreizeitartisten, und das Modell Segelschiff auf Elbe wird noch für 1 Jahr für ausgebuchte Fahrten sorgen, dann macht die nächste Nächste Sensation auf, Hotelrestaurant im Heissluftballon vielleicht, und alle stürzen sich sofort auf diese neue Sensation, Rentner voran, durchmarschiert mit Walkingsticks. Einfach nur grausam....
  4. #23

    Berufsschiff?

    Zitat von KäptnBlaubär Beitrag anzeigen
    Schade das aus dem Beitrag nicht hervorgeht als was der Herr Kptn. die Undine Zugelassen hat. Ob als Berufsschiff, als Traditionsschiff oder als Passagierschiff oder etwa als Sportboot. Alles ist möglich. Eben so geht auch aus dem Artikel nicht hervor, wie viele Pass. mitgenommen werden.
    Aber die Sicherheitszulassungen werden bei den alten Schiffen immer weiter nach unten gesetzt. Die besten Chancen haben die Passagiere bezüglich der Sicherheit,wenn das Schiffchen als Berufsschiff von der BG Verkehr eingestuft wird. Übrigens fuhr der "Kahn" in der vorherigen Eigner/Eigenschaft mit nicht resozialisierungsfähigen Jugendlichen.
    Es ist ein Frachtensegler. Sie können auch Passagen auf einem normalen Frachter buchen.
  5. #24

    ....

    Zitat von frank_w._abagnale Beitrag anzeigen
    Ich halte nicht viel von diesem Projekt. Der Transport wird auf Dauer zu teuer sein und sich nicht rechnen. In Herbst und Winter wird ein Segelschiff regelmäßig im Hafen verweilen müssen. Hinzu kommt, dass die Transportkapazitäten zu gering sind und dass die Rückfahrt regelmäßig eine Leerfahrt ohne Einnahmen sein dürfte.
    Da werden viele Kunden doch eher bei der Bahn als Lieferanten bleiben.
    Und von Touris, die 99 Euro für eine Fahrt zahlen, werden sich die immensen laufenden Kosten kaum decken lassen.
    Der hier von vielen gescholtene Bankberater hat also genau richtig gehandelt. Banker sind zur Geldvermehrung und nicht zur Geldverbrennung da.
    Wie kommen Sie denn auf die Idee, das ein Segelschif im Winter nicht nach Sylt fahren kann, es gibt genug Leute die das sportlich sehen, verweichlichte couchpotatoes sind da weniger angesprochen, als Skipper hätte ich mit diesem Klientel auch meine Probleme die nur gepampert werden wollen.
    Der Mann wird sicher nicht reich, die Rendite entspricht wohl auch nicht den Vorstellungen der Geldverkäufer.
    Es ist wohl zu früh über Erfolg oder Misserfolg zu sprechen. Ich wünsche dem Projekt alles Gute!
  6. #25

    Wo ist backbord ?

    ... und stürbord kann sich gesonnt werden ?
    Wer diesen Schoner -als aktive crew member- betritt, sollte schon ein bisschen 'Salzluft in der Nase mitbringen. ;-) Und unterwegs Interesse am Bordleben haben.
    Das geht los als 'Steuermann' (unter Aufsicht ;-) über Knoten lernen bis hin zu seglerischen Basiskenntnissen.
    Im 4-Stunden 'turn' dann noch Wache schieben, Bereitschaft und Schlafen - das kommt dem 'Segeln um des Segelns willen' schon näher.
    Der Weg ist das Ziel - nicht unbedingt das Geld.
    Mit Steinen und ähnlichen Ladungen lässt sich nicht viel Fracht verdienen. Frachtrate ? ... naja. Vergessen wir's.
    Ich hoffe nur sehr, der 'wirtschaftliche Aspekt' gerät nicht in eine Krängung zu Lasten des Schiffsführers ... und: Nicht zu vergessen - möge der ChefIng. nicht zu oft die Maschine kontrollieren müssen ... Es sollte primär gesegelt werden.
    Abschliessend: Ich hatte 'mal die Gelegenheit auf dem finn. Schoner 'Helena' von Helsingfors nach Malmö (und zurück) zu segeln; natürlich durch das Archipelago von Turku (Åbo) ...
    Ein unvergessenes Erlebnis - Tag und Nacht.
    Man mag es nicht glauben, aber der Diesel lief mehr als selten.
    Sogar die div. Häfen wurden oft 'segelnder Weise' angelaufen.
    Ein Hoch dem damaligen skipper, der übrigens ähnlich wie Torben Hass gestrickt war.
    Bleibt auch mir nur der Wunsch, diesem Projekt alles erdenklich Gute zu wünschen ...
    Backbord, Stürbord, mittschiffs - ahoi ;-)
    Und ............. scheint von recht voraus bis 2 Strich achterlicher als dwars.
    Was wohl ?
  7. #26

    Erstickte Branche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seehundbänke, Gischt vorm Bug, Wind, der in die Segel bläst: Ein Flensburger Kapitän befördert auf seinem Segelfrachter Touristen zwischen Hamburg und Sylt. Die Fahrten sind auf Monate ausgebucht - obwohl der Komfort an Bord noch zu wünschen übrig lässt.

    Segeltörn von Hamburg nach Sylt: Reise auf einem Gaffelschoner - SPIEGEL ONLINE
    Der Eigner wird den Teufel tun, hier oeffentlich rauszulassen, mit welchen Luecken der die Zulassungsbehoerden ausgetrickst hat, solche Fahrten ueberhaupt unternehmen und anbieten zu duerfen.
    Was jahrhundertalang an unseren norddeutschen Kuesten unsere zivilisatorische Entwicklung befoerderte, segelnde Kuestenseeschiffahrt (auch ohne dass es einen Hilfsmotor gab) und oft unter Mitnahme von Passagieren, ist heutzutage vollstaendig behoerdlich unterbunden mittels eines Wustes von fuer alte Segelschiffe unerfuellbaren Auflagen der Seeberufsgenosschaft, Schiffs-Bauvorschriften, Befahrungsauflagen fuer Kuestenreviere, Besatzungsbefaehigungsausweisgaengeleien.
    Dieser Wust erstickt die Branche hier.
    Nur die niederlaendische Administration ist vorausschauend und flexibel genug, fuer beruflich eingesetzte Segelschiffe Sonderregeln zu etablieren.
    Deshalb besetzten die Hollaender praktisch diesen Markt und nach EG-Recht duerfen hollaendische Schiffe dann auch in D unter diesen Regeln ganz legal im hiesigen Markt operieren, was den deutschen Schiffen eben dank der diversen Amtsschimmel verboten bleibt.